Gesellschaft & Politik

4. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

Bilder der Katastrophe

Mehr als 230 Tote nach heftigem Monsunregen in Indien und Pakistan

06.09.14, 18:55 06.09.14, 20:16

Heftiger Monsunregen und Überschwemmungen in Pakistan und Indien haben mehr als 230 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer wurden unter einstürzenden Hausdächern begraben, bei Erdrutschen verschüttet oder durch Stromschläge getötet, wie die Behörden mitteilten. In beiden Ländern rückte die Armee aus, um von den Fluten eingeschlossene Menschen mit Helikoptern und Booten in Sicherheit zu bringen.

Allein 55 Tote und mehr als 230 Verletzte gab es laut Rettungskräften in der dicht besiedelten pakistanischen Provinz Punjab. Aus dem pakistanischen Teil der Himalaya-Region Kaschmir meldete der Katastrophenschutz 48 Tote und 87 Verletzte.

In Indien kamen nach Behördenangaben ebenfalls 128 Menschen ums Leben - mindestens 30 davon, als ein Bus mit 63 Insassen in eine Schlucht stürzte. Einige wichtige Verbindungsstrassen zwischen dem indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir und dem indischen Flachland wurden gesperrt, Telefonleitungen und Schienenwege zerstört, zahlreiche Brücken von den Fluten davongespült.

Es handle sich um die schwersten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert, sagte der Ministerpräsident des indischen Bundesstaates, Omar Abdullah. In Jammu und Kaschmir warteten Tausende auf Hilfe, berichtete der Sender NDTV. Armee und Luftwaffe wurden zu Rettungseinsätzen entsandt.

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6. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

6. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: EPA

6. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien).  Bild: AP

6. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

6. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

5. September 2014: Jammu, Kaschmir (Indien). Bild: EPA

5. September 2014: Jammu, Kaschmir (Indien). Bild: EPA

5. September 2014: Gauhati, Indien. Bild: AP

5. September 2014: Jammu, Kaschmir (Indien). Bild: AP

4. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

4. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

4. September 2014: Srinagar, Kaschmir (Indien). Bild: AP

Entspannung in Lahore

Während der Wasserpegel in der pakistanischen Metropole Lahore und in anderen Gegenden des Landes zuletzt wieder sank, galt in den vier Bezirken Jhelum, Sialkot, Nankana Sahib und Narowal weiterhin Alarmstufe rot. Laut einem Sprecher des Katastrophenschutzes wurden rund 4000 Häuser im pakistanischen Teil Kaschmir beschädigt und mehr als die Hälfte von ihnen komplett zerstört.

In den vergangenen Jahren war Pakistan während der Monsun-Saison immer wieder von tödlichen Überschwemmungen heimgesucht worden. Die folgenschwerste Katastrophe ereignete sich im Jahr 2010: Damals kamen 1800 Menschen ums Leben, insgesamt wurde die Zahl der Betroffenen auf 21 Millionen beziffert.

Kritiker werfen der Regierung vor, nicht genügend dafür zu tun, Wohngebiete und Ackerland vor den Fluten zu schützen. Die Monsun-Zeit dauert in der Regel von Juni bis September. Die Unwetter kosten nicht nur zahlreiche Menschenleben, sondern richten auch grosse Schäden in der Landwirtschaft sowie an Gebäuden an.

Hochwasser auch in China

Auch im Südwesten Chinas gab es schwere Unwetter. Mindestens 44 Menschen kamen ums Leben. 18 weitere würden vermisst, teilten die Behörden am Samstag mit. Bereits vor einer Woche hatten heftige Regenfälle über den Provinzen Sichuan und Guizhou begonnen.

Überschwemmungen und Erdrutsche führten in der Metropole Chongqing zu schweren Schäden an Gebäuden und auch in der Landwirtschaft. Schätzungsweise 42'000 Häuser seien zerstört oder schwer beschädigt worden, berichteten die Behörden. Mehr als 121'000 Bewohner wurden in Sicherheit und vorübergehend in Notunterkünften untergebracht. (sza/sda/afp/dpa)

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