Gesellschaft & Politik

Aufregung im Weissen Haus: Ein Kriegsveteran drang vergangenen Freitag ein, um den Präsidenten vor einer angeblichen Katastrophe zu warnen. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Eindringling im Weissen Haus

Ex-Soldat hatte 800 Schuss Munition im Wagen

Mit einem Klappmesser bewaffnet überwand der Mann den Zaun vor dem Weissen Haus und drang sogar in den Nordflügel des Gebäudes ein. Im Auto des Eindringlings fanden Ermittler später ein ganzes Arsenal an Waffen.

23.09.14, 02:01 23.09.14, 09:27

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Zwei Beile, eine Machete und 800 Schuss Munition hat die Polizei im Auto des Mannes aufgespürt, der am Freitag in das Weiße Haus eingedrungen war. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete den Eindringling bei einer Gerichtsanhörung als «Gefahr für den Präsidenten». Der offenbar verwirrte Irak-Veteran hatte seinen Wagen unweit des US-Präsidentensitzes geparkt.

Barack Obama sprach dem für seine Sicherheit zuständigen Secret Service dennoch sein Vertrauen aus. Präsidentensprecher Josh Earnest sagte, dass Obama über den Vorfall zwar «besorgt» sei. «Gleichzeitig hat der Präsident weiter volles Vertrauen in die Profis beim Secret Service.» 

Der Ex-Soldat war am Freitagabend über den Sicherheitszaun des Weissen Hauses geklettert. Der Eindringling wurde erst festgenommen, nachdem er durch eine Tür in den Nordflügel des Gebäudes gelangt war. Obama und seine Familie hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dort auf: Sie waren wenige Minuten zuvor von der Südseite des Grundstücks per Hubschrauber zum Wochenendsitz des Präsidenten, Camp David, aufgebrochen. 

Eindringling war als Soldat im Irak 

Der 42-Jährige aus Texas war als Soldat im Irak stationiert, nach Angaben von Angehörigen leidet er unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Laut Secret Service hatte der Mann nach seiner Festnahme erklärt, «dass der Himmel über der Erde zusammenzubrechen drohe und er den Präsidenten darüber informieren müsse, damit der sein Volk warnen könne». 

Staatsanwalt David Mudd erklärte, dass gegen den früheren Soldaten bereits im Bundesstaat Virginia wegen illegalen Besitzes einer abgesägten Schrotflinte ermittelt werde. Bei der damaligen Festnahme sei der Mann im Besitz einer Karte gewesen, auf der das Weiße Haus und ein Freimaurertempel in der Nähe von Washington markiert gewesen seien. 

Der Eindringling muss auf Anordnung des Gerichts mindestens bis zu einer nächsten Anhörung am 1. Oktober im Gefängnis bleiben. Er habe keinen festen Wohnsitz und verfüge über keine finanziellen Mittel, hieß es. Ihm wurde ein Pflichtverteidiger zugewiesen. 

Sicherheit wird Überprüft

Secret-Service-Chefin Julia Pierson hatte nach der Panne umgehend eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen am Weissen Haus angeordnet. Präsidentensprecher Earnest sagte, dass unter anderem eine Verstärkung der «taktischen Kräfte» am Zaun erwogen werde. 

Der Secret Service überlegt zudem, ob in der Nähe des Weissen Hauses Checkpoints eingerichtet werden sollen, in denen Beamte Sicherheitskontrollen vornehmen könnten. 

Zwar kommt es regelmäßig vor, dass Unbefugte auf das Grundstück gelangen, zuletzt etwa am Jahrestag der Anschläge vom 11. September, üblicherweise werden sie aber bereits auf dem Rasen vor dem Haus festgenommen. (kha/AFP)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Moe Mentmal 23.09.2014 09:00
    Highlight “Zwei Beile und eine Machete“ = “ ein ganzes Arsenal an Waffen.“ Hört sich eher nach einen “Arsenal“ für einen Waldarbeiter an. Reisserischer Titel, als wär's der Blick oder die Bild...
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