Gesellschaft & Politik

Dieses Mädchen wurde am Montag bei einem Luftangriff in Aleppo verwundet. Bild: AP/Aleppo Media Center AMC

SChockierender Uno-Bericht

Gequält, getötet, zwangsrekrutiert – so grausam ist das Schicksal der Kinder in Syrien

Millionen Kinder leiden unter den Folgen des syrischen Bürgerkriegs. Die Vereinten Nationen erheben in einem Bericht schwere Vorwürfe gegen die Konfliktparteien.

05.02.14, 11:57 05.02.14, 12:39

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«Das Leid, das die Kinder in Syrien seit Beginn des Konflikts durchmachen müssen, ist unaussprechlich und nicht hinnehmbar», sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon bei der Vorstellung des Berichts in New York.

Die Regierungsarmee von Diktator Baschar al-Assad scheue nicht davor zurück, wahllos auf Kinder zu schiessen und Minderjährige nach Belieben zu verhaften und zu foltern. Die Aufständischen rekrutierten ihrerseits Minderjährige, um sie für militärische Operationen einzusetzen, kritisiert die Uno.

Zu Beginn des Bürgerkriegs seien die Regierungstruppen hauptverantwortlich für Verbrechen an Kindern und Jugendlichen gewesen. Selbst Elfjährige seien festgenommen worden, weil sie angeblich Kontakte zu Regimegegnern unterhielten.

Laut dem Uno-Bericht seien Kinder unter anderem mit Metallkabeln ausgepeitscht, mit Stromschlägen misshandelt und vergewaltigt worden. Einige Jugendliche seien von Assads Schergen so lange mit Hämmern traktiert worden, bis sie starben.

Rebellen für Massenexekutionen von Kindern verantwortlich

Im Laufe des Konflikts haben laut Uno-Angaben jedoch auch Rebellengruppen elementare Grundrechte von syrischen Kindern verletzt. «Besonders alarmierend sind die Bemühungen, Flüchtlingskinder in den Nachbarländern für militärische Aufgaben zu rekrutieren», sagte Ban. «Viele Jungen sagten, es sei ihre Pflicht, sich den Aufständischen anzuschliessen», heisst es in dem Uno-Report.

Besonders die Freie Syrische Armee und kurdische Milizen seien hierfür verantwortlich. «Bewaffnete Oppositionsgruppen sind auch für Massenhinrichtungen von Kindern verantwortlich», heisst es in dem Bericht.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Beginn des Konflikts im März 2011 mindestens 10'000 syrische Kinder den Kämpfen zum Opfer gefallen. Mehr als eine Million Kinder sind auf der Flucht. (syd/Reuters)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • zombie1969 05.02.2014 12:17
    Highlight Taktisch klug aus Assads Perspektive ist es jedoch, verstärkt die weniger radikalen Rebellen zu bombardieren und die radikalen Islamisten zu verschonen, damit sich das Kräfteverhältnis innerhalb der Rebellen zugunsten der radikalen Islamisten verschiebt, womit der Westen, eventuell aber auch die Türkei und Saudi Arabien von der weiteren Unterstützung der Rebellen abgeschreckt werden. Auch nutzt die Spaltung der Rebellen Assad. Schon vorher war es ein geschickter Schachzug von Assad die Unabhängigkeit der Kurden zuzulassen, weil er damit die Türkei erschrecken konnte.
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    • Raphael Bühlmann 05.02.2014 15:32
      Highlight Erst vor ein paar Tagen gab es einen Bericht über einen vierjährigen usbekischen Jungen, der sich Al-Kaida-nahen "Rebellen" angeschlossen habe. Wie freiwillig wohl?
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