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Lebenslang gratis fliegen: Jet Airways zeigte sich grosszĂŒgig bei einer Luftgeburt. Bild: wikicommons/aldo bidini

Lebenslang gratis fliegen? Jep, Luftgeburten machen's möglich

16.06.17, 09:32 21.06.17, 09:11
Team watson
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FĂŒr immer gratis fliegen? Das bleibt fĂŒr die meisten von uns ein Traum. Nicht so fĂŒr Sam, der mit richtigem Namen anders heisst. Sams Mutter bekam auf einem Flug der indischen Jet Airways ĂŒberraschend ihre Wehen. Mithilfe von Passagieren, der Crew und eines Arzthelfers, der zufĂ€llig an Bord war, gebar sie den Jungen 35'000 Fuss ĂŒber Meer. Der Pilot steuerte daraufhin ausserplanmĂ€ssig Mumbai an, wo die Mutter und das Baby in ein Krankenhaus gebracht wurden, wie CNN schreibt. Mutter und Kind gehe es gut, wird die Fluggesellschaft zitiert.

Geburten in Flugzeugen sind selten, kommen aber immer wieder einmal vor, wie die Zeitung weiter schreibt. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sind Personen, die in Flugzeugen auf die Welt kommen, aber nicht automatisch dazu berechtigt, lebenslang gratis zu fliegen. Gut ein Dutzend Fluggesellschaften bieten dieses «Geburtstagsgeschenk», darunter etwa Thai Airways oder Air Asia.

Welche NationalitĂ€t das Kind hat, hat Jet Airways nicht bekanntgegeben. Laut internationalem Zivilluftfahrtsabkommen hat jeder Staat über seinem Hoheitsgebiet die ausschliessliche Lufthoheit – diese greift auch bei Geburten im Flugzeug. In LĂ€ndern mit Bodenrecht (wie etwa den USA) wĂ€re das Kind also automatisch US-StaatsbĂŒrger. Anders sieht es bei LĂ€ndern mit Blutsrecht aus.

Auf extraterritorialem Gebiet, also etwa ĂŒber dem Atlantik, gilt, dass das Kind die StaatsbĂŒrgerschaft des Landes hat, in dem das Flugzeug registriert ist. 

Gleich geht's weiter mit den Good-News, vorher gönnen wir uns eine kleine Erfrischung:

So gehört dein Feierabend zu den besten.

Ein gelungener Abend geht so einfach: die guten Neuigkeiten von watson, ein paar Freunde und natĂŒrlich ein Somersby – am besten auf Eis. Ob Apple Original, Elderflower Lime oder Red Rhubarb – alle drei werden euch fruchtig erfrischen.

>>> Good News aus Aarau: Wie zwei Söhne ihren Vater aus der Arbeitslosigkeit retten

Giuseppe Melina, 58, hat schwierige Jahre hinter sich. Wegen einer Allergie musste er vor zwei Jahren seine langjÀhrige Stelle bei Novartis aufgeben, einen neuen Job fand er nicht mehr.

Seither ist der im Kanton Aargau wohnhafte Italiener arbeitslos, schreibt die Zeitung «Schweiz am Wochenende». Doch statt dem gefĂŒrchteten Gang zum Sozialamt, verwirklicht sich nun sein grosser Traum: Melina wird voraussichtlich ab August in Aarau seine eigene Gelateria betreiben. 

Nach den Söhnen benannt

Möglich wird das neue GeschĂ€ft dank seinen zwei Söhnen Fabio und Gian-Marco. Sie eröffnen eine Gelateria, um ihm eine Arbeit und Aufgabe zu verschaffen. Vater Giuseppe war so berĂŒhrt als er das erfuhr, dass er darauf bestand, den Take Away nach seinen beiden Söhnen also «Fab and John» zu benennen. 

Damit das kleine GeschĂ€ft rentiert, soll es auch im Winter laufen. In dieser Jahreszeit seien wohl Waffeln und Donuts eher gefragt, prognostiziert Fabio Melina. Das Baugesuch fĂŒr die Gelateria liegt derzeit bei der Stadtverwaltung Aarau auf. Mit ein bisschen GlĂŒck sollen bereits im August die ersten GlacĂ©s ĂŒber die Theke, sagt Giuseppe Melina.

>>> Wegwerfen war einmal: Seegras hÀlt jetzt HÀuser warm

Seegras am Strand – das nervt. Zumindest die Urlauber, die ihre BadetĂŒcher lieber im Sand als auf Seegras ausbreiten. Darum werden die Pflanzen tonnenweise weggekarrt. Weniger Seegras gleich mehr Touristen, so die Logik. Dabei geriet in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit: Seegras wurde einst geschĂ€tzt - als Polstermaterial fĂŒr Kutschen, fĂŒr Dacheindeckungen und zum DĂ€mmen.

Die DĂ€mmfunktion von Seegras wurde jetzt wiederentdeckt. Gleich zwei deutsche Unternehmen versuchen mit dieser recycelten Idee durchzustarten. Dies sind Neptutherm und Seegrashandel. Dabei wird Seegras eingesammelt, anschliessend gereinigt und in kleine StĂŒcke geschnitten. Abschliessend wird das Material wĂ€hrend dem Hausbau in die ZwischenrĂ€ume geschĂŒttet. 

Seegras ist ein optimales DĂ€mmmaterial, weil:

DĂ€mmen mit Seegras

Video: YouTube/Seegrashandel

Das Material ist aber nicht gerade eben gĂŒnstig. Eine 20 Zentimeter dicke DĂ€mmung kostet beispielsweise bei Neptutherm 28 Euro pro Quadratmeter. Und ist somit viel teurer als viele DĂ€mmstoffe aus Kunststoff. Darauf angesprochen sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Richard Meier zum deutschen Online Portal «Wirtschaftswoche»: «Wenn man berĂŒcksichtigt, dass bei einem Abbruch spĂ€ter keinerlei Entsorgungskosten entstehen, ist es eine hervorragende Investition in die Zukunft.»

>>> US-Familie nutzt Lotto-Gewinn, um armen Kindern die Ausbildung zu bezahlen

Die Familie Smith aus Trenton baut mit ihrem Lottogewinn die Nachbarschaftshilfe aus.  bild: smithfamilyfoundationnj.org

Die achtköpfige Familie Smith aus Trenton, New Jersey, hatte vergangenes Jahr sagenhafte 430 Millionen US-Dollar beim Lotto gewonnen. Mutter Pearlie Mae Smith und ihre sieben erwachsenen Kinder geben dieses Geld aber nicht fĂŒr Yachten und andere LuxusgĂŒter aus.

Nachdem sie ihre eigenen Schulden bezahlt hatten und sich finanziell abgesichert fĂŒhlten, investierten sie das restliche Geld in die Smith Family Foundation. Diese hilft armen Familien aus Trenton ihren Kindern die Ausbildung zu bezahlen und den Arbeitslosen einen Job zu finden.

«Anstatt dass wir den armen Menschen einfach zu essen geben, helfen wir ihnen, selber fĂŒr sich sorgen zu können», sagte Valerie Arthur, eines der Kinder, zu nj.com. «Wir wollen damit das System verĂ€ndern, das diese Personen arm macht.»

Bereits vor dem Gewinn betrieb die Familie Smith in die Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel indem sie einen Garten im Hinterhof betrieben und die Nahrungsmittel an die lokale SuppenkĂŒche spendeten. «Nach dem Lotterie-Gewinn nahm unsere Hilfe fĂŒr die Stadt ganz neue Dimensionen an», so Arthur zur Zeitung.

Trenton ist ein kleines StĂ€dtchen von etwas mehr als 80'000 Einwohnern. Trotzdem ist die KriminalitĂ€tsrate hier sechsmal höher als im ĂŒbrigen Bundesstaat. «Wenn die Leute Trenton hören, sollen sie nicht an Gangs und Gewalt denken. Sie sollen an eine lebendige und aufstrebende Stadt denken», sagt Harold Smith, Programmmanager der Smith Family Foundation

>>> Tausende NeuseelÀnder wollen gemeinsam eine Schokoladenfabrik kaufen

WĂ€re die Geschichte ein Film, der Titel wĂŒrde sich förmlich aufdrĂ€ngen: «Kiwis and the chocolate factory». Doch es ist kein Film, sondern RealitĂ€t. Bereits ĂŒber 3000 NeuseelĂ€nder haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Cadbury Schokoladenfabrik in Dunedin zu kaufen. Grund: Der US-Mutterkonzern Mondelez will die Fabrik schliessen und die ganze Produktion nach Australien verlagern. Zum grossen Missfallen der NeuseelĂ€nder.

Diese lieben die Produkte, die in der 150 Jahre alten Fabrik hergestellt werden. Beispielsweise Pineapple Lump – Schoko-Bonbons mit einer zĂ€hen FĂŒllung mit Ananasgeschmack. Verpackt sind Kalorien-Bomben in einer grellgelbe TĂŒten.

Mondelez konnte die Kiwis bereits ein wenig beruhigen. Trotz Schliessung der Fabrik: Die Pineapple Lumps wĂŒrden weiterhin hergestellt, bekrĂ€ftigte das Unternehmen gegenĂŒber neuseelĂ€ndischen Medien.

Dennoch: Die NeuseelÀnder wollen ihre Schokoladenfabrik behalten. Auch schon nur darum, weil 350 ArbeitsplÀtze auf dem Spiel stehen. Als weder eine Unterschriftensammlung, Kundgebungen, wie auch Boykott-Aufrufe Erfolg brachte, wurde die «Own The Factory»-Initiative ins Leben gerufen. Ziel: Geld sammeln, um damit die Fabrik gemeinsam zu kaufen.

GemĂ€ss dem Vater von «Own The Factory» braucht es 20 Millionen Dollar, um das GebĂ€ude zu kaufen und zudem die Produktion fortsetzen zu können. Bis und mit 13. Juni sammelten die Schokoladen-Fans 4,7 Millionen Dollar. Vier Geldgeber waren sogar bereit, ĂŒber 100'000 Dollar beizusteuern. Die meisten Geldgeber kommen aus Neuseeland, aber auch ZĂŒrcher beteiligen sich am Rettungsversuch.

So sieht die Fabrik in Dunedin aus

Bild: Wikipedia

Der Vater der Initiative, Stadtrat Jim O'Malley, ist ĂŒberzeugt, dass sich die Investition lohnt. Â«Wir gehen davon aus, dass das ein lohnendes GeschĂ€ft wird, und Geld auch wieder zurĂŒckfliesst.» Den meisten wird es aber nicht um ein lohnendes GeschĂ€ft gehen, sondern viel eher darum, eine eigene Schokoladenfabrik zu besitzen. Zumindest ein Teil davon. Einer schrieb auf Facebook: Â«Ich wĂŒrde es lieben, 0,1 Prozent einer Schokoladenfabrik zu besitzen!» Und ein anderer fragt sich, wie viel es kosten wĂŒrde, die Fabrik ganz alleine zu kaufen.

Doch die Zeit drÀngt: Nur bis am 21. Juni haben die Initianten Zeit, Mondelez ein annehmbares Angebot zu unterbreiten.

>>> «Contro el manspreading»: Madrid setzt sich gegen breitbeinig sitzende FahrgÀste zur Wehr

Ein Beispiel von zwei «Manspreader» in einer U-Bahn in Korea.  bild: wikipedia

Viele (vor allem Frauen) kennen es: im Bus, Zug oder Tram flĂ€zt sich der mĂ€nnliche Fahrgast nebenan derart breitbeinig in den Sitz, dass nichts anderes ĂŒbrig bleibt, als sich möglichst schmal zu machen und artig die Knie zusammenzupressen. «Manspreading» wird dieses PhĂ€nomen genannt. Es beschreibt MĂ€nner, die im öffentlichen Verkehr vergessen zu scheinen, wo die eigene PrivatsphĂ€re aufhört und diejenige des anderen beginnt.

Auf den sozialen Medien ist der Begriff schon seit einiger Zeit verbreitet. Unter dem Hashtag #manspreading posten Betroffene Bilder von MĂ€nner, die im öffentlichen Verkehr zu viel Platz einnehmen und andere verdrĂ€ngen. 

Gegen dieses Problem werden nun die stĂ€dtischen Verkehrsbetriebe der spanischen Hauptstadt Madrid aktiv. Das Transportunternehmen EMT richtet sich mit Schilder in ihren Fahrzeugen an breitbeinige GĂ€ste und fordert mehr Respekt. Auf einem einfachen Piktogramm wird ersichtlich, wie man(n) sich in öffentlichen Verkehrsmittel hinsetzt und die Grenzen des eigenen Sitzplatzes beachtet. 

UnterstĂŒtzt wurde die ETM bei ihrer Initiative von der Madrider Gleichstellungsbehörde. Diese hat das Thema aufgenommen, nachdem ĂŒber 12'000 Personen eine Online-Petition unterzeichnet hatten. Die Frauen hinter dieser Petition schreiben: «In allen Verkehrsmitteln rufen Aufkleber dazu auf, fĂŒr Schwangere, Menschen mit Kinderwagen. Senioren oder Behinderte Platz zu machen. Aber da gibt es etwas, das uns alle betrifft, praktische jedes Mal, wenn wir den öffentlichen Verkehr nutzen: das Manspreading.»

Die Reaktionen auf die Aktion fallen unterschiedlich aus. Da sind jene, die finden, dass es höchste Zeit fĂŒr eine Sensibilisierungskampagne war und andere, die sich genauso belĂ€stigt fĂŒhlen, wenn Frauen mit Taschen mehrere SitzplĂ€tze belegen.

Die einen finden es super...

...andere sehen es kritisch

Madrid ist nicht die erste Stadt, die sich gegen Beinspreizer zur Wehr setzt. Wie die britische Zeitung «Guardian» schreibt, gibt es in anderen StĂ€dten Ă€hnliche Initiativen. In New York wurde das Problem bereits vor drei Jahren angegangen. Mit Stickern in der U-Bahn wurde auf breitbeiniges Sitzen aufmerksam gemacht. In San Francisco können Manspreader sogar mit einer Busse bestraft werden. 

>>>Dieser 99-JĂ€hrige ist DIE Baseball-Legende von Pittsburgh

 Der 99-jĂ€hrige Phil Coyne (rechts) ist in Pittsburgh die Baseball-Legende schlechthin – und dies als Platzanweiser. Bild: AP/Pittsburgh Post-Gazette

Phil Coyne ist ein freiwilliger Platzanweiser. Immer wenn das Baseball-Team der Pittsburgh Pirates ein Heimspiel bestreitet, ist Phil im Einsatz – er putzt die PlastikstĂŒhle und zeigt den Sportfans ihre PlĂ€tze. Klingt ĂŒberhaupt nicht spektakulĂ€r? Mag sein. Zwei Zahlen an Phil's Engagement haben aber definitiv Wow-Faktor.

Zuallererst sein Alter: Phil Coyne ist am 27. April 1918 geboren, somit ist er stolze 99 Jahre alt. Und noch immer ist Phil voll im Schuss. Zumindest fĂŒhlt er sich genĂŒgend fit, um weiterhin im Stadium den Besucher die PlĂ€tze zuzuweisen. Damit kommen wir zur zweiten beeindruckenden Zahl: Phil tut dies seit 81 Jahren. Sprich: Seit seinem 19. Lebensjahr. Nur wĂ€hrend dem zweiten Weltkrieg verpasste Phil einige Jahre lang die Spiele seines Baseballs-Teams.

«Ich versuche, zu jedem nett zu sein», sagte Phil unlÀngst zur Pittsburgh Post-Gazette. «Und jeder ist nett zu mir.» Man kennt ihn im PNC Park und schÀtzt den Àltesten und treuesten aller freiwilligen Helfer.

Bild: AP/Pittsburgh Post-Gazette

Speziell gefeiert haben die Pittsburgh Pirates dann auch den Geburtstag von Phil und ĂŒberreichen ihm ein spezielles Geschenk. Ein Trikot seiner geliebten Pirates. Auf der RĂŒckseite prangt sein Name: Coyne. Und auch ĂŒber die RĂŒckennummer musste nicht diskutiert werden. Na klar, die 99.

Übrigens hat Phil unlĂ€ngst sein Geheimnis fĂŒr sein hohes Alter verraten: Jeden Abend isst er zwei Oreo-Keckse und spĂŒlt sie mit einem Glas Milch runter.

Und eines wird er bis zu seinem Lebensende lieben – Baseball.

Phil Coyne bei seiner Arbeit

Video: YouTube/CBS Evening News

>>>Dank Crowdfunding: Obdachloser Lebensretter zieht in eigene Wohnung

Der obdachlose James Pocock hatte in seinem Leben nicht viel GlĂŒck. Sein tatkrĂ€ftiges Eingreifen bei einem Unfall könnte das nun Ă€ndern.

James Pocock lebte jahrelang neben einer Autobahnausfahrt.  bild: gofundme.com

Pocock musste kĂŒrzlich von seinem «zu Hause», neben einer Autobahnausfahrt in Williston North Dakota, mitansehen, wie ein Lastwagen-Fahrer einen Herzanfall erlitt. Der Mann am Steuer, der Paul heisst, verlor nach seinem Herzinfarkt die Kontrolle ĂŒber sein Fahrzeug und knallte in eine Leitplanke.

Pocock zögerte nicht lange, zog Paul aus dem Wagen und leistete ihm erste Hilfe. Nur dank diesem raschen Eingreifen sei der VerunglĂŒckte heute noch am leben, schreibt das Newsportal Burlington Free Press. Pocock wurde nun von der lokalen Feuerwehr fĂŒr seine Hilfestellung geehrt. Bei der Zeremonie war auch Paul dabei (siehe Foto). 

James und Paul. USA Today

Eine Freundin des Verunfallten Paul, Lynnea Bergevin Nicolas, hat kurz nach dem Vorfall ein Crowdfounding fĂŒr Pocock ins Leben gerufen. Und die Leute haben fleissig gespendet: 15'000 Dollar sind bisher zusammengekommen. Bergevin Nicolas zeigt sich ĂŒberwĂ€ltigt: «Das hĂ€tte ich nie erwartet.»

Pocock sei ĂŒberglĂŒcklich, so Bergevin Nicolas. Derzeit wohne er in einem Hotel, bis er in rund einer Woche in eine Wohnung ziehen könne. Einen Job habe er noch nicht gefunden, aber das sei nur eine Frage der Zeit. Am meisten freue ihn, so Bergevin Nicolas, dass er sich nun eine neue Brille leisten könne. 

>>>Blinde Inderin gewinnt Radiopreis – doch damit fĂ€ngt ihre GlĂŒcksstrĂ€hne erst an

Nikita Shuklas Studienzeit hatte wenig mit den Klischees eines unbeschwerten Lebens voller rauschender Feste und langen NÀchten zu tun. Die Familie der blinden, 21-jÀhrige Inderin hielt nichts von ihrem Traum, ein Rechtsstudium zu absolvieren. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit wollten ihre Eltern sie so rasch wie möglich verheiraten.

Weil sich Shukla diesen PlĂ€nen widersetzte, warfen sie ihre Eltern aus dem Haus der Familie in Mumbai. Nikita wollte die Stadt verlassen, als sie Freunde davon ĂŒberzeugten, es trotzdem mit dem Studium am «Government Law College» zu versuchen.

Sie sammelten ein bisschen Geld, mit dem die Studentin aber kaum ĂŒber die Runden kam. Ab und zu spendeten ihre Professoren oder wohltĂ€tige Vereine kleinere Summen.

Die StudiengebĂŒhren und die Miete fĂŒrs Studentenheim frassen aber soviel von ihrem Budget auf, dass sie sich keine Mahlzeiten mehr leisten konnte. Shukla konnte nur das essen, was vom Studentenheim kostenlos offeriert wurden – bloss 20 Mahlzeiten im Monat.

Die 21-jÀhrige Nikita Shukla ist seit ihrer Geburt blind. Bild: screenshot twitter.com/su4ita

Ein bisschen GlĂŒck winkte Shukla, als sie bei einem Wettbewerb des populĂ€ren Radiosenders Â«Radio City» mit ihrem Anruf ins Studio durchkam. Ein paar Tage spĂ€ter holte sie im Radiostudio ihren Preis ab und bat darum, Moderatorin Sucharita Tyagi zu treffen.

Die Radiofrau hörte sich Shuklas Schicksal an und war dermassen bewegt, dass sie die Studentin bat, ihre Geschichte mit den Hörern von «Radio City» zu teilen. Innert kĂŒrzester Zeit meldeten sich hunderte Menschen, die Shukla finanziell helfen wollten.

Am Ende der Woche ĂŒberreichte ihr Moderatorin Sucharita Tyagi einen Check, mit dem die blinde Studentin ihre StudiengebĂŒhren, die Wohnkosten und die GebĂŒhren bezahlen kann. Nun kann sie endlich ohne Hunger und mit drei Mahlzeiten pro Tag ihre Ausbildung zur AnwĂ€ltin beenden.

>>>Rapperin besingt dicke Oberschenkel und erobert damit das Netz

Der Song wird im Internet bereits als neue Sommerhymne gefeiert. youtube.com/miss eaves

Schlanke Frauen mit sogenannt makellosen Körpern: Sie sind die Standard-Besetzung in Musik-Videos. Ganz anders kommt der neue Clip der US-Rapperin Miss Eaves daher: In ihrem Song «Thunder Thighs» besingt die KĂŒnstlerin dicke Oberschenkel – und lĂ€sst im bunten Musik-Video dazu Frauen jeden Alters und unterschiedlichster Gewichtsklassen auftreten.

Schonungslos ehrlich rappt die Amerikanerin ĂŒber das mĂŒhsame Aneinanderreiben der Beine an heissen Tagen und das Klatsch-GerĂ€usch bei jedem Schritt. Und zeigt sich gleichzeitig selbstbewusst: Â«Thick thighs, sundress, I’m looking good», so der Refrain. 

Das Netz ist begeistert: Als «brilliant» befindet etwa die britische «Huffington Post» die Oberschenkel-Hymne, und verspricht: «Wir werden dieses Lied den ganzen Tag singen.» Auch die Redaktorinnen des «Women's Health»-Magazins sind «besessen» vom neuen Sommersong und fordern bereits einen Grammy fĂŒr die Interpretin.

>>>Liebe zu Pizza öffnet Frau TĂŒr zur Elite-Uni Yale

Carolina Williams Bewerbungsschreiben zuhanden der renommierten Yale-UniversitĂ€t in New Haven (Connecticut) hat es in sich: Sie erzĂ€hlt darin in 200 Wörtern, wie sehr sie ein wĂŒrzig belegtes Fladenbrot aus der italienischen KĂŒche liebt: die Pizza. 

Hier einige Passagen aus ihrem Aufsatz (aus dem Englischen ĂŒbersetzt): 

«Ich liebe es, wenn der Bote an meiner TĂŒr klingelt und ich weiss: Jetzt kommt meine Pizza. Als ich jĂŒnger war, hatte ich das GefĂŒhl erwachsen zu sein, wenn ich mir eine Pizza nach Hause bestellte. Diese Zufriedenheit verspĂŒre ich noch heute. Die WĂ€rme der Kartons an meiner HaustĂŒre ist inzwischen Teil meines Lebens geworden. Ich werde nie aufhören Pizzas zu bestellen. Es ist unglaublich, wie acht Scheiben von etwas so gewöhnlichem in der Lage sind, GefĂŒhle von UnabhĂ€ngigkeit, Trost und Freude hervorzurufen»

Der Yale-Zulassungsoffizier, der den Aufsatz las, war begeistert von der originellen Themenwahl, schreiben mehrere US-Medien. Er habe Carolina Williams Folgendes geantwortet: «Als Pizza-Liebhaber musste ich laut lachen, als ich deinen Text las. Dann bestellte auch ich mir eine Pizza.» Die junge Frau habe Yale aber nicht nur mit ihrem Humor ĂŒberzeugt. Sie verfĂŒge ĂŒber sehr gute Noten und reichlich Berufserfahrung.

Williams feierte ihre Zulassung in einem Yale-T-Shirt und dem obligaten StĂŒck Pizza (s. Foto). Schlussendlich entschied sie sich aber der Elite-Uni eine Absage zu erteilen und stattdessen an der Auburn University zu studieren. 

>>>Dank «Pop-Tarts» und Bananen: 70-JĂ€hrige ĂŒberlebt fĂŒnf Tage eingeklemmt im Auto

GlĂŒck im UnglĂŒck hatte Sharon Lee Leaming. Die 70-jĂ€hrige Frau aus dem US-Bundesstaat Washington wurde am letzten Samstag, fĂŒnf Tage nach einem Autounfall, lebend aus ihrem Fahrzeug geborgen.

Sie war am Dienstag der Vorwoche alleine unterwegs zu einem Ferienhaus der Familie am Pazifik gewesen, als sie auf dem Highway 12 nördlich des StĂ€dtchens Oakville einen medizinischen Notfall erlitt und die Kontrolle ĂŒber ihr Fahrzeug verlor.

Dehydriert, aber ansprechbar

Ihren Angehörigen wurde die Abwesenheit Leamings erst am Donnerstag, zwei Tage nach dem Unfall bewusst. Eine Handyortung der Polizei fĂŒhrte zunĂ€chst nicht zum Erfolg, grenzte das Suchgebiet jedoch ein. Daraufhin suchten ĂŒber 20 Familienmitglieder auf eigene Faust nach der Vermissten.

Ihr aufmerksamer Neffe Bob schritt zu Fuss den Highway 12 ab, als er Reifenspuren entdeckte, die auf eine ĂŒber rund 10 Meter hohe Böschung hinfĂŒhrten. Zusammen mit einem Cousin stieg er den Abhang hinunter und entdeckte das Auto seiner Tante. Die darin eingeklemmte Leaming war zwar dehydriert, aber bei vollem Bewusstsein und ansprechbar.

Sharon Lee Leaming war fĂŒnf Tage in ihrem Auto eingeklemmt. Bild: screenshot twitter.com/thurstonsheriff

Leamings Nichte Tiffany Kolb sagte gegenĂŒber dem lokalen TV-Sender Kiro 7, ihre Tante habe nur so lange ĂŒberlebt, weil sie im Auto auf einen Vorrat von etwas Wasser, Bananen sowie «Pop-Tarts», einem Fertig-SĂŒssgebĂ€ck der Firma Kellogg's, habe zurĂŒckgreifen können.

Den herbeigerufenen RettungskrÀften gelang es, die 70-JÀhrige aus dem Wrack zu befreien. Sie wurde per Helikopter in ein Krankenhaus in Seattle gebracht. GemÀss ihrer Nichte hat Sharon Lee Leaming zwar mehrere Verletzungen erlitten, sei aber bereits wieder auf dem Weg zur Besserung.

>>>Australien hat die grossartigsten Polizisten der Welt. Punkt.

Best. Police. Ever. bild: screenshot/facebook

Australien, dieser seltsame Kontinent irgendwo weit rechts unten auf der Weltkugel, wo das Wasser falsch herum abfliesst und die Menschen unverstĂ€ndlich reden, auch wenn sie nĂŒchtern sind. In Australien lĂ€uft alles ein bisschen anders, auch die Polizeiarbeit. Reece, ein junger Aussie, kann ein Lied davon singen lallen. Ein fröhliches. 

Freitagabend auf Tasmanien, eine Insel vor der SĂŒdkĂŒste Australiens. Reece Park geht steil. So steil, dass er irgendwann in der Nacht in einem Taxi landet und nicht mehr in der Lage ist, dem Fahrer seinen Wohnort zu buchstabieren. Der Taxifahrer ruft die Polizei, zwei Beamte, Wachtmeister Natalie Siggins und Jeremy Blyth kommen vorbei, kutschieren die Alkoholleiche nach Hause und schiessen ein Selfie. Mit Reeces Handy. Im Hintergrund: Reece, die Alkoholleiche.

Auf Facebook erklÀrt Sergeant Craig Fox die Aktion. «Normalerweise fahren wir Betrunkene nicht nach Hause. Aber wir schauen immer, dass wir Leute, die zu tief ins Glas schauten, an einen sicheren Ort bringen können.»

Und warum das Selfie?

«Weil es Reece in dieser Nacht nicht allzu gut ging. Die Beamten dachten sich, dass eine kleine Erinnerung am nÀchsten Morgen nicht schaden könnte.»

TatsÀchlich entdeckte Reece das Bild am nÀchsten Morgen, als er die Fotos auf seinem Handy durchsah. Er bedankte sich angemessen auf Facebook:

«Ich ging gerade die Fotos auf meinem Handy durch und stellte fest, dass diese geilen Typen ein paar Hammer-Selfies gemacht haben, nachdem sie meinen betrunkenen Arsch nach Hause gefahren haben. Verdammte Legenden!»

Klar, im Original tönt das noch ein bisschen besser:

«So was just looking through my phone and turns out these good cunts took some banger selfies after they took my drunk ass home! Bloody legends»

Einige Tage spÀter kam es dann zur Reunion vor der Kamera:

>>>Dieser Trainer hat eine Botschaft fĂŒr alle, die glauben, Sport sei das Wichtigste im Leben

Sarunas Jasikevicius, der Trainer, den wir alle gern hĂ€tten.   Bild: screenshot/youtube

Stell dir vor, du bist der Starcenter deines Basketball-Teams, ihr steht im Halbfinal der Playoffs, und deine Partnerin ist schwanger. Hochschwanger. Die Entscheidung, ob du spielen sollst oder im Krankenhaus der Geburt deines Kindes beiwohnen, obliegt aber nicht dir, sondern deinem Coach.

Eine knifflige Entscheidung, könnte man meinen. Nicht aber fĂŒr Sarunas Jasikevicius, Trainer des litauischen Basketball-Teams Zalgiris Kaunas. Coach Jasikevicius schickte seinen Spieler, den Center Angelo Lima, vor der dritten Partie der Halbfinal-Serie ohne viel Federlesens zu seiner Frau ins Spital. 

Nach dem Spiel wurde Jasikevicius an der Pressekonferenz von einem Reporter kritisch zu seiner Entscheidung befragt. Der anschliessende Dialog ist hollywoodreif:

Reporter: Coach, was denken Sie darĂŒber, dass Augusto Lima das Team in der Mitte der Halbfinal-Serie verlassen hat, um bei der Geburt seines Teams dabei zu sein?

Jasikevicius: Was ich darĂŒber denke? Ich habe es ihm erlaubt.

Reporter: Aber ist es normal, dass ein Spieler das Team wÀhrend den Halbfinals verlÀsst?

Jasikevicius: Hast du Kinder? Wenn du Kinder hast, Youngster, wirst du es verstehen. Es ist die schönste Erfahrung, die ein Mensch machen kann. Wow, das ist wirklich eine gute Frage. Glaubst du, Basketball ist die wichtigste Sache im Leben?

Reporter: Nein, aber ein Halbfinal-Spiel ist wichtig ...

Jasikevicius: FĂŒr wen ist es wichtig?

Reporter: FĂŒr das Team.

Jasikevicius: FĂŒr welches?

Reporter: Zalgiris.

Jasikevicius: Hast du gesehen, wie viele Fans im Stadion waren? Wichtig? Wenn du dein Kind zum ersten Mal siehst, wirst du verstehen, was das Wichtigste im Leben ist. Nichts auf der Welt ist majestĂ€tischer, als die Geburt eines Kindes. Keine Titel, nichts. Augusto Lima ist jetzt emotional auf Wolke Sieben. Ich freue mich wirklich fĂŒr ihn.

Das Spiel gewann Zalgiris ĂŒbrigens auch ohne seinen Starcenter Lima. Der frischgebackene Vater postete kurz darauf ein Bild auf Instagram ein Bild seiner Tochter. Und auf Twitter dankte Lima seinem Coach mit den folgenden Worten: 

«Es gibt verschiedene Menschen und verschiedene Trainer, aber dieser Mann ist grossartig. Auf und neben dem Platz. Danke Coach.»

>>>Die StrĂ€nde versinken im PlastikmĂŒll – dieser Mann baut daraus ein Fitness-Studio

Alcindo Soares ist auf den Kap Verden ein Held. Er stellt Hanteln aus PlastikmĂŒll her.  bild: screenshot youtube

Alcindo Soares wollte eigentlich Profisportler werden. Doch fĂŒr den 43-JĂ€hrigen, der auf den Kap Verden lebt, war das Fitnessstudio immer zu teuer. Die Not machte ihn erfinderisch. Kurzerhand baute sich Soares sein eigenes Fitness-Studio auf. Dieses hat es in sich: es steht direkt am Meer, ist fĂŒr alle gratis und das Beste ist, dass die SportgerĂ€te allesamt aus herumliegendem Plastik hergestellt sind. 

Das Openair-Fitness-Studio von Soares auf den Kap Verden. bild: screenshot youtube

Soares sammelte den MĂŒll vom Strand von Santa Maria zusammen und verarbeitete diesen zu SportgerĂ€ten. Er fabrizierte Hanteln mit verschiedenen Gewichten, Klimmzugstangen und BĂ€nke. So gelang es Soares gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: er sĂ€uberte den Strand von Plastik und er stellte seiner Gemeinde nicht nur einen gratis Trainingsort sondern auch ein Treffpunkt zur VerfĂŒgung. Diesen können die Bewohner gut gebrauchen. Denn auf Kap Verden leben rund 21 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. 

Auch um die Verschmutzung der StrÀnde und des Meeres steht es nicht gut. Umweltorganisationen warnen, dass sich bereits 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren befinden. Wenn die Menschen das Meer weiterhin so verschmutzen, wird es im Jahr 2050 mehr Plastik im Meer geben als lebende Fische.

Das Engagement von Soares ist deswegen mehr als willkommen. Dieser gibt sich im Interview gegenĂŒber «Great Big Story» bescheiden. «Trainieren und dann im Ozean schwimmen gehen, und mein Tag ist erfĂŒllt», sagte er. 

>>>Eine Kissenburg bauen mit dem Premierminister? Das gibt's auch nur in Kanada

Bella (5) und Justin (45): Ziemlich beste Freunde fĂŒr einen Tag. Bild: facebook/cbskids

Manchmal ist es fast schon unheimlich, wie sympathisch Kanadas Premier Justin Trudeau rĂŒberkommt. Der jĂŒngste Streich des 45-jĂ€hrigen Staatschefs: Er baute zusammen mit der 5-jĂ€hrigen Bella eine Kissenburg – in seinem Premierminister-BĂŒro. 

Bild: facebook/cbskids

Aber der Reihe nach: Bella, ein 5-jĂ€hriges MĂ€dchen aus Manitoba, gewann den vom Kinder-Kanal des kanadischen Senders CBC ausgerichteten Wettbewerb «Prime Minister For A Day» – Premierminister fĂŒr einen Tag.

Trudeau lud die 5-JĂ€hrige daraufhin in sein BĂŒro in der kanadischen Hauptstadt Ottawa ein. Auf Fotos des Senders CBC ist zu sehen, wie Trudeau und Bella mit Kissen, Lederfauteuils und einer mit AhornblĂ€tter verzierten Steppdecke ein Fort bauen.

Links Bella, Premierministerin fĂŒr einen Tag, in der Mitte Justin, Premierminister fĂŒr jeden Tag. Bild: facebook/cbckids

Ach ja, wie es sich fĂŒr einen Staatschef gehört, hat Bella auch ein Regierungsprogramm in petto. Es besteht aus fĂŒnf SĂ€tzen und hebt sich wohltuend ab von anderen, seriöseren KabinettsplĂ€nen:

«Als Premierministerin wĂŒrde ich dafĂŒr sorgen, dass alle ein Zuhause haben und in Sicherheit leben. Ich wĂŒrde alle umarmen. Ich wĂŒrde dafĂŒr sorgen, dass Tiere und die Umwelt geschĂŒtzt werden. Ich wĂŒrde darauf achten, dass jeder Kanadier und jede Kanadierin gesund ist. Ich wĂŒrde allen mit GĂŒte begegnen.»

Auf Facebook sind die User ob des gelungenen PR-Stunts verstÀndlicherweise völlig aus dem HÀuschen:

«Das ist wunderbar und einfach nur unglaublich herzig! (...)»

Frank Maines

«Was fĂŒr eine wundervolle Begenung fĂŒr Bella und den Premierminister (...).»

Mildrer Almeida

«Das war's ... ich werde nach Kanada ziehen»

Karen Kroes Weintrob

«Liebe Kanadier, bitte adoptiert mich! Ich spreche auch französisch!»

Debbie Kuhl

>>>Das Wacken Open Air bekommt eine Bier-Pipeline

Das Heavy-Metal-Festival in Wacken ist weltweit eines der grössten seiner Art. Die Wacken-Besucher sind nicht nur bĂ€rtiger, sondern gelten auch als durstiger als andere Festival-Fans. Deswegen bekommt das kleine Dorf im norddeutschen Schleswig-Holstein nun eine Bier-Pipeline. 

Diese Rohre werden zum neuesten Stolz des Wacken: Zur Bier-Pipeline screenshot BIld

In zweieinhalb Monaten soll die Pipeline dann in Betrieb genommen werden und fĂŒr ordentlich Bier-Nachschub sorgen. Dieser wird am Festival auch gebraucht: 400'000 Liter blondes Gold werden am Wacken nĂ€mlich tĂ€glich konsumiert. 

Die Besucher sollen weniger lang auf ihr Bier warten mĂŒssen. Dank der Pipeline kann nĂ€mlich ein Bier pro Sekunde gezapft werden. Bisher kam der Bier-Nachschub aus einem Tank und wurde von Lastwagen antransportiert. Â«Dadurch mĂŒssen nicht mehr jeden Tag diverse Lkw-Ladungen an FĂ€ssern auf dem GelĂ€nde verteilt werden», sagte Festival-Sprecherin Frederike Arns zu NDR

Laut Arns schone die Pipeline den Boden und minimiere den logistischen Aufwand. Die Pipeline soll so das lÀndliche Umfeld des Dorfes nachhaltig entlasten, sodass das Open Air in dieser Form weiterhin bestehen kann.

>>>Harvard-Student reicht Masterarbeit in Form eines Rap-Albums ein

Die Suche nach einem geeigneten Thema fĂŒr eine Masterarbeit hat schon unzĂ€hlige Studenten zur Verzweiflung getrieben. Auch Obasi Shaw, Englisch-Student an der renommierten Harvard UniversitĂ€t, zerbrach sich bis kurz vor Ablauf der Deadline den Kopf ĂŒber seine Master-Thesis. 

Seine Mutter war es schliesslich, die ihn auf die Idee brachte, Rap in seine Masterarbeit zu integrieren. Shaw, der schon seit lĂ€ngerem mit Rap experimentierte, war Feuer und Flamme. 

«Einige Leute sehen Rap nicht als Kunstform», sagt Shaw. «Aber Poesie und Rap sind sich sehr Ă€hnlich. Gedichte in Reimform vorzutragen war schon in der frĂŒhen englischen Dichtung weit verbreitet.»

An der Harvard University, einer der bekanntesten Hochschulen der USA, hatte man offenbar keine BerĂŒhrungsĂ€ngste. Seine Professoren an der Uni nahmen die Arbeit zur Überraschung Shaws nicht nur an, sie bewerteten sie sogar mit Summa Cum Laude Minus, der zweithöchsten Note. 

Liminal Minds (etwa: Schwellen-GedÀchtnisse), lautet der Titel des Albums, in Anspielung auf die bekannte Fernsehserie Criminal Minds. Shaw verarbeitet darin das Trauma der Schwarzen Bevölkerung in den USA, wie er der hauseigenen Zeitung Harvard Gazette erzÀhlt: «Schwarze in den USA sind immer noch gefangen zwischen Freiheit und Sklaverei. Sie sind zwar frei, aber die Auswirkungen der Sklaverei existieren in der Gesellschaft und im Unterbewusstsein der Menschen weiter.»

Jeder Song sei eine Erforschung des Schwellenzustands der Schwarzen zwischen Sklaverei und Freiheit, erklÀrt Shaw, der die Rapper Chance und Kendrick Lamar zu seinen Vorbildern zÀhlt.

>>>Dieser Teenager rettet einen Schwan – mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung

Der 15-JĂ€hrige Australier rettete einen Schwan mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung. Bild: facebook

Joshua Martin ist ein kleiner Held. Der 15-JĂ€hrige aus dem australischen Melbourne verpasste einem sterbenden Schwan eine Mund-zu-Mund-Beatmung – und rettete dem Tier damit das Leben. 

«Als wir ihn fanden, sah er tot aus», berichtete Joshua. Beinahe hÀtte er die Hoffnung aufgegeben: «Ich dachte zuerst, da wÀre nichts mehr zu machen».

Der Schwan-Retter Joshua gab der Australischen Presse nach der Mund-zu-Mund-Beatmung einige Interviews.

Ganz alleine war Joshua zum GlĂŒck nicht. Seine Tante, die bei der australischen Tierschutzorganisation «Warriors 4 Wildlife» arbeitet, leitete den Teenager an, die Mund-zu-Mund-Beatmung durchzufĂŒhren. 

Auf der Tierrettungsstation wird der Schwan, der nun den Spitznamen «Clokey» trÀgt, jetzt wieder aufgepÀppelt. Voraussichtlich kann er in den kommenden Wochen wieder in die Wildnis entlassen werden.

>>>In Chicago eröffnet das erste Nutella-Café

Ab Ende Mai kommen Schokoladen-Liebhaber in Chicago voll auf ihre Kosten. Der italienische Schokoladen-Hersteller Ferrero eröffnet dort das erste Nutella-Café. Vorerst soll es bei nur einer Filiale bleiben. Man könne sich aber gut vorstellen, weitere solche Cafés zu eröffnen, sollte das in Chicago den Erwartungen gerecht werden.

Auf der Facebook-Seite des CafĂ©s werden schon einige Köstlichkeiten vorgestellt: Nutella-CrĂȘpes, mit Nutella ĂŒbergossene Waffeln und Nutella-GlacĂ©. FĂŒr absolute Nutella-Fetischisten lohnt sich also ein Abstecher in den Millennium Park in Chicago. 

Nutella-Glacé! bild: facebook

>>>Französische SchĂŒler tragen im Kampf gegen Sexismus Röcke

Am Freitag war in Frankreich zum dritten Mal «La journĂ©e de la Jupe», der Tag des Rockes. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an den französischen LycĂ©es wurden ermuntert, einen Rock zu tragen. Damit wolle man auf die anhaltende Ungleichheit von Mann und Frau aufmerksam machen, sagt der Organisator des Events zu «Le Monde».

Der Tag des Rockes geht auf mehrere ZwischenfĂ€lle zurĂŒck, bei denen Lehrerinnen in Frankreich von aggressiven SchĂŒler angepöbelt wurden, weil sie Röcke trugen. Mehrere SchĂŒlerorganisationen forderten vom Bildungsministerium, dass ein jĂ€hrlich stattfindender Tag des Rockes eingefĂŒhrt wĂŒrde, um gegen die konservativen und sexistischen Ansichten zu demonstrieren.

>>>Ärzte wollten ihn sterben lassen – dank seiner Mutter studiert er nun in Harvard

Sein Leben sei nicht lebenswert. Das hatten die chinesischen Ärzte gesagt, als die junge Zou Hongyan ihren Sohn Ding Ding geboren hatte. Infolge einer Geburtskomplikation wĂ€re der Junge fast erstickt und leidet seither an einer Zerebralparese, einer Körperbehinderung. Die Ärzte empfahlen der Mutter wĂ€hrend der Geburt, das Kind nicht zu retten und versicherten ihr, dass ihr Sohn zumindest mit verminderter Intelligenz leben mĂŒsse.

Doch die Mutter beschloss, nicht auf die Ärzte zu hören und stellte sich damit auch gegen den Willen des Vaters, der den Sohn sterben lassen wollte. 

Zou Hongyan verliess ihren Mann und zog Ding Ding alleine gross. Dabei war sie eine strenge Mutter und bestand beispielsweise darauf, dass ihr Sohn mit StĂ€bchen essen lernte. Seine Behinderung sollte ihn nicht mehr als nötig einschrĂ€nken. 

«Ich wollte nicht, dass er sich fĂŒr seine Behinderung schĂ€mt», sagte sie zu der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Weil er lĂ€nger brauchte, um sich Dinge anzueignen, seien aber auch ihre Erwartungen an den Sohn grösser gewesen. Zou Hongyans strenger Erziehungsstil sollte sich auszahlen: Knapp 30 Jahre spĂ€ter wurde ihr Sohn in Harvard zum Studium zugelassen.

Ding Ding schloss an der Peking UniversitĂ€t ab und wurde vier Jahre spĂ€ter an der Harvard School of Law angenommen. «Nie habe ich gewagt, von Harvard zu trĂ€umen», erzĂ€hlt Ding Ding. Seine Mutter sei es gewesen, die ihn immer wieder dazu ermutigt habe, sich zu bewerben. 

Ding Ding bezeichnet seine Mutter als seinen spirituellen Mentor. Er möchte seinen Abschluss auch fĂŒr sie machen. Denn die StudiengebĂŒhren, die seine Mutter fĂŒr ihn bezahlt, seien trotz Stipendium eine grosse finanzielle Belastung. «Ich bin jetzt 29 Jahre alt und immer noch von meiner Mutter abhĂ€ngig. Hoffentlich werde ich bald erfolgreich und selbststĂ€ndig sein, damit meine Mutter ein besseres Leben fĂŒhren kann», sagt Ding Ding. 

>>>Diese Frau trug Zwillinge fĂŒr ihre Schwester aus

Melissa Kayser hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, jemals Mutter zu werden. Drei Jahre lang hatte sie versucht schwanger zu werden und neun Fehlgeburten erlitten. Doch dann machte ihre Schwester ein Angebot, das Kaysers Leben verÀndern sollte.

Die 35-jĂ€hrige Lisa Auten bot an, ihr Kind auszutragen. «Ich konnte es kaum ertragen, dass meine Schwester einen Verlust nach dem anderen durchmachen musste», erzĂ€hlt sie. Sie beschloss, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihrer Schwester eine Familie zu geben, die sie sich so sehr wĂŒnschte.

Im ersten Moment zögerte Kayser, das Angebot ihrer Schwester anzunehmen. «Erst war ich verzweifelt. Ich dachte mir: Als Frau sind wir doch dazu gemacht, Kinder auszutragen. Wenn du das dann nicht kannst, fĂŒhlst du dich als Versager», sagte Kayser. «Ich wusste nicht, ob ich es emotional aushalten könnte, dass eine andere Frau mein Kind austrĂ€gt». Dann aber beschlossen die beiden, den Versuch zu wagen.

Zwillinge trotz schlechten Prognosen

Die behandelnden Ärzte empfahlen, zwei Embryos zu implantieren, um die Chancen zu erhöhen, dass ein Kind ĂŒberlebte. Allerdings sagten die Ärzte auch, dass man sich keine zu grossen Hoffnungen machen dĂŒrfe, da die befruchteten Zellen keine allzu gute QualitĂ€t aufwiesen. Umso mehr erstaunte die Nachricht: Die Implantation hatte geklappt und Auten war mit Zwillingen schwanger!

Die Schwangerschaft verlief gut und die beiden MÀdchen, Tierney und Ashlynn, sind nun 6 Wochen alt. Aufgrund der Gesetze in Nebraska gilt Auten als Kindsmutter, obwohl die Kinder biologisch gesehen diejenigen von Kayser sind. Diese will davon aber nichts wissen: «Ich habe mich nie als Mama gesehen. Ich habe es zwa genossen, schwanger zu sein, aber die Erfahrung hat mich dennoch nicht verÀndert», sagt sie. Auten wird deshalb ihre Rechte an Kayser abtreten, die ihre Kinder dann adoptiert, wenn sie 6 Monate alt sind.

>>>Zum Internationalen Tag gegen Homophobie: Flensburg kriegt homosexuelle Ampelfiguren

FussgĂ€ngerampel-MĂ€nnchen sind eine einsame Spezies. Bei Rot warten sie, bei GrĂŒn laufen sie – aber immer alleine. Die Stadt Flensburg hat das nun geĂ€ndert: Aus Single-Figuren werden PĂ€rchen – und zwar homosexuelle. Eine Premiere im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein.

«Wir in Flensburg sind bekannt dafĂŒr, dass wir hier aktiv fĂŒr eine bunte Gesellschaft stehen», sagte OberbĂŒrgermeisterin Simone Lange dem NDR am Montag bei der Einweihung der bunten Ampel.

Die EinfĂŒhrung der gleichgeschlechtlichen Ampelsymbole erfolgte rechtzeitig zum Internationalen Tag gegen Homophobie heute Mittwoch.

Zusammen ist man weniger allein: gleichgeschlechtliche Ampelfiguren in Wien. bild: reuters

Die frohe Botschaft hat aber einen ernsten Bezug: In Deutschland steigen die Straftaten mit homophobem Hintergrund jĂŒngst an. In den ersten neun Monaten 2016 wurden 15 Prozent mehr Straftaten gegen Schwule und Lesben gezĂ€hlt, wie die SĂŒddeutsche Zeitung meldete. 

Nicht die einzige Stadt

Zwar ist man in Schleswig-Holstein allein auf weiter Flur, deutschlandweit sieht es aber anders aus: in Hamburg etwa gibt es bereits seit knapp zwei Jahren alternative Strassenampeln, in MĂŒnchen immerhin einmal pro Jahr – am Christopher Street Day. Und Wien zĂ€hlt gar dutzende Regenbogen-AmpelmĂ€nnchen.

Und in der Schweiz? Der GrĂŒnen-Politiker Marco MĂŒller forderte bereits 2015 gleichgeschlechtliche Ampelfiguren in der Stadt Luzern. Â«Es wĂ€re ein einfaches Mittel, um im Alltag die Toleranz und die Aufmerksamkeit fĂŒr Gleichstellung zu fördern», so MĂŒller damals gegenĂŒber Zentral+.

>>>Wissenschaftler haben eine frohe Botschaft: Tequila ist gut fĂŒr die Knochen

Tequila ist laut neuesten Erkenntnissen nicht nur dazu gut, verklemmte PartygĂ€ste ein wenig lockerer zu machen. Wissenschaftler wollen nun herausgefunden haben, dass die Pflanze, aus der Tequila hergestellt wird, Stoffe beinhaltet, die hervorragend fĂŒr die Knochen sind. Die Substanzen, die in dem Agaven-GetrĂ€nk enthalten sind, sollen die Aufnahme von Magnesium und Kalzium verbessern.

FĂŒr eine stabile Knochenstruktur und Muskulatur sind beide Mineralstoffe essentiell. Eine Unterversorgung kann die Vitalfunktionen des Körpers einschrĂ€nken und beispielsweise zu KnochenbrĂŒchen fĂŒhren.

In der Studie, die in Mexiko – dem Herkunftsland des Agaven-Tranks – durchgefĂŒhrt wurde, produzierten MĂ€use, die Fruktane aus der blauen Agave einnahmen, fast 50 Prozent mehr Osteocalcin – ein Protein, das die Produktion von neuem Knochen anzeigt. Auch der Durchmesser ihrer Knochen erwies sich acht Wochen nach Einnahme als höher, als derjenige der Kontroll-MĂ€use. Na dann, Prost!

>>> Das grosse KĂŒken-Schreddern wird ein Ende haben – eher frĂŒher als spĂ€ter

MĂ€nnliche KĂŒken sind in der Agrarindustrie unerwĂŒnscht, weil sie weder Eier legen noch gut Fleisch ansetzen. Deswegen werden sie millionenfach direkt nach dem SchlĂŒpfen geschreddert oder vergast – auch bei uns in der Schweiz. In Deutschland soll nun Schluss damit sein. 

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will auf die neue Spektroskopie-Technologie setzen, die das Geschlecht der Tiere mithilfe eines Lasers frĂŒhzeitig bestimmen kann. MĂ€nnliche KĂŒken wĂŒrden dann gar nicht erst ausgebrĂŒtet werden. 

Pro Jahr werden in der Schweiz rund 2,2 Millionen mÀnnliche Bibbeli getötet

Er wolle das «aus moralischen GrĂŒnden völlig inakzeptable» Töten mĂ€nnlicher KĂŒken «schnellstmöglich beenden», sagte Schmidt gegenĂŒber der Zeitung «Kölner Stadt-Anzeiger». Die Verbraucher mĂŒssten mit nur «kaum bemerkbaren Mehrkosten» rechnen, betonte er. 

Auf einen solchen politischen Entscheid hoffen TierschĂŒtzer hierzulande schon lange. Gerade zu Ostern konsumieren Herr und Frau Schweizer besonders viele Eier. JĂ€hrlich werden so rund 2.2 Millionen mĂ€nnliche Bibbeli legal «homogenisiert», was soviel heisst wie ohne BetĂ€ubung geschreddert oder vergast.

>>> Sie war selber depressiv – jetzt hilft sie anderen mit ihren Motivationspflastern

Francesca Timbers weiss, wie es sich anfĂŒhlt, wenn einem psychische Probleme die Motivation rauben, den Tag in Angriff zu nehmen. WĂ€hrend ihres letzten Studienjahres in Psychologie hatte die Britin selber mit Depressionen und Angstneurosen zu kĂ€mpfen.

Sie begann, fĂŒr sich selber Stickers und Pflaster als temporĂ€re Tattoos zu gestalten, um sich zu motivieren. Als sie Fotos ihrer Werke auf Social Media postete, wollten ihre Freunde die Motivationspflaster auch haben. Timbers begann, mehr Designs zu kreieren. Unterdessen hat sie eine eigene Homepage, wo man die Pflaster bestellen kann. Sie tragen Aufschriften wie «Love Yourself», «You are worth it» oder «Believe in yourself».

Kunden schicken Francesca Timbers Fotos von sich und teilen ihre eigene Leidensgeschichte mit ihr. Bild: screenshot motivationaltattoos.com

Pflaster stehen fĂŒr Heilung und Erholung, sagte Timbers gegenĂŒber «Mashable»: «FĂŒr mich sind sie deshalb ein grossartiges Symbol». Sie seien aber nicht als Ersatz fĂŒr professionelle Hilfe gedacht, sondern als kleine Aufsteller und Erinnerungen wĂ€hrend des Tages. FĂŒr die Psychologie-Absolventin sollen sie auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit fĂŒr psychische Krankheiten erhöhen.

«Eines der einsamsten Erlebnisse»

Die hilfreichste Erfahrung, die sie beim Tragen ihrer Motivationshelfer gemacht habe, seien die spontanen Verbindungen mit anderen Leuten gewesen: «Der Umgang mit meiner psychischen Krankheit war eines der einsamsten Erlebnisse meines Lebens», sagt Timbers. Zu sehen, dass andere Leute dasselbe durchmachen und sich mit ihnen auszutauschen, sei der beste Aspekt des Projekts gewesen.

Die Reaktionen auf ihre Mutmacher seien ĂŒberwĂ€ltigend. Kunden aus der ganzen Welt schickten ihr Bilder, auf denen sie mit ihren Pflastern zu sehen sind. Sie teilten auch ihre Geschichte mit Timbers: «Dieses Zeichen von UnterstĂŒtzung und SolidaritĂ€t von der anderen Seite der Erde ist grossartig».

>>> Orchester verlor Zuschauer – nun spielt es House, gewinnt Preise und eröffnet Mega-Openair

Hoch die Smartphones: Das Orchester «Manchester Camerata» begeistert an Openairs. Bild: screenshot youtube.com Chris J

Dem klassischen Orchester Manchester Camerata aus England werden derzeit musikalische Ehren aus ganz unterschiedlichen Ecken zuteil. Am Dienstag bekam es von der rennomierten Royal Philharmonic Society den Preis als bestes Ensemble verliehen. 

Eine Woche davor gab das Glastonbury Festival bekannt, dass das Orchester mit seinem Chor diesen Juni als Eröffnungsact auf der HauptbĂŒhne spielen wird. Das Festival im SĂŒdwesten Englands zieht jĂ€hrlich rund 175'000 Zuschauer an und gilt als grösstes Openair der Welt.

Dabei plagten die Mancester Camerata noch vor kurzem die gleichen Sorgen, wie sie klassische Orchester ĂŒberall haben: schwindende Zuschauerzahlen und dĂŒstere Aussichten wegen des alternden Publikums.

Doch im letzten Jahr spielte das Orchester vor insgesamt 150'000 Zuschauern – ein Plus von 100'000 gegenĂŒber dem Vorjahr. Der Zuwachs ist fast vollstĂ€ndig auf den durchschlagenden Erfolg der Konzertreihe «Haçienda Classical» zurĂŒckzufĂŒhren, wie die BBC berichtete.

Hier rockt die Manchester Camerata die Royal Albert Hall in London mit dem Klassiker «You Got The Love».

Video: YouTube/Iceworks Media

Die Reihe ist nach dem legendĂ€ren Nachtclub Haçienda in Manchester benannt, der in den spĂ€ten Achtzigerjahren ein weltweites Zentrum des Acid House war. Gemeinsam mit zwei langjĂ€hrigen Haçienda-DJs sowie dem Ex-Bassisten der Rockband New Order lancierte die Manchester Camerata die Konzertreihe. Dabei vertonte sie Discohits aus den Achtzigern mit einem klassischen Orchester, Chor und der UnterstĂŒtzung von DJs.  

Die Konzerte lockten unzÀhlige Zuschauer an, die davor noch nie ein klassisches Orchester gehört hatten. Beim ersten «Haçienda Classical»-Konzert im Stammhaus des Orchesters, der Bridgewater-Konzerthalle in Manchester, tanzten 2500 begeisterte Musikfans auf den RÀngen.

Wie die Musiker die Konzerte erleben

Video: YouTube/Manchester Camerata

GemÀss Bob Riley, Direktor der Manchester Camerata, hat die Neuausrichtung vor drei Jahren begonnen, wie er der BBC sagte. «Wir haben uns hingesetzt und uns gefragt: Wieso tun wir das? Wie passen wir uns an eine sich rasend schnell Àndernde Welt an?»

Die Anpassung ist dem Orchester gelungen. Die Royal Philharmonic Society lobte bei der Preisverleihung die mutige Neuerfindung des Orchesters: Es sei ihm gelungen, ein vollkommen neues Publikum an seine Konzerte zu locken – und diese Leute kommen seither immer wieder aufs Neue zu den Auftritten. Nach dem Glastonbury Festival dĂŒrften es noch einige mehr sein.

>>> Wenn sie gross ist, wird sie Chuck Norris: 10-JĂ€hrige wehrt Alligator-Angriff ab

Der Angriff fand am Lake Mary Jane im Moss Park in der NĂ€he von Orlando statt. Bild: screenshot youtube.com cbs news

Übermenschliche KrĂ€fte entwickelte die 10-jĂ€hrige Juliana am letzten Samstag in einem offiziellen Schwimmbereich des Lake Mary Jane in der NĂ€he von Orlanda, Florida: Das Kind wurde von einem fast 3 Meter langen Alligator angegriffen, als es sich rund drei Meter vom Ufer entfernt im seichten Wasser befand.

Augenzeuge Emilio Aquino berichtete gegenĂŒber CBS3: «Das MĂ€dchen schrie, es werde von einem Alligatoren angegriffen. ZunĂ€chst konnte ich vom Ufer aus einige Sekunden lang nichts erkennen, doch dann sah ich den Alligator und rannte in Richtung des MĂ€dchens los.»

Doch Juliana wusste sich selber zu helfen. Obwohl der Alligator sich in ihr linkes Bein verbissen hatte, schlug sie das Tier zunÀchst mit der Faust auf die Nase. Danach griff sie in die Nasenlöcher des Tiers. Schliesslich gelang es ihr aus eigener Kraft, den Kiefer des Alligators aufzustemmen und ihr Bein zu befreien.

Das MĂ€dchen sagte, sie habe bei ihrem Besuch im Freizeitpark «Gatorland» gelernt, wie sie sich bei einem Alligatorenangriff zu wehren habe. Donald Aldarelli, professioneller Alligatoren-Wrestler und Trainer im «Gatorland», sagte gegenĂŒber ABC, es sei ein Wunder, dass es dem MĂ€dchen gelungen sei, sich aus Biss des Tieres mit dem stĂ€rksten Kiefer der Welt zu befreien.

Hier geben die Profis vom «Gatorland» Verhaltenstipps bei Alligatoren-Angriffen

facebook.com/gatorland/

Juliana trug nur kleinere Bisswunden davon und konnte das Spital bereits wieder verlassen. Die Behörden von Florida sperrten den Mary Jane Lake nach dem Vorfall fĂŒr die Öffentlichkeit. Der Alligator, der das MĂ€dchen angegriffen hatte, wurde unterdessen gefangen und eingeschlĂ€fert. Die Behörden gaben bekannt, dass das Tier 2.75 Meter KörperlĂ€nge mass.

>>> Syrische FlĂŒchtlingsfamilie benennt Baby aus Dankbarkeit nach Justin Trudeau

Selfies mit dem kanadischen Premier: Justin Trudeau begrĂŒsst syrische FlĂŒchtlinge am Flughafen Toronto Bild; AP/CP

BrĂ€uchte es noch einen letzten Beweis dafĂŒr, dass Justin Trudeau einer der beliebtesten StaatsoberhĂ€upter der Welt ist – spĂ€testens jetzt ist er erbracht: Eine syrische FlĂŒchtlingsfamilie hat ihr Neugeborenes nach dem kanadischen Premier benannt – aus Dank ĂŒber dessen liberale Migrationspraxis.

Justin Trudeau Adam Bilan kam am 4. Mai, um 18.15 Uhr, in einem Spital in Calgary auf die Welt. Seine Eltern, Muhammad und Afraa Bilan, erreichten im Februar 2016 als syrische FlĂŒchtlinge kanadischen Boden.

«Wir lieben diesen Mann, wir sind ihm etwas schuldig», sagte Afraa Bilan im «The Star» ĂŒber den kanadischen Premierminister. «Er hat den FlĂŒchtlingen so viel geholfen. Er ist der Grund, warum wir heute in Kanada sind.»  

Wie die kanadische Regierung Ende Januar bekannt gab, fĂŒhrte die liberale Einwanderungspraxis von Trudeau und seiner Partei dazu, dass seit dem 4. November 2015 ĂŒber 40'000 FlĂŒchtlinge in Kanada Zuflucht gefunden haben.

Muhammad und Afraa Bilan gehören auch dazu. Das Paar floh aus ihrer Heimatstadt Damaskus, nachdem das syrische MilitÀr gedroht hatte, Muhammad ein weiteres Mal zu inhaftieren.

Justin Trudeau Adam Bilan, ihr dritter Sohn, ist kein FlĂŒchtling mehr. Als erster seiner Familie besitzt das FrĂŒchtchen die kanadische StaatsbĂŒrgerschaft. 

Afraa Bilan hofft, dass ihr Sohn eines Tages seinen Namensvetter, den kanadischen Premier, persönlich treffen wird. 

>>> Vom Fischer zum MilliardĂ€r – nun will dieser Mann die Ozeane vom PlastikmĂŒll retten

Der grosse Gönner: Kjell Inge RĂžkk bild: youtube

Der Norweger Kjell Inge RĂžkke, 58, hat es vom Fischer zum MilliardĂ€r gebracht. Er gilt heute mit einem Vermögen von zwei Milliarden Dollar als zehntreichster Mann Norwegens. Nun will er mit dem Grossteil dieses Geldes die Ozeane vom PlastikmĂŒll befreien.

Mit der Umweltorganisation WWF lĂ€sst er ein Forschungsschiff bauen, das bis zu fĂŒnf Tonnen MĂŒll am Tag vom Meeresboden aufsaugen und schadstofffrei verbrennen kann.

Schuld ist die unsachgemĂ€sse Entsorgung des Abfalls

Das 181 Meter lange Schiff REV (Research Expedition Vessel) soll die AtmosphĂ€re sowie auch den Meeresboden bis zu 6000 Meter Tiefe untersuchen können, erklĂ€rte RĂžkke kĂŒrzlich gegenĂŒber der Zeitung «Aftenposten». Wie viel das Ganze – samt Mannschaft – genau kosten wird, ist unklar. 

RĂžkke, der mit 66,7 Prozent HauptaktionĂ€r des industriellen Investmentunternehmens Aker ist, scheint die Thematik am Herzen zu liegen. Und in der Tat: PlastikmĂŒll aller Art ist in den Meeren schon lange ein Problem. GemĂ€ss einer Studie landen pro Jahr zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen KunststoffmĂŒll in den Meeren. Schuld daran ist die unsachgemĂ€sse Entsorgung des Abfalls. 

>>> Dieser KĂŒhlschrank funktioniert ohne Strom und hilft damit armen Regionen in Afrika

Der Coolar-KĂŒhlschrank ist nicht energiesparend, sondern braucht ĂŒberhaupt keinen Strom. Julia Römer hat in ihrer Masterarbeit an der Technischen UniversitĂ€t in Berlin ein Verfahren entdeckt, mit dem sich das Innere eines KĂŒhlschranks mittels Wasserdampf kĂŒhlen lĂ€sst, schreibt der «Tagesspiegel». Adsorption heisst das Prinzip.

Adsorption funktioniert folgendermassen: Kleine GlaskĂŒgelchen werden durch ein mit Wasser und Wasserdampf gefĂŒlltes Rohr mit dem Inneren des KĂŒhlschrankes verbunden. Die GlaskĂŒgelchen entziehen den Wasserdampf aus dem Rohr, damit noch mehr Wasser verdunsten kann. Die GlaskĂŒgelchen ausserhalb des KĂŒhlschranks erhitzen sich, das Innere wird gekĂŒhlt. Wenn der Wasserdampf wieder abkĂŒhlt, bildet sich wieder flĂŒssiges Wasser, das in den KĂŒhlschrank zurĂŒckfliesst.

So stellt Römer ihren Coolar-KĂŒhlschrank auf YouTube vor. Video: YouTube/Chivas Regal

DafĂŒr wird konstante WĂ€rme benötigt. WĂ€rme, wie man sie in sehr sonnenreichen und trockenen Regionen der Welt findet, zum Beispiel in Teilen Afrikas. Römer hat in Kenia geforscht und herausgefunden: Â«Die WĂ€rme durch die Sonne reicht aus.»

Einsatz in warmen und armen Regionen

Damit dĂŒrfte die Lagerung von Medikamenten in solchen Regionen revolutioniert werden. In Kenia zum Beispiel, wo es oft an ausreichenden StromanschlĂŒssen fehlt, mĂŒssen bis zu 75 Prozent der Medikamente wegen unzureichender KĂŒhlung vernichtet werden, sagt Römer gegenĂŒber dem «Tagesspiegel». 

Es sei noch ein langer Weg, bis der Coolar-KĂŒhlschrank in grossen Mengen hergestellt und in die spezifischen Regionen verschifft werden könne, doch der wissenschaftliche Grundstein sei gelegt, sagt Römer. Nun sei es das Wichtigste, Investoren von der Idee zu ĂŒberzeugen.

>>> Als Kind musste er hungern, jetzt verschenkt er seine Döner an BedĂŒrftige

Döner macht bekanntlich schöner. Doch er fĂŒllt auch hungrige BĂ€uche. Geht es nach Fuat Kaya, Betreiber einer Dönerbude in Berlin-Zehlendorf, soll niemand hungern mĂŒssen, der sich seinen Kebab nicht leisten kann.

«Wenn sie Obdachlose kennen oder Menschen, die sich kein Essen leisten können, dann schicken Sie sie bitte her, wir schenken Ihnen eine Mahlzeit und ein GetrÀnk»: Diese Worte hat Kaya auf einem handgeschriebenen Zettel an die Fensterfront seines Dönerladens geschrieben.

Fuat Kaya gibt in seiner Berliner Dönerbude gratis Mahlzeiten an BedĂŒrftige ab.  Bild: Google Maps/ Lin Min

TĂ€glich kommen vier bis fĂŒnf Leute vorbei, die zu wenig Geld fĂŒr eine Mahlzeit haben. Sie können sich den Döner  fĂŒr 3.80 Euro oder das halbe Poulet fĂŒr 5.50 Euro nicht leisten. Diese GĂ€ste sind Gestrauchelte und Obdachlose, aber auch alleinerziehende MĂŒtter ohne Arbeitstelle.

Er bediene sie wie ganz normale GĂ€ste, sagt Kaya gegenĂŒber der «Berliner Zeitung». Er wolle nicht als edler Gönner gelten und diesen Menschen dadurch das GefĂŒhl geben, sie mĂŒssten sich schĂ€men: «FĂŒr Hunger muss sich niemand schĂ€men!»

Manchmal versuchen es PartygÀnger

Die BeweggrĂŒnde fĂŒr Kayas GrosszĂŒgigkeit finden sich in seiner Kindheit. Er kam als eines von sieben Geschwistern einer armen Familie in Ost-Anatolien zur Welt. Sein Vater starb, als Fuat Kaya erst zwei Jahre alt war: «Danach musste meine Mutter uns alle alleine durchbringen.» In seiner Kindheit habe er gelernt, was Armut und Hunger bedeuten: «Richtiger Hunger, weil einfach nichts zu essen da ist, ist schrecklich.»

Fuat Kaya kam 2002 nach Deutschland, lernte die Sprache und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. Er sparte eisern, bis er vor einem Jahr seinen eigenen Dönerladen in einem Berliner S-Bahnhof eröffnen konnte. Die Miete sei zwar nicht billig, aber der Laden laufe gut: Â«Auf jeden Fall gut genug, dass ich Essen abgeben kann, wenn jemand Hunger, aber kein Geld hat.»

Abzocken lassen will sich Kaya bei seiner GrosszĂŒgigkeit nicht. Auf dem Zettel an seinem Fenster steht: «Bitte nutzen Sie unsere GutmĂŒtigkeit nicht aus, damit wirklich BedĂŒrftige davon profitieren können.» Vor allem nachts kommen laut Kaya öfter PartygĂ€nger, hĂ€ufig auch betrunken. Solche Leute schicke er eiskalt weg: «Da helfen nur klare Worte.»

>>> Dieser Teenager erfĂŒllte seiner Schwester ihren grössten Traum

Gegen einen solchen Bruder stinkt jede gute Fee ab. Der 13-jĂ€hrige Anthony Angel machte es sich zur Aufgabe, seiner kleinen Schwester einen innigen Wunsch zu erfĂŒllen. 

Wie seine Mutter in einem Facebook-Post berichtete, bat Anthony sie, ihm beim Kauf eines Disney-KostĂŒms zu helfen, damit er seine Schwester mit einem Fotoshooting ĂŒberraschen konnte. 

Der 13-jĂ€hrige ĂŒberraschte seine Schwester mit einem Disney-Shooting.  facebook

Herausgekommen sind regelrecht magische Fotos, die ĂŒbrigens Anthonys Mutter, Christina, geschossen hat. Dass sich die kleine Anabel gefreut hat, ist offensichtlich: Die Augen der 5-jĂ€hrigen sprechen BĂ€nde. 

>>> Dieser Rentner kĂ€mpft im Netz gegen Rechtsextreme – mit Erfolg

Drohbriefe, PatronenhĂŒlsen, Diffamierungen – JĂĄn Levoslav Benčík ist sich so einiges gewohnt. Seit der slowakische Rentner im Netz Rechtsextreme an den Pranger stellt, ist er selber zur Zielscheibe rechter Hetze geworden. 

Benčík gibt sich unbeirrt, allen Anfeindungen zum Trotz. Seit drei Jahren fertigt der PensionĂ€r Screenshots von öffentlichen Facebook-Profilen und Netzwerken an, und veröffentlicht das Material anschliessend auf seinem Blog. Vor Benčík ist niemand sicher: Verschwörungstheoretiker, Neonazis, Rassisten – der Rentner zerrt sie alle an die Öffentlichkeit. Viele der unfreiwillig Geouteten löschen ihre Profile und flĂŒchten sich in billige ErklĂ€rungsversuche: Sie seien nicht Urheber der betreffenden BeitrĂ€ge, ihr Konto sei gehackt worden. 

Das politische Engagement Benčíks begann vor mehr als 25 Jahren. Im November 1989, gehörte Benčík zu den fĂŒhrenden Köpfen der Sanften Revolution, die das kleine mitteleuropĂ€ische Land aus der Umklammerung des Sozialismus fĂŒhrte. 

In der Slowakei verbreiteten sich extremistische Hassbotschaften in den letzten Jahren wie ein Lauffeuer – die sozialen Netzwerke wirkten dabei als Brandbeschleuniger. Alleine auf Facebook betreiben radikale Volksparteien 139 Seiten, wie die taz berichtet. Auch im Parlament haben extremistische Parteien Hochkonjunktur. Bei den letzten Parlamentswahlen stimmten mehr als 8 Prozent fĂŒr die radikale ÄœudovĂĄ strana NaĆĄe Slovensko, die «Volkspartei Unsere Slowakei». Laut jĂŒngsten Umfragen liegt sie bei 10 Prozent – und die Kurve zeigt weiter nach oben.

Die Hoffnung ist aber da, dass der Trend in naher Zukunft in die andere Richtung zeigt – dank Menschen wie Ján Levoslav Benčík.

>>> Das letzte nördliche Breitmaulnashorn Kenias ist jetzt auf Tinder

Teil der Tinder-Community ist seit kurzem auch ein nördliches Breitmaulnashorn. Bild: flickr

Das sympathische Rhino Sudan beschreibt sich auf der Dating-App Tinder, wie so manch ein Junggeselle: Er reist gerne und liebt die Natur. Sudan kommt gleich zur Sache: 

«Ich will nicht zu aufdringlich sein, aber der Fortbestand meiner Art hÀngt von mir ab»

Rhino Sudan auf Tinder

Weiter mag er Grass und entspannt sich gerne im Schlamm. NatĂŒrlich hat das Nashorn sein Tinder-Profil nicht selbst erstellt. Die Verkupplungsaktion ist eine Marketingaktion von TierschĂŒtzern, welche sich um den Fortbestand der Art sorgen.

Ihr Ziel ist es, genĂŒgend Geld fĂŒr eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu sammeln. Alle Versuche einer natĂŒrlichen Fortpflanzung seien bisher gescheitert. Zwar hĂ€tten zweisame Kuschelstunden stattgefunden, allerdings sei es nie zur Befruchtung gekommen.

Deshalb sollen nun Wissenschaftler Sudans Spermien benutzen, um ein Ei eines der zwei letzten nördlichen Breitmaulnashorn-Damen zu befruchten. Austragen soll den Embryo dann ein Leih-Mami und zwar eines der Gattung Breitmaulnashorn, das im Vergleich zu den nördlichen Breitmaulnashörnern viel öfters vorkommt. Neun Millionen Dollar werden fĂŒr dieses Unterfangen benötigt.

Alle drei Nashörner werden 24 Stunden am Tag von bewaffneten Wachen beschĂŒtzt, denn das Rhinofleisch ist bei Wilderern heiss begehrt. FĂŒr ĂŒber 50’000 Dollar pro Kilo wird das Fleisch gehandelt. Aber auch vor der biologischen Uhr fĂŒrchten sich Sudans WĂ€chter: Denn mit seinen 43 Jahren ist er bereits ein alter Mann.

>>> Er wollte von der BrĂŒcke springen – Nun rennt er mit seinem Lebensretter den Marathon

Die beiden Freunde rannten gemeinsam den Marathon.

Jonny Benjamin (links) wollte 2008 sein Leben beenden. Beim damals 21-jÀhrigen Student war ein Jahr zuvor eine schizoaffektive Störung diagnostiziert worden. Die psychische Krankheit sowie Benjamins Probleme, mit seiner HomosexualitÀt klarzukommen, liessen ihn an seinem Lebenswillen zweifeln.

Als er auf der Waterloo Bridge in London stand und seinem Leben ein Ende setzen wollte, kam Neil Laybourn (rechts) zufĂ€llig vorbei. Der damals 25-jĂ€hrige Fitnesstrainer sprach Benjamin an und konnte ihn in einem 25-minĂŒtigen GesprĂ€ch davon ĂŒberzeugen, nicht zu springen.

Über Social Media gefunden

Sechs Jahre spÀter startete Jonny Benjamin auf Social Media eine Kampagne, um seinen Lebensretter zu finden. Die Suche verlief erfolgreich. Seither sind die beiden gute Freunde.

Letzten Sonntag liefen sie zusammen den London Marathon – den grössten Teil der Strecke Hand in Hand. Nach 5 Stunden und 26 Minuten erreichten die heute 30- beziehungsweise 34-jĂ€hrigen Freunde gemeinsam das Ziel.

Geld fĂŒr psychisch kranke Menschen

Mit dieser Leistung sammelten sie rund 30'000 Pfund fĂŒr «Heads Together», eine gemeinnĂŒtzige Organisation, welche sich fĂŒr psychisch kranke Menschen einsetzt. Die Prinzen Harry und William und Prinzessin Kate engagieren sich ebenfalls fĂŒr «Heads Together». Sie trafen Benjamin und Laybourn im MĂ€rz und unterstĂŒtzen die Marathon-PlĂ€ne der beiden.

Jonny Benjamin engagiert sich seit seinem Suizidversuch aktiv fĂŒr eine grössere gesellschaftliche Akzeptanz von psychisch Kranken. FĂŒr sein Engagement wurde er Ende letzten Jahres mit der Auszeichnung «Member of the British Empire» (MBE) geehrt.

>>> Forscher suchte nach intersexuellen Schweinen – und findet nach 21 Jahren den seltensten Hund der Welt

James «Mac» McIntyre.

James «Mac» McIntyre hat im Alter von 62 Jahren endlich den lebenden Beweis fĂŒr ein PhĂ€nomen, dem er seit 21 Jahren hinterherjagt: Seine Fotofallen in den schwer zugĂ€nglichen Berggebieten Papua-Neuguineas ermöglichten im letzten Jahr endlich Bilder von wildlebenden Neuguinea-Dingos. 

Als ausgestorben gegolten

Der ausgebildete Zoologe McIntyre kam 1993 erstmals in die Pazifikregion. Damals war er auf der Suche nach intersexuellen Schweinen. Von deren Existenz hatte er in einem Reisemagazin ĂŒber den Inselstaat Vanuatu im SĂŒdpazifik gelesen. Nach sechswöchiger Suche fand er ein erstes Exemplar.

1996 kehrte er nach Vanuatu zurĂŒck, verlĂ€ngerte seinen Forschungsaufenthalt aber um einen Abstecher nach Papua-Neuguinea. Auf Betreiben seines Mentors wollte McIntyre nach dem Neuguinea-Dingo suchen. 

In den 50er Jahren wurden acht Exemplare dieser wild lebenden Hunderasse gefangen. Von dieser kleinen Population abstammend, wurden bis heute in Zucht etwa 300 Neuguinea-Dingos geboren. Sie werden als Haushunde oder in Tierparks gehalten.

Auf Englisch sind sie wegen ihres lautstarken und harmonischen Gebells auch als «New Guinea Singing Dog» bekannt. Die Nachkommen der gefangenen Neuguinea-Dingos sind entweder durch starke Inzucht genetisch geprĂ€gt oder haben sich mit anderen Hunderassen gekreuzt. Über die Lebensweise ihrer in der Wildnis lebenden Artgenossen war hingegen kaum etwas bekannt. Viele Forscher gingen davon aus, dass sie unterdessen ausgestorben sind.

Bei seinem ersten Besuch 1996 auf Papua-Neuguinea verbrachte McIntyre einen Monat alleine im Gebirge, ohne je einen Hund zu sehen. Doch Spuren und ErzÀhlungen von Einheimischen liessen ihn weiterhin hoffen.

2012 gelang einem Tourguide in den Bergen Papua-Neuguineas ein verschwommenes Foto eines Hundes, der dem legendĂ€ren Neuguinea-Dingo sehr Ă€hnlich sah. McIntyre war von der Neuigkeit begeistert und begann, Forschungsgelder fĂŒr eine Exkursion zu sammeln.

Verschwommener Fotobeweis von 2012

Nach harziger Geldsuche zog er im September 2016 endlich los. ZufĂ€llig traf er lokale Forscher, die ihn ins Hochland begleiteten. Doch ununterbrochener Regen machte ihrer Suche zu schaffen. Erst gegen Ende des geplanten einmonatigen Aufenthalts kehrte die Hoffnung zurĂŒck. «Mac» gelang es, mithilfe von Koyotengeheul ab Band, die Neuguinea-Dingos anzulocken – eine frische Pfotenspur war das Ergebnis.

McIntyre verteilte 12 Fotofallen im GelĂ€nde. Am letzten Tag seiner Expedition sammelte er sie ein – und traute seinen Augen nicht. Zehn der Fotofallen hatten insgesamt ĂŒber 140 Bilder von mindestens 14 verschiedenen Neuguinea-Dingos geschossen. 

Schnappschuss mit der Fotofalle

Bild: facebook.com New Guinea Highland Wild Dog Foundation

Mit diesem sensationellen Erfolg ist es laut McIntyre nun bedeutend einfacher geworden, Interesse und Spendengelder fĂŒr eine nĂ€chste Expedition zu sammeln. 

>>> Apple will recyclebare Produkte

Die AnkĂŒndigung ist mit Vorsicht zu geniessen, doch wĂŒnschenswert wĂ€re es allemal: Apple möchte zukĂŒnftige Produkte zu 100 Prozent aus recyclebarem Material herstellen. Das sagte die Apple-Umweltchefin Lisa Jackson am Wochenende gegenĂŒber «Vice News».

Jackson beschwichtigte allerdings: Apple kĂŒndige das Ziel an, ohne zu wissen, wie man es bewerkstelligen könne. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung ging Apple im vergangenen Jahr: Das Unternehmen stellte Roboter Liam vor, der iPhones in kurzer Zeit in seine Einzelteile zerlegen kann. Der Roboter soll sicherstellen, dass alle Komponenten wiederverwendet werden können.

>>> Good News fĂŒr Velofahrer: Auf zwei RĂ€dern zur Arbeit zu fahren, verringert das Krebs-Risiko

Dass an der frischen Luft und mit Bewegung pendeln gesĂŒnder ist, als in der vollgestopften S-Bahn zu sitzen, ĂŒberrascht wohl niemanden. Wie stark die Art des Pendelns aber die Gesundheit tatsĂ€chlich beeinflusst, ist erstaunlich:  Laut einer im «British Medical Journal» veröffentlichten Studie haben Menschen, die mit dem Velo zur Arbeit fahren, ein zu 45 Prozent geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken. Noch etwas grösser ist der Effekt bei Herzkrankheiten. Dieses Erkrankungsrisiko ist mit 46 Prozent noch geringerer. 

An der Studie teilgenommen haben 264'377 Menschen aus Grossbritannien, die zum Zeitpunkt der Erhebung im Durchschnitt 53 Jahre alt waren. Die Wissenschaftler haben die Untersuchungsergebnisse bereits politisch ausgeschlachtet: Sie forderten posthum mehr Velowege.

>>> In diesem Haus wachsen genug Pflanzen, um alle Bewohner darin zu ernÀhren

Das vietnamesischen ArchitekturbĂŒro Vo Trong Nia Architects hat sich Projekten verschrieben, die die Natur zurĂŒck in die Stadt bringen und damit lebenswerten und gesunden Wohnraum schaffen sollen. Ihr neuestes Werk, Binh House, ist ein 270 Quadratmeter grosses GebĂ€ude, das in einem dicht besiedelten Viertel in Ho-Chi-Minh steht.

Im Haus wachsen grosse BĂ€ume. bild: archdaily/votrongnghia

Das Spezielle daran: Es beherbergt drei Generationen einer Grossfamilie. Und: Das Haus ist so konzipiert, dass die Familie darin ihr eigenes Essen anbauen kann – und zwar so viel, dass es fĂŒr alle Mitglieder reicht.

Grosse SchiebetĂŒren lassen den Pflanzen genug Licht bild: archdaily/votrongnghia

GemÀss dem Branchenmagazin «Arch Daily» verbraucht das Haus zudem weniger Energie. Dank den BÀumen sind die Temperaturen im Inneren angenehm. Es löse damit viele Probleme heutiger GrossstÀdte, heisst es im Magazin: Platz, QualitÀt der Luft, nachhaltige Versorgung.

Die Familie kann so viel GemĂŒse anpflanzen, dass es fĂŒr alle Mitglieder reicht. bild: archdaily/votrongnghia

>>> Taube nistet sich in New Yorker Apartment ein

Was fĂŒr ein Zuhause! Eine Taube hat sich in New York in ein Apartment einer jungen Frau eingenistet. Diese war einige Monate vereist und hatte offenbar ihr Fenster offengelassen. Als sie vergangene Woche zurĂŒckkehrte, hatte sich die Taube in einem Spaghetti-Abtropfsieb ein Nest eingerichtet. 

GegenĂŒber dem Lokalsender CBS New York sagte die junge Frau, die Taube kehre immer wieder zurĂŒck und sitze auf ihre Eier. Sie sei eine «ziemlich nette Mitbewohnerin» und gehe ihr nicht auf die Nerven wie so viele andere, sagte die 33-JĂ€hrige. Zudem sei sie stubenrein. «Es ist Wahnsinn, sie hat noch nie irgendwo hingeschissen. Sie kommt einfach und sitzt auf ihre Eier».

Die Taube hört jetzt auf den Namen Adeleide. Und hat einen Instagram-Account.

>>> Erster biologisch abbaubarer Vorhang

VorhÀnge, die eins mit der Natur werden (Symboldbild). Bild: KEYSTONE

Möbel Pfister lanciert im Herbst die weltweit erste biologisch abbaubare Kollektion von VorhĂ€ngen. Die speziellen VorhĂ€nge werden nach ihrem Gebrauch wieder rĂŒckstandslos in den natĂŒrlichen Kreislauf zurĂŒckgefĂŒhrt – ohne jeglichen Abfall zu produzieren. 

Konzipiert sind die Stoffe nach dem sogenannten «Cradle to Cradle-Prinzip» oder auch ÖkoeffektivitĂ€t genannt. 

Ökoeffektive Produkte können entweder als biologische NĂ€hrstoffe in biologische KreislĂ€ufe zurĂŒckgefĂŒhrt werden oder als «technische NĂ€hrstoffe» kontinuierlich in technischen KreislĂ€ufen gehalten werden.

Experten gehen davon aus, dass dieses Prinzip in absehbarer Zukunft Standard sein könnte.

Von A bis Z umweltvertrĂ€glich

Wird ein «Green-Fabrics-Vorhang» nicht mehr gebraucht, wird er in den Kreislauf zurĂŒckgefĂŒhrt. Dies geschieht entweder durch Kompostierung oder durch die Zerlegung des Produkts in seine Einzelteile, die anschliessend wiederverwertet werden können. 

Drei Jahre wurde am biologisch Abbaubaren Vorhang gearbeitet. Möbel Pfister AG

Zu den zahlreichen Anforderungen eines «Cradle-to-Cradle-Produktes» gehört einerseits ein umweltfreundliches, biologisch kreislauffÀhiges Rohmaterial, aus dem die Green Fabrics-VorhÀnge gefertigt werden. Andererseits werden auch an die Weiterverarbeitung des Stoffs strenge Bedingungen gestellt.

Das verwendete Material fĂŒr den Vorhang ist ein spezielles Polymer, bei dem alle verwendeten Materialien, Chemikalien und Farbstoffe komplett umweltvertrĂ€glich sind. Auch die restlichen Materialien, die fĂŒr Vorhanggleiter, NĂ€hgarne, Beschwerungsband und andere Komponenten wie Etiketten sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. So kann der gesamte Vorhang sicher in biologische KreislĂ€ufe zurĂŒckgefĂŒhrt werden.

Diese Marken und Produkte sind ebenfalls nach dem Cradle to Cradle-Prinzip hergestellt:

Auping: Matratzen, Betten, Lattenroste

Trigema: Sportbekleidung

Aveda: Kosmetikartikel

Carlsberg: Etiketten, Dosen und Verpackungen 

Desso: Teppich, Teppichfliesen

Hermann Miller: BĂŒromöbel, BĂŒrozubehör, TrennwĂ€nde

Heunec: Stofftiere

Jules Clarysse: HandtĂŒcher

Laladoo: Windeln, LĂ€tzchen

Stabilo: SchreibgerÀte

Steelcase: BĂŒromöbel, BĂŒroeinrichtung

>> Forscher machen aus einem Spinatblatt menschliches Herzgewebe

Bild: screenshot/youtube

Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen daran, wie man menschliches Gewebe und Organe kĂŒnstlich zĂŒchten kann. Forschern des Worcester Polytechnic Institute in Massachusetts (USA) ist nun ein ĂŒberraschender Durchbruch gelungen. 

Die Wissenschaftler bauten SpinatblĂ€tter in menschliches Herzgewebe um, das sogar Blut pumpt. Mit dem funktionierenden Venensystem auf den BlĂ€ttern wollen die Forscher nun einen Herzmuskel bauen. Ihr grosses Ziel: Eine Herztransplantation.

Bisher war es unmöglich, lebendiges Herzgewebe herzustellen. Nicht einmal 3D-Drucker waren prĂ€zise genug, um KanĂ€le in der GrĂ¶ĂŸe von BlutgefĂ€ĂŸen zu erschaffen. Die Venen mĂŒssen nĂ€mlich kleinste Stoffe wie Sauerstoff durchlassen. Sonst sterben die dort platzierten Zellen einfach ab.

Science Alert

Statt ein neues Material zu erschaffen, sahen sich die Forscher in der Pflanzenwelt um. Im Spinat fanden sie den perfekten Kandidaten fĂŒr Herzgewebe. Dazu entfernten sie zunĂ€chst alle pflanzlichen Zellen aus den SpinatblĂ€ttern. Übrig blieb eine durchsichtige HĂŒlle. Das GefĂ€sssystem der BlĂ€tter wurde dabei nicht beschĂ€digt. Es ist fein genug, um wie menschliche Venen bestimmte MolekĂŒle durchzulassen. 

Umfrage

WĂŒrdest du ein Spinat-Herz haben wollen?

  • Abstimmen

575 Votes zu: WĂŒrdest du ein Spinat-Herz haben wollen?

  • 48%Ja!
  • 3%Igitt, nein!
  • 32%Kann es auch ein Brokkoli-Herz sein?
  • 17%Ich mag Mangold lieber als Spinat.

Diese HĂŒlle bepflanzten die Forscher mit lebendigen menschlichen Herzzellen. Anschließend wurde sie mit blutĂ€hnlichen FlĂŒssigkeiten befĂŒllt. 

Video: YouTube/WPI

In einem nĂ€chsten Schritt wollen die Forscher mehrere BlĂ€tter verknĂŒpfen. Damit verfolgen sie ein konkretes Ziel: Sie wollen mit dem Gewebe Herzmuskel ersetzen. Das könnte Menschen nach einer Herzattacke das Leben retten. Stirbt ein Teil des Herzmuskels ab, kann das Blut nicht mehr richtig weitergepumpt werden. Das Spinatgewebe soll das abgestorbene Material ersetzen. Damit könnte das Organ wieder wie ein gesundes Herz schlagen. 

>> Fischer lÀsst 30 Tonnen Makrelen aus dem Netz, um sechs Delfine zu retten

Ein Fischer aus Neuseeland liess ein Netz voller Makrelen frei, um sechs Delfine zu retten, die sich darin verfangen hatten.

Das Drama spielte sich nahe der Hafenstadt Tauranga auf der Nordinsel Neuseelands ab und wurde von zahlreichen Fischern beobachtet. «Sie haben alles versucht, um die Delfine zu retten, ohne ihren Fang zu verlieren. Es war ein Riesenfang», sagt Paul Bowyer, ein ansĂ€ssiger Fischer.

Schwere Entscheidung auf der «San Columbia»: Geld oder Delfine? PAUL BOWYER/SUNLIVE

GeschĂ€tzte 30 Tonnen Makrelen befanden sich im Netz – und sechs Delfine. Die Crew des Fischerboots versuchte die Delfine zu befreien, indem sie das Netzt senkten, doch die Delfine schwammen weiterhin verwirrt im Kreis.

Der KapitĂ€n stand vor der harten Entscheidung, 30 Tonnen Fisch freizulassen, und somit einen enormen Verlust zu verbuchen oder sechs Delfine zu töten. Nach 45 Minuten erfolgloser Befreiungsversuche wurde das Netzt gesenkt und alle Delfine und Makrelen schwammen in die Freiheit. 

«Jeder NeuseelÀnder in dieser hÀtte in dieser Situation gleich gehandelt.»

Fiona MacMillan, Sprecherin Sanford Limited

«Ein Mann brĂŒllte und fluchte wie verrĂŒckt. Es muss der KapitĂ€n gewesen sein», beschreibt Bowyer die Szene.

Sanford Limited, ein grosses neuseelĂ€ndisches Fischereiunternehmen, bei dem das Fischerboot angestellt ist, bestĂ€tigt den Vorfall. Obwohl kein Fisch gefangen wurde, mĂŒssen die 30 Tonnen Makrelen im Netz unter die jĂ€hrliche Fischfangquote verbucht werden. Trotzdem steht Sanford Limited hinter dem KapitĂ€n. Fiona MacMillan, eine Sprecherin der Firma sagt: «Wir unterstĂŒtzen die Entscheidung des KapitĂ€ns und der Crew des Bootes. In so einer Situation ist das Geld zweitrangig.» Der KapitĂ€n des Bootes wird nun von TierschĂŒtzern gefeiert und auch das Fischereiunternehmen ist stolz auf ihn. Â«Jeder NeuseelĂ€nder in dieser Position hĂ€tte gleich gehandelt», sagt MacMillan.

Ein User fragte gestern nach Delfen. Hier habt ihr Delfen.

>> Durchbruch bei Behandlung von schwersten LĂ€hmungen

Wissenschaftlern in den USA ist nach eigenen Angaben der Durchbruch bei der Behandlung eines an allen Gliedmassen gelÀhmten Mannes gelungen. Sie konnten dem gelÀhmten Mann die teilweise Kontrolle seines rechten Arms und seiner Hand wiedergeben.

kEYSTONE/AP Case Western Reserve University/RUSSELL LEE

Der Fall wird in einer am Mittwoch im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlichten Studie beschrieben. Demnach konnten Experten an der Privathochschule Western Reserve University in Cleveland, Ohio, einem seit fast zehn Jahren von den Schultern abwĂ€rts gelĂ€hmten Mann die teilweise Kontrolle und SteuerungsfĂ€higkeit ĂŒber seinen rechten Arm und seine Hand wiedergeben.

«Das Verfahren hat es ihm  ermöglicht, selbststĂ€ndig  Kaffee zu nippen, sich an der Nase zu kratzen und KartoffelpĂŒree zu essen.»

Der Mann war bei einem Fahrradunfall schwer verletzt worden. Dem Lancet-Artikel zufolge handelt es sich bei der Behandlung um eine medizinische «Premiere», bei der die WirbelsĂ€ulenverletzung mit einer speziellen Neuroprothese ĂŒberbrĂŒckt werde.

«Unseres Wissens ist es das erste Mal weltweit, dass ein Mensch mit schweren und chronischen LĂ€hmungen durch unmittelbare GehirnaktivitĂ€t seinen Arm und seine Hand bewegt, um zielgerichtete Bewegungen auszufĂŒhren», erklĂ€rte einer der Autoren der Studie, Bolu Ajiboye, gegenĂŒber der Nachrichtenagentur AFP.

Dazu wurden dem 56-jĂ€hrigen Patienten Bill Kochevar zwei Cluster von mehreren Dutzend Elektroden operativ in den Kopf eingepflanzt – beide nicht grösser als kleine Tabletten. Über diese Elektroden werden Gehirnsignale gemessen, die dann direkt an einen Computer weitergegeben und von diesem interpretiert werden. Die Muskulatur wird anschliessend wiederum ĂŒber zahlreiche Elektroden im Ober- und Unterarm Kochevars stimuliert.

Das Verfahren hat es Kochevar nach rund einem Jahrzehnt LĂ€hmung nun ermöglicht, selbststĂ€ndig Kaffee zu nippen, sich an der Nase zu kratzen und KartoffelpĂŒree zu essen. Den Arm konnte er mit Hilfe einer Hebevorrichtung bewegen, die er ĂŒber die eingepflanzten Elektroden steuerte, heisst es in der Studie.

>>Indische Firme verwandelt Smog in brauchbare Tinte

Der Smog in Mega-StĂ€dten wie Peking und Neu-Delhi wird immer schlimmer. Eine clevere Firma aus Indien hat nun ein Konzept entwickelt, wie man Luft reinigt und daraus sogar noch brauchbare Tinte macht. 

Air-Ink heisst das Produkt des Startups Graviky Labs. Die Firma sammelt in speziellen Vorrichtungen das Abgas von Autos und anderen UmweltsĂŒndern und verarbeitet es zu Tinte. Die Tinte kann fĂŒr Drucker, Marker oder auch fĂŒr Spraydosen verwendet werden. Um genĂŒgend Abgas fĂŒr einen Marker herzustellen, muss man umgerechnet 45 Minuten mit dem Auto fahren.

kickstarter.com/

Das Ziel von Graviky Labs ist es, aus etwas HĂ€sslichem etwas Schönes zu machen. GemĂ€ss eigenen Angaben soll die Firma bereits 1.6 Milliarden Liter Luft gereinigt haben. 

>>Tasmanischer Tiger gesichtet! Seit 80 Jahren ausgestorben

Das letzte bekannte Exemplar des Tasmanischen Tigers (im Beaumaris Zoo 1933). wikipedia

Der Tasmanische Tiger ist seit 80 Jahren ausgestorben – zumindest auf dem Papier. 1937 ist das letzte bekannte Exemplar in einem tasmanischen Zoo gestorben.

Trotzdem gab es immer wieder Sichtungen des Beutelwolfs, wie er im deutschen auch heisst. Seither ist der Tasmanische Tiger das Wappentier der Kryptozoologie. Diese Forschungsrichtung sucht nach Tieren, die entweder bereits ausgestorben sind oder in Legenden oder von Augenzeugen beschrieben werden.

Nun gibt es wieder Grund zur Hoffnung. Nachdem in letzter Zeit mehrfach Beutelwölfe auf der Kap-York-Halbinsel im Norden Australiens gesichtet und beschrieben wurden, planen Biologen vor Ort 50 Kamerafallen zu installieren. Dass genau auf dem Festlands Australiens und nicht auf der Insel Tasmanien die Tiere gesichtet wurden, ist bereits eine kleine Sensation. Auf dem Festland soll der Tasmanische Tiger schon seit 2000 Jahren ausgestorben sein.

Die Forscherwelt hofft nun, dass die sich die letzten Sichtungen bewahrheiten. Auf Twitter Ă€ussert sich sogar der berĂŒhmte Biologe und Schriftsteller Richard Dawkins.

>> Autist wird als «dumm» beschimpft – lernt Recht, klagt und gewinnt

Bild: facebook.com/ketanaggarwal

Der Autist Ketan Aggarwal wurde von seinem Fitnesstrainer vor versammelter Klasse als «dumm» beschimpft. Das liess sich der 30-jĂ€hrige nicht gefallen. Um zu beweisen, dass er nicht dumm ist, kĂ€mpfte er selber fĂŒr seine Gerechtigkeit. Er ging in die Bibliothek, studierte RechtsbĂŒcher, verklagte das Fitnessstudio und gewann. 

Der Vorfall passierte wĂ€hrend dem Spinning. Eine Freundin meinte, dass die gespielte Musik zu langsam sei und gar nicht motiviere. Aggarwal war gleicher Meinung und bat den Fitnesstrainer, die Musik zu wechseln.

Dieser drehte plötzlich durch und beschimpfte Aggarawal per Mikrofon vor allen 30 Teilnehmern. «Sag mir nicht, wie ich meinen Job machen soll!», schrie der Trainer durch den Raum. «Deine Meinung ist schwachsinnig und du bist dumm.»

Aggarwal schwieg dazu, war aber tief verletzt, wie er in der «Dailymail» zu Protokoll gab. Er glaubte, dass ihn der Trainer so hart beschimpfte, weil er Autist ist. Kurze Zeit spĂ€ter verschaffte sich Aggarwal Genugtuung. In der örtlichen Bibliothek studierte er RechtsbĂŒcher, bis er genĂŒgend Wissen angehĂ€uft hatte, um eine Klage vorzubereiten.

Das Gericht gab ihm schliesslich Recht und verdonnerte den Trainer zu einer Wiedergutmachung von 1200 Pfund und einem Entschuldigungsbrief.

Aggarawal ist ĂŒberwĂ€ltigt von seinem Sieg. Der «Dailymail» sagt er voller Stolz: «Es fĂŒhlt sich grossartig an.»

>> Kickstarter will Werbung in Washington mit Katzenbilder ersetzen

Eine Gruppe aus der US-Hauptstadt Washington D.C. hat genug von der Werbung in ihrer U-Bahn. Via Kickstarter sammeln sie Geld, um alle Werbeplakate mit lustigen und herzigen Katzenbildern zu ersetzen.

«Why not?», sagt sich die Gruppe hinter der Kampagne. kickstarte.com

Die Gruppe, die sich Â«Citizens Advertising Takeover Service» (C.A.T.S.) nennt, braucht 30'000 Dollar, um ihr Ziel zu erreichen.

Umfrage

Willst du auch lieber Katzenbilder statt Werbung?

801 Votes zu: Willst du auch lieber Katzenbilder statt Werbung?

  • 46%Ja
  • 49%Gehen auch Otten?
  • 4%Ja

Die Gruppe gibt zu, dass es ein albernes Projekt ist, fragt aber ganz nichtsdestotrotz: «Why not?» Auf ihrer Kickstarter-Seite erklÀren sie, dass die Katzenbilder «uns ein bisschen Freude schenken in unserem chaotischen und stressigen Leben. Anstatt, dass uns eine Werbung ermutig ein neues Auto zu kaufen, könnte sie uns auch einfach ein kleines LÀcheln ins Gesicht zaubern».

So könnte es bald schon in der Metro von Washington D.C. aussehen. kickstarter.com

>> JÖÖÖÖÖH! Kleine Schwester umarmt ihren Bruder tagtĂ€glich, wenn er Heim kommt

Haltet eure TaschentĂŒcher bereit. Jetzt kommt das allerherzigste, was ihr heute sehen werdet! Ein MĂ€dchen wartet jeden Tag am Strassenrand auf ihren grossen Bruder. Wenn er aus dem Schulbus steigt, rennt sie ihm entgegen und umarmt ihn voller Liebe.

Umfrage

Wie herzig fandest du das Video?

  • Abstimmen

260 Votes zu: Wie herzig fandest du das Video?

  • 19%Sooo herzig!
  • 17%Jöööhhhh!!
  • 17%Jösses, isch das sĂŒĂŒĂŒĂŒhĂŒĂŒss!
  • 29%Lasst mich euch alle umarmen!
  • 17%<3

>> 10-JĂ€hriger verkauft selbstgemalte Bilder, um Spielzeug fĂŒr kranken Bruder zu kaufen

Seit drei Monaten betreibt der 10-jĂ€hrige Haden Edwards einen kleinen Verkaufsstand vor seinem Haus. Der Bub aus North Carolina (USA) verkauft seine selbstgemalten Bilder fĂŒr einen Dollar das StĂŒck. Mit dem Gewinn kauft er seinem kranken kleinen Bruder Spielsachen.

Um seinem kranken Bruder Geschenke zu kaufen, verkauft Haden seine Bilder. WCN

Haden ist Autist, sein siebenjÀhriger Bruder Max schwer krank. Er leidet an dem Gendefekt Neurofibromatose. Die Krankheit lÀsst bei Max mehrere Tumore wachsen, die ihn vermutlich zwingen, sich demnÀchst bereits zum zweiten Mal operieren zu lassen. Im April wird sich entscheiden, ob es noch andere Möglichkeiten zur Behandlung gibt.

«Alles, was man sich vorstellen kann, ist schief gegangen. Er hat Tumore, MigrĂ€nen, Nervenschmerzen, AnfĂ€lle und Muskelschwund. Die Liste wird immer grösser, und jeden Tag wird es schlimmer und schlimmer», sagt Cynthia Davis, die Mutter der zwei Jungs, gegenĂŒber WCN. 

Hadens grösster Wunsch ist es, seinem kleinen Bruder ein bisschen Freude zu schenken.«Ich möchte Max nur glĂŒcklich sehen. FĂŒr mich ist es das Grösste, mit ihm Zeit zu verbringen», erzĂ€hlt er. 

Eines von Hadens Kunstwerken. Cynthia Davis

Der Plan ging auf. Am ersten Tag verkaufte Haden 23 Bilder.
Am liebsten malt Haden Skelette und Monster. Mittlerweile hat er schon 100 Dollar eingenommen. Das meiste Geld hat er fĂŒr Lego ausgegeben. 

Hadens Kunstverkauf bekam viel Aufmerksamkeit. Aber auch die Mutter der beiden Junges sammelt fleissig Geld fĂŒr ihren schwerkranken Sohn Max. Eine Geldspende-Aktion zur Behandlung von Max' Krankheit brachte in Windeseile fast das Doppelte des angepeilten Betrags von 10'000 Dollar zusammen.

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Brikne, 20.7.2017
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  • Baba 20.06.2017 10:46
    Highlight Freue mich auf die Gelateria in Aarau! Buon fortuna 😊
    15 0 Melden
    • Baba 20.06.2017 11:03
      Highlight BuonA fortuna, natĂŒrlich...🙄
      8 1 Melden
    600
  • The Origin Gra 19.06.2017 12:04
    Highlight In der Schweiz wird mittels gepresstem Gras gedĂ€mmt 🙂

    Abgesehen davon, gibts bald wieder Seegrasmatratzen? 😂
    3 4 Melden
    600
  • JJ17 15.06.2017 12:02
    Highlight Wie und wo kann man sich an der Schokoladenfabrik beteiligen?
    13 0 Melden
    600
  • Wölfli beim Lamm 13.06.2017 09:10
    Highlight Stellt dem Manspreader einfach die EinkaufstĂŒte auf den Oberschenkel. Wenn er dann erschrocken zu Euch rĂŒberschaut, macht Ihr ein unschuldiges Gesicht und sagt"ist halt so eng hier". Wenn er dann noch keine Ruhe gibt, bietet ihr ihm eine Frucht oder einen Schokoriegel an. MĂ€nner lieben SĂŒsses!
    10 8 Melden
    600
  • lululove 08.06.2017 07:41
    Highlight Uhlala, das ist ja schon bizli ein fieses lied...
    2 3 Melden
    600
  • ands 06.06.2017 11:50
    Highlight "Zulassungsoffizier"? Ernsthaft? 😂
    Zur ErklÀrung: Offiziere gibt es nur im MilitÀr. "officer" hat zahlreiche weitere Bedeutungen wie Angestellte(r), Verantwortliche(r) oder Beamte(r).
    47 0 Melden
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  • PeteZahad 02.06.2017 07:13
    Highlight "... um bei der Geburt seines Teams dabei zu sein?" - Da möchte ich auch dabei sein ;)
    14 0 Melden
    • Bolly 20.06.2017 09:00
      Highlight Denke da hat sich jemand verschrieben. 😊
      1 0 Melden
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