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Heutzutage gibt es ökologische Alternativen zu Plastik-Strohhalmen und Ähnlichem. bild: pixabay

Seattle verbietet Plastik-Geschirr in Restaurants

12.09.17, 06:16 12.09.17, 08:32
Team watson
Team watson

Ab dem 1. Januar 2018 dürfen Restaurants in Seattle, im US-Bundesstaat Washington, keine Plastik-Utensilien mehr anbieten. Statt Plastik-Strohhalme und Plastik-Geschirr sollen die Lokale ihren Kunden wiederverwendbare oder kompostierbare Alternativen zur Verfügung stellen.

Das Verbot gilt eigentlich bereits seit 2010, doch wegen einer Ausnahmeregelung mussten sich die Restaurants bisher nicht daran halten. Die Ausnahme galt, weil es vorher nicht immer zufriedenstellende Alternativen gegeben habe, was heute anders sei, sagte Sego Jackson, Berater einer Behörde für Müllvermeidung zur Nachrichten-Webseite q13fox.com.

Laut Zahlen des US-amerikanischen National Park Services werden in Amerika täglich 500 Millionen Strohhalme verwendet. Landen diese im Meer, werden sie oft zu einer lebensgefährlichen Bedrohung für Meerestiere. 

>>> Dank Online-Shops die Armut besiegt: Wie ein chinesisches Dorf Alibaba & Co. entdeckte

Vor 50 Jahren war die einzige Einkommensquelle im kleinen chinesischen Dorf Nantian, in der Provinz Jiangxi, die Fischerei. Die Menschen lebten in bitterarmen Verhältnissen. Doch in den letzten drei Jahren hat sich viel getan in Nantian. Das Dorf hat die Armut besiegt.   

Nebst einer nationalen Armutsbekämpfungs-Kampagne half vor allem der geniale Einfall von Zhong Pengxiang. Der 30-jährige Student ist Sohn eines Orangenbauers. Sein Vater bewirtschaftet seit 2004 eine Fläche von zehn Hektaren Orangenbäumen. Damit verdiente er anfänglich 70'000 Yuan pro Jahr, umgerechnet 10'300 Franken. Heute sind es 1.5 Millionen Yuan, etwas mehr als 220'000 Franken. 

Pengxiang Junior kam vor drei Jahren auf die Idee, die Orangen über Online-Plattformen wie «Taoboa» oder «Alibaba» zu verkaufen. Eine Idee, die Gold wert war. Der Orangenverkauf konnte von 50'000 auf 300'000 Kilogramm gesteigert werden – ein Gewinn für das ganze Dorf.

Die Anti-Armut-Kampagne tat den Rest. Die Strassen in Nantian wurden erneuert, der Abfall aus den umliegenden Flüssen entfernt, und es wurden neue Häuser für die Bewohner gebaut. «Ich hätte nie von einer solch grossen Veränderung für unser Dorf geträumt», sagte Pengxiang gegenüber «China Daily».

>>> Heiratet, dann werdet ihr zu besseren Menschen!

Sie haben's richtig gemacht: Paare bei einer Massenhochzeit in Südkorea.  Bild: AP/AP

Auch wenn heiraten wieder mehr im Trend ist als auch schon: Die ewige Bindung vor Gott, dem Spaghettimonster oder anderen Zeugen höherer spiritueller Mächte, geniesst in gewissen Kreisen mehr den Ruf einer ewigen Gefangenschaft als einem feierlichen Gelübde füreinander.

Zu Unrecht, wie Forscher der Universität Tilburg in der Niederlande jüngst darlegten: man wird nämlich zu einem charakterlich besseren Menschen. In einer Studie wiesen die Wissenschaftler nach, dass verheiratete Partner Fehler besser vergeben können und ein höheres Mass an Selbstkontrolle besitzen. 

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Dazu legten die Forscher 199 frisch Vermählten verschiedene Aussagen vor, die sie individuell zu gewichten hatten. Zum Beispiel: «Wenn mich mein Partner ungerecht behandelt, vergesse und vergebe ich üblicherweise», oder: «Ich bin gut darin, Versuchungen zu widerstehen.»

Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden die gleichen Ehepartner regelmässig befragt, mit dem Ergebnis, dass die Teilnehmer der Studie am Ende besser in der Lage waren, Fehler des Partners zu vergeben, und auch eine höhere Selbstkontrolle aufwiesen. 

Tila Pronk, eine der Autorinnen der Studie, schreibt dazu: «Eine höhere Selbstkontrolle ist eine wünschenswerte Eigenschaft: Es hilft einem in praktisch allen Bereichen des Lebens, auch in engen Beziehungen.» Ähnliches lasse sich auch für die Fähigkeit zur Vergebung von Fehlern sagen, so Pronk: «Wer besser vergeben kann, tut nicht nur seiner Beziehung Gutes, er fördert auch sein allgemeines individuelle Wohlbefinden.»

>>> Gewächshäuser auf dem Meeresgrund: Hier wachsen Basilikum und Erdbeeren

Ein wahrlich futuristischer Anblick – die Unterwasser-Gewächshäuser in Italien. Bild: facebook/Nemo's Garden

«Ich habe eine Unterwasserstadt entdeckt!» Wer vor der ligurischen Küste in Italien taucht, kann schnell einmal auf diesen Gedanken kommen. Doch die sechs Plexiglaskuppeln, die auf Stelzen auf dem Meeresboden stehen, sind nicht etwa die Häuser eines futuristischen Atlantis. Es sind Gewächshäuser, in denen eine italienische Familie Erdbeeren, Bohnen, Basilikum und Salat anbaut.

Wer nach den Pflanzen sehen will, muss tauchen. Bild: facebook/Nemo's Garden

Will ein Familienmitglied der Gamberini nach ihrem Obst und Gemüse schauen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als in einen Tauchanzug zu steigen und sich eine Sauerstoffflasche an den Rücken zu schnallen. Die Gewächshäuser, die mit Luft gefüllt sind, sind nur mit einem Tauchgang erreichbar.  

Kein Problem für Luca Gamberini und dessen Vater Sergio. Die beiden sind Taucher und besitzen eine Firma für Tauchausrüstung. Zu Gärtnern wurden sie nur durch Zufall. Für eine Marketing-Aktion stellten sie auf dem Meeresgrund eine Plexiglaskuppel auf. Als Witz platzierten sie darin eine Basilikum-Pflanze. Zu ihrem Erstaunen wuchs diese enorm schnell. Die ungewöhnliche Idee war geboren.

Mittlerweile stehen sechs Gewächshäuser auf dem Meeresgrund, die je einen Durchmesser von rund zwei Metern haben. Die Familie ist überzeugt von ihrer doch eher ungewöhnlichen Anbaumethode. So soll der Basilikum nach ihren Angaben bereits nach zwei statt sieben Tagen keimen.

Die Vorteile der Unterwasser-Methode: Im Sommer liegt die Wassertemperatur konstant bei 20 Grad und ist auch in der Nacht keiner starken Kühlung ausgesetzt, da Wasser ein ausgezeichneter Wärmespeicher ist. Zudem gelangen erst gar keine Schädlinge in diese Unterwasserfarm und somit kann man sich Insektizide und Pestizide sparen.

Blick in eine der Unterwasserkuppeln. Bild: facebook/Nemo's Garden

Geernteter Basilikum. Bild: facebook/Nemo's Garden

>>> Firma führt Katertage ein: Wenn du frei willst, musst du dem Chef nur 🎶🍺🤒 schicken

Zu viel getrunken? Im Londoner Unternehmen Dice kein Problem – du darfst frei nehmen. Bild: shutterstock

Wenn du am Vorabend zu lange gefeiert hast und mit einem Riesenbrummschädel aufwachst, hast du in der Regel zwei Möglichkeiten: Du kannst dich durch deinen Arbeitstag quälen oder du kannst lügen und dich bei deinem Chef als «krank» abmelden. 

Viel einfacher beziehungsweise ehrlicher haben es ab sofort die Angestellten der Londoner Firma Dice, die Tickets für Musikveranstaltungen verkauft. Wenn sie künftig am Vorabende über den Durst getrunken haben, können sie sich bei ihrem Chef mit einem SMS abmelden, indem sie ihm einfach die Emoji 🎶, 🍺 und 🤒  schicken.

Phil Hucheon, Gründer der Firma, begründet die Einführung der Katertage wie folgt: «Wir vertrauen einander und wollen, dass Leute ehrlich sind, wenn sie ausgehen und Livemusik erleben.» Ausserdem lasse sich in ihrem Unternehmen die Arbeit sowieso nicht immer von der Freizeit trennen. «Einige der besten Deals in der Industrie kommen nach einem Auftritt zustande.»

Wer jetzt bereits daran denkt, eine Bewerbung aufzusetzen, auf den wartet eine Enttäuschung. Denn auch in der grosszügigen Londoner Firma gibt es keinen Freipass, um sich jeden Abend zu betrinken und dann der nächste Tag im Bett statt im Büro zu verbringen. Maximal vier Katertage kann jeder Mitarbeiter pro Jahr beziehen.

>>> 11-jähriger Australier hat keinen Vater – kurzerhand erfindet er den Brother's-Day

Ein 11-jähriger Australier hat den Vatertag zum Brudertag umbenennt. Bild: Screenshot/reddit

In der Schweiz feierten die Familien bereits am 4. Juni den Vatertag. In Australien war es am vergangenen Wochenende soweit.

Dabei erlebte ein junger Australier eine grosse Überraschung, obwohl es für ihn an diesem Tag normalerweise nichts zu feiern gibt. Denn er und sein elfjähriger Bruder sind vaterlos aufgewachsen, wie er auf dem Portal Reddit schreibt. 

Sein kleiner Bruder machte den sonst gewöhnlichen Tag dennoch zu einem aussergewöhnlichen. Er wandelte den Vatertag kurzerhand in einen Brüdertag um, wie er seinen Bruder in einem Brief schrieb. 

«Hey Bro, ich durfte das für jemanden tun ... Ich wollte es für dich tun, weil du der beste Bruder bist und ich dich so so sehr liebe. Also habe ich mich entschlossen, statt den Vatertag den Brüdertag zu feiern!

Happy Brother's Day Bro! Ich liebe dich!»

11-jähriger Australier im Brief an seinen Bruder

Der Brief des 11-Jährigen an seinen Bruder. Bild: Screenshot/reddit

Der grosse Bruder war so gerührt, dass er den Brief fotografierte, auf Reddit hochlud und somit die ganze Welt an seinem Glück teilhaben liess. Die vielen Reaktionen haben ihn dennoch überrascht. Mehrere hundert Mal wurde sein Bild bereits kommentiert.

>>> Forscher entwickeln Schnelltest für Impfstoff-Wirksamkeit

Die Wissenschaftler forschten eigentlich an einem Impfstoff, der bei Ebola eingesetzt werden könnte. Bild: KEYSTONE

Deutsche Forscher haben einen Test entwickelt, der künftig möglicherweise deutlich schneller Aufschluss über die Wirksamkeit einer Impfung geben kann, als dies bisher möglich ist. Heute müssen Wissenschaftler oft wochenlang warten, um zu erfahren, wie viele Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger nach einer Impfung noch vorhanden sind – was schlecht für die Forschung und besonders für die Gesellschaft ist. 

Die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und des Heinrich-Pette-Instituts erforschten in erster Linie einen Impfstoff, der bei Ebola eingesetzt werden könnte, schreibt die deutsche «Ärztezeitung». Dabei haben sie aber auch den Schnelltest entwickelt. Die Forscher hoffen nun, dass der Test auch bei Impfstoffen zu anderen Erregern eingesetzt werden kann. 

>>> Wahre Helden: In Backstube eingesperrte Männer backen 2 Tonnen Brötchen für Hurrikan-Opfer

Der Hurrikan «Harvey» sorgte in der Stadt Houston im US-Bundesstaat Texas für grosses Chaos und eine Jahrhundertflut. Doch inmitten der Zerstörung hört man immer wieder von Menschen, die Kopf und Kragen riskieren um anderen zu helfen.

So zum Beispiel die Angestellten der mexikanischen «El Bolillo Bakery». Vier der Mitarbeiter mussten zwei Tage wegen zu hohem Wasserpegel in ihrer Backstube ausharren. Anstatt aber ihr Leid zu beklagen, entschieden sie sich, den Opfern des Hurrikans zu helfen. Sie backten rund zwei Tonnen Brötchen, Pan Dulce und weitere mexikanische Spezialitäten. 

Als der Manager der Bäckerei endlich zu seinen Angestellten gelangte, war die Backstube bereits brechend voll mit frischem Gebäck. Die zwei Tonnen Brötchen wurden daraufhin an die zahlreichen Notfallzentren in ganz Houston verteilt. 

Auf Facebook werden die vier Bäcker derzeit als Helden gefeiert. Der Post der Bäckerei wurde bereits über 5000-mal gelikt. Eine Userin schrieb: «Ich zieh den Hut vor Euch! Ihr seid eine echte Inspiration!»

>>> Kate, die kleine Kämpferin: Trotz unheilbarer Krankheit malt sie wunderschöne Bilder

Hat ein unglaublich künstlerisches Talent: Die kleine Kate. bild: screenshot  boredpanda.com

Die 13-jährige Kate aus Russland leidet an Muskeldystrophie, einer schweren Erbkrankheit, die zu Muskelschwund führt. Weil gewisse Gene in ihrem Erbgut mutiert sind, fehlen ihr lebenswichtige Proteine, die für eine gesunde Muskulatur nötig sind. 

Aber das kleine Mädchen ist eine Kämpferin. Als sie erst drei Monate alt war, entdeckten die Ärzte die unheilbare Krankheit. Heute kann Kate weder laufen noch ihre Hände heben. Doch das hindert das kleine Mädchen nicht daran, das zu tun, was sie wirklich gut kann: Malen.

Im Liegen malt sie wunderschöne Landschaften und lässt ihrem kreativen Geist freien Lauf. Sie trotzt ihrer körperlichen Einschränkung und macht allen Menschen Mut, die mit Ähnlichem zu kämpfen haben.  

Video: streamable

>>> Weniger Moskitos und Abfall: Kenia verbannt den Plastiksack

In Kenia gibt es in den Läden seit Montag nur noch Stofftaschen. Bild: AP/AP

Seit Montag sind Plastiksäcke in ganz Kenia verboten. Wer trotzdem Plastiksäcke herstellt, importiert oder benutzt, wird hart bestraft. Bis zu einem Jahr Gefängnis droht denjenigen, die gegen die neue Regelung verstossen, schreibt «The Globe and Mail».

Die meisten Supermärkte seien bereits dazu übergegangen, Stoffsäcke zu verkaufen. So können in Kenia alleine laut dem United Nations Environment Program jährlich 100 Millionen Plastiksäcke gespart werden. Ähnliche Verbote gibt es bereits in Kamerun, Mali, Tanzania und anderen afrikanischen Ländern.

Die neuen Stofftaschen in den kenianischen Supermärkten. Bild: AP/AP

Grund für das Verbot sind die Abfallberge, die sich in den Vorstädten und Slums von Nairobi und anderen Städten stapeln. Zusätzlich dienen die weggeworfenen Säcke Moskitos als Brutplätze. Mit dem Verbot wird also auch verschiedenen Krankheiten wie Malaria und dem Dengue-Fieber entgegengewirkt. 

Nicht alle sind vom Verbot begeistert. Aktivist Boniface Mwangi kritisiert, dass die Strafen zu hoch seien. Die höchste Geldstrafe beträgt 38'000 Dollar. «Wenn du also reich bist, kannst du mit allem davon kommen. Wenn du arm bist, solltest du ab dem 28. August keine Plastiksäcke mehr benutzen, weil du sonst ins Gefängnis gehst», so Mwangi auf Facebook.

In den Slums würden Plastiksäcke oft als Verpackung, als Kleider und als mobile Toiletten benutzt. Ein Verbot betrifft also besonders die armen Bevölkerungsschichten, weil sie die Beamten nicht bestechen können. 

>>> Ein Safthersteller entsorgte Orangenschalen im Nationalpark  – jetzt blüht's im Dschungel

Wasserfall in der «Área de Conservación Guanacaste» in Costa Rica. Bild: EPA/EFE

Den unkonventionellen Vorschlag machten die beiden Umweltwissenschafter Daniel Janzen und Winnie Hallwachs 1997: Sie boten dem Safthersteller Del Oro an, Orangenschalen auf einer kahl gerodeten Fläche im Gebiet des ans Firmengelände angrenzenden Nationalparks «Área de Conservación Guanacaste» in Costa Rica zu entsorgen. Im Gegenzug sollte Del Oro einen bewaldeten Teil seiner Anbaufläche an den Nationalpark abtreten.

Janzen und Hallwachs waren als Spezialisten für die Erhaltung gefährdeter tropischer Ökosysteme als Berater des Parks tätig. Sie waren überzeugt davon, dass die Orangenschalen eine positive Auswirkung auf die Artenvielfalt habe.

Del Oro willigte in den Deal ein. In der Folge kippten tausende Lastwagen der Firma 12'000 Tonnen Orangenschalen in den Nationalpark – ohne das der Konzern Gebühren zahlen musste.

Sorgten für 176 Prozent grössere Biomasse: Orangenschalen. Bild: Princeton University

Diese Regelung missfiel TicoFruit, einem Konkurrenten von Del Oro. Er klagte wegen «Verunreinigung eines Nationalparks» und bekam Recht. Der oberste Gerichtshof von Costa Rica untersagte Del Oro, weiter Orangenschalen im Nationalpark zu entsorgen.

Das eingestellte Versuchsprojekt geriet in Vergessenheit – bis sich der Biologiestudent Timothy Treuer von der Universität Princeton 2013 Gedanken über mögliche Forschungsprojekte in Costa Rica machte. Im Gespräch mit Daniel Janzen erfuhr er vom 16 Jahre alten Orangenschalen-Experiment, das immer noch einer Auswertung harrte.

Treuer und sein Kollege Jonathan Choi reisten nach Costa Rica und untersuchten die Fläche. Sie nahmen Bodenproben und vermassen die Vegetation auf der mit Orangen gedüngten Fläche. Diese verglichen sie mit einem Gebiet in unmittelbarer Nachbarschaft, wo keine Orangenschalen entsorgt worden waren. Zusätzlich verglichen sie ihre Ergebnisse mit Daten, welche eine Biologin im Jahr 2000 erhoben, aber nie ausgewertet hatte.

Vergleich: Rechts mit Orangenschalendünger, links ohne.

Das Ergebnis war beeindruckend: «Während ich auf der nicht gedüngten Fläche über unbewachsene Steinflächen gehen konnte, musste ich mir auf der Orangenschalen-Fläche mit einem Messer einen Weg durchs Dickicht schlagen», berichtete Treuer gegenüber Princeton University News.

In Zahlen ausgedrückt: Auf dem drei Hektaren grossen Untersuchungsgebiet stellten die Forscher über dem Erdboden eine um 176 Prozent grössere Biomasse fest als im Vergleichsgebiet. Ausserdem ist der Boden nährstoffreicher, das Baumkronendach ist dichter und es gibt es eine grössere Biodiversität bei den Baumarten.

Es handle sich nicht nur um eine Win-Win-Situation zwischen Safthersteller Del Oro und dem Nationalpark: «Es ist ein Gewinn für jedermann», so Treuer. 

>>> Das Vertrauen der Europäer in die EU ist auf dem Höchststand

Von einer stabilen EU profitiert auch die Schweiz. Bild: KEYSTONE

Die letzten Jahre waren für die Europäische Union keine einfachen. Nach der Eurokrise drohte der Bankrott mehrerer Mitgliedsstaaten, die Flüchtlingskrise belastete das Verhältnis zwischen Nord- und Südstaaten und mit dem Brexit vor einem Jahr kehrte ein wichtiger Verhandlungspartner der EU den Rücken zu.

Nichtsdestotrotz hat das Vertrauen der europäischen Bürger in die EU nicht unter den schwierigen Umständen gelitten. Im Gegenteil. Wie die neue Eurobarometer-Studie zeigt, ist das Vertrauen in die EU derzeit sogar auf dem Höchststand. 

Laut der Studie vertrauen 42 Prozent der befragten Europäer der EU. Noch vor einem Jahr lag dieser Wert bei 36 Prozent. Im Durchschnitt sehen über die Hälfte der Befragten ihrer Zukunft positiv entgegen. Die optimistischsten Europäer leben wohl in Irland. Dort gaben 77 Prozent an, ihre Zukunft positiv zu sehen. 

Drei Viertel der Europäer bekennen sich auch zur Gemeinschaftswährung, so viele wie seit 2004 nicht mehr. Und auch bezüglich der Wirtschaft äussern sich mehr Befragte positiver als noch vor einem Jahr. Diese Antworten korrelieren mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU.

>>> Costa Rica will als weltweit erstes Land Einwegplastik verbieten

Einwegplastik soll aus dem Leben der Costa Ricaner verschwinden.  Bild: KEYSTONE

Einwegplastik ist überall. Ob der Teller an einem Kindergeburtstag, der Cüplibecher beim Anstossen mit Prosecco oder die Gabel beim Grillieren im Park: All das wird nach dem einmaligen Gebrauch in den Müll geschmissen.

Kaum ein anderes Produkt ist so unnachhaltig wie Einwegplastik. Es wird nur kurz gebraucht, kann dann aber hunderte Jahre in der Umwelt liegen, ohne dass es zersetzt. Es schädigt Natur und Tiere und verschmutzt das Meer. 

Costa Rica will damit nun Schluss machen. Bis 2021 will es Einwegplastik ein für alle mal verbieten. Das heisst: Weg mit Plastiktüten, mit Einwegflaschen oder mit Coffee-to-go-Deckeln. 

Damit folgt das Land der indischen Stadt Neu Dehli, die seit Anfang diesem Jahr ebenfalls Einwegplastik verbietet. Im restlichen Indien ist das Verbrauchsmaterial aber nach wie vor erhältlich. 

In Costa Rica wird jeden Tag 4000 Tonnen Müll produziert, davon landen zwanzig Prozent nicht auf der Müllkippe, sondern in Seen, Flüssen und an Stränden. Dass nun Einwegplastik verboten werden soll, ist eine Initiative der Regierung, die von einem Entwicklungsprogramm der UNO unterstützt wird. 

Costa Ricas Plan ist, innerhalb der nächsten vier Jahre mit einer nationalen Strategie sämtlichen Einwegplastik aus allen Haushalten zu verbannen. Verwendet werden sollen künftig nur noch Materialien, die sich innerhalb von sechs Monaten biologisch abbauen. 

>>> Von 25 auf 40 Prozent in 8 Jahren: Immer mehr Russen leben alkoholfrei

Immer weniger Russen greifen zur Flasche, besagt eine Studie.  Bild: AP/AP

Vodka gehört zu Russland wie Schokolade zur Schweiz. Doch die Vorliebe der Russen für hochprozentigen Schnaps sinkt stetig, wie eine aktuelle Studie zeigt. 

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM leben 2017 beinahe 40 Prozent aller Russen ohne Alkohol. Im Vergleich zu 2009 eine deutliche Steigerung: Damals waren es lediglich 25 Prozent. Weitere 16 Prozent der Befragten gaben an, zwei- bis dreimal im Monat Alkohol zu konsumieren, 25 Prozent sagten aus, weniger als einmal pro Monat zu trinken.

Der sinkende Alkoholkonsum hat einen direkten Einfluss auf die Lebenserwartung im Land. Bereits im vergangenen Jahr berichtete Russlands Gesundheitsministerin Weronika Skwortsowa, die Lebenserwartung im Land sei auf knapp über 71,2 Jahre gestiegen. Als Grund nannte sie unter anderem gesunde Veränderungen des Lebensstils und ein geringer Alkoholkonsum. 

>>> Fledermaus als Vorbild: Ultraschall-Armband warnt Blinde vor Hindernissen

Das Sunu Band nutzt Ultraschall. Bild: sunu

Für Sehbehinderte gibt es auf unseren Strassen eine ganze Reihe an schwer zu erkennenden Hindernissen. Betroffene bewegen sich deshalb oft mit einem Blindenstock, was umständlich sein kann. Dies soll sich nun ändern: Ein US-Start-up hat ein smartes Armband entwickelt, das Menschen mit Sehbehinderung erlauben soll, sich auch in herausfordernden Umgebungen sicher fortzubewegen. Dafür nutzt das «Sunu Band» eine Technik, wie sie auch Fledermäuse bei der Flugkoordination und beim Aufspüren der Beute gebrauchen: Ultraschall.

Mithilfe von hochfrequenten Ultraschall-Wellen werden sämtliche Gegenstände auf dem Weg erkannt und der Träger per Vibration so gewarnt, dass er noch rechtzeitig ausweichen kann. Je nach Entfernung zum Objekt vibriert das Armband dann stärker oder schwächer.

In den USA soll das Sunu Band bereits ab Ende August für 299 Dollar erhältlich sein. Der Bedarf an einem solchen Wearable dürfte auch hierzulande vorhanden sein: Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband zählt rund 325'000 Betroffene. 

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