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Zu viel getrunken? Im Londoner Unternehmen Dice kein Problem – du darfst frei nehmen. Bild: shutterstock

Firma fĂŒhrt Katertage ein: Wenn du frei willst, musst du dem Chef nur đŸŽ¶đŸșđŸ€’ schicken

06.09.17, 09:26 06.09.17, 10:26

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Team watson
Team watson

Wenn du am Vorabend zu lange gefeiert hast und mit einem RiesenbrummschĂ€del aufwachst, hast du in der Regel zwei Möglichkeiten: Du kannst dich durch deinen Arbeitstag quĂ€len oder du kannst lĂŒgen und dich bei deinem Chef als «krank» abmelden. 

Viel einfacher beziehungsweise ehrlicher haben es ab sofort die Angestellten der Londoner Firma Dice, die Tickets fĂŒr Musikveranstaltungen verkauft. Wenn sie kĂŒnftig am Vorabend ĂŒber den Durst getrunken haben, können sie sich bei ihrem Chef mit einem SMS abmelden, indem sie ihm einfach die Emoji đŸŽ¶, đŸș und đŸ€’ schicken.

Phil Hucheon, GrĂŒnder der Firma, begrĂŒndet die EinfĂŒhrung der Katertage wie folgt: Â«Wir vertrauen einander und wollen, dass Leute ehrlich sind, wenn sie ausgehen und Livemusik erleben.» Ausserdem lasse sich in ihrem Unternehmen die Arbeit sowieso nicht immer von der Freizeit trennen. Â«Einige der besten Deals in der Industrie kommen nach einem Auftritt zustande.»

Wer jetzt bereits daran denkt, eine Bewerbung aufzusetzen, auf den wartet eine EnttĂ€uschung. Denn auch in der grosszĂŒgigen Londoner Firma gibt es keinen Freipass, um sich jeden Abend zu betrinken und dann den nĂ€chsten Tag im Bett statt im BĂŒro zu verbringen. Maximal vier Katertage kann jeder Mitarbeiter pro Jahr beziehen.

>>> 11-jĂ€hriger Australier hat keinen Vater – kurzerhand erfindet er den Brother's-Day

Ein 11-jÀhriger Australier hat den Vatertag zum Brudertag umbenennt. Bild: Screenshot/reddit

In der Schweiz feierten die Familien bereits am 4. Juni den Vatertag. In Australien war es am vergangenen Wochenende soweit.

Dabei erlebte ein junger Australier eine grosse Überraschung, obwohl es fĂŒr ihn an diesem Tag normalerweise nichts zu feiern gibt. Denn er und sein elfjĂ€hriger Bruder sind vaterlos aufgewachsen, wie er auf dem Portal Reddit schreibt. 

Sein kleiner Bruder machte den sonst gewöhnlichen Tag dennoch zu einem aussergewöhnlichen. Er wandelte den Vatertag kurzerhand in einen BrĂŒdertag um, wie er seinen Bruder in einem Brief schrieb. 

«Hey Bro, ich durfte das fĂŒr jemanden tun ... Ich wollte es fĂŒr dich tun, weil du der beste Bruder bist und ich dich so so sehr liebe. Also habe ich mich entschlossen, statt den Vatertag den BrĂŒdertag zu feiern!

Happy Brother's Day Bro! Ich liebe dich!»

11-jÀhriger Australier im Brief an seinen Bruder

Der Brief des 11-JĂ€hrigen an seinen Bruder. Bild: Screenshot/reddit

Der grosse Bruder war so gerĂŒhrt, dass er den Brief fotografierte, auf Reddit hochlud und somit die ganze Welt an seinem GlĂŒck teilhaben liess. Die vielen Reaktionen haben ihn dennoch ĂŒberrascht. Mehrere hundert Mal wurde sein Bild bereits kommentiert.

>>> Forscher entwickeln Schnelltest fĂŒr Impfstoff-Wirksamkeit

Die Wissenschaftler forschten eigentlich an einem Impfstoff, der bei Ebola eingesetzt werden könnte. Bild: KEYSTONE

Deutsche Forscher haben einen Test entwickelt, der kĂŒnftig möglicherweise deutlich schneller Aufschluss ĂŒber die Wirksamkeit einer Impfung geben kann, als dies bisher möglich ist. Heute mĂŒssen Wissenschaftler oft wochenlang warten, um zu erfahren, wie viele Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger nach einer Impfung noch vorhanden sind – was schlecht fĂŒr die Forschung und besonders fĂŒr die Gesellschaft ist. 

Die Wissenschaftler des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf und des Heinrich-Pette-Instituts erforschten in erster Linie einen Impfstoff, der bei Ebola eingesetzt werden könnte, schreibt die deutsche «Ärztezeitung». Dabei haben sie aber auch den Schnelltest entwickelt. Die Forscher hoffen nun, dass der Test auch bei Impfstoffen zu anderen Erregern eingesetzt werden kann. 

>>> Wahre Helden: In Backstube eingesperrte MĂ€nner backen 2 Tonnen Brötchen fĂŒr Hurrikan-Opfer

Der Hurrikan «Harvey» sorgte in der Stadt Houston im US-Bundesstaat Texas fĂŒr grosses Chaos und eine Jahrhundertflut. Doch inmitten der Zerstörung hört man immer wieder von Menschen, die Kopf und Kragen riskieren um anderen zu helfen.

So zum Beispiel die Angestellten der mexikanischen «El Bolillo Bakery». Vier der Mitarbeiter mussten zwei Tage wegen zu hohem Wasserpegel in ihrer Backstube ausharren. Anstatt aber ihr Leid zu beklagen, entschieden sie sich, den Opfern des Hurrikans zu helfen. Sie backten rund zwei Tonnen Brötchen, Pan Dulce und weitere mexikanische SpezialitĂ€ten. 

Als der Manager der BĂ€ckerei endlich zu seinen Angestellten gelangte, war die Backstube bereits brechend voll mit frischem GebĂ€ck. Die zwei Tonnen Brötchen wurden daraufhin an die zahlreichen Notfallzentren in ganz Houston verteilt. 

Auf Facebook werden die vier BĂ€cker derzeit als Helden gefeiert. Der Post der BĂ€ckerei wurde bereits ĂŒber 5000-mal gelikt. Eine Userin schrieb: «Ich zieh den Hut vor Euch! Ihr seid eine echte Inspiration!»

>>> Kate, die kleine KÀmpferin: Trotz unheilbarer Krankheit malt sie wunderschöne Bilder

Hat ein unglaublich kĂŒnstlerisches Talent: Die kleine Kate. bild: screenshot  boredpanda.com

Die 13-jĂ€hrige Kate aus Russland leidet an Muskeldystrophie, einer schweren Erbkrankheit, die zu Muskelschwund fĂŒhrt. Weil gewisse Gene in ihrem Erbgut mutiert sind, fehlen ihr lebenswichtige Proteine, die fĂŒr eine gesunde Muskulatur nötig sind. 

Aber das kleine MĂ€dchen ist eine KĂ€mpferin. Als sie erst drei Monate alt war, entdeckten die Ärzte die unheilbare Krankheit. Heute kann Kate weder laufen noch ihre HĂ€nde heben. Doch das hindert das kleine MĂ€dchen nicht daran, das zu tun, was sie wirklich gut kann: Malen.

Im Liegen malt sie wunderschöne Landschaften und lĂ€sst ihrem kreativen Geist freien Lauf. Sie trotzt ihrer körperlichen EinschrĂ€nkung und macht allen Menschen Mut, die mit Ähnlichem zu kĂ€mpfen haben.  

Video: streamable

>>> Weniger Moskitos und Abfall: Kenia verbannt den Plastiksack

In Kenia gibt es in den LĂ€den seit Montag nur noch Stofftaschen. Bild: AP/AP

Seit Montag sind PlastiksÀcke in ganz Kenia verboten. Wer trotzdem PlastiksÀcke herstellt, importiert oder benutzt, wird hart bestraft. Bis zu einem Jahr GefÀngnis droht denjenigen, die gegen die neue Regelung verstossen, schreibt «The Globe and Mail».

Die meisten SupermĂ€rkte seien bereits dazu ĂŒbergegangen, StoffsĂ€cke zu verkaufen. So können in Kenia alleine laut dem United Nations Environment Program jĂ€hrlich 100 Millionen PlastiksĂ€cke gespart werden. Ähnliche Verbote gibt es bereits in Kamerun, Mali, Tanzania und anderen afrikanischen LĂ€ndern.

Die neuen Stofftaschen in den kenianischen SupermÀrkten. Bild: AP/AP

Grund fĂŒr das Verbot sind die Abfallberge, die sich in den VorstĂ€dten und Slums von Nairobi und anderen StĂ€dten stapeln. ZusĂ€tzlich dienen die weggeworfenen SĂ€cke Moskitos als BrutplĂ€tze. Mit dem Verbot wird also auch verschiedenen Krankheiten wie Malaria und dem Dengue-Fieber entgegengewirkt. 

Nicht alle sind vom Verbot begeistert. Aktivist Boniface Mwangi kritisiert, dass die Strafen zu hoch seien. Die höchste Geldstrafe betrÀgt 38'000 Dollar. «Wenn du also reich bist, kannst du mit allem davon kommen. Wenn du arm bist, solltest du ab dem 28. August keine PlastiksÀcke mehr benutzen, weil du sonst ins GefÀngnis gehst», so Mwangi auf Facebook.

In den Slums wĂŒrden PlastiksĂ€cke oft als Verpackung, als Kleider und als mobile Toiletten benutzt. Ein Verbot betrifft also besonders die armen Bevölkerungsschichten, weil sie die Beamten nicht bestechen können. 

>>> Ein Safthersteller entsorgte Orangenschalen im Nationalpark  â€“ jetzt blĂŒht's im Dschungel

Wasserfall in der «Área de Conservación Guanacaste» in Costa Rica. Bild: EPA/EFE

Den unkonventionellen Vorschlag machten die beiden Umweltwissenschafter Daniel Janzen und Winnie Hallwachs 1997: Sie boten dem Safthersteller Del Oro an, Orangenschalen auf einer kahl gerodeten FlÀche im Gebiet des ans FirmengelÀnde angrenzenden Nationalparks «Área de Conservación Guanacaste» in Costa Rica zu entsorgen. Im Gegenzug sollte Del Oro einen bewaldeten Teil seiner AnbauflÀche an den Nationalpark abtreten.

Janzen und Hallwachs waren als Spezialisten fĂŒr die Erhaltung gefĂ€hrdeter tropischer Ökosysteme als Berater des Parks tĂ€tig. Sie waren ĂŒberzeugt davon, dass die Orangenschalen eine positive Auswirkung auf die Artenvielfalt habe.

Del Oro willigte in den Deal ein. In der Folge kippten tausende Lastwagen der Firma 12'000 Tonnen Orangenschalen in den Nationalpark – ohne das der Konzern GebĂŒhren zahlen musste.

Sorgten fĂŒr 176 Prozent grössere Biomasse: Orangenschalen. Bild: Princeton University

Diese Regelung missfiel TicoFruit, einem Konkurrenten von Del Oro. Er klagte wegen «Verunreinigung eines Nationalparks» und bekam Recht. Der oberste Gerichtshof von Costa Rica untersagte Del Oro, weiter Orangenschalen im Nationalpark zu entsorgen.

Das eingestellte Versuchsprojekt geriet in Vergessenheit – bis sich der Biologiestudent Timothy Treuer von der UniversitĂ€t Princeton 2013 Gedanken ĂŒber mögliche Forschungsprojekte in Costa Rica machte. Im GesprĂ€ch mit Daniel Janzen erfuhr er vom 16 Jahre alten Orangenschalen-Experiment, das immer noch einer Auswertung harrte.

Treuer und sein Kollege Jonathan Choi reisten nach Costa Rica und untersuchten die FlĂ€che. Sie nahmen Bodenproben und vermassen die Vegetation auf der mit Orangen gedĂŒngten FlĂ€che. Diese verglichen sie mit einem Gebiet in unmittelbarer Nachbarschaft, wo keine Orangenschalen entsorgt worden waren. ZusĂ€tzlich verglichen sie ihre Ergebnisse mit Daten, welche eine Biologin im Jahr 2000 erhoben, aber nie ausgewertet hatte.

Vergleich: Rechts mit OrangenschalendĂŒnger, links ohne.

Das Ergebnis war beeindruckend: «WĂ€hrend ich auf der nicht gedĂŒngten FlĂ€che ĂŒber unbewachsene SteinflĂ€chen gehen konnte, musste ich mir auf der Orangenschalen-FlĂ€che mit einem Messer einen Weg durchs Dickicht schlagen», berichtete Treuer gegenĂŒber Princeton University News.

In Zahlen ausgedrĂŒckt: Auf dem drei Hektaren grossen Untersuchungsgebiet stellten die Forscher ĂŒber dem Erdboden eine um 176 Prozent grössere Biomasse fest als im Vergleichsgebiet. Ausserdem ist der Boden nĂ€hrstoffreicher, das Baumkronendach ist dichter und es gibt es eine grössere BiodiversitĂ€t bei den Baumarten.

Es handle sich nicht nur um eine Win-Win-Situation zwischen Safthersteller Del Oro und dem Nationalpark: «Es ist ein Gewinn fĂŒr jedermann», so Treuer. 

>>> Das Vertrauen der EuropÀer in die EU ist auf dem Höchststand

Von einer stabilen EU profitiert auch die Schweiz. Bild: KEYSTONE

Die letzten Jahre waren fĂŒr die EuropĂ€ische Union keine einfachen. Nach der Eurokrise drohte der Bankrott mehrerer Mitgliedsstaaten, die FlĂŒchtlingskrise belastete das VerhĂ€ltnis zwischen Nord- und SĂŒdstaaten und mit dem Brexit vor einem Jahr kehrte ein wichtiger Verhandlungspartner der EU den RĂŒcken zu.

Nichtsdestotrotz hat das Vertrauen der europĂ€ischen BĂŒrger in die EU nicht unter den schwierigen UmstĂ€nden gelitten. Im Gegenteil. Wie die neue Eurobarometer-Studie zeigt, ist das Vertrauen in die EU derzeit sogar auf dem Höchststand. 

Laut der Studie vertrauen 42 Prozent der befragten EuropĂ€er der EU. Noch vor einem Jahr lag dieser Wert bei 36 Prozent. Im Durchschnitt sehen ĂŒber die HĂ€lfte der Befragten ihrer Zukunft positiv entgegen. Die optimistischsten EuropĂ€er leben wohl in Irland. Dort gaben 77 Prozent an, ihre Zukunft positiv zu sehen. 

Drei Viertel der EuropĂ€er bekennen sich auch zur GemeinschaftswĂ€hrung, so viele wie seit 2004 nicht mehr. Und auch bezĂŒglich der Wirtschaft Ă€ussern sich mehr Befragte positiver als noch vor einem Jahr. Diese Antworten korrelieren mit einem RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit in der EU.

>>> Costa Rica will als weltweit erstes Land Einwegplastik verbieten

Einwegplastik soll aus dem Leben der Costa Ricaner verschwinden.  Bild: KEYSTONE

Einwegplastik ist ĂŒberall. Ob der Teller an einem Kindergeburtstag, der CĂŒplibecher beim Anstossen mit Prosecco oder die Gabel beim Grillieren im Park: All das wird nach dem einmaligen Gebrauch in den MĂŒll geschmissen.

Kaum ein anderes Produkt ist so unnachhaltig wie Einwegplastik. Es wird nur kurz gebraucht, kann dann aber hunderte Jahre in der Umwelt liegen, ohne dass es zersetzt. Es schĂ€digt Natur und Tiere und verschmutzt das Meer. 

Costa Rica will damit nun Schluss machen. Bis 2021 will es Einwegplastik ein fĂŒr alle mal verbieten. Das heisst: Weg mit PlastiktĂŒten, mit Einwegflaschen oder mit Coffee-to-go-Deckeln. 

Damit folgt das Land der indischen Stadt Neu Dehli, die seit Anfang diesem Jahr ebenfalls Einwegplastik verbietet. Im restlichen Indien ist das Verbrauchsmaterial aber nach wie vor erhĂ€ltlich. 

In Costa Rica wird jeden Tag 4000 Tonnen MĂŒll produziert, davon landen zwanzig Prozent nicht auf der MĂŒllkippe, sondern in Seen, FlĂŒssen und an StrĂ€nden. Dass nun Einwegplastik verboten werden soll, ist eine Initiative der Regierung, die von einem Entwicklungsprogramm der UNO unterstĂŒtzt wird. 

Costa Ricas Plan ist, innerhalb der nĂ€chsten vier Jahre mit einer nationalen Strategie sĂ€mtlichen Einwegplastik aus allen Haushalten zu verbannen. Verwendet werden sollen kĂŒnftig nur noch Materialien, die sich innerhalb von sechs Monaten biologisch abbauen. 

>>> Von 25 auf 40 Prozent in 8 Jahren: Immer mehr Russen leben alkoholfrei

Immer weniger Russen greifen zur Flasche, besagt eine Studie.  Bild: AP/AP

Vodka gehört zu Russland wie Schokolade zur Schweiz. Doch die Vorliebe der Russen fĂŒr hochprozentigen Schnaps sinkt stetig, wie eine aktuelle Studie zeigt. 

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM leben 2017 beinahe 40 Prozent aller Russen ohne Alkohol. Im Vergleich zu 2009 eine deutliche Steigerung: Damals waren es lediglich 25 Prozent. Weitere 16 Prozent der Befragten gaben an, zwei- bis dreimal im Monat Alkohol zu konsumieren, 25 Prozent sagten aus, weniger als einmal pro Monat zu trinken.

Der sinkende Alkoholkonsum hat einen direkten Einfluss auf die Lebenserwartung im Land. Bereits im vergangenen Jahr berichtete Russlands Gesundheitsministerin Weronika Skwortsowa, die Lebenserwartung im Land sei auf knapp ĂŒber 71,2 Jahre gestiegen. Als Grund nannte sie unter anderem gesunde VerĂ€nderungen des Lebensstils und ein geringer Alkoholkonsum. 

>>> Fledermaus als Vorbild: Ultraschall-Armband warnt Blinde vor Hindernissen

Das Sunu Band nutzt Ultraschall. Bild: sunu

FĂŒr Sehbehinderte gibt es auf unseren Strassen eine ganze Reihe an schwer zu erkennenden Hindernissen. Betroffene bewegen sich deshalb oft mit einem Blindenstock, was umstĂ€ndlich sein kann. Dies soll sich nun Ă€ndern: Ein US-Start-up hat ein smartes Armband entwickelt, das Menschen mit Sehbehinderung erlauben soll, sich auch in herausfordernden Umgebungen sicher fortzubewegen. DafĂŒr nutzt das «Sunu Band» eine Technik, wie sie auch FledermĂ€use bei der Flugkoordination und beim AufspĂŒren der Beute gebrauchen: Ultraschall.

Mithilfe von hochfrequenten Ultraschall-Wellen werden sÀmtliche GegenstÀnde auf dem Weg erkannt und der TrÀger per Vibration so gewarnt, dass er noch rechtzeitig ausweichen kann. Je nach Entfernung zum Objekt vibriert das Armband dann stÀrker oder schwÀcher.

In den USA soll das Sunu Band bereits ab Ende August fĂŒr 299 Dollar erhĂ€ltlich sein. Der Bedarf an einem solchen Wearable dĂŒrfte auch hierzulande vorhanden sein: Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband zĂ€hlt rund 325'000 Betroffene. 

>>> Die Energiewende kostet nur? Dann schau dir mal die Bilanz der USA an!

Die USA sollen bisher von der Energiewende profitiert haben. Nun haben US-Forscher erstmals Zahlen dazu errechnet. Der wirtschaftliche Vorteil, den die USA durch erneuerbare Energien erhielten, wird im Artikel in «Nature Energy» auf 30 bis 113 Milliarden Dollar beziffert. 

Windkraftwerke in den Rocky Mountains. Bild: AP/The Casper Star-Tribune

Diese Zahlen gingen darauf zurĂŒck, dass durch die verbesserte LuftqualitĂ€t das Gesundheitssystem weniger stark belastet wurde. 3000 bis 12'700 Menschenleben sollen in den USA durch das Umdenken in der Energiepolitik gerettet worden sein, weil weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Daher litten weniger Menschen unter Atemwegserkrankungen. 

Es sei schwierig, TodesfĂ€lle direkt auf Luftverschmutzung zurĂŒckzufĂŒhren, da diese erst ĂŒber lĂ€ngere Zeit schĂ€dlich ist. Jedoch geht die WHO davon aus, dass jedes Jahr sieben Millionen TodesfĂ€lle auf schlechte LuftqualitĂ€t zurĂŒckzufĂŒhren seien. 

Atemwegserkrankungen sind eine kostspielige Sache fĂŒr das Gesundheitssystem. Bild: ASSOCIATED PRESS/AP

Regionale Unterschiede

Laut den Forschern gebe es in den USA aber starke regionale Unterschiede. So stĂŒnden viele Windkraftwerke im Inland, Solarenergie hingegen werde fast ausschliesslich in Kalifornien gewonnen.

So wĂŒrden sich die Kohle- und Gaskraftwerke ebenfalls auf einige Regionen beschrĂ€nken. Dort sei dann auch die LuftqualitĂ€t sehr viel schlechter.

Unter Donald Trump droht jedoch die RĂŒckkehr zu fossilen EnergietrĂ€gern wie Kohle und Öl. Der US-PrĂ€sident hatte im Juni den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekĂŒndigt. Grund fĂŒr den Ausstieg sei, dass der USA damit unfaire Wirtschaftsschranken gesetzt wĂŒrden.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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