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Trumps Verharmlosung des Hasses – im Wortlaut

Es war ein haarsträubender Auftritt Donald Trumps – mal wieder: 23 Minuten lang verteidigte er die rechtsextreme Horde von Charlottesville. Marc Pitzke, Korrespondent von Spiegel Online kommentiert die Pressekonferenz des US-Präsidenten.

16.08.17, 08:58

Marc Pitzke, New York

Ein Artikel von

Donald Trump: «Hallo zusammen. Toll, wieder in New York zu sein mit all unseren Freunden und ein paar tollen Freunden draussen vor der Tür, das muss ich sagen.»

Draussen vor der Tür des Trump Towers demonstrierten gerade Tausende New Yorker gegen Trump und seine Relativierung rechtsextremer Gewalt.

Abgang Trump – nach seiner Pressekonferenz im Trump Tower Bild: AP/AP

Reporter: «Warum treten die Vorstandschefs aus Ihrem Wirtschaftsrat aus?»

Aus Protest gegen Trumps Äusserungen nach Charlottesville haben mindestens sieben Konzern- und Verbandschefs - darunter Brian Krzanich (Intel) und Ken Frazier (Merck) - seinen informellen Wirtschaftsrat verlassen.

Trump: «Weil sie ihre Arbeit nicht ernst nehmen, was dieses Land angeht. Wir wollen Jobs, Produktion in diesem Land. … Ich muss Ihnen sagen, einige der Kerle, die austreten werden, sie treten aus Scham aus, weil sie ihre Produkte draussen machten, und ich habe sie zurechtgewiesen.»

Mit Outsourcing haben die Rücktritte nichts zu tun: Intel kündigte erst im Februar den Bau einer Sieben-Milliarden-Dollar-Fabrik in Arizona an. Nach der Pressekonferenz erklärte auch Richard Trumka, der Präsident des grössten US-Gewerkschaftsverbands: «Ich kann nicht länger für einen Präsidenten in einem Rat sitzen, der Fanatismus und heimischen Terrorismus toleriert.»

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Reporter: «Warum haben Sie so lange gewartet, um Neonazis zu verurteilen?»

Trumps erstes Twitter-Statement zu Charlottesville kam am Samstagmittag, Stunden nach den ersten Ausschreitungen, gefolgt von einem kurzen TV-Auftritt, bei dem er die «Gewalt auf vielen Seiten» verurteilte. Erst am Montag folgten etwas deutlichere, vom Teleprompter abgelesene Worte, die er nun aber wiederum vollends annullierte.

Was Trump sagt – und wie es in Charlottesville aussah

Trump: «Ich habe nicht lange gewartet. Ich habe nicht lange gewartet. Ich wollte sichergehen, anders als die meisten Politiker, dass das, was ich sagte, korrekt war, kein schnelles Statement machen. Das Statement, das ich am Samstag machte, war ein feines Statement.… Das Statement war exzellent.»

Die Einzigen, die die Äusserungen am Samstag lobten, waren Rechtsextreme. Die Behauptung Trumps, er habe erst Fakten sammeln wollen, ist lächerlich. Die Lage war glasklar: Bewaffnete rechtsextreme Horden marschierten mit Neonazi- und Hakenkreuz-Flaggen durch Charlottesville und stiessen auf Gegendemonstranten.

Trump: «Die junge Frau, von der ich höre, dass sie eine fantastische junge Frau war, und es lief auf NBC, ihre Mutter schrieb mir und sagte die schönsten Sachen, ich glaube über Twitter, die sozialen Medien, und ich weiss das sehr zu schätzen. Ich höre, sie war eine schöne, eine unglaubliche junge Frau, aber ihre Mutter dankte mir auf Twitter für das, was ich gesagt habe. Also wirklich, wenn die Presse nicht fake wäre und ehrlich wäre, die Presse hätte gesagt, dass das, was ich gesagt habe, sehr nett war.»

Heather Heyer wurde bei den Ausschreitungen in Charlottesville von einem mutmasslichen rechtsextremen Attentäter überfahren und getötet. Ihre Mutter Susan Bro dankte Trump in der Tat – allerdings erst nach seiner inzwischen redundanten Klarstellung vom Montag.

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Reporter: «Senator McCain hat gesagt, dass die ‹Alt Right›-Bewegung hinter diesen Attacken steckt, und er hat dieselbe Gruppe mit denen verbunden, die hinter der Attacke in Charlottesville steckten.»

Trump: «Okay, was ist mit der ‹Alt Left›, die angriff – Moment mal! – was ist mit der ‹Alt Left›, die die ‹Alt Right›, wie Sie sie nennen, angriff? Zeigen die so was wie Schuldgefühle? Lassen Sie mich Sie das fragen: Was ist mit der Tatsache, dass sie mit Schlagstöcken in der Hand angriffen, dass sie Schlagstöcken schwangen? Haben die ein Problem? Ich finde, das haben sie.»

Die «Alt Left» gibt es nicht. Es ist ein Kunstwort, das Trump erfunden hat und hier erstmals nutzt. Ein entsprechender, allererster Wikipedia-Eintrag stammt von Dienstagabend und nennt als einzige Quelle Trumps Pressekonferenz. Und: Die mit den Schlagstöcken waren in erster Linie die Rechtsextremen, die damit zum Teil absichtlich auf die Gegendemonstranten losgingen.

«Auch sehr anständige Leute, auf beiden Seiten.»» Bild: AP/AP

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Reporter: «Sir, Sie stellen diese Gegendemonstranten doch nicht etwa auf die gleiche Ebene wie Neonazis? Ist die ‹Alt Left› so schlimm wie die Rassisten?»

Erfolg für Trump: Die Reporter greifen seinen Kunstbegriff «Alt Left» prompt auf, als sei der gängig.

Trump: «Ich will Ihnen mal was sagen. Ich habe mir die sehr genau angeguckt – viel besser, als ihr Leute die angeguckt habt. Und es gab – es gab eine Gruppe auf der einen Seite, die schlecht war, und es gab eine Gruppe auf der anderen Seite, die auch sehr gewalttätig war. Und das will keiner sagen, aber ich sage es jetzt. Es gab eine Gruppe – es gab eine Gruppe auf der anderen Seite, die angegriffen hat, ohne eine Genehmigung, und die waren sehr, sehr gewalttätig.»

Das ist eine Lüge, verbreitet von rechtsextremen Gruppen und nunmehr von Trump legitimiert. Die Gewalt ging fast ausschliesslich von den Rechten aus. Auch der mutmassliche Auto-Attentäter war ein Neonazi. Ein Schwarzer wurde in einer Tiefgarage von einer rechten Horde fast totgeschlagen.

Reporter: «Glauben Sie, dass das, was Sie 'Alt Left' nennen, dasselbe ist wie Neonazis?»

Trump: «Nicht alle diese Leute waren Neonazis, glauben Sie mir. Nicht alle diese Leute waren Rassisten, auf keinen Fall. Diese Leute waren auch da, weil sie dagegen protestieren wollten, dass eine Statue von Robert E. Lee entfernt wurde. [...] Das wüssten Sie, wenn Sie ehrliche Reporter wären, was Sie in vielen Fällen nicht sind. [...] Also diese Woche ist es Robert E. Lee. [...] Ich frage mich, ist es nächste Woche George Washington? Und ist es in der Woche danach Thomas Jefferson? Wissen Sie, man muss sich wirklich fragen, wo hört das auf?»

Landesweit wächst in den USA eine Bewegung, konföderierte Monumente als Symbole des Rassismus zu entfernen. Dazu gehört auch eine Statue des Südstaatengenerals Lee, die Charlottesville verkauft hat. Der rechtsextreme Aufmarsch begann als Protest dagegen. Die US-Gründerväter George Washington und Thomas Jefferson damit gleichzustellen, ist Quatsch. Washington, der erste US-Präsident, und Jefferson, der Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung, waren lange tot, als der Bürgerkrieg begann, in dem Lee als Chef der Südstaatentruppen mit um den Fortbestand der Sklaverei kämpfte. Mit einer solchen Geschichtsverzerrung macht sich Trump auch hier die verquere Argumentation der Rechtsextremen zu eigen.

. . . . .

Reporter: «Die Neonazis haben das angefangen. Sie kamen nach Charlottesville, um zu protestieren …»

Immer stärker versuchen die Reporter zu diesem Zeitpunkt entsetzt, die horrenden Relativierungen Trumps abzufedern und zu hinterfragen.

Trump: «Moment mal, Moment mal. Die haben sich nicht selbst – und es gab ein paar sehr schlechte Leute in dieser Gruppe, aber es gab auch Leute, die waren sehr anständige Leute, auf beiden Seiten.»

Mit anderen Worten: Unter den Rechtsextremen, Neonazis und Rassisten, die mit Fackeln und «Heil Trump»-Sprechchören durch Charlottesville marschierten und Schwarze, Latinos, Juden und Schwule beschimpften, waren auch «sehr anständige Leute».

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Reporter: «Werden Sie nach Charlottesville reisen? Werden Sie sich ansehen, was passiert ist?»

Trump: «Ich besitze ein Haus in Charlottesville. Weiss das jemand, dass ich ein Haus in Charlottesville besitze?»

Trumps Vorgänger Barack Obama reiste oft an die Orte von Massakern und rassistischen Anschlägen, um die Menschen dort - und die Nation - mit versöhnenden Worten anzusprechen.

Reporter: «Wo ist es?»

Trump: «Es ist das Weingut. Ich meine, ich weiss viel über Charlottesville. Charlottesville ist ein toller Ort, der in den letzten paar Tagen schlimm verletzt wurde. Tatsächlich besitze ich eines der grössten Weingüter in den Vereinigten Staaten. Es ist in Charlottesville.»

Trump über das Weingut Video: streamable

Die Trump Winery in Charlottesville gehört weder Donald Trump noch seiner Trump Organization, sondern seinem Sohn Eric. Auf seiner Website stellt das Weingut ausdrücklich klar, dass es «nicht im Besitz, unter Management oder in irgendeiner Beziehung zu Donald Trump» steht.

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  • joe 16.08.2017 15:28
    Highlight "Sure, the cancer was aggressive. But the chemotherapy was also very aggressive. There was aggression on both sides"

    Quelle: https://twitter.com/theyearofelan/status/897618856084205568
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  • JaneSoda 16.08.2017 15:26
    Highlight ....alles spitze in Amerika!

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  • lilas 16.08.2017 14:06
    Highlight Kranker, verwirrter Mann! Er bringt nichtmal einen korrekten Satz zustande. Und sowas ist USPräsident. Eine fürsorgliche Unterbringung wäre angesagt...
    26 6 Melden
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  • silverstar 16.08.2017 12:22
    Highlight Trump entwickelt sich, durch die Befeuerung der Medien, zusehens zur Romanfigur, "Emmanuel Goldstein" unserer Zeit.
    2 3 Melden
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  • lilie 16.08.2017 11:34
    Highlight Alles wirres Zeug eines offensichtlichen Rassisten.

    Da muete es schon fast "herzig" an, dass er auch noch behauptet, eines der grössten Weingüter in den USA zu besitzen. "Sein" Weingut in Charlittesville ist nicht einmal das grösste in Virginia.

    https://www.google.ch/amp/www.nydailynews.com/amp/news/politics/president-trump-owns-largest-winery-u-s-article-1.3414814

    Ein Mann, der "mein" und "dein" sowie "real" und "fiktiv" nicht unterscheiden kann, ist unfähig für das Amt.
    75 8 Melden
    • roger.schmid 16.08.2017 13:21
      Highlight Steven Colbert: " it's not the biggest winery, but he's the biggest whiner" 😂
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  • DuckTonaldFump 16.08.2017 11:15
    Highlight Bitte sehen Sie sich das Video selbst an. Nachdem ich dies getan habe muss ich in erstärktem Masse diesem Beitrag widersprechen. Dieser Autor sollte lernen seine Objektivität zu bewahren. Trump mag ihm genauso wenig schmecken wie mir doch ich persönlich finde, dass Blondie bei dieser Pressekonferenz doch einiges gut getan hat. Übrigens würde mich das mit der Genemigung sehr interessieren ich höre behauptungen aus beider seiten Richtung doch stets scheint als Fundament ein Beleg oder gar Beweis für das Vorhandensein oder die Inexistenz zu fehlen.

    Mit freundlichen Grüssen
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    • Datsyuk 16.08.2017 13:51
      Highlight Was soll er Gutes getan haben? Ich bin gespannt.
      18 3 Melden
    • Hansruedi @Charlotte 16.08.2017 21:02
      Highlight Ursprünglich soll die Demonstration, geschützt durch das 1st amendment, genehmigt gewesen, später aus Bedenken bezüglich Sicherheit zurück gezogen worden sein.

      Grundsätzlich:
      Die freie Meinungsäußerung ist eine große Errungenschaft einer lebendigen Demokratie, nur hat das Ganze seine Grenzen, die meiner Ansicht nach klar überschritten sind.

      z.B.:
      Als wir vor 3 Wochen in South Carolina unterwegs waren, leben in Charlotte NC, wehten in 2 Orten riesige Confederate Flags im Wind. Fühlt sich für viele ähnlich an wie in der CH oder DE im Garten eine Reichstagsflagge zu hieße.
      GEHT GAR NICHT!!!
      4 1 Melden
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  • Ohniznachtisbett 16.08.2017 10:57
    Highlight Da argumentier ja Erich Hess noch geschickter... Trump ist nicht nur stur, beratungsresistent und ignorant. Er ist auch offensichtlich dumm. Dies merkt man auch seinem Wortschatz an. Dies merkt man an Begriffen wie Alt Left an. Er erklärt Dinge wie einem Dreijährigen. Schlechte Menschen, gute Menschen. Sehr sehr gewalttätig... Was soll das? Ich habe noch nie einen Minister, Präsident oder sonstigen Politiker gehört auf so miesem Niveau Fragen zu beantworten...Und dann erzählt er noch seine Reaktion war "exzellent"... so sagt wenigstens einer er sei exzellent...En Tubel.
    74 8 Melden
    • rasca 16.08.2017 13:12
      Highlight "Er erklärt Dinge wie einem Dreijährigen"

      Seine Fanbase soll ja auch verstehen was er sagt
      12 2 Melden
    • Asmodeus 16.08.2017 17:12
      Highlight @Rasca
      Leider stimmt es sogar. Er nutzt simple Worte für simple Anhänger.

      Gut und böse
      Klein und gross.

      Das passt perfekt ins Weltbild seiner Anhänger.
      2 2 Melden
    • Scott 16.08.2017 17:22
      Highlight "Er erklärt Dinge wie einem Dreijährigen."

      Trotzdem verstehen es hier die meisten nicht...
      2 4 Melden
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  • Asmodeus 16.08.2017 10:55
    Highlight An wen erinnert mich der Kerl bloss?
    24 3 Melden
    • Dory..hä? 16.08.2017 12:54
      Highlight Prostetnic Vogon Jeltz!
      8 4 Melden
    • α Virginis 16.08.2017 13:30
      Highlight ...grüble auch schon lange darüber nach, aber es kommt mir echt kein Komiker, keine Cartoon-Figur oder sonstwas in den Sinn. Nicht mal bei "Star Wars" ist sowas zu sehen. Mal sehen, vielleicht definiert er eine neue Qualität des Bösewichts für künftige Comics? Dann wäre er echt unsterblich, da vollkommen neu in der Community^^
      3 2 Melden
    • Asmodeus 16.08.2017 15:11
      Highlight Das Bild welches ich angehängt hatte hat nicht funktioniert.

      https://9gag.com/gag/aP9D8BQ
      3 2 Melden
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  • Saraina 16.08.2017 10:42
    Highlight Da hat er sich verplappert, was den Besitz seiner Güter und Firmen angeht, die er seinem Sohn überschrieben hat.

    Der Rest ist unsäglich, ebenso wie die Realitätsverleugnung der Relativirer hier, oder noch schlimmer, deren Sympathie für die menschenverachenden Rechtsextremen, die Charlotteville besetzten.
    116 12 Melden
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  • wombsen 16.08.2017 10:34
    Highlight i have a dream... das es irgendwann einmal einen journalisten gibt, der trumps aussagen direkt bei einer konferenz analysiert, hinterfragt, auf den punkt kommt und ihn mit "seinen" fakten auseinander nimmt.
    so etwas fehlt mir. wenn ich solche artikel lese, geschieht dies erst darin und nicht vorort. schade.
    58 13 Melden
    • Sonokowitsch 16.08.2017 11:17
      Highlight Seine haarsträubenden Aussagen sind wohl für jeden anwesenden Journalisten derartig verwirrend und verstörend, daß diese erst aus dem WTF-Tal herauskommen müssen um zu realisieren, was sie gerade hören durften. Und dann ist die Ansprache auch bereits vorbei.
      52 5 Melden
    • Saraina 16.08.2017 11:54
      Highlight Der Journalist hätte keine Zeit dazu. Trump kann seine Fragen ignorieren, ihn rauswerden lassen oder schlicht seinen Auftraggeber nicht mehr zur nächsten Pressekonferen zulassen. Ähnliche Vorkommnisse gab es schon mehrere. Die Zusammenarbeit mit einem Narzisten mit solcher Machtfülle ist nur über Schmeichelei denkbar.

      Interessant auch, dass die Regierung die IP- Adressen von Besuchern kritischer Websites in Erfahrung bringen will. Ein entsprechender Artikel erschien gestern im "Guardian". Das riecht doch sehr totalitär.
      35 3 Melden
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  • Domsh 16.08.2017 10:21
    Highlight Sie haben einen Dummschwätzer gewählt und nun haben sie den Dummschwätzer.
    Er wollte "America great again" machen, hilft aber innenpolitisch nur Ländern wie Russland, Venezuela und Nordkorea ihre Regimes zu festigen und macht sein Land lächerlich vor der versammelten Weltgemeinschaft.
    105 7 Melden
    600
  • 4berratio1ctus 16.08.2017 10:17
    Highlight Naja, ein bisschen Recht hat Trömp schon. Er kann einfach nur auf dem geistigen Niveau eines (dummen) Vorschulkindes argumentieren. Wenn eine gewaltbereite Gruppe demonstriert, darf es in einem Rechtsstaat nicht darauf hinauslaufen, dass eine andere gewaltbereite Gruppe einschreiten muss. Dies ist Sache der Polizei. Wenn jetzt, durch die Vorfälle legitimiert, angefangen wird umstrittene Denkmäler zu zerstören, nur weil diese nicht allen passen, dann läuft doch was gewaltig schief.
    22 103 Melden
    • TheDude10 16.08.2017 11:02
      Highlight Diese "Denkmähler" sind symbole der Unterdrückungen. Mann hätte schon lange alle symbole der Sklaverei entfernen müssen oder als mahnmahl umgestalltet um die dunkle Geschichte nicht kommentarlos zu lassen.
      41 7 Melden
    • Datsyuk 16.08.2017 11:03
      Highlight Was hältst du denn von diesen Statuen? Findest du sie nicht problematisch?
      15 6 Melden
    • m. benedetti 16.08.2017 11:29
      Highlight Absolut. Es ging um die Statue von General Lee. Und wer sich in amerikanischer Geschichte etwas auskennt, der wird erkennen, dass es die Washingtoner Knüppelung (u.a. Baumwoll-Act) der ärmeren Nordstaaten war, welche den Austritt der Südstaaten aus der damaligen USA provozierte. Das Verbot der Sklaverei galt nur für den Süden. Im Norden konnten Sklaven ihre Freiheit erkaufen, wenn sie sich der Nordarmee anschlossen. Letztlich geht es vielleicht auch um die Vorherrschaft der "Yankees" über die "Cowboys" und Trump ist definitiv kein Yankee.
      10 23 Melden
    • rasca 16.08.2017 13:16
      Highlight Rechtsextremismus gehört bekämpft wo auch immer er auftritt. Ob im Internet, am Stammtisch oder wenns aufs äusserste geht halt in Strassenschlachten. "Die Polizei machen lassen" ist eine schwierige Meinung wenn ein Rassist im höchsten Amt sitzt.
      9 3 Melden
    • 4berratio1ctus 16.08.2017 13:52
      Highlight @Datsyuk Doch! Dass ein Symbol der Unterdrückung Schwarzer aus dem öffentlichen Raum verschwindet, finde ich gut. Aber es darf in einer Demokratie auch dagegen demonstriert werden - im Rahmen des Erlaubten (also ohne Nazi-Schrott). Auch dagegen darf und soll wiederum demonstriert werden. Aber es regt mich auf, dass man im Zusammenhang mit links/rechts ja nie sagen darf, dass auf der "lieben Seite" auch ziemlich grosse Idioten hocken. Hier hatte Trump m.E. ein bisschen Recht, auch wenn er ein A...loch ist.
      4 9 Melden
    • Scott 16.08.2017 17:27
      Highlight "Was hältst du denn von diesen Statuen? Findest du sie nicht problematisch?"

      Der IS fand auch einige Statuen in Palmyra "problematisch". Der Rest ist Geschichte...
      2 5 Melden
    • Datsyuk 17.08.2017 09:58
      Highlight Der IS wohl aus anderen Gründen als ich. Aber du magst nicht diskutieren...
      2 1 Melden
    • Scott 17.08.2017 10:07
      Highlight Eine Diskussion über Ideologie?
      Nee, wirklich nicht.
      1 3 Melden
    600
  • Moelal 16.08.2017 10:06
    Highlight Man muss definitiv an seiner geistigen Fähigkeit zweifeln. Der Verdacht, dass ein medizinisch relevantes Problem vorliegt, wird immer grösser
    97 8 Melden
    • karl_e 16.08.2017 10:47
      Highlight Es könnte Demenz sein.
      47 8 Melden
    • wipix 16.08.2017 18:12
      Highlight Demenz, gepaart mit einem Menschen, der noch nie in die Erde gegriffen hat! Der das Leben des 08:15 Menschen, wenn überhaupt, nur vom hören / sagen her kennt! Dem die Bildung, das ehrliche Interesse und die gesunde Neugierde fehlt!
      Da ist eine warscheinliche Demenz tatsächlich das kleinste Übel bei einem Präsi!😡
      1 0 Melden
    600
  • R. Peter 16.08.2017 09:41
    Highlight Könnt ihr bitte noch Quellen für die "Fakten" nachreichen? In einem früheren Artikel habt ihr geschrieben: "beide Seiten gingen mit Stöcken und Steinen (...) aufeinander los". Das steht im Widerspruch zur heutigen Aussage. Was stimmt nun und aufgrund welcher Quellen entstanden die Aussagen? Was macht sie nun glaubwürdig?

    Warum ist es so wichtig, dass die Rechtsextremen schlechter gewesen sein sollen als die ebenso gewalttätigen Antifaschisten (Ausdruck Quelle Watson) (den rechten Einzeltäter nach der Demo mal ausgenommen)?
    66 166 Melden
    • Moelal 16.08.2017 10:04
      Highlight Ja immer mal schön die Rechtsextremen stützen.....krank ist das
      96 27 Melden
    • Walter Sahli 16.08.2017 10:25
      Highlight Wenn sich Nazis zusammenrotten, ist Widerstand Pflicht! Das weiss jeder anständige Schweizer! Und wer das nicht begriffen hat, sollte wieder mal in ein Geschichtsbuch schauen.
      122 22 Melden
    • Walter Sahli 16.08.2017 10:28
      Highlight Achja, und hier noch der Link zu den Fakten(!):
      www.gidf.de
      41 12 Melden
    • äti 16.08.2017 10:50
      Highlight Alt-right und KKKL haben dort in den letzten Monaten "alt-right rally" abgehalten. Die kamen/kommen nicht unbedingt um Milchsuppe zu löffeln. Die Polizei hatte über 1'000 Mannen bereit. Auch kein Indiz für ein lauschiges Trachtenfest.
      57 6 Melden
    • R. Peter 16.08.2017 11:44
      Highlight keiner stützt die Rechtsextremen!? Keiner sprichteren Gewaltpotential und Mitschuldab, auch ich nicht. Deswegen ssen die Gegendemonstranten nicht besser sein.

      Watson hat widersprüchlich berichtet, was soll ich da Google bemühen?

      Wenn sich jemand gesetzteswidrig verhält, ist widerstand DER POLIZEI pflicht. Selbstjustiz ist aus gutem Grund verboten!
      10 25 Melden
    • äti 16.08.2017 12:24
      Highlight Nun, alles hat eben eine Vorgeschichte und die Vorgeschichten haben selbst auch eine. Wenn über ein Ereignis berichtet wird ist es eine Momentaufnahme. Vielleicht mit geraffter History. Niemand will bei jeder News auch noch 100 Seiten mitgeliefert bekommen. Allerdings sind die Details vorhanden, irgendwo. Mann kann vieles selber finden und als Kommentar beifügen. Auf dem Servierbrett das erhalten, was man lesen will, ist schwierig.
      4 2 Melden
    • Sapere Aude 16.08.2017 13:20
      Highlight Peter, akzeptiere es doch endlich, dieses mal waren es nun einmal die Faschos. Deine Relativierungsversüche entlarven nur dich selbst.
      10 4 Melden
    600
  • Citation Needed 16.08.2017 09:27
    Highlight What a disgrace. Trump hat eine Schwäche für rechte Gewalttäter und redet dichtet den Gegendemonstranten eine Gewaltbereitschaft an, die so in Charlottesville nicht stattfand. Nun ist es amtlich. Er ist nicht nur Fox-rechts (das ist schon rechts und Faktenverzerrung genug), er biedert sich bei alt-right, ganz Rechtsaussen an, scheinbar ziehen ihn seine ('instinktgeleiteten') Neigungen dorthin. True colors. Igitt. 🤢
    114 24 Melden
    600
  • Rubby 16.08.2017 09:26
    Highlight Ist das zu glauben?...donald trump spricht ein solches wirr-warr an stubiden sätzen...es ist einfach unglaublich...ich weiss ja nicht was donald trump raucht...aber er sollte umgehend damit aufhören...!!...was dieser verwirrte präsident der USA von sich gibt schreit zum himmel...jetzt sollte sogar sein treuster fan merken, dass mit diesem typen so einiges nicht stimmt...der ist total verrückt ..!!!....
    136 22 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 16.08.2017 10:09
      Highlight @Rubby
      Seine treusten Fans merken das nicht, weil sie nicht weniger verwirrt sind.

      😂😂😂
      65 4 Melden
    • Teslanaut 16.08.2017 10:12
      Highlight Trump leidet an "Paranoider Schizophrenie"!
      21 11 Melden
    • wipix 16.08.2017 18:20
      Highlight @Rubby
      Trump holt genau die Horde ab, denen dies nicht auffällt! Denen es schlicht egal ist, welche "qualität" an Bildung Ihre persönlichen Ansprüche an einen Präsi representieren!
      Der nichts als ihr kritikloses Plakat, ihren kritikunfähigen Reperesentant darstellt! In anspruchloser kleinkindlicher Navivität vereint🙄
      1 0 Melden
    600
  • Madison Pierce 16.08.2017 09:26
    Highlight Unfassbar, wie sich Trump bei jeder Äusserung selbst lobt: "gutes Statement", "mein Weingut", "grösstes Weingut"...
    138 14 Melden
    • Saraina 16.08.2017 10:47
      Highlight So läuft eine narzisstische Störung eben. Dazu kommen die stereotypen Redewendungen, die immer gleichen Gesten und Grimassen.
      59 4 Melden
    • DuckTonaldFump 16.08.2017 11:20
      Highlight Ich persönlich könnte nie ein solch übersteigertes Selbstvertrauen aufbringen und so etwas sagen, genau deswegen werde ich wohl nie Präsident....
      10 7 Melden
    600
  • Gulli 16.08.2017 09:23
    Highlight Quote von Seth Meyers:

    “Clinically insane! You know that list of side effects at the end of a pharmaceutical ad? He apparently has all of them.”


    Man kann es kaum schöner formulieren
    105 13 Melden
    600
  • N. Y. P. 16.08.2017 09:19
    Highlight Völlig wirr, was sich Donald Trump hier verbal zusammenschustert. Kein roter Faden. Zusammenhanglos. Braune Nazihorden verharmlosend.

    In 70 Jahren wird man sagen. Das war der Präsident, der schlussendlich verantwortlich war, dass das Impeachment um einen Zusatz ergänzt werden musste.

    OFFENSICHTLICHE UNFÄHIGKEIT DAS AMT ZU FÜHREN
    132 17 Melden
    • bokl 16.08.2017 10:03
      Highlight @N. Y. P.
      Da braucht es keine Ergänzung. Ist in Absatz 4 des 25. Zusatzartikel der Verfassung geregelt.

      Aktuell aber genau so unwahrscheinlich wie ein Impeachment.
      23 1 Melden
    • flyingdutch18 16.08.2017 10:27
      Highlight Der 25. Verfassungszusatz regelt die Unfähigkeit des Präsidenten, das Amt zu führen. Gegen den Willen des Präsidenten ist die Regelung, die seit 1967 besteht, allerdings noch nie angewendet worden.
      17 1 Melden
    • HabbyHab 16.08.2017 10:34
      Highlight Es gäbe sowas eigentlich schon.. 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung
      11 1 Melden
    • Asmodeus 16.08.2017 10:42
      Highlight Dafür müssten die Republikaner erst einmal den Mut haben sich gegen ihren Führer aufzulehnen.

      Die haben alle zuviel Schuss als Verräter gebrandmarkt zu werden. Nur Mc Cain hat noch sowas wie Mumm in seinen Knochen. Und ich hasse es dem Kerl irgendwelche Komplimente machen zu müssen.
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    • N. Y. P. 16.08.2017 10:43
      Highlight Also, meine Herren, worauf warten wir noch ? Beziehungsweise die Amerikaner ?
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    • Saraina 16.08.2017 10:50
      Highlight Ich glaube, diese Möglichkeit gibt es schon. Nur würde, wer immer es sich mit den Trumps, den Kushners und den Leuten hinter ihnen verdirbt, mit Sicherheit gröbere Probleme bekommen. Gar nicht zu Reden von der Wut der unverbesserlichen Trump-Wähler und den -bewaffneten- alt right Nazis.
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    • Hansruedi @Charlotte 16.08.2017 22:05
      Highlight Hatten das bezüglich impeachment beim Bier mit Freunden im November besprochen.

      Ein Freund hatte ein gutes Argument, weshalb die Republikaner die es dazu benötigt, nicht mit machen werden: das erste Mal in der 241 jährigen Geschichte der USA, war dies ein absolute Personen- und nicht eine Parteiwahl. Aus diesem Grund ist das Land auch so gespalten wie nie zuvor.
      Würden die Republikaner Trump absetzen, wäre die Partei am A... . Da die Macht aber zu süß schmeckt verbiegen sich viele der GOP und sehen darüber hinweg, dass der PotUS keine (moralischen) Werte hat, auch keine Republikanischen...
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  • olmabrotwurschtmitbürli 16.08.2017 09:17
    Highlight Es hat doch keinen Zweck, die Äusserungen von Trump in irgendeinen diskutablen Bereich interpretieren zu wollen. Der Herr sympathisiert öffentlich mit rechtsextremen Positionen und versucht deren Gewalttaten zu relativieren. Eigentlich hat man das doch schon länger geahnt...
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    • DuckTonaldFump 16.08.2017 11:18
      Highlight Was sind denn diese rechtsextreme Positionen?
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  • zombie woof 16.08.2017 09:10
    Highlight Trumps Dachschaden wird immer deutlicher
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Der Präsident des Irans kontert Trumps Kritik – und zwar so richtig

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik mit deutlichen Worten gekontert. Dessen Rede vor der UNO vom Vortag sei «ignorant, absurd und abscheulich».

Die USA hätten Milliarden für Frieden und Stabilität im Nahen Osten ausgegeben, sagte Ruhani am Mittwoch in seiner Rede bei der UNO-Generaldebatte in New York. Gebracht habe das in der Region aber nur «Krieg, Elend, Armut und den Aufstieg von Terrorismus und Extremismus».

Ruhani …

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