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Protest in Hamburg: Wogegen sie sind, ist klar. Aber wofür sind sie? Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Von der Demo ins warme Bett: Die «Revolte» der Wohlstandsjugend 

Die Demonstranten und Randalierer am G20-Gipfel protestierten gegen den Kapitalismus und bedienten sich dabei den Vorzügen des freiheitlichen Rechtsstaats. In anderen Ländern gehen Menschen dafür ins Gefängnis.

16.07.17, 12:03 17.07.17, 03:48

Ein sanftmütig lächelnder Mann mit Brille hat die Mächtigen eines mächtigen Landes in Angst und Schrecken versetzt. Liu Xiaobo, Dissident und Friedensnobelpreisträger, wurde ins Gefängnis gesteckt, weil er Freiheit und Demokratie in der Volksrepublik China gefordert hatte. Die Führung der Kommunistischen Partei liess ihn nicht einmal frei, als er schwer krebskrank war.

Am Donnerstag ist Liu gestorben. Sein Tod wurde in China totgeschwiegen. Gegen Kritik aus dem Ausland verwahrte sich die KP, dies sei «Einmischung in die inneren Angelegenheiten». Wobei diese Kritik ohnehin zahm und ritualisiert wirkte. Man will es sich mit dem wirtschaftlichen Wunderland China nicht verderben. Wo Staatschef Xi Jinping auftaucht, wird er hofiert.

Trauer um Lu Xiaobo in Hongkong. Bild: ALEX HOFFORD/EPA/KEYSTONE

Zum Beispiel Anfang Jahr in Bern und Davos, oder letzte Woche am G20-Gipfel in Hamburg. Am Stelldichein der Mächtigen nahmen trübe Figuren teil: Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Donald Trump. Man kann die Legitimität dieses Gremiums hinterfragen, obwohl es nicht falsch ist, dass die wirtschaftlich führenden Länder sich um Regeln für die Globalisierung bemühen.

Zehntausende sind nach Hamburg gepilgert, weil sie sich über alles nerven, was aus ihrer Sicht auf dieser Welt schief läuft, Globalisierung und Kapitalismus vorneweg. «We are fucking angry», hiess es auf dem Laster, der die «Welcome to Hell»-Demo anführte. Am Ende artete sie aus und mündete in den Krawallen und Plünderungen im Schanzenviertel.

Die Polizei geriet nicht zu Unrecht in die Kritik. Mal griff sie zu früh durch, dann zu spät. Wenn jedoch der Sprecher des autonomen Kulturzentrums Rote Flora beklagte, dass die Marodeure in «seinem» Schanzenviertel gewütet haben und nicht in Pöselsdorf oder Blankenese, wo die Reichen und Privilegierten wohnen, wird es prekär.

«Auf dieser Basis moralisch empört zu sein, ist widerlich», schrieb «Die Zeit» aus Hamburg in einer langen und vertieften Analyse. Vor allem werfen solche Aussagen ein Schlaglicht auf die dumpfen Hassgefühle im linksalternativen Milieu. Sie richten sich gegen die Reichen und Mächtigen, aber am Ende ist es egal, wo sie sich entladen. Hauptsache man kann die Sau rauslassen.

Hamburg im G20-Ausnahmezustand

Die eigentliche Problematik wurde kaum einmal angesprochen. Die G20-Gegner sind nicht nach Hamburg gereist, weil es in der Hansestadt eine etablierte Kultur des linken Widerstands gibt. Sie haben sich diesen Gipfel ausgesucht, weil sie in Deutschland den Schutz der Rechtsstaatlichkeit geniessen. In einer liberaldemokratischen Komfortzone lässt es sich leicht demonstrieren.

Gerade die verhasste Globalisierung hat unzählige Menschen aus der Armut befreit.

In Moskau, Peking oder Riad aber würden sich diese Weltverbesserer niemals blicken lassen. Sie wissen, was sie dort erwartet. Man stelle sich vor, die famosen Antikapitalisten des Schwarzen Blocks würden mit der berüchtigten russischen Sonderpolizei Omon konfrontiert. Sie würden sich vor Schreck vermutlich in die Hosen machen. Und mit Sicherheit keine Steine werfen.

Dabei gibt es Menschen, die sich auch in autoritären Ländern mutig gegen die Staatsmacht stellen. Zum Beispiel Liu Xiaobo, der sich nach dem Motto «Wenn unfrei, dann richtig» lieber einsperren liess, als seine Überzeugungen zu verraten. Oder die jungen Russen, die gegen das hoch korrupte Putin-System demonstrieren, in dem nur voran kommt, wer die richtigen Beziehungen hat.

Am letzten Wochenende, als die Wohlstandsjugend in Hamburg auf die Strasse ging, wurden in russischen Städten erneut Dutzende verhaftet. Sie sind die wahren Helden der heutigen Zeit, denn sie können nicht einfach den Sonderzug Richtung Heimat besteigen, wenn sie sich ausgetobt haben.

Omon-Polizisten nehmen Teilnehmer der Antikorruptions-Demo in Moskau am 12. Juni fest. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA/KEYSTONE

Und sie haben konkrete Ziele. Im Gegensatz zu den Anti-Kapitalisten, die die Errungenschaften des Kapitalismus durchaus schätzen, etwa wenn sie sich via Smartphone und Apps organisieren. Sie wissen eigentlich nur, wogegen sie sind. Gegen Armut und Ausbeutung zum Beispiel. Gerade die verhasste Globalisierung hat unzählige Menschen aus der Armut befreit. Oder gegen Krieg und Gewalt. Dabei war die Welt wohl noch nie so friedlich wie heute, trotz Terror und Kriegen.

Bei der wohlstandsverwöhnten Jugend war die Sehnsucht nach dem warmen Bett am Ende stärker als die Empörung über Missstände.

Es gibt durchaus Aspekte am kapitalistischen System, die kritisch beleuchtet werden müssen. Das räumt sogar die marktliberale NZZ ein. Zum Beispiel die wachsende Ungleichheit in den westlichen Ländern. Die unheimliche Macht der Internet-Giganten. Oder den technokratischen Machbarkeitswahn, der bei Gentech oder künstlicher Intelligenz zum Ausdruck kommt.

Fragt man die Globalisierungsgegner, erwähnen sie etwa den «solidarischen Protektionismus». Das aber ist ein Widerspruch in sich. Abschottung ist nie solidarisch. Konkrete Vorschläge zu diesem Konzept sind nicht praxistauglich. Das Fehlen konkreter und umsetzbarer Ideen ist einer der Gründe, warum keine der diversen Protestbewegungen der letzten Jahre nachhaltig war.

Occupy, Nuit Debout oder Los Inidgnados mögen in rudimentärer Form weiter existieren. Als Massenbewegung aber ging ihnen irgendwann die Luft aus. Nicht einmal in Griechenland, das unter dem Diktat einer harten Sparpolitik ächzt, oder in Trumps Amerika konnte sich eine starke Protestbewegung etablieren. Bei der wohlstandsverwöhnten Jugend war die Sehnsucht nach dem warmen Bett am Ende stärker als die Empörung über Missstände.

Der Ökonom Tyler Cowen sieht darin ein perfektes Beispiel für die Selbstzufriedenheit, die er in seinem neuen Buch beschrieben hat. Dennoch rechnet er damit, dass es in absehbarer Zeit wieder zu grossen Protesten kommen wird, wie er im watson-Interview ausführte. Vielleicht kommt es so, vielleicht nicht. Denn man darf die kreativen Kräfte des Kapitalismus nie unterschätzen.

30s

G20 Proteste – Strassenschlachten mit der Polizei

Video: srf

Was uns nicht daran hindern soll, die vorhandenen Fehlentwicklungen anzugehen. Zum Beispiel mit der Tobin Tax, einer Steuer auf Finanztransaktionen. Sie ist ein überzeugendes, und vor allem umsetzbares Konzept, doch sie ist auch ein Beispiel für die Schattenseiten der Globalisierung. Niemand will der erste sein, der sie einführt, aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen.

Die Tobin-Steuer ist auch ein Anliegen der linken Weltverbesserer. Mit Demonstrationen lässt sie sich nicht verwirklichen. Dafür braucht es harte Knochenarbeit, in Politik oder NGOs. Einfacher ist es, die Segnungen der freiheitlichen Gesellschaft für inhaltsleere Proteste und ein wenig Randale zu missbrauchen. Während Liu Xiaobo und andere dafür in den Knast gingen.

Der nächste G20-Gipfel findet übrigens in Argentinien statt. Auch ein relativ freies Land. Aber vielleicht etwas weit weg.

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  • Karl33 18.07.2017 09:50
    Highlight Mein Dank allen, die sich gegen Ungerechtigkeiten des Kapitalismus und der Globalisierung einsetzen.
    Krieg und Ausbeutung herrscht nicht in Hamburg, sondern in der südlichen Welt, in Syrien, in Mexiko etc. Kriegsherren, Unterdrücker und Ausbeuter sind mehrheitlich die Staaten der G20.
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  • Nevermind 18.07.2017 08:58
    Highlight Ein Grossteil der Leute aus dem autonomen Umfeld von vor 20 Jahren die ich kennen lernte sind mittlerweile gestandene Leute, die ihren Weg gegangen sind und ihre Nische in einer kapitalistischen Welt gefunden haben, ohne auf den Staat angewiesen zu sein.
    Und so wird es auch mit einem Grossteil der heutigen Jungen gehen, die fühlen, dass die Welt die ihre Eltern ihnen hinterlassen nicht die Welt ist in der sie leben wollen. Die Protagonisten der Jugendbewegungen werden schneller erwachsen als die Bewegung selber aber nicht ohne etwas mitzunehmen, dass ein Leben lang bewegt.
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  • BigPun 17.07.2017 17:36
    Highlight Es geht doch nicht darum wie verwöhnt die Leute die da Demonstrieren oder was auch immer sind. Hauptsache ist dass den Leuten im Westen immer mehr weggenommen wird, und das spüren glaube ich alle.

    Die die einfach nie etwas dagegen sagen sind in wirklichkeit die verwöhnten angepassten Weichbecher.

    Und so neben bei, die die in Russland, Türkei, Iran, China... Demonstrieren sind natührlich die Guten, obwohl es dort den Menschen immer besser geht. Und wenn jemand etwas gegen die Regierung im Westen sagt, sind sie automatisch böse.

    Hört sich irgendwie nach Propoganda an.
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  • Liselote Meier 17.07.2017 10:31
    Highlight Billigste Polemik.

    Du willst hier ernsthaft behaupten sämtliche Anti-Kapitalisten hätten keine konkreten Ziele?

    Demokratisierung der Ökonomie, politische Partizipation sämtlicher Individuen, Klassenlose Gesellschaft, Bedarfsökonomie usw.

    Sprich über den Kapitalismus hinaus und nicht weiter daran "rumwursteln" oder reaktionär zurück wollen.

    Und "solidarischer Protektionismus" ist kein Widerspruch im Rahmen einer soz. ökonomische Integration.



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  • Statler 17.07.2017 10:19
    Highlight Mir wurde kürzlich erklärt, was denn das Ziel des schwarzen Blocks eigentlich ist:
    So lange Krawall machen und Dinge zerdeppern, bis der Staat die Gewaltschraube derart anzieht, dass es zur Revolution kommt. Ergo spielt es keine Rolle, ob jetzt Läden im Schanzenviertel zerdeppert werden oder bei den Reichen. Der Leidensdruck für die Massen muss also so hoch werden, dass selbige endlich den Arsch hochkriegt und die Mächtigen stürzt.
    Nicht, dass ich das gutheissen würde, oder besonders schlau fände, aber so ergibt die «blinde Zerstörungswut» so etwas wie Sinn (m.E. vor allem Schwachsinn).
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  • rundumeli 17.07.2017 07:55
    Highlight gilts zu unterscheiden die 90% "weltverbesserer", die naiv da um die häuser zogen und von ihren demokratischen rechten gebrauch machten ... und 10% mit lust am randallieren ... kann man unmöglich die beiden unterm gleichen label abhandeln !
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  • Silent Speaker 17.07.2017 04:59
    Highlight ...am Ende der Globalisierung steht eine Diktatur. Die eine grosse alles bestimmende Diktatur. Go ahead, ich mach mich vorher aus dem Staub.
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  • Spooky 17.07.2017 01:56
    Highlight Peter Blunschi hat schon recht. Diese doofen Jungen vom schwarzen Block zerstören irgendwelche Sachen von einfachen Leuten, die tagtäglich ihrer Arbeit nachgehen. Da lachen die Hühner - und die Reichen sich ins Fäustchen.
    51 8 Melden
    • Turi 18.07.2017 08:43
      Highlight Die Reichen lachen sich ins Fäustchen ob den Medien, die sich da für die Anti-Linken-Hetze vor den Karren spannen liessen.
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  • neutrino 16.07.2017 22:37
    Highlight Super Artikel, genau auf den Punkt gebracht. Fakt ist, egal wie man's dreht: die Armut und die Ungleichheit hat global (wichtig: global) gesehen in den letzten Jahren abgenommen durch die Globalisierung.

    Das Problem ist doch einfach, dass dies zT. zu Lasten von gewissen Bevölkerungsschichten in Europa/USA geschehen ist - zumindest relativ gesehen.

    Damit sollte man leben lernen - Europa/USA/Japan hatten ihre goldenen Jahrzehnte Ende des letzten Jh. Jetzt dreht sich halt der Spiess ein ganz klein wenig zu Gunsten breiter Bevölkerungsschichten in Asien oder Südamerika. Ist doch ok.




    http://(
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:01
      Highlight "die Armut und die Ungleichheit hat global (wichtig: global) gesehen in den letzten Jahren abgenommen durch die Globalisierung."

      10 8 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 11:31
      Highlight " Das Problem ist doch einfach, dass dies zT. zu Lasten von gewissen Bevölkerungsschichten in Europa/USA geschehen ist - zumindest relativ gesehen. "
      Du vergisst dabei u.a. die afrikanischen Bauern. Die Globalisierung ist in erheblichen Teilen die moderne Fortsetzung kolonialer Politik unter dem Deckmantel der "Freiheit".
      Freiheit des Handels, nota bene.

      http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Europa/epa.html
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    • neutrino 17.07.2017 12:15
      Highlight @seventhinkingsteps: wenn ich dich richtig interpretiere, möchtest du ein System, dass alle reicher macht, und alles schön gleichmässig verteilt. Dieses System wäre auch mein Wunschtraum - leider heisst es Kommunismus und ist in der Praxis mehrmals grandios gescheitert.

      Das System heute hat weite Bevölkerungsschichten z.B. in Asien und Südamerika aus der Armut geholt - einige hat es steinreich gemacht - und einige hat es in der Armut belassen. Das einzige kommunistische Land heute (Nordkorea) hat ca. 99% der Bevölkerung arm gemacht und ein paar wenige steinreich.
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  • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:56
    Highlight Und eins will ich hier nicht unerwähnt lassen:

    Es ist doch absolut ekelhaft, den Demonstranten Verwöhntheit vorzuwerfen nur weil sie hier nicht sofort erschossen werden wie chinesische Studenten wenn sie protestieren.

    Zu sagen "In Riad oder Ankara würden die sich das nicht trauen" lässt bei mir die ungemütliche Vermutung zurück, dass man sich hier insgeheim diesselbe schonungslose Vorgehensweise wünscht.

    Nicht nur das, es bläst genau ins gleiche Horn wie all die SVPler die bei Ausländerkriminalität oder Religionsfreiheit gerne ins Ausland verweisen, "die würden das ja auch härter angehen."
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    • ströfzgi 16.07.2017 21:53
      Highlight Was erwartest du denn? Dass irgendeine Partei sagt: uuuuhuuhuuu das ist ja super toll was die Idioten in Hamburg gemacht haben? Die einzige Partei die in irgendein Horn blasen würde, ist die SP. Hört man was? Nö, weil die ekelhaft gelebte Verwöhntheit einen noch entlarven könnte.
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    • neutrino 16.07.2017 22:48
      Highlight Das ist nicht die Kernaussage des Artikels. Kernaussage ist vielmehr, dass die Demonstranten und ihr Umfeld keine brauchbaren Lösungsvorschläge bringen, welche die von ihnen kritisierten Punkte (Armut, Ungleichheit, etc.) beseitigen können.

      Vielmehr ist es so, dass die Globalisierung (welche von den Demonstranten so verteufelt wird) die Armut global gesehen (unter dem Strich) massiv reduziert hat.

      Demonstrieren, nur weil die Demo in der Nähe ist, und man nichts zu befürchten hat, ist eine Wohlstandsplausch-Veranstaltung - es geht um die Demo&Krawalle, nicht aber um konkreten Output.
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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 23:59
      Highlight @neutrino

      Was heisst brauchbar?

      Umsetzbar in der momentanen politischen Landschaft? Deiner Ideologie nicht diametral entgegenstehend? Dein Privateigentum nicht angreifend?

      Nur weil du dich nicht mit den Demonstranten und ihren konkreten politischen Forderungen nicht auseinandersetzt und die Forderungen, die du kennst, als sozialistische Utopie abtust, heisst nicht, dass sie keine brauchbaren Lösungvorschläge bringen. Sie passen dir wahrscheinlich einfach nicht.
      19 18 Melden
    • G. Schmidt 17.07.2017 11:22
      Highlight @seventhinkingsteps
      Problematisch finde ich, dass politische Forderungen gestellt werden, wie z.B. "Abschaffung des Kapitalismus/Privateigentum", welche aber keine konkrete Alternativen anbietet bzw. auf z.T. utopischen Annahmen aufbaut.

      Ich bin offen für Diskussionen von politischen Forderungen, aber habe die böse Vermutung, dass diese oft nicht wirklich durchdacht sind...
      7 1 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 22:35
      Highlight @G.Schmidt

      Also du forderst politische Forderungen, die im Rahmen unseres Staates umsetzbar sind?

      Politik und politische Theorie sind halt zwei verschiedene Dinge. Nur weil Forderungen utopisch sind, sind sie ja nicht weniger politisch.

      "Kapitalismus überwinden" ist eine politische Forderung. Beziehungsweise ein Ziel. Forderungen können das Hinarbeiten zu diesem Ziel beinhalten.
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  • mrmikech 16.07.2017 20:11
    Highlight Wann man mit gewalt die welt ändern will soll man nicht überrascht sein wann andere auch gewalt benutzen. Gewalt ist nie eine lösung. Ich danke aber alle die friedlich demonstrieren, und ihr eigenes umfeld verbessern. Diese menschen sind unseren zukunft. Das schlimmste ist noch das die aufmerksamtkeit zu die gewalttäter geht anstatt zu die weltverbesserer, damit haben die gewalttäter doppelte schaden angerichtet.
    54 3 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:46
      Highlight Nach deiner Logik dürfte sich Merkel nicht wundern, dass es gewalttätige Proteste gibt
      13 35 Melden
    • neutrino 16.07.2017 22:56
      Highlight Diese Leute sind nicht unsere Zukunft. Unsere Zukunft sind diejenigen, welche sich konkret und legal drum bemühen, dass Missstände behoben werden.

      Während Europas Junge gegen die Weltarmut randalieren, investieren viele junge Chinesen in Afrika, schaffen Arbeitsplätze etc. Der Hintergrund ist zwar nicht antikapitalistisch - aber unter dem Strich ist dies viel pragmatischer und sinnvoller.

      Reitschule, G20-Demonstranten demonstrieren zwar was das Zeug hält - konkret die Armut reduziert wird damit nicht. Im Gegenteil, paar unschuldige arme Säcke in Deutschland kommen noch an die Kasse...
      25 7 Melden
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  • Statler 16.07.2017 20:03
    Highlight Schön geschrieben, aber warum so lang? Früher hiess das einfach "geh doch nach drüben"
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  • Selbstdenker97 16.07.2017 20:01
    Highlight Das ist schlicht Propaganda. Wer sich gegen unser System stellt ist schlecht. Wer sich gegen das System in Russland oder China stellt ist gut.
    47 59 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:45
      Highlight Natürlich ist es Propaganda.

      Scratch a liberal and a fascist bleeds.

      Blunschi wünschte sich mal eine linksliberale Partei in der Schweiz, hier auf Watson. Jetzt bläst er ins gleiche Horn wie die Rechtskonservativen und fordert blinde Systemkonformität und Anpassung an den neoliberalen Staatsapparat.

      Wirds links ungemütlich, rufen die Liberalen schnell Law&Order. Schliesslich gilt es den Status Quo zu erhalten
      32 62 Melden
    • neutrino 16.07.2017 21:46
      Highlight Unser Sytem ist schlecht? Ich denke du bist Schweizer, d.h. mit "uns" meinst du die Schweiz. Du lebst im wohlhabensten Land dieser Welt - selbst wenn du zu den Ärmsten gehörst in diesem Land, hast du noch zig-fach mehr als der Durchschnittsbürger in Afrika.
      36 18 Melden
    • JaneSoda 16.07.2017 22:32
      Highlight Dem ist so, neutrino. Uns geht es immer noch gut im Vergleich.
      Was aber nicht heisst, dass damit alles einfach gut ist.
      Und darf ich nun keine Dinge mehr kritisieren oder anprangern weil ich im Wohlstandsland Schweiz geboren wurde?
      28 7 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 22:53
      Highlight Naja, Armut kann man absolut oder relativ messen.

      Absolut gemessen gehts mir hier natürlich tausend mal besser als in Afrika, das ist mir bewusst. Und das prangere ich ja auch an. Wir leben hier wie die Könige auf Kosten von anderen Menschen. Daran kann ich sofort nichts ändern.

      Ich will einfach nicht verstehen, wie genau meine privilegierte Position hier in der Schweiz meine Kapitalismuskritik delegitimiert. Ich konnte mir ja nicht auswählen, dass ich in einer Schweizer Mittelstandsfamilie aufwuchs. Sollte ich auf die Chance verzichten auf die Uni zu gehen, nur weil andere es nicht können?
      26 13 Melden
    • Selbstdenker97 16.07.2017 23:57
      Highlight @neutrino

      Seventhinkingsteps sagt eigentlich schon alles. Das System, dass mich wohlhabend macht, macht andere arm.

      Es wäre Feige nichts zu machen und einfach passiv von der Ausbeutung zu profitieren.
      13 4 Melden
    • neutrino 16.07.2017 23:59
      Highlight JaneSoda: doch kritisieren kann man - aber wer findet, dass unser System schlecht ist, sieht die Relationen nicht. Unser System (Rechtstaat, Rechtssicherheit, soziale Sicherheit, etc.) ist eines der Besten der Welt.

      Man kann auch sagen, Federer ist ein schlechter Tennisspieler - weil auch er Schwächen hat - ok, dann ja.

      7 13 Melden
    • neutrino 17.07.2017 11:52
      Highlight Es geht überhaupt nicht um eure Ideen - auch nicht um eure hehren Absichten, die Armut reduzieren zu wollen. Schlussendlich wird jedoch alles an den Taten gemessen.

      Wenn nun ein SVPler oder FDPler mit seinem Unternehmen Arbeitsplätze schafft, dann tut er viel mehr zu Reduzierung der Armut (in der Schweiz) als irgendwelche randalierenden (oder auch nicht randalierenden) Kapitalismuskritiker.

      Das gleiche gilt wie gesagt für chinesische Unternehmer in Afrika: die schaffen Arbeitsplätze, die zeigen Perspektiven auf - auch wenn der Gedanke dahinter kapitalistischer nicht sein kann.
      3 2 Melden
    600
  • christian_denzler 16.07.2017 19:33
    Highlight Der Artikel zeigt gut auf, dass in Hamburg grösstenteils keine Linken sondern dämliche Hooligans auf den Strassen waren.
    50 33 Melden
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  • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:10
    Highlight "Engagiert euch politisch und demokratisch", haben sie gesagt.

    Wisst ihr, was mit Sozialisten passiert, die auf demokratischem Wege an die Macht gelangen?

    "Salvador Guillermo Allende Gossens war ein chilenischer Arzt und Politiker. Von 1970 bis 1973 war er Präsident Chiles. Seine Präsidentschaft war der Versuch, auf demokratischem Wege eine sozialistische Gesellschaft in Chile zu etablieren. Allende wurde durch einen Militärputsch im Jahr 1973 gestürzt, in dessen Verlauf er Suizid beging."

    Richtig, man wird durch die CIA ermordet! Juhee!
    43 57 Melden
    • Sharkdiver 17.07.2017 06:28
      Highlight 🤣🤣
      3 5 Melden
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  • Firefly 16.07.2017 18:38
    Highlight Na wie gesagt, dann sollen sie den Gipfel nächstes Mal in Moskau machen und Moskau und Washington auch gleich verpflichten mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Europa muss ja nicht immer den Karren anderer aus dem Dreck ziehen müssen.
    36 11 Melden
    • Dagobert Duck 16.07.2017 21:45
      Highlight Mmh. Wann hat Europa den Karren aus dem Dreck gezogen? Es gibt meines Wissens kein Kontinet, der über Jahrhunderte so zahlreich in Kriege verwickelt war. Bis zu den beiden Weltkriegen, die ihren Ursprung in Europa hatten... Bisher hat Europa nicht einmal Konflikte auf dem eigenen Kontinent ohne die Hilfe dritter gelöst (ich denke an den Balkan-Krieg in den Neunzigern
      13 16 Melden
    600
  • Zimbo 16.07.2017 18:10
    Highlight Eigentlich habe ich mich auf eine Analyse gefreut, wie der Artikel ankündigte. Doch eine Analyse beruht auf möglichst differentierten Argumenten und verifizierbaren Fakten. Von einer Analyse lerne ich etwas Neues, sie repetiert nicht nur Gemeinplätze. Dies hier war höchstens eine Kolumne - höchstens - oder einfach (je nach politischer Haltung vielleicht stimmiges) Stammtischgeschwafel.
    48 17 Melden
    600
  • canoe58 16.07.2017 18:02
    Highlight Lieber Herr Blunschi, ich habe das Gefühl, dass hier ein Wohlstandsjournalist Demonstrantenbashing betreibt, weil man so schön mit dem Mainstream schwimmen kann. In China riskieren Journalisten ihr Leben wenn sie sich kritisch äussern. Bei uns, wo man als Journalist relativ wenig riskiert, kritisiert man dennoch oft lieber die Mächtigen gar nicht, sondern betreibt Empörungsbewirtschaftung. Was mich vor allem stört, ist dass Sie nicht die Randalierer kritisieren (da wären wir uns einig) sondern ausdrücklich die Demonstranten.
    69 21 Melden
    600
  • beaetel 16.07.2017 17:49
    Highlight Und die Politiker? Schlafen auf dem kalten Boden, bei Wasser und Brot? Was für ein dümmlicher Titel, für Jugendliche, denen nicht alles scheissegal ist oder denen es nur um Geld und Macht geht!
    37 22 Melden
    600
  • Raphael Stein 16.07.2017 17:11
    Highlight Die Wohlstandsjugend,
    die ist sicher nicht in Hamburg an der Demo gewesen. Das waren grad die anderen.

    Und die haben zwar mehr als bloss die offene Nacht über dem Kopf, so verglichen mit anderen auf diesem Planeten, aber langsam fragen sich einige Leute vom Speckgürtel in Europa, schon was die ganze Sache mit dem offen gezeigten, menschenverachtendem Neolieberlisus genau für die ganze Gesellschaft in Zukunft soll.
    Die da, die am Gipfel nett parliern, zünden nicht bloss Autos an, sondern ganze Länder.
    Ich finde beides verschissen.



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    • Echo der Zeit 16.07.2017 18:27
      Highlight Mann Schlachtet Lieber die Ausschreitungen aus - als sich unbequeme Fragen zu stellen - die Made friert nicht wenn der Speckmantel sitzt.
      30 32 Melden
    • häfi 16.07.2017 18:52
      Highlight Es sind doch immer die Anderen.
      17 11 Melden
    • Selbstdenker97 16.07.2017 20:34
      Highlight Nein häfi es sind alle!
      9 5 Melden
    600
  • malu 64 16.07.2017 16:38
    Highlight Es geht darum, das sich jemand gegen diesen absoluten, perversen Leerlauf auflehnt und nicht zu Allem ja und Amen sagt! Die Interessen sind da so verschieden wie die Menschen!
    Diese Treffen bringen ja rein gar nichts!
    42 116 Melden
    • Gleis3Kasten9 16.07.2017 17:08
      Highlight Also ja zum Abfackeln von Arbeiterautos, ja zum Ausräumen und Beklauen von Lebensmittelläden oder zumindest zerdeppern von eben diesen? Da wird der Donny ja sowas von gezittert haben, huch!
      110 18 Melden
    • malu 64 16.07.2017 18:10
      Highlight Das sind Kollateralschäden!
      15 101 Melden
    • Echo der Zeit 16.07.2017 18:22
      Highlight Wie viele Arbeiterautos und Lebensmittelläden wurden denn Abfackelt und Ausgeräumt? In vielen Europäischen Grossstädten Passiert das jedes Wochenende, auch ohne G8 Treffen. Oder sind die Zahlen genau so Manipuliert wie die der Verletzten Polizisten?
      15 68 Melden
    • Firefly 16.07.2017 18:54
      Highlight Nein zu Krieg in Syrien, Nein zu internationaler Korruption und Steuerhinterziehung oder Steuerflucht, Nein zu Waffenhandel, Nein zu Rechtlosigkeit, Nein Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Nein zu...
      26 6 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:12
      Highlight Sterben in Afghanistan Zivilisten durch einen Luftschlag zuckt ihr nicht mit der Wimper, brennt ein Auto bricht die Welt zusammen. Wacht auf, verdammt!
      45 46 Melden
    • Wisegoat 16.07.2017 19:19
      Highlight @malu64: dich würde ich gerne mal treffen. wir würden bestimmt schnell gute freunde....
      6 10 Melden
    • Lukas von Allmen 16.07.2017 21:33
      Highlight @seventhinkingsteps ich hab da ein Gesicht für dich:

      Ihr predigt Frieden und verabscheut Kriege doch zuhause ihr viel Hass und die Gewalt liegt euch in der Wiege.

      Und damit sind die Randalierer ägemeint und nicht die friedlichen Demos. Nur damit du nicht denkts dass ich pauschalisiere.
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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 23:17
      Highlight @Lukas von Allmen

      Kann ich nicht beides schlecht finden?

      Wo genau habe ich gesagt, dass man Autos anzünden soll?
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    • The Origin Gra 17.07.2017 09:33
      Highlight @seventhinkingsteps:
      Ich finde es schlimm was in Afghanistan passiert, besonders weil die Scheisse einerseits Schuld der Sowjets aber eben auch der CIA, MI7, ISI und Saudi Arabiens war.

      Also fast ausnahmslos jene Leute die heute Bomben auf Dörfer und Hochzeiten feuern und dabei im Kuscheligen Kontrollzentrum irgendwo am anderen Ende der Welt sitzen.

      Aber ich würde nie Steine auf Polizisten werfen, nie Läden Plündern oder Autos und dergleichen Abfackeln solange ich noch nicht in den Demokratischen Rechten stark eingeschränkt bin.
      Was bringt das alles? Nur noch mehr Verständnis für die Reichen
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    • Firefly 17.07.2017 12:11
      Highlight @The Origin Gra natürlich nicht, aber warum redet man immer nur über die, die Steine werfen oder Läden plündern? Selbst in der Medien sind nur diese präsent obwohl es viele friedliche und auch kreative Proteste gab.
      1 1 Melden
    • malu 64 17.07.2017 14:11
      Highlight Wiederstand und Ungehorsam fängt im kleinen an. Eines Tages wird es eine Änderung geben!
      2 2 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 14:19
      Highlight @Firefly: Ich fand die Berichtserstattung ebenfalls sehr Einseitig (Man hatte fast das Gefühl das man wegen Mutti Merkel und Macron lieber nicht zu viel Kritik bringen wollte, der eine hatte gerade Wahlkampf ist also ein noch Zerbrechliches Politpflänzchen und die andere wird heuer Wahlkampf haben) .

      Ich fand die Bootsdemo von Greenpeace gut oder die Zombidemo.
      Aber sonst habe ich nicht mehr wirklich was von den Demos gehört, was gabs eigentlich sonst noch ausser Randale? Man wird ja Weit und Breit nicht Informiert von den Qualitätsmedien ;(
      1 3 Melden
    600
  • Rendel 16.07.2017 15:58
    Highlight Ihre und meine Generationen, Herr Blunschi haben diese sogenannt wohlstandverwöhnte Jugend hervorgebracht. Die Analsyse müsste dann auch in die eigenen Reihen gehen. Jede Jugend will die Welt verbessern. (Ich meine nicht den schwarzen Block, der vertritt ja nicht die Jugend, wird aber auch von unserer Gesellschaft hervorgebracht.)

    Nicht für jeden ist diese Welt so in Ordnung, wie sie ist. Auch nicht für die, die ein warmes Bett besitzen.
    Ein G20 Gipfel bei dem Betroffene ausgeschlossen sind, die manche Beschlüsse betreffen, ist höchst undemokratisch. Dagegen kann man ruhig auf die Strasse!
    93 25 Melden
    • Peter 16.07.2017 17:17
      Highlight Das kann man natürlich. Aber wie wäre mit etwas kreativeren Formen des Protests, statt einfach antikapitalistische Parolen zu skandieren?
      84 37 Melden
    • Rendel 16.07.2017 17:24
      Highlight Sie wissen ja nicht was die Menschen in ihrem Leben sonst tun und wo sie sich engagieren. Wieviele Demomstranten haben sie denn interviewt?
      30 32 Melden
    • Rendel 16.07.2017 17:39
      Highlight Ich fand die Aktion der G20 Zombies übrigens kreativ. Vielleicht können sie mir ein Beispiel geben, was sie denn als kreativ empfinden würden.
      47 11 Melden
    • beaetel 16.07.2017 17:51
      Highlight Man weiss ja gar nicht, wer wie kreativ war, da die Krawalle alles überschatteten.
      34 1 Melden
    • stadtzuercher 16.07.2017 18:43
      Highlight Peter, Protest muss nicht kreativ sein (zur Unterhaltung der wohlstandsgenährten Jouranlistenzunft), sondern effektiv. Ich danke jenen, die was tun, im Gegensatz zu jenen, die nur lamentieren und von der Ungleichheit profitieren.
      31 21 Melden
    • Firefly 16.07.2017 18:56
      Highlight Es gab massenweise kreativen Protest, es wird nur nicht darüber berichtet und gesprochen, nur über die Minderheit der Gewalttäter.
      32 4 Melden
    • Rendel 16.07.2017 20:01
      Highlight Parolen für eine intakte Umwelt, für Menschenrechte, gegen Krieg, sind pro Leben für alle. Ich las solche Parolen auf Plakaten. Ist das Antikapitalismus?
      8 7 Melden
    • Selbstdenker97 16.07.2017 20:40
      Highlight @Peter

      Es gab zig andere Protestformen nur hat Watson nicht über diese berichtet.
      Vieleicht wissen Sie ja auch einfach nichts davon weil Sie nicht da waren und Ihre Artikel auf Grund der Meldungen von Polizei und Nachrichtenagenturen geschrieben werden.
      Ausserdem ist es nicht so das wir nur durch Kapitalismus in der Lage sind warme Betten zu bauen. Nur werden die dann vieleicht vom Schreiner aus der Region und nicht von Ikea gemacht.
      19 3 Melden
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  • Regula Sterchi 16.07.2017 15:56
    Highlight Woher wollt ihr wissen, WER sich einsetzen würde, wenn die Lage weniger komfortabel wäre? Und es gibt durchaus auch Lösungsansätze aus der Richtung. Ein Grundeinkommen zB.

    "Errungenschaften des Kapitalismus" (ob es die ohne nicht gäbe, wag ich zu bezweifeln) nicht zu nutzen, wäre btw Schwachsinn. Denn weder Anarchismus & Antikapitalismus noch die Linke im Allgemeinen sind per se Fortschrittsfeindlich.

    Wer seine schüssel ausleckt, nur weil er den Erfinder nicht mag, ist nicht links, sondern DUMM.

    Das ist Geschwafel. Würde gut zum Geschreibsel der Weltwoche passen.
    40 67 Melden
    • häfi 16.07.2017 17:37
      Highlight Oder passt irgendwie nicht in deine Ideologie?
      28 15 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 09:38
      Highlight Anarchie endet genau da wo der Marktradikalismus (Freier und Unkontrollierter Markt über alles) endet, im Faustrecht auch bekannt dem Recht des stärkeren was Unweigerlich in einer Diktatur endet.

      Es wäre ja schön wenn Anarchie im Grossen Rahmen (Nein Reitschule und Rote Flora sind nicht Repräsentativ da nur eine kleine Gruppe gleichgesinnter dieses Ziel haben und damit keine Spannungen entstehen) funktionieren würde, tut sie aber nicht.

      Darum ist Anarchie genauso wenig eine Lösung wie der absolut Freie Markt.
      6 0 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 11:20
      Highlight @The Origin Gra

      In Spanien haben mehr als 2 Millionen Menschen friedlich in Anarchie gelebt. Bildung war für alle zugänglich, die Produktion stieg erheblich an, Frauen waren voll gleichberechtigt. Das Recht des Stärkeren und Sozialdarwinismus ist heute die Realität in der Wirtschaft und Gesellschaft, nicht in der Anarchie.

      Der Mensch ist weder egoistisch noch altruistisch, doch das System, in dem er lebt, zwingt ihn zum einen oder zum anderen.
      3 2 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 12:01
      Highlight Der Mensch ist Süchtig nach mehr.
      Das ist die Triebfeder unseres Technischen Erfolges aber auch unser Verderben.

      Eine Weltweite Anarchie halte ich für Utopie, es findet sich immer jemanden der das System ausnutzt, auch in der Anarchie.

      P.S. Hatte diese Anarchie einen Namen?
      4 0 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 19:04
      Highlight Wie würdest du ein anarchistisches System ausnutzen?

      Nein, keinen spezifischen Namen. Google einfach "Anarchismus in Spanien", "Revolutionäres Katalonien". Ein gutes Buch ist "Hommage an Katalonien" von George Orwell, der im spanischen Bürgerkrieg auf Seite der Anarchisten kämpfte. Eine preisgekrönte Doku mit Aussagen von Zeitzeugen ist "Living Utopia", ist auf Youtube zu finden.
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    • The Origin Gra 17.07.2017 20:31
      Highlight Und trotzdem wurden die Anarchisten geknechtet von den Francisten, sabotiert aus den eigentlich gleichen Reihen ☹

      Wie ich das Ausnutzen würde? Waffengewalt einsetzen würde ich, Leute aufstacheln und um mich scharren, Herrschaft der Stärkeren eben.
      Eine Ordnungsmacht die mich frühzeitig stoppen würde gäbe es in der Anarchie nicht oder nicht genügend.
      Ich könnte Leute auch Ausnutzen.
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    • The Origin Gra 17.07.2017 20:44
      Highlight @seven: Aber danke für Deine Quellen, werde mich mit Freuden reinarbeiten.
      Ich träume eigentlich auch von so einem System doch ich bin Pessimist und Traue der Menschheit, welche eigentlich nur am Anfang halbwegs Human lebte vor Zehntausenden von Jahren, keine wirkliche Soziale Evolution mehr zu ☹
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 20:59
      Highlight Hä was, wie meinst du "gleiche Reihen"? Also Franqisten waren Faschisten und Franco's Diktatur ein von Hitler und Mussolini unterstütztes faschistisches Regime. Also Anarchisten und Francisten sind politische Feinde.

      Franco war zuvor General der zweiten spanischen Republik, schlug mehrere anarchistische Aufstände nieder und wurde dann durch einen Putsch zum Diktator.

      Gegen was willst du die Leute aufstacheln und was würdest du ihnen als Belohnung versprechen? Wieder in Lohnarbeit für Kapitalisten zu arbeiten? Da hätte keiner mit gemacht. Für was willst du kämpfen wenn du in Freiheit lebst?
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 21:06
      Highlight @The Origin Gra

      Ich kann deinen Pessimismus gut verstehen. Es ist ein ziemlich grosses Streitthema unter Linken, ob der Kapitalismus überwindbar ist. Manche glauben, er wird sich selbst abschaffen, weil er keine Lösungen für seine inhärenten Widersprüche präsentiert. Andere sind pessimistischer und glauben, dass die besitzende Klasse es immer irgendwie schaffen wird das System so umzuformen, dass es noch Jahrzehnte weiter leben kann. Was jedoch sicher ist ist, dass uns natürliche Ressourcen ausgehen werden und Umweltschutz und Profitlogik nicht vereinbar sind.
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    • The Origin Gra 17.07.2017 23:43
      Highlight 1. Na die Republikaner und Stalins Kommunisten haben sie zuerst Bekämpft, dann geduldet und dann wieder bekämpft was zum Sieg der Francisten führte weil die Effektivste und motivierteste Gruppe der Francogegner empfindlich geschwächt wurde.

      2. Macht über andere, Gewalt über andere, Zusammengehörigkeitsgefühl über klar Abgrenzbare Attribute. Je einfacher die in Aussicht gestellten befriedigten Triebe um so besser. Ist leider so oder wie willst Du mir den NS Aufstieg erklären? Die Juden wurden zum Freiwild erklärt und der Pöpel sprach bestens drauf an, die Gesellschaft degenerierte massiv
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    • The Origin Gra 17.07.2017 23:49
      Highlight Anarchie hat zudem ein ganz Praktisches Problem. Welche Regeln des Zusammenseins gelten? Wer definiert sie und wenn sie definiert werden, wer setzt sie durch (z.B. wer amdet Straftäter wie Mörder, Vergewaltiger usw.?)
      Sobald Du nur ein Gesetz- resp. Regelbestimmendes oder Exekutives Element hast, ist es wieder ein Staat und Streng genommen keine Anarchie in Reinform mehr.
      Ausser natürlich Du machst eine Mischform doch dann tun sich irgendwann mal Typische Staatsprobleme auf, schau mal wie viele Gesetze es früher in der Schweiz gab.
      Wie sagt man so schön? Gelegenheit macht Diebe.
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  • Micha Moser 16.07.2017 15:23
    Highlight Gut geschriebener Artikel! Denn es gibt riesen Unterschiede zwischen "Demonstranten" und Demonstranten.
    59 18 Melden
    • beaetel 16.07.2017 17:52
      Highlight Demonstranten und gewalttätigen Kriminellen
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  • smoking gun 16.07.2017 14:30
    Highlight Hier ein gutes Beispiel was für üble Projekte an solchen Gipfeltreffen beschlossen werden. "Marshall-Plan" für Afrika. Ich wünsche mir sehr, hier bei Watson auch mal einen solchen Beitrag lesen zu dürfen. Von wegen engagieren und nicht nur protestieren und so ...






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    • Rendel 16.07.2017 15:14
      Highlight Danke für das Video smoking gun!
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    • Echo der Zeit 16.07.2017 18:16
      Highlight Die Krawalle auszuschlachten ist interessanter.
      19 8 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:32
      Highlight Der Unterschied zu Kolonialmächten, die Afrika aufteilen, ist echt nicht gross.
      14 3 Melden
    • PeteZahad 16.07.2017 20:55
      Highlight Das Problem ist die Korruption vor Ort resp. die Kontrollierbarkeit. War sicherlich nicht schlecht gemeint. Was wäre aus deiner Sicht eine bessere Lösung? Kein Marshall Plan und Entwicklungshilfe einstellen?
      8 3 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 22:18
      Highlight Eine Lösung, die nicht profitorientiert ist.

      Natürlich macht es keinen Sinn, nicht auf Vorzüge der Automatisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzugreifen. Künstliche Arbeitsbeschaffung ist natürlich ökonomischer Schwachsinn, auch aus antikapitalistischer Perspektive.

      Es geht darum, die Vorteile an die Bevölkerung zurückzugeben, statt alles abzuschöpfen. Der Profit muss restlos in Afrika bei den Betroffenen bleiben, durch Investition in Bildung, Infrastruktur etc. Eine echte Investition in das Land halt, nicht nur Scheininvestition durch geringbezahlte Lohnarbeit.
      8 3 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 09:40
      Highlight @seventhinkingsteps:
      Wäre schön wenn das klappen würde nur müsste man das Global machen.

      Doch das lässt sich nicht Umsetzen, das ganze System würde kollabieren, zu viele würden zu viel verlieren. Der Widerstand wäre beträchtlich.

      Leider.
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    • PeteZahad 17.07.2017 22:52
      Highlight @seventhinkinsteps
      Ich gebe dir Recht, wie es sein müsste. Es ist aber so, dass Investitionen und Unterstützung Gelder nur zu oft in den Taschen lokaler Politiker landen, das Geld verwändet und nicht dort ankommt wo es sollte auch ohne das zutun der G20 Nationen. Hast du konkrete Vorschläge wie sich das vermeiden lässt? Ich höre immer nur was alles falsch gemacht wird und wie es sein müsste. Aber konkrete umsetzbare Vorschläge höre ich nicht.
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  • rodolofo 16.07.2017 14:30
    Highlight Der "Linke Wutbürger" krankt genauso an angestauten Aggressionen und Frustrationen, wie der "Rechte Wutbürger", lässt diese aber anders raus.
    Blitzableiter für "Linke Wutbürger" sind Symbole der Reichen und Mächtigen, wie protzige Autos und Tempel-artig gebaute Banken-Gebäude. Diese werden dann mit Molotowcocktails, oder -harmloser- mit Farbbeuteln beworfen. Die Polizei wird als Erfüllung-Gehilfin der Bourgeoisie gesehen, die nur das Eigentum der Kapitalisten schützt.
    Mir ist das verständlicher und sympathischer, als wenn Asylheime angezündet und Flüchtlinge zusammengeschlagen werden...
    79 138 Melden
    • Bene86 16.07.2017 14:40
      Highlight Falsch. Die Idioten demolieren kleine Cafes und Kleidergeschäfte und fressen danach in MC Doof!
      111 25 Melden
    • Hoppla! 16.07.2017 15:07
      Highlight Mir ist Hepatitis auch sympathischer als AIDS, trotzdem gilt es beides rigoros zu bekämpfen.
      103 9 Melden
    • gnp286 16.07.2017 16:17
      Highlight Hast du schonmal gesehen, welche Autos angezündet werden? Meist sind das nicht die Limousinen der oberen 10000, sondern die Twingos von irgendwelchen armen Schweinen, die sich das Geld für einen Twingo am Mund abgesparen mussten.

      Wenn diese Klappspaten die Karre vom Donald abfackeln würden, würde ich ebenfalls jubeln. Aber irgendwelchen unbeteiligten die Autos anzuzünden und Schaufenster einschlagen finde ich eifachnur peinlich und schwach.
      89 9 Melden
    • rodolofo 16.07.2017 17:03
      Highlight Ja klar! Ich versuche ja nur, die Extremisten etwas differenziert zu betrachten!
      Auch ich halte es nicht für sinnvoll, alles kurz und klein zu schlagen, bevor die neue Gesellschaftsordnung errichtet wird!
      Übrigens fielen die Schuhe von Imelda Marcos nicht linken Vandalen, sondern einer Überschwemmung nach einem Taifun zum Opfer.
      Die Natur wütet immer noch am heftigsten.
      Ihr Zorn stellt alles in den Schatten, was diese Globalisierung-Gegner anrichten können.
      Also beruhigt Euch wieder!
      10 36 Melden
    • malu 64 16.07.2017 19:23
      Highlight Wir sind auch ein Teil der Natur und können zum Taifun werden!
      5 17 Melden
    • Maragia 16.07.2017 23:00
      Highlight Rodolofo zeigt mal wieder sein wahres linksextremes Gesicht!
      10 4 Melden
    600
  • raphe qwe 16.07.2017 14:13
    Highlight Ich bin wohl Teil dieser Wohlstandsjugend. Durch meine Eltern habe ich viel Luxus im Vergleich zu anderen. Ich habe nicht viele mich persöhnlich betreffende Gründe um auf der Strasse zu demonstrieren. Trotzdem ist die Argumentation des Autors nicht koheränt. Sie mag in diesem Fall vielleicht auf den ersten Blick funktioniere, aber auch nur, weil die Demonstranten gewaltbereit waren und niemand findet das gut. Aber die Demosnstranten haben ja, in ihren Augen, nicht für sie selbst, sondern für die Gesellschaft und die Armen demonstriert.
    44 115 Melden
    • Karl33 16.07.2017 14:47
      Highlight Es war nur ein winziger Teil der Demonstranten gewaltbereit. Auch unter den G-20 Chefs finden sich gewaltbereite Typen. Trotzdem habe ich noch keinen Journi schreiben sehen, dass deswegen alle G20 Regierungen gewaltbereit seien.
      45 19 Melden
    • neutrino 16.07.2017 18:53
      Highlight Für die Armen demonstriert? Ist ja wohl ein Witz - auf welche Weise konkret soll diese Demo den Armen dieser Welt nützen? (darauf zielt auch der Artikel ab) Und kennst du einen (nur genau einen!) wirklich Armen dieser Erde, welcher diese Demo gut fand?

      Für Leute, welche sich wirklich in der Scheisse befinden (bspw in Schwarzafrika, Bangladesh, Venezuela) sind diese besoffenen Wohlstands-Iphone-demonstranten doch völlig absurd.
      26 6 Melden
    • Selbstdenker97 16.07.2017 20:52
      Highlight Neutrino

      Nein diese Leute unterstützen die Proteste. Wie ein türkischer Demonstrant aus Istanbul bei Auflösung der Welcome To Hell Demo sagte: "Dies ist, was im Gezi Park passiert ist". Für Sie spielt es keine Rolle ob die Unterdrücker aus Ihrem Land oder von sonst wo aus der Welt kommen.
      4 9 Melden
    • neutrino 16.07.2017 22:20
      Highlight Selbstdenker97

      Nein, meiner Meinung nicht - obwohl ich die Ideen und Grundgedanken der Demonstranten durchaus teile.

      Aber die Demonstranten haben de facto null Wirkung und null konkrete Lösungsansätze.

      Aus eigener Erfahrung weiss ich: ein armer Schwarzafrikaner bspw. will konkrete Perspektiven, Jobmöglichkeiten, etc. Diesbezüglich haben die oberkapitalistischen Chinesen, welche massiv in Afrika investieren, viel mehr Wirkung als die randalierenden pseudoideologischen Wohlstandsdemonstranten in Westeuropa. Diese haben wohl hehre Ziele - in Praxis erreichen tun sie genau nix.
      6 3 Melden
    • Selbstdenker97 17.07.2017 00:06
      Highlight Würden die von Ihnen als Wohlstandsdemonstranten bezeichneten Leute so viele Mittel wie der Chinesische Staat haben würden Sie sicherlich auch einiges an perspektiven bieten (zb den Afrikanern).
      Ausserdem gibt es in DE Ghettos(auch wenn Merkel das leugnet) das ist noch mal eine andere Liga arm zu sein als in der Schweiz.
      4 4 Melden
    • neutrino 17.07.2017 11:56
      Highlight In Afrika gibt es mehrheitlich chinesische Privatinvestoren - auch sehr kleine, die mit paar tausend Franken operieren bzw. angefangen haben. Diese paar tausend Franken aufzutreiben (per Crowdfounding zB.) ist absolut machbar.

      In DE gibt's es Hartz IV - das ermöglicht jedem ein soziales Minimum. Aus globaler Sicht hat das mit Armsein nichts zu tun.



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  • Ökonometriker 16.07.2017 14:08
    Highlight Interessanter Artikel. Aber der Aufruf zur Tobin-Tax, gerade nach einem feurigen Plädoyer für die Globalisierung wirkt etwas deplatziert. Sie würde ja für Investoren aus reichen Ländern zu zusätzlichen Kosten und Risiken führen, wenn sie in arme Länder investieren. Entsprechend weniger würde in instabilere Regionen investiert, um möglichst wenig zu handeln - mehr Geld bleibt in den reichen Staaten.

    Besser wäre beispielsweise eine Immobiliengewinnsteuer die die Wertzunahme von Immobilien als Haupttreiber der Vermögensungleichheit besteuert...
    19 24 Melden
    • Peter 16.07.2017 17:21
      Highlight Ich bin kein feuriger Anhänger der Globalisierung. Und bei der Tobin Tax kommt es darauf an, wie man sie ausgestaltet. Die erwähnte Immobiliensteuer hingegen würde auch den Mittelstand treffen.
      14 9 Melden
    • Ökonometriker 16.07.2017 18:57
      Highlight Die Tobin-Tax wurde vornehmlich für Währungstransaktionen vorgeschlagen. Für Securities gibt es ja bereits die Stempelabgaben. Meine Aussage fusste daher auf dieser gängig geforderten Ausgestaltung.

      Die Immobiliengewinnsteuer würde den Mittelstand aber viel weniger stark treffen als die Tobin-Tax: jeder hat eine Pensionskasse oder wechselt Geld, aber nur wenige besitzen Wohneigentum welches sich stark aufwertet. Und wer dieses Glück hat, kann ruhig ein wenig von der Aufwertung abgeben - oft liegt sie ohnehin an der vom Staat geschaffenen neuen Infrastruktur.
      8 1 Melden
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  • Grundi72 16.07.2017 14:02
    Highlight Vielen Dank für diesen Top Artikel! 👌
    51 48 Melden
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  • herrderfliegen 16.07.2017 13:47
    Highlight Sie wollen uns also sagen, wenn jeder sein Bett, sein Dach über dem Kopf, sein Iphone und einen voller Bauch hat, gibt es nicht mehr zu kritisieren. Ha! Klar, ist legitim! Dann wurde bei Ihnen erreicht, was zu erreichen gewollt war. Und dann argumentieren Sie noch, ein Protest sei nur berechtigt, wenn es danach zu Verhaftungen kommt. Wurde in Hamburg niemand verhaftet? Ach ja, Russland ist ja auch kein "Rechtsstaat". Keine Logik in Ihrer Argumentationskette zu erkennen, aber Hauptsache man hat etwas geschrieben, oder?
    11 19 Melden
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  • Randy Orton 16.07.2017 13:45
    Highlight "... obwohl es nicht falsch ist, dass die wirtschaftlich führenden Länder sich um Regeln für die Globalisierung bemühen."
    Doch, genau dies ist falsch, denn wenn nur die Gewinner die Regeln diktieren, wird geschaut, dass sie auch weiterhin noch mehr gewinnen können und dies auf Kosten anderer. Und das ist es, was unser System so kaputt und falsch macht.
    Übrigens sind ihre subtilen Gewaltfantasien falsch am Platz, nur weil man in China als Demonstrant mehr zu befürchten hat, heisst das nicht, dass man hier in Europa Unrecht nicht anklagen soll.
    79 55 Melden
    • neutrino 16.07.2017 22:24
      Highlight Die Globalisierung hat nachweislich die Armut auf dieser Erde reduziert.
      6 5 Melden
    • Randy Orton 17.07.2017 00:16
      Highlight Neutrino: Und die Schere zwischen Arm und Reich hat nachweislich in den letzten Jahren massiv zugenommen und wächst ständig weiter.
      5 2 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:17
      Highlight @neutrino

      * Die durschnittliche und absolute Armut.

      Relativ gesehen siehts anders aus:

      Besitze ich 30'000 Franken im Jahr und du 80'000 in einem Jahr und nächstes Jahr besitzen wir beide das Doppelte, sprich ich 60'000 und du 160'000, steigt der durchschnittliche Reichtum und es geht uns beiden absolut gemessen besser. Womöglich bin ich jetzt sogar über der Existenzgrenze.

      Relativ zu dir bin ich aber noch ärmer wie vorher. Vorher besasst du 50'00 mehr, im nächsten Jahr bist du aber um 100'000 Franken reicher als ich. Die Differenz verdoppelt sich ja auch.
      9 1 Melden
    • neutrino 17.07.2017 12:01
      Highlight Das ist wohl der Unterschied: ich find's besser, wenn ich 60'000 habe statt 30'000 - dann kann ich ev. sogar eine Familie durchbringen damit.

      Und was störts mich, ob jetzt du 160'000 hast - im Gegenteil, mag's dir gönnen.
      1 1 Melden
    • Randy Orton 17.07.2017 15:52
      Highlight @neutrino, wenn dein Lohn aber weniger stark steigt als die Lebenshaltungskosten ansteigen, wird es eng, auch wenn sich der Lohn verdoppelt.
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  • sven_meye 16.07.2017 13:44
    Highlight Hoffentlich werden diese Hobby-Chaoten für eine Weile eingelocht. Dasselbe mit den Hooligans, die meisten von denen interessieren sich gar nicht für den Sport, es geht nur darum, im Schutz der Anonymität das Gesetz zu brechen.
    109 27 Melden
    600
  • aglio e olio 16.07.2017 13:44
    Highlight Demnach darf also nur protestieren wer sich der Gefahr aussetzt niedergeknüppelt zu werden oder im Knast zu verschimmeln.
    Die Tatsache dass es in reichen, freien Ländern mehr und mehr Globalisierungverlierer gibt, die Ungleichheit immer grösser wird und der Einfluss des Souverains auf die Gesellschaftentwicklung immer kleiner wird während jener der Konzerne stetig wächst, nehmen wir hin bis es für "wehret den Anfängen" zu spät ist.
    Wie lange müssen wir noch warten bis wir es schlecht genug haben um das Maul aufreissen zu dürfen?
    71 58 Melden
    • G. Schmidt 16.07.2017 14:24
      Highlight Maul aufreissen = Quartierladen um die Ecke zerstören?

      In einer Demokratie haben wir ein Stimmrecht, von dem die Chaoten wohl kaum gebrauch machen.
      Friedlich demonstrieren ist ja kein Problem. Und mit harter Arbeit, wie im Artikel beschrieben, ist mehr erreichbar...
      79 22 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 14:31
      Highlight Nehmen sie als Beispiel den Aufstand der Ungarn 1956. Den Ungarn ging es schlecht genug, ich würde sagen in etwa vergleichbar mit der Situation in der Türkei heute. Das hat ausgereicht um aktiv den Kampf aufzunehmen und zwar nicht indem man den lokalen Supermarkt geplündert hat oder ein paar Autos anzündete. Da musste man sich eine Kalaschnikow greifen und auf den Mann oder später den Panzer halten. Das hat viel Blut gekostet und sehr viel Tod und Leid gebracht. So schlecht geht es und dann eben doch nicht, als das wir willens wären diesen Blutzoll zu bezahlen.
      40 15 Melden
    • DinoW 16.07.2017 15:01
      Highlight Woher nimmt G. Schmidt die Gewissheit, Protestierende nähmen ihr Stimmrecht nicht wahr? Und woher die Gewissheit, dies löse Probleme, wenn die Politik einen gewaltigen Anreiz hat, dies nicht zu tun?
      17 7 Melden
    • Rendel 16.07.2017 16:22
      Highlight kleiner_Schurke, in Ungarn ging es um die Bedürfnisse der Leute selber. Bei Demos gegen G20 geht es vielen Denosntranten um eine gerechtere Verteilung weltweit und um Weltprobleme. Man darf das nicht vergleichen, wie auch Herr Blunschi es tut. Der sogenannt schwarze Block, ja, der ineressiert sich nur für sich selber. Aber es waren ja noch viel mehr Leute da.
      19 8 Melden
    • gnp286 16.07.2017 16:48
      Highlight @DinoW: Sonst gibts auch noch das passive Wahlrecht. Wenn genug Leute die momentane Politik schlecht finden, ist die Chance gross, dass Du gewählt wirst. Dann bist DU die Politik (oder zumindest ein Teil davon). Das ist der Vorteil, den wir hier haben. Aber neeeein, stattdessen geht man Autos abfackeln wie pubertierende Bubis. Denkt wirklich jemand, dass die Message der Globalisierungsgegner und der Antifa-Vollidioten so besser ankommt?
      7 6 Melden
    • G. Schmidt 16.07.2017 17:01
      Highlight @DinoW
      Die schlauen Anarchisten argumentieren noch damit, dass sie den Staat nicht anerkennen bzw. legitimieren möchten.
      Gibt aber genug Idioten, die nur für die Action kommen (vor allem im Bezug auf die Randalierer).

      Sind Sie in der Meinung, das Steine werfen mehr nützt?
      7 4 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 17:16
      Highlight @Rendel Um eine gerechtere Verteilung Weltweit geht es also. Und warum kann man sich nicht für eine gerechtere Verteilung einsetzten ohne dass der Park nachher voll geschissen ist du Autos brennen?
      11 7 Melden
    • Rendel 16.07.2017 17:27
      Highlight Wie ich schon erwähnte und das du ignorierst, es waren ja nicht nur Demolierer da. Über den Rest wurde nur kaum etwas berichtet. Der grösste Teil der Demonstranten blieb friedlich.
      7 7 Melden
    • neutrino 16.07.2017 21:54
      Highlight @aglio e oglio: "bis wir es schlecht genug haben"? Mach mal die Augen auf, geh mal in andere Länder - dann wirst du erkennen, dass es den Schweizern gar nicht mal so schlecht geht. Dem Grossteil der Asiaten und Afrikaner gehts massiv schlechter als den Ärmsten (=Sozialhilfeempfänger) in der Schweiz. Ist immer eine Frage der Perspektive.

      5 2 Melden
    • Rendel 16.07.2017 22:25
      Highlight Ja, und weil es eine Frage der Perspektive ist, gehören sie dann aber zu den ersten, die gegen sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge wettert, neutrino. Weil sie ständig den Betrachtungswinkel wechseln. Entscheiden sie sich für einen Standpunkt und schauen sie von da aus dann alles mal an. Das fördert Verständnis.
      5 2 Melden
    • neutrino 16.07.2017 23:29
      Highlight Rendel: hmm, meine Perspektive ist global, war auch schon immer so.

      Und sie verwechseln mich - ich habe nie gegen Wirtschaftsflüchtlinge gewettert.

      Ich bin offen für Kritik - aber das hat jetzt überhaupt nicht Hand und Fuss.



      3 1 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 23:39
      Highlight Ja Rendel es gab auch nette Nazis, von denen hören wir im Geschichtsunterricht auch nichts.
      4 2 Melden
    • Rendel 17.07.2017 08:10
      Highlight @Schurke Am Samstag haben über 20000 Teilnehmer friedlich demonstriert unter dem Motto "Grenzenlose Solidarität" und sie kommen mit Nazis.
      1 1 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 10:53
      Highlight 1/2
      @Neutrino
      Darum geht es doch. Sollen wir die Füsse stillhalten, weil es anderen viel schlechter geht als uns Mittel- und Westeuropäern? Wenn es uns dann auch richtig dreckig geht weil das Arbeitsprekariat (Working poor) zum Normalfall geworden ist, der Überwachungsstaat mächtig und zum Repressalienstaat geworden ist, während andererseits die Produktivitätszuwächse, Steuervermeidungsaktivivitäten etc. die teils jetzt schon absurden Gewinne einiger weniger, von der Politik sekundiert, weiter in die Höhe treiben, dann haben wir das Recht zu demonstrieren?
      0 0 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 10:57
      Highlight 2/3
      Also nichts tun bis alles den Bach runtergegangen ist, und dann anfangen?
      Machst du das im Haushalt auch so?
      Deine Sicht ist auch nicht global, sondern auf die Schweiz fokussiert. Gerade weil es vielen von uns hier in M- und Europa noch relativ gut geht, ist es unsere Pflicht uns für die einzusetzen, denen die Mittel dafür fehlen. Sei es Meinungsfreiheit oder schlicht Zeit weil man gerade mal wieder mit dem Überleben beschäftig ist.
      1 0 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 10:58
      Highlight 3/3
      Darum ging es bei den Protesten am G20 Gipfel. Und ja, eine Minderheit war ohne Not gewalttätig. Und viele davon eher nicht politisch motiviert.
      Deshalb jeder Demonstration in reichen Ländern die Legitimation zu entziehen, so wie es der obenstehende Artikel tut, ist völlig unangebracht.
      Aber was tut man nicht alles für die Karriere ;)
      1 0 Melden
    • kleiner_Schurke 17.07.2017 11:20
      Highlight @Rendel
      Das Moto der Steetparade 2000 war Love, Freedom, Tolerance, Besucher: eine Million oder mehr. Verletzte: 5 Leute mit Sonnenstich und Jemand der barfuss auf eine Scherbe getreten war. So geht friedlich demonstrieren.
      0 0 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 11:48
      Highlight Die Street Parade ist kein Protest gegen etwas aber eine Party für etwas.
      Äpfel und Birnen.
      Ich bevorzuge ja, für etwas zu sein.
      Manchmal geht dies aber nicht ohne dabei explizit gegen etwas zu sein.
      3 0 Melden
    • neutrino 17.07.2017 12:08
      Highlight aglio e olio: du schreibst halt so, wie es uns heute schon schlecht geht, und in Zukunft noch viel schlechter gehen wird. Fakt ist halt einfach, dass es uns in der Schweiz nicht schlecht geht heute (betrifft auch die Ärmsten).

      Und klar, darfst du demonstieren für die Armen dieser Welt (sprech ich dir ja auch nicht ab) - das Problem ist halt einfach, die Armen dieser Erde werden nicht weniger arm durch protestierende Wohlstandsdemonstranten in Westeuropa, sondern durch Schaffung von Perspektiven, Arbeitsplätze, Investionen in die Grundversorgung, etc.
      0 2 Melden
    • Rendel 17.07.2017 12:39
      Highlight Das Motto 2000 war: believe in love. 50 Personen mussten ins KH. Über 400 verarztet werden. Für mich ist der Anlass eine Parade und keine Demonstration. In Hamburg ging es am Samstag wie ich schrieb auch. Wenn sie alle Demonstranten in den gleichen Topf mit dem schwarzen Block schmeissen ist das ihre Sache. Ich hatte ihnen mehr Differenzierungsfähigkeit zugetraut.

      Übrigens noch zu den verletzten Polizisten. Einfach der Ganzheitlichkeit wegen: https://www.nzz.ch/international/g-20-gipfel-ld.1306359
      0 0 Melden
    • kleiner_Schurke 17.07.2017 14:01
      Highlight Nein aber es zeigt mir auf, dass sich eine Million Menschenversammeln können ohne das die Stadt brennt. Wenn ich hingegen einen Antifa Spaziergange erlebe, dann ist alles kurz und kleine geschlagen und wenn es dann um mein Haus in der Stadt herum passiert, dann passt mir das nicht!
      1 1 Melden
    • Rendel 17.07.2017 14:04
      Highlight @neutrino Man kann super ignorieren, dass es arme Menschen in unserer Gesellschaft gibt, wenn man mit den Ärmsten der Welt vergleicht. Das macht es nicht besser für die Menschen, die hier leben. Die haben auch kein Geld um sich als Tourist, die Armen in andern Ländern anzusehen.

      Indem sie und ich hier schreiben neutrino, geht es auch keinem besser. Würde dann heissen Klappe halten.
      Eine Demonstration ist ja auch nichts anderes als eine öffentliche Meinungsäusserung.
      1 0 Melden
    • aglio e olio 17.07.2017 15:25
      Highlight Neutrino, den Ärmsten der Schweiz hilft es nicht, dass ihnen ihr Einkommen in anderen Ecken der Welt ein fürstliches Auskommen ermöglichen würde.
      Der Grundtenor der Proteste ist doch dass die Politik der G20 vielerorts die von dir genannten Puntkte verhindert und es eben anders machen sollte. Vorschläge gibts. Siehe Freihandelspolitik in Afrika.
      Und die europäische Entwicklung ist auch nicht berauschend, immer mehr Menschen können ihr Leben trotz Vollzeitjob nicht ohne ergänzende Sozialleistungen bestreiten.
      Auf der anderen Seite sind die Unternehmensgewinne hoch wie nie
      Kein Grund für Kritik?
      0 0 Melden
    600
  • Greet 16.07.2017 13:41
    Highlight Mir kommt der Artikel ein bisschen vor wie jener des NZZ-Autors André Müller, der sich darüber nervt, dass Menschen günstig zur Miete wohnen dürfen und dadurch zu "selbstgefällig und bequem" würden.

    https://www.nzz.ch/meinung/wider-die-bequemlichkeit-wir-haben-es-ja-schoen-hier-ld.1305332



    28 31 Melden
    • rodolofo 16.07.2017 14:31
      Highlight Mit einem anderen Wort: "Anbiedernd".
      14 16 Melden
    600
  • Rendel 16.07.2017 13:37
    Highlight Meinen sie nun nur den sogenannten schwarzen Block Herr Blunschi? Das wird mir nicht klar aus ihrem Artikel.

    Sie werden alt Herr Blunschi. Der Jugend vorzuwerfen, in der Wohlstandsgesellschaft zu leben, die aufgebaut wurde, auch von ihrer/ meiner Generation und diese Jugend geprägt hat, ist höchst unfair. Rebellieren ja, aber bitte aber nur wenns weh tut? Das ist doch ein Blödsinn. So war's auch nicht als sie jung waren.

    Wenn sie nur den sogenannten schwarzen Block meinen bin ich noch einverstanden, die sind nur anti und können nicht artikulieren wofür sie sind.

    12 8 Melden
    600
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.07.2017 13:37
    Highlight Man sollte demonstrieren, ABER man soll keine Läden plündern, wenn man gegen den Kapitalismus und die Konsumgesellschaft ist.
    Das ist nämlich ein absoluter Widerspruch.

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    94 3 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 14:22
      Highlight Nuklear hihi.
      19 6 Melden
    • bokl 16.07.2017 16:16
      Highlight Nukular, das Wort heisst nukular!
      6 2 Melden
    • malu 64 16.07.2017 17:02
      Highlight Nuke/ Noch nie überlegt, das sich die ausländischen schwarz Blöckler verlaufen haben?
      1 11 Melden
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.07.2017 18:55
      Highlight @malu 64
      Villeicht hat sie das GPS auf ihrem Smartphone fehlgeleitet;)
      8 1 Melden
    • malu 64 16.07.2017 19:28
      Highlight Richtige Aktivisten haben bei Aktionen keine Handys dabei! Das ist eben manchmal ein Fehler!
      2 6 Melden
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.07.2017 20:37
      Highlight Leider sonst könnte man mehr von diesen Subjekten bei der verhaftung identifizieren:(
      4 1 Melden
    600
  • Informant 16.07.2017 13:29
    Highlight Der vom Westen hofierte Liu Xiaobo hatte nicht nur die Invasionen des Irak und Afghanistan unterstützt, sondern in einem Essay von 2001 auch die Vietnam- und Koreakriege gerechtfertigt.

    "Do supporters of Nobel winner Liu Xiaobo really know what he stands for?"

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2010/dec/15/nobel-winner-liu-xiaobo-chinese-dissident


    34 16 Melden
    • LeChef 16.07.2017 15:42
      Highlight Ist ja nicht so, dass es ein Verbrechen wäre, Korea und Vietnam richtig zu finden.
      9 4 Melden
    • reaper54 16.07.2017 15:51
      Highlight Afghanistan und Korea sind/waren zu 100% gerechtfertigt. (Nur weil du die ach so böse Kapitalistische USA nicht magst heisst das noch nichts) Vietnam ist ein wenig strittig, aber geht wohl auch noch knapp unter gerechtfertigt.
      Der Irak war ein Fehler.
      11 20 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 09:52
      Highlight @reaper54: Dumm nur das dass Natterngezücht das in Afghanistan von den Amis ab 2001 bekämpft wurde, ab 1979 von innen und deren Verbündeten gezüchtet und Ausgerüstet wurden.
      Die Radikalisierung nahm die CIA mit Comics vor, sie lieferten zusammen mit dem MI7, dem ISI und mit Tatkräftiger Unterstützung der Saudis Waffen und bildeten die Terroristen an jenen Waffen aus die später gegen US Bürger und Unschuldige in aller Welt gerichtet wurden.
      Afghanistan hätte nie sein müssen!

      Vietnam war von den USA (vom späteren US Präsident Regean) getriggert => Tonking-Zwischenfall.
      1 2 Melden
    • reaper54 17.07.2017 10:34
      Highlight @The Origin Gra die Frage war ob Gerechtfertigt oder nicht. Zudem verwechseln sie gerade die Al Kaida und die Taliban. Die Taliban sind und waren eine lokale Gruppierung welche für die Unabhängigkeit von Afghanistan kämpfen. Die Al Kaide ist eine Weltweite Terrororganisation. Da die Taliban der Al Kaide Schutz bot gerieten sie auch ins Visier.
      2 0 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 10:59
      Highlight Bin Laden gehörte zu den frühen Förderer der Mudschahedin.

      Zudem wurden viele Saudis nach Afghanistan geschickt um die Taliban zu Unterstützen.

      Man kann Al Quida in Afghanistan nicht einfach so von den Taliban trennen.
      Sie haben sich gegenseitig Unterstützt und die Grenzen verschwommen.
      0 1 Melden
    • LeChef 17.07.2017 12:51
      Highlight Bin leider keine Experte für den mittleren Osten, deshalb kann ich dazu nichts beitragen. Aber noch zum Tonkin Incident: Ich bin mir tatsächlich auch ziemlich sicher, dass der erste Zwischenfall von der Navy provoziert wurde und, nachdem Verteidigungsministerium und Präsident nicht wunschgemäss reagiert hatten, der zweite Zwischenfall faktisch "erfunden" wurde. Ein typischer, halb realer, halb fabrizierter Casus Belli. Das ändert aber an der geostrategischen Richtigkeit des Vietnamkrieges gar nichts. Hätten die USA nicht direkt und massiv eingegriffen, wäre Saigon schon 1965/66 gefallen.
      1 0 Melden
    600
  • D.L. 16.07.2017 13:20
    Highlight Sie demonstrieren gegen die Mächtigen der Welt. Im Grunde genommen wären sie gerne an deren Stelle. Nur wär dann alles noch schlimmer.
    81 23 Melden
    • aglio e olio 16.07.2017 14:44
      Highlight "Jeder schliesst von sich auf andere, und vergisst dabei dass es auch vernünftige Menschen gibt"
      Heinrich Zille
      21 3 Melden
    600
  • Domsh 16.07.2017 13:19
    Highlight Sehr guter Artikel.
    Ich würde ihn auf jedenfall noch um Venezuela ergänzen. Die Denonstranten dort sind ebenfalls Helden und nicht vermummte Feiglinge.
    67 23 Melden
    • idefix2000 16.07.2017 17:17
      Highlight Klar, wenn es gegen eine demokratisch gewählte sozialistische Regierung geht, ist es plötzlich ok Steine zu schmeissen und Gebäude mit Helikoptern anzugreifen....
      17 8 Melden
    • wiisi 16.07.2017 18:22
      Highlight Zu den von Bluntschi erwähnten russichen Helden die verhaftet wurden, muss man vielleicht erwähnen, dass paar Stunden vor der bewilligten Demonstration, von dem Anführer (ein rechtsextremer Nationalist) die Route auf eine andere verlegt wurde, ins Zentrum - wo bereits ein Anlass stattfand mit 250000 Besuchern. Einige Demonstranten wurden daraufhin verhaftet, da sie die Menge provozierten.
      5 1 Melden
    • idefix2000 17.07.2017 09:25
      Highlight So viel zun Thema Doppelmoral...
      2 1 Melden
    • Domsh 17.07.2017 12:07
      Highlight Ist das ihr ernst? Es werden Demonstranten getötet von einer Regierung die ihre Mehrheit und somit Berechtigung verloren hat und sich mit Waffengewalt an der Macht hält und sie posten zu erst eine völlig inkorrekten Aussage und anschliessend das Bild eines grossen Ausschnitts...?
      1 1 Melden
    • Domsh 17.07.2017 12:08
      Highlight Bitte richtig informieren:
      Es ist eine demokratisch ABgewählte Regierung!
      0 1 Melden
    600
  • Nonvemberbal 16.07.2017 13:18
    Highlight Man darf auch nichts scheisse finden, weil irgentwo auf der Welt es noch beschiessener ist.
    23 40 Melden
    600
  • Paul De Meo 16.07.2017 13:10
    Highlight Herr Blunschi, eine Frage:

    Die Demonstranten (für die Besteuerung von Finanztransaktionen) haben Gegner, die für ihren politischen Einsatz stets grosse Kohle kassieren und auf der sicheren Seite stehen (Macht durch Mandatsaufträge).

    Diese Diskrepanz bleibt. Auch in einem Parlament oder in einer NGO. Die Synergien der Demokratie sind bereits alle instrumentalisiert und gelenkt.

    "Dafür braucht es harte Knochenarbeit, in Politik oder NGOs." Glauben Sie wirklich noch daran?
    21 34 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 14:21
      Highlight Glauben sie denn wenn man der Aldi Kassiererin ihr Occasion Auto abfackelt, würde irgendetwas an dieser Situation ändern? Wohl kaum oder?
      62 12 Melden
    • SemperFi 16.07.2017 17:06
      Highlight @Paul De Meo: "Die Synergien der Demokratie sind bereits alle instrumentalisiert und gelenkt." Könnten Sie diesen Satz bitte noch auf Deutsch formulieren oder ein Beispiel oder eine Skizze machen? Ich checke es nicht.
      10 0 Melden
    • Peter 16.07.2017 17:29
      Highlight Diese Frage zeugt im besseren Fall von Kulturpessimismus, im schlechteren von Demokratiemüdigkeit. Nur hat bislang noch niemand ein besseres System gefunden. Deshalb meine Antwort: Natürlich glaube ich daran!
      5 9 Melden
    • Paul De Meo 16.07.2017 19:42
      Highlight @kleinerSchurke
      Nein, kann aber nachvollziehen, weshalb das jemand mit beschränktem Intellekt und Erfahrung
      macht: Hoffnungslosigkeit, Empörung und Wut.

      @SemperFi
      Sie haben recht, miserable Formulierung. Ich meinte damit, dass die fairen Möglichkeiten der Demokratie als System der Vetretung des Volkes ausgenutzt werden, wie es die Lobbys tun. Dazu der heutige Blick-Artikel: So infiziert die Gesundheits-Lobby die Politik.

      @Peter Blunschi
      Sie haben recht. Pessimistisch und müde bin ich schon ein wenig. Aber zu lesen, dass jemand noch dran glaubt, gibt auch wieder Mut. Merci für die Antwort!
      2 2 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 21:13
      Highlight @Blunschi

      Findest du es nicht ein wenig gar zynisch von Kulturpessimismus und Demokratiemüdigkeit zu reden, wenn dein Artikel hauptsächlich Demonstrationen an einem politischen Gipfel thematisiert, dessen Existenz demokratisch auf keinster Weise legitimiert ist, bei dem die Bevölkerung null demokratische Partzipationsmöglichkeiten geniesst und bei dem eine Elite bei teurem Wein über die Zukunft Afrikas diskutiert, während keiner der betroffenen Menschen anwesend ist und man im eigenen Staat Oppositionelle einsperrt, kritische Zeitungen schliesst und über die Todesstrafe abstimmen lässt?
      4 4 Melden
    600
  • meliert 16.07.2017 13:10
    Highlight Ma weiss auch von 1. Mai "Demos" in Zürich, dass ein grosser Teil der zerstörerischen Chaoten aus "gutem Hause" sind und mehr als angenehm als Studenten etc. in unserem Rechtsstaat leben. Wie im Bericht erwähnt, diese Chaoten würden nieundnimmer nach Ankara oder Moskau reisen, alles Feiglinge!
    80 17 Melden
    600
  • Turi 16.07.2017 13:01
    Highlight Finde es gut wehren sich die Jungen. Trotz Wohlstand.
    Wer langfristig denkt, kommt wohl schwerlich auf die Idee, G-20 Regimes wie die Türkei oder Russland zu verteidigen. Oder gar als Referenz für Innerdeutsche Debatten zu nehmen, wie das der Autor hier macht.
    32 55 Melden
    • Paraflüger 16.07.2017 14:04
      Highlight Wenn sie wirklich etwas ändern wollen sollen sie nicht Polizisten angreifen, Autos anzünden und Läden plündern, sondern in die Politik einsteigen und Lösungen gegen die jetztigen "Missstände" finden. In einem Land wie der Schweiz haben wir diese Möglichkeit. Dies wäre aber mit deutlich mehr arbeit verbunden und wird wahrscheinlich deshalb nicht gemacht.
      38 16 Melden
    • Karl33 16.07.2017 14:44
      Highlight Paraflüger, der Weg über die Politik ist doch den meisten Menschen versperrt. Weltweit sind es wenige Parteien je Land, die Politik machen. Ohne viel Geld läuft nichts. Und dann musst du dich hochdienen in einem Polit-System/in einer Partei, in einer Art die dich wahrscheinlich als ehrlicher fairer Mensch anwidert (lies mal Intrigen über die SP, die SVP, GLP o.ä.). Partei-Politik ist für egoistische laute Machtmenschen. 95% der Menschen ticken anders.

      12 10 Melden
    • neutrino 16.07.2017 19:01
      Highlight @Karl33: mag für viele Staaten zutreffen, nicht aber für die Schweiz und Deutschland. Und in diesem Artikel gehts um Demonstranten aus Deutschland (und der Schweiz)
      4 1 Melden
    600
  • meglo 16.07.2017 13:00
    Highlight Kompliment an Peter Blunschi für diesen aussergewöhnlich lesenswerten Kommentar.
    43 33 Melden
    600
  • wiisi 16.07.2017 12:56
    Highlight Ich finde ihre Analyse sehr oberflächlich und zu schwarzweiss. Vielleicht liegts am Wohlstandsjournalismus; Im warmen Büro sitzen und bisschen vom Pult aus analysieren und recherchieren.
    46 59 Melden
    600
  • Maria B. 16.07.2017 12:53
    Highlight Im Titel und unter dem Artikelfoto stehen bereits die vorweggenommenen Antworten :-).

    Ultralinke im Verbund mit Anarchisten terroristischer Prägung kämpfen gegen int. Abkommen wie Handel, Klima, IS-Eliminierung, int. Migrationsproblem etc.

    Was daran a priori falsch sein soll, ist nicht evident...

    Im Hinblick auf Liberalismus/Kapitalismus gibt es heute noch immer keine wirklichen Alternativen, welche die Wirtschaft befeuern und den Wohlstand in den Industriestaaten konservieren könnten. Facts.

    Nachvollziehbar, dass Politiker diese zerstörerischen Terroristen als blossen Abschaum betrachten.
    51 30 Melden
    • kleiner_Schurke 16.07.2017 13:31
      Highlight Wenn die Ultralinken in unserer Stadt einen antifaschistischen Abendspaziergang durchführen, dann finde ich das vom Thema her eigentlich sehr gut. Warum aber ist danach die Parkanlage vollgeschissen, Blumenbeete niedergemäht (der Grill stand genau da drin) und alles was nicht einbetoniert ist irgendwie abgebrochen abgerissen oder verbrannt? Genau das ist a priori falsch an solchen Saubannerzügen. Es geht primär nicht um den Inhalt, es geht darum mal so richtig zu wüten und die Sau rauszulassen. Und wer bezahlt diesen Mist? Leute wie du und ich.
      71 4 Melden
    • JaneSoda 16.07.2017 20:29
      Highlight Ich bezahle auch den Mist, den die Konsumgesellschaft Wochenende für Wochenende im Kreis 4 hinterlässt.
      Müsste auch nicht sein und scheint ein allgemeines Problem zu sein heutzutage.
      3 2 Melden
    600
  • Silent_Revolution 16.07.2017 12:51
    Highlight Mit ihrer Hauptargumentation nehmen sie auch jeglicher friedlicher Kritik gegen sämtliche Missstände die Legitimation. Schliesslich geht auch der friedliche Protestant zurück ins warme Bett, ein Widerspruch wie er nicht sein darf. Wer ins warme Bett geht, soll auch die Globalisierung und den Kapitalismus befürworten, schliesslich profitiert er.

    Also haben wir nun auch alle die Sklaverei zu befürworten denn jeder, der hier mitlesen kann benutzt gerade ein Gerät in welchem ein Stück davon steckt.

    Loben Sie die Sklaverei auch wie die Globalisierung? Schliesslich profitieren Sie direkt!
    65 88 Melden
    • Turi 16.07.2017 13:02
      Highlight Die Profiteure des heutigen Systems (die Kapitalisten) legen sich ins warme Bett und lassen die Arbeitssklaven für sich arbeiten.
      14 29 Melden
    • Peter 16.07.2017 13:15
      Highlight Friedliche Kritik ist völlig in Ordnung und durch unsere freiheitliche Rechtsordnung geschützt. Aber als nächster Schritt sind Lösungen gefragt. Dafür genügen Proteste nicht, es braucht ein konkretes Engagement.
      90 18 Melden
    • Fairfis 16.07.2017 13:24
      Highlight So ein Quatsch Herr Blunschi. Die Lösungen sind ja schon seit langem entwickelt. Es gibt aber die wenigen, mächtigen, die sie zu ihrem Vorteil und zum Nachteil der vielen, Nichtmächtigen, verhindern. Zu behaupten bisher sei einfach zu wenig seriös politisch gearbeitet worden, sonst würde vieles besser sein ist doch Geschichtsklitterung. Lesen Sie mal die Resultate aus der Brandt-Kommission bereits in den siebziger Jahren und erklärwn sie, wo der globale Süden oder die internationalistische Linke den friedlicher protestieren oder konstruktiver Mitarbeiten hätte sollen um dort voranzukommen
      25 29 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 13:37
      Highlight Genau, aber dafür sind nicht die Demonstranten sondern die Politiker zuständig.
      Sie können ja kaum Eigeninitiative von Demonstranten erwarten die nie eine reelle Chance in einem finanziell aufwändigen Wahlkampf haben werden.

      Wenn Anliegen ungehört bleiben wird der "Umgangston" an den Demonstrationen eben mit den Jahren etwas rauer.

      Die antikapitalistische Bewegung kriegt keinen Raum zugesprochen und wird in die kriminelle Ecke abgetan(im Gegensatz zureligiösen Fanatikern die nicht minder staatsfeindlich sind).

      Jeder hat sich Kapital zu beschaffen, anzunehmen oder er wird weggesperrt.
      26 26 Melden
    • Peter 16.07.2017 17:32
      Highlight Echt jetzt? Religiöse Fanatiker werden in hohem Masse kriminalisiert. Und was das Argument mit der Sklaverei betrifft: Wie viele Demonstranten in Hamburg hatten wohl ein Fairphonen dabei?
      5 12 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 18:20
      Highlight Unter religiöse Fanatiker verstehe ich nicht Terroristen, sondern hauptsächlich Christen deren moralischen Überzeugungen unseren gesetzlichen Alltag bestimmen. Diese werden nicht verfolgt, sondern sitzen in der Regierung!

      Genau das ist doch der Punkt, Sie haben doch auch ein Smartphone, Kleidung, Kaffee, Kakao was auch immer. Befürworten Sie deswegen die Sklaverei? Warum wehren sie sich gegen Menschen, die sich wie jeder mit Widersprüchen rumkämpft, aber wenigstens aktiv etwas tun will?
      9 2 Melden
    • neutrino 16.07.2017 19:06
      Highlight Finanziell aufwändiger Wahlkampf? In der Schweiz? Ist ja wohl ein Witz - ich kenne diverse Politiker in hohen Ämtern (Kantonsparlamente, National- Ständerat), die es praktisch ohne finanzielle Mittel dorthin geschafft haben - dafür mit immensem persönlichen Einsatz und Hartnäckigkeit. Aber das ist halt den Wohlstandsdemonstranten zu anstrengend.
      5 7 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:24
      Highlight @Peter Blunschi

      Apropos friedlicher Protest:

      In der Hamburger Innenstadt war die Versammlungsfreiheit, ein demokratisches Grundrecht ausgehebelt um den Schutz ein paar weniger Eliten zu gewähren. Die Hamburger Polizei sagte nach den Krawallen offen, dass zur Zeit der Krawalle zu wenig Kräfte mobilisiert werden konnte, weil der Schutz des Gipfels höhere Priorität hatte als der Schutz der Bevölkerung.

      Ausserdem: Wieso behauptest du ständig, die Demonstranten würden sich nicht engagieren. Du kennst weder deren Parteizugehörigkeit, noch ob sie bei Amnesty mitmachen oder bei Greenpeace.
      7 5 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:30
      Highlight Religiöse Fanatiker werden nicht kriminalisiert, sie sitzen als Präsident der CVP im Nationalrat.

      Brauchst du einen Reminder, dass Pfister vorrangig christliche Flüchtlinge ins Land lassen wollte, weil sie besser kompatibel seien mit unserer "abendländischen Kultur"?

      Ausserdem:"Willst du ein Handy, das unter so schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, dass sich Arbeiter vom Dach der Fabrik stürzen? Nicht? Well, scheisse für dich, weil jedes Handy so hergestellt ist. Ausser dieses hier!" Ich will nicht beschränkte Wahlmöglichkeit um ethisch zu handeln, ich will dass alles ethisch ist
      6 6 Melden
    • Maragia 16.07.2017 23:39
      Highlight Dann kauf dir kein Handy, wenn du ein Problem damit hast.
      3 1 Melden
    • Silent_Revolution 17.07.2017 00:07
      Highlight @ Maragia

      Wer in der Schweiz mit seinem Konsumverhalten konsequent unmenschlichen Hintergrund und Sklavenhaltung vermeiden will, wird spätestens im Winter verhungern, kann sich nie fortbewegen, es sei denn zu Fuss, in keiner Wohnung leben, keine elektronischen Geräte verwenden, kein Plastik / Öl verwenden, keinerlei Einkäufe tätigen (da MWST) und keine Steuern zahlen.

      Zu guter Letzt ist der Verzicht auf all diese Dinge in der Schweiz illegal.

      Das Problem ist also nicht das Handy, sondern das System!
      3 2 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:58
      Highlight @Maragia

      Richtig geile Einstellung.

      Das System zwingt mich ein Produkt zu nutzen, das unter übelsten Bedingungen hergestellt wurde, um nicht völlig als Aussenseiter zu enden? Ich muss dir wohl nicht erklären, dass sich als Informatiker ohne Handy oder Notebook nicht arbeiten kann? Wie soll man ohne Handy als Mensch unter 30 am gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts teilnehmen?

      Nochmals: Du präsentierst mir eine reduzierte technologische Wahlmöglichkeit oder totalen sozialen Selbstmord und Austieg aus der Gesellschaft zum Tausch für ein reines Gewissen.

      Ich will einen besseren Deal.
      4 3 Melden
    • Maragia 17.07.2017 14:46
      Highlight So läuft die Welt nun mal. Ihr könnt gerne damit Anfangen, eine eigene Firma zu gründen, welchedies besser macht.
      Aber man kann auch über den Teufel sehen: Was jetzt MWST mit unmenschlichem Hintergrund oder Sklavenhaltung zu tun hat, weiss ich nicht.
      Auch kann man sich mit einem Fahrrad fortbewegen, da wird niemand die Kapitalismus oder SKlavenkeule schwingen!
      0 1 Melden
    • Silent_Revolution 17.07.2017 15:22
      Highlight @ Maraguia

      Eine Firma zu gründen ist mit Eigenkapital verbunden, dazu müssen Steuern entrichtet werden, Arbeiter angestellt werden, welche wiederum Steuern zahlen.
      Stell dir vor, die wirtschaftlich erfolgreichsten Betriebe wie Nestle, Emmi und Co erhalten Steuergelder! Ca 20 Millionen jährlich. Auch der Rüstungskonzern lebt von Steuergeldern. Faire, nachhaltige Konkurrenz wird nie derart rentabel sein, und wird sich deshalb nie etablieren können durch solche Markteingriffe.

      Man kann sich natürlich mit einem Fahrrad fortbewegen, denn Fahrradreifen wachsen in der Schweiz auf Bäumen.
      1 1 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 18:59
      Highlight @ Maraguia


      Es ist eben nicht so, dass die Welt nunmal so ist. Der Mensch lebte den grössten Teil nicht unter dem Kapitalismus, das System ist nicht gottgegeben. Es gibt Kulzurkreise, in denen wäre sowas wie Privateigentum nicht vorstellbar
      1 1 Melden
    600
  • blueberry muffin 16.07.2017 12:50
    Highlight Sie haben den Krieg ja auch gewonnen. Ohne einen einzigen Toten sogar!

    Da haben sie doch wirklich ein warmes Bett verdient.
    15 65 Melden
    • foreva 16.07.2017 13:55
      Highlight Wer hat was gewonnen? Es gibt hauptsächlich Verlierer und die kleine Schar von Gewinnern interessiert es einen Sch... was in Hamburg ablief
      21 0 Melden
    600
  • smoking gun 16.07.2017 12:47
    Highlight Ach Peter Blunchi, "die Revolte der Wohlstandsjugend" ist alles andere als ein netter Zeitvertreib von verwöhnten Kids. Viele dieser jungen Menschen machen sich zu Recht Sorgen, ob die Mächtigen und Reichen nicht doch aus reiner Profitgier die Erde kaputt machen werden. Es geht immer um Business und nie um Demokratie und Menschenrechte und viele haben das geschnallt. Von daher sind Proteste legitim. Der Schauspieler Matt Damon erklärt das gut:


    61 47 Melden
    • Peter 16.07.2017 13:17
      Highlight Wenn sie sich sorgen machen, sollen sie sich engagieren, nicht nur protestieren.
      79 35 Melden
    • wiisi 16.07.2017 13:27
      Highlight Es gibt sehr viele Jugendliche die sich engagieren. Mit dem Internet ist das heute möglich wie noch kaum zuvor. Es wird diskutiert, analysiert, gestritten. Nur wird diese Bewegung von der Presse kaum wahrgenommen. Und wenn, dann wird sie meistens diffamiert. Liegt vielleicht daran, dass Medienkonzerne sie als Konkurrenz betrachten.
      21 19 Melden
    • smoking gun 16.07.2017 13:39
      Highlight @Peter: Einverstanden. Nur braucht es auch noch die Medien, die darüber berichten. Wie wärs mal mit einem Artikel über Globalisierungs-Gegner, ohne diese gleich als weltfremde Spinner abzutun? Oder über das Geldsystem mit Zins und Zinseszins? Oder über die verheerende Rolle der Weltbank? Oder über den Export von Hühnerfleisch nach Afrika? Auch dein Engagement ist gefragt, Peter.
      29 12 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 14:04
      Highlight @ Peter Nicht jeder hat die Chance eine Plattform und das Kapital zu erhalten, sich politisch zu engagieren, auch wenn das politische Interesse vorhanden und der Wunsch sich mitzuteilen vorhanden ist.

      Da ist die Demonstration die einzige Möglichkeit sich auszudrücken.
      18 13 Melden
    • idefix2000 16.07.2017 14:12
      Highlight Aha, und sie wissen dass alle Demonstranten nur protestieren und keiner sich anderweitig auch engagiert?
      20 9 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:26
      Highlight @Blunschi

      14 8 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:29
      Highlight @Peter Blunschi

      Glaubst du ernsthaft undemokratische Kräfte lassen sich auf demokratischem Wege lösen?

      Was genau würden sie den Demonstranten in Venezuela raten? Sich in einem korrupten System engagieren?

      Wenn ein System inhärent fehlerhaft ist will ich es nicht mit meiner Teilnahme noch stärken und meine Ziele verwässern lässen, ich will es abschaffen, fertig.
      11 8 Melden
    • Peter 16.07.2017 17:03
      Highlight Das Engagement bezieht sich in erster Linie auf demokratisch-rechtsstaatliche Systeme. In Venezuela existiert ein solches nicht, dort braucht es Proteste. Und Hilfe von aussen, sonst ändert sich kaum etwas. Siehe China.
      6 13 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 17:18
      Highlight Demokratisch - rechtsstaatliche Systeme sind dann also jene, wo unter dem Deckmantel von Lobbyismus alles korrupt ist, was politisch etwas zu sagen hat.

      Nur durch einen finanziell für Einzelpersonen unstemmbaren Aufwand, werden Politiker in unsere Regierungen gewählt. Finanziert stets von Konzernen, deren Interessen danach primären Stellenwert geniessen.

      Kapital bestimmt heute geschätzte 98% der Politik, die landläufige Meinung und die Gesetze. Grosskonzerne regieren uns.

      Aber weil demokratisch und rechtsstaatlich so schön fair tönt und ihr profitiert, beklagt euch gefälligst nicht.
      12 4 Melden
    • gnp286 16.07.2017 17:52
      Highlight @seventjinkingsteps: In Venezuela haben die Leute eben nicht wirklich die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren. Hier schon.
      2 5 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 18:56
      Highlight @Blunschi

      Du willst also sagen, dass ein Staat zuerst korrupt werden muss, Bürger aktiv unterdrücken muss und die Rechtsstaatlichkeit ernsthaft vernachlässigt werden muss damit Proteste legitim sind? Kein moderner, westlich-liberaler Rechtsstaat ist vollständig unschuldig oder nicht korrupt

      In Vietnam gibt es immer noch Missgeburten dank den Amerikanern.

      Deutschland kauft Braunkohle aus Südamerika, für dessen Anbau Menschen gewaltvoll aus ihren Häusern vertrieben werden

      Der halbe Westen inklusive Feministen-Trudeau verkauft Waffen an ein Land, das Homosexuelle tötet.
      10 3 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 18:58
      Highlight @gnp286


      Glaubst du ernsthaft, es lässt sich auf innerhalb der Systemgrenzen des deutsches Staates erreichen, dass der ganze G20 Gipfel abgeschafft wird?
      3 5 Melden
    • Peter 16.07.2017 19:46
      Highlight @seventhinkingsteps In einem rechtsstaatlichen System sind Proteste immer legitim, sofern sie nicht in Gewalt ausarten. Die Frage ist nur, ob sie etwas an den Missständen ändern. Dafür bräuchte es kreativere Formen als antikapitalistische Parolen.
      3 9 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 20:09
      Highlight @ Peter

      Der Sinn von Demonstrationen scheint dir noch immer nicht klar.

      Politische Bürger ohne Einfluss versuchen über diesen Weg, ihr Anliegen mitzuteilen. Nun liegt es an der Politik, diesen Teil der Gesellschaft und ihre Bedenken ernst zu nehmen und gegebenfalls darauf einzugehen.

      Die Mehrheit ist gegen die Sklaverei und die Waffenschieberei. Trotzdem sind unsere Detailhändler überfüllt mit Produkten der Ausbeutung und die Ruag liefert direkt ins Kriegsgebiet.

      Auch die Menschenrechtskonvention verbietet beides. Ist aber trotzdem möglich, weil der demokratische Weg nicht funktioniert.
      9 1 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:40
      Highlight @Peter Blunschi

      Angenommen, ich schaffe es bis zum Staatsoberhaupt eines Teilnehmerstaates des G20 Gipfels.

      Wo genau denkst du jetzt wäre es am besten meine antikapitalistischen Parolen als konkrete Forderungen zu formulieren?

      Beim Apéro mit Kaviar vor Mozart's 9. Sinfonie oder erst während dem Steinbuttfilet beim Dinner?

      Oh wait, ich verhandle ja gar nicht selber,das machen meine Sherpas während ich in der Luxus-Suite penne.
      4 2 Melden
    • Peter 16.07.2017 23:01
      Highlight Greenpeace hat vorgemacht, wie kreativer Protest aussehen kann, und das durchaus erfolgreich. Aber das bedeutet eben auch konkretes Engagement. Auch wenn ich mich wiederhole: Der grösste Teil der Wohlstands-Jugend scheint dazu nicht bereit zu sein.
      3 5 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 23:14
      Highlight @Peter

      Aber selbst Greenpeace war in ihrem kreativen Protest durch den Rechtsstaat gehindert. Nicht etwa weil sie einen Heissluftballon in der Innenstadt steigen liessen, das ist nämlich legal, sondern weil sie sich im Park trotz des Versammlungsverbot als Gruppe getroffen haben. Inwiefern fördert jetzt das den kreativen Protest, wie du ihn wünscht?

      Und der grosse Teil der Wohlstandsjugend scheint wohl an die HSG zu gehen, lernt dort BWL und geht in die Privatwirtschaft.

      Und das nehme ich sofort wieder zurück. Denn glauben ist nämlich nicht wissen. Du präsentierst eine Behauptung.
      4 3 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 23:20
      Highlight Wirklich? Greenpeace ist bei Ihnen mit welcher Begründung etwas anderes? Auch Greenpeace überschreitet Gesetze ihres geliebten Rechtsstaates, sind gewaltsam bei Protesten, was regelmässig zu Verhaftungen und Anklagen führt. Wo ist der Unterschied zu g20?

      Der kreative antikapitalistische Protest von Greenpeace sieht so aus: Man baut eine "Nonprofitorganisation" mit Spendengeldern auf, startet einige Kampagnen baut aber hauptsächlich die Bürokratie aus, zahlt alleine Madame CEO des deutschen Ablegers 130k jährlich, verspekuliert Millionen an der Börse.

      Wenn das die Lösung ist, dann gut Nacht
      5 0 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 23:38
      Highlight Was für sie als Greenpeaceanhänger auch noch interessant sein dürfte, wo sie doch gerade Wohlstands-Heuchler der Kritikfähigkeit berauben wollen.

      Erinnere an einen Vorfall von 2013. Greenpeace fährt mit einem überaus teuren ölschluckenden Tanker durch die Arktis um gegen eine Ölplattform zu demonstrieren. Die Aktivisten versuchten gewaltsam und gesetzeswidrig eine Förderplattform zu übernehmen. Nach Warnschüssen wurde die Besatzung festgenommen und inhaftiert

      Nun nochmal dieselbe Frage. Wo ist in der Art und Weise der Demonstration ein Unterschied zu der G20 Demo?
      4 1 Melden
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:26
      Highlight Das würde mich jetzt auch interessieren, Blunschi.

      Befürwortest du gewalttätigen, gesetzeswidrigen Protest seitens Greenpeace, nur weil er von Greenpeace kommt?

      Auch eine gute Frage: Schliesst sich kreativer Protest und Gesetzeswidrigkeit in deinen Augen aus? Und wenn ja, wieso?

      Eine weitere Frage: Norwegen und Japan erlauben den Walfang per Gesetz. Was wertest du in so einem Fall höher, den Rechtsstaat mit ihrer Legislative, die den Walfang erlaubt oder die offensichtlich den Tieren unwürdige Praxis und den gesetzeswidrigen Protest dagegen, mitunter von Greenpeace?
      5 2 Melden
    600
  • Steven86 16.07.2017 12:47
    Highlight Bei denen ging es nur um zu Randalieren, Plündern und gegen die Polizei Steinen etc. zu werfen. Das hat nichts mit gegen irgendwas zu tun. Man sah ja in machen Videos wie gierig sie den Laden ausräumten.
    95 26 Melden
    • Turi 16.07.2017 13:04
      Highlight Tante-Emma-Läden ausräumen tun globale Grosskonzerne auch. Genau so giereig. Einfach mit anderen Methoden. Und da findests dann plötzlich gut, gell, Steven.
      17 51 Melden
    • Hansdamp_f 16.07.2017 14:15
      Highlight Nein, Turi, das erledigen die Konsumenten, indem sie mit den Füssen abstimmen oder übers Internet einkaufen.
      29 3 Melden
    • Hayek1902 16.07.2017 14:26
      Highlight Ich habe noch nie eine Migros-Schlägertruppe gesehen, einen Tante-Emma-Laden ausnehmen. Alles andere ist regulärer Konkurrenzkampf und hat uns weiter gebracht.
      22 11 Melden
    • Brummbaer76 16.07.2017 15:18
      Highlight @Turi Einen Tanten-Emma Laden ausräumen der schn gegen die Billig Konkurenz der Discounter und Online kämpft findest du gut? Weil es ja die Konkurrenz schon tut?
      Das man damit einem Tante-Emma Laden den rest gibt, egal? Hauptsache Protest? Sorry Null Verständnis dafür. Es waren auch Bio und Alternative Läden darunter, die wohl genauso gegen die Globalsierung sind. Aber im blinden Hass sieht man vieles nicht.
      13 1 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 19:22
      Highlight @ hayek
      Ob die Kindersklaven in den kongolesischen Coltanminen, den Kakaofeldern der Elfenbeinküste,oder den Baumwollfeldern Zentralasiens auch denken der Klassenkampf hätte Sie weitergebracht?

      Wer ist uns? Wir die auf Kosten anderer den Luxus leben?

      Wir beziehen die Rohstoffe aus Sklaverei, oder wir sichern sie durch Deals mit Diktatoren, wir lagern unsere Verarbeitungs- und Produktionsbetriebe in Gebiete aus, in welchen Menschenrechte keine Rolle spielen. Und zu guter Letzt schieben wir im Namen des Friedens Waffen in Kriegsgebiete.

      Wenn man so weiterkommt, möchte ich stehenbleiben!
      8 3 Melden
    • neutrino 16.07.2017 23:34
      Highlight Silent Revolution: Globalisierung hat die Armut weltweit nachweislich verringert.

      Ausräumen von Läden, Wohlstands-Krawalldemonstranten, übermäsdiger Bierkonsum, Vollschmieren von Parolen auf der Reitschule, etc. haben die Weltarmut nicht verringert.
      5 3 Melden
    • Hayek1902 17.07.2017 00:22
      Highlight @Silent Revolution: Dasnn sprich doch mal mit den 100ten millionen an chinesen, die nicht mehr hungern und nicht mehr bauern sein müssen, sondern zu einem für sie anständigen Lohn in der Adidas Fabrik arbeiten können und sich mittlerweile auch westliche "luxusgüter" wie multimedia leisten können. was in den letzten 20 Jahren dank der Globalisierung und der Freien Marktwirtschaft passiert ist, ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Aber ich kann natürlich die immer gleichen Reithallenstammtisch Parolen bringen und die Augen vor der Realität und den positiven Entwicklungen verschliessen.
      4 1 Melden
    • Silent_Revolution 17.07.2017 00:46
      Highlight Vorweg gibt es diverse Quellen die deine "nachweisliche These" widerlegen und genau das Gegenteil behaupten.

      Hierzu beispielsweise http://www.armutszeugnisse.de/themen/themen_12.pdf

      Bin aber gespannt auf deine Quelle.

      Die Globalisierung hat in erster Linie die Umweltverschmutzung, Zerstörung von Wäldern, Seen, Meeren und die schnelle, maximale Ausbeutung von Bodenschätzen vorangetrieben.

      Die Weltarmut verringert sich nicht, weil die "Parolen" von Entscheidungsträgern ignoriert und die Anhänger von der Bevölkerung als Krawall-wohlstandsdemonstranten denunziert werden.
      2 5 Melden
    • Hayek1902 17.07.2017 10:58
      Highlight Ich berufe mich auf seriöse quellen wie die UNO, OECD, Weltbank etc. Aber ich glaube nicht, dass es Sinn macht mit einer Person zu diskutieren, die die Wahrheit nicht einsehen will. Aber falls doch: Einen Blick auf Ali Express wagen und mal nachschauen, was sich der Chinese oder Ostasiate allgemein von heute alles leisten kann.
      2 1 Melden
    • Silent_Revolution 17.07.2017 11:01
      Highlight @ Hayek

      Weltweit leben 30 Millionen (wohl hohe Dunkelziffer) Menschen in Sklaverei, 15 Millionen davon in Indien und China. Interessant dass du dir dieses wirtschaftlich derart erfolgreiche Land ausgesucht hast, welches unverständlicherweise immer noch Entwicklungshilfe! kassiert und die Menschenrechte mit Füssen tritt. Trotz genügend Kapital , aufgrund miserabler Verteilung, leben eben auch da immer noch 100 Millionen in extremster Armut.

      Ich bezweifle, dass jene deine Haltung bestätigen werden, denn der Staat ist wohlhabend, die Verteilung allerdings wie üblich eine Katastrophe!
      0 2 Melden
    • Silent_Revolution 17.07.2017 12:04
      Highlight Ich will die Wahrheit nicht einsehen, ok. Wie wärs mit belegbaren Fakten?

      Wirklich, Sie sprechen von dem Chinesen und dem Ostasiaten als eine zu verallgemeinernde Gruppierung? Wissen sie wie extrem die Wohlstandsunterschiede in China sind? Von dem Chinesen zu sprechen ist völlig deplaziert.

      Alibaba lebt hauptsächlich vom Export und auch der inländische Versand, bezieht sich nicht auf die 100 Millionen in bitterer Armut und schon gar nicht die staatlich legitimierte Sklaverei!
      0 2 Melden
    600
  • dä dingsbums 16.07.2017 12:46
    Highlight Bequem in Zürich im Sessel sitzen und einen Kommentar schreiben, was man eigentlich tun müsste und wie verwöhnt alle sind, die tatsächlich etwas tun, wird die Welt auch nicht verbessern.

    55 71 Melden
    • jSG 16.07.2017 13:51
      Highlight Wie schon Faber sagte.
      In Hamburg brennen Autos in Zürich mein Kamin.
      26 6 Melden
    600
  • Captain obvious 16.07.2017 12:42
    Highlight Sehr guter Artikel. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, weil alles in diesem Artikel wahr ist. Es bringt nichts gegen den Kapitslismus zu schimpfen, wenn man gleichzeitig die Vorzüge geniessen will.
    79 40 Melden
    • Turi 16.07.2017 13:06
      Highlight Es gibt eine ganze Vielfalt von Arten, wie Kapitalismus gelebt werden kann. Gewisse Unarten muss, wer nur im mindesten ein bisschen ethisch denkt, bekämpfen.
      11 8 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 13:07
      Highlight Probieren sie mal als Schweizer nicht vom Kapitalismus zu profitieren.

      Würde bedeuten als Aussteiger zu leben, zu jagen und zu sammeln, was illegal ist und im Knast enden wird, wo man wiederum zwanghaft profitiert, konsumiert und für diverse Arbeitsplätze verantwortlich ist, die aus deiner Haft Kapital schlagen.

      Da liegt doch gerade ein wichtiger Kritikpunkt an unserem System, es wird keine Alternative geboten. Mach mit, oder wir sperren dich weg du Psycho.

      Das ist Freiheit, das ist Demokratie sagten sie.
      28 16 Melden
    • who cares? 16.07.2017 14:37
      Highlight @Silent_Revolution: wie wäre dann dein Vorschlag? Wie würdest du eine kapitalismusfreie Zone bilden?
      6 1 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:22
      Highlight Es gibt keinen ethischen Konsum unter dem Kapitalismus, insofern ist man in deinen und Blunschis Augen nur schon nicht mehr glaubwürdig wenn man überhaupt irgendwie am gesellschaftlichen Leben teilnimmt
      8 9 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 16:54
      Highlight @ who cares

      1/2 Das kommt natürlich darauf an, wieviel Freiheit der Staat gewähren würde. Mit dem jetzigen Gesetzeskatalog ist selbst das kleinste Stückchen reine Utopie. Aber gehen wir mal davon aus, es wäre möglich.
      Stellen wir uns ein angemessenes Landstück für Aussteiger vor (und es gibt viele, die es zumindest versuchen würden, gäbe es die Möglichkeit) wo wir uns unabhängig von Bau - Jagdvorschriften etwas aufbauen könnten.

      Logisch sieht die kapitalistische Herrschaft, die sämtliche freie Landstücke verstaatlicht haben keinen Mehrwert darin, uns etwas zuzugestehen.
      3 3 Melden
    • Captain obvious 16.07.2017 17:00
      Highlight Nein, ich meine damit nicht, dass man als Einsiedler im Wald wohnen muss, sondern dass man satt zu motzen (funktionierende) Alternativen vorschlagen muss und genau diesen Grundsatz verstehen die Kapitalismusgegner nicht.
      4 3 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 17:02
      Highlight 2/2
      Lieber bleibt Land ungenutzt, als dass sich eine alternative Gesellschaft unabhängig der Ausbeutung aufbauen könnte.

      Eine solche Idee bringt garantiert einen Mehrwert, nur eben langfristig und nicht kurzfristig. Wenn man sowas zulassen würde und auch Antikapitalisten in die Gesellschaft einbindet und toleriert anstatt verfolgt, ja glaubst du wir wären dem Staat gegenüber derart feindlich gesinnt wie heute?

      Wenn allerdings solche Strömungen bekämpft werden, wie es auch andauern wird, dann endet das irgendwann übel.

      Viele haben die Schnauze voll von einem Leben für die Wirtschaft!
      7 3 Melden
    • who cares? 16.07.2017 17:12
      Highlight Okay, nehmen wir an ihr bekommt euer Stück Land. Dann werdet ihr wohl keine Waren von Aussen annehmen? Keine Handys, keine Computer, keine Kleidung? Keine Medikamente, Impfungen, Krebstherapien? Wird dann nur gejagt und gesammelt?
      3 2 Melden
    • Silent_Revolution 16.07.2017 18:09
      Highlight Es soll eine Alternative, kein widerspruchfreies (was utopisch und die heutige Gesellschaft auch überhaupt nicht darstellt) System darstellen.

      Selbstverständlich werden Werkzeuge verwendet, wird gehandelt und deshalb offensichtlich auch mit Kapital gearbeitet.

      Es würde ein kleiner unbedeutender Gegenpol bleiben, da sich realistisch gesehen für solche Ideen keine Mehrheit finden lässt. Dennoch kann eine Alternative gegenüber endlosem Wachstum auf einem begrenzten Planeten, durch Ausbeutung vieler, für wenige nicht schaden. Auch wenn sie bis ans Ende unbedeutend bleibt!
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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:05
      Highlight Aber Anarchisten sind Anhänger eines funktionierenden Systems. In Spanien lebten mehr als 2 Millionen in einer anarchistischen Gesellschaft, die den Ideen von Bakunin und Kropotkin recht nahe kamen. Bis Hitler, Mussolini und Stalin in einer unheiligen Allianz Franco an die Macht brachten und die Revolution beendeten.

      In Rojava in Syrien entsteht eine Gesellschaft basierend auf den Grundsätzen des demokratischen Föderalismus und des libertären Sozialismus, nach den Ideen des inhaftierten PKK-Gründer Öcalan.

      Aber eben, das zu wissen setzt halt das Suchen nach Gesprächen mit Menschen voraus
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  • PeteZahad 16.07.2017 12:39
    Highlight Guter Artikel, Danke!
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  • seventhinkingsteps 16.07.2017 12:32
    Highlight Und was ist mit der Kritik am momentanen System von Warren Buffett oder Bill Gates? Unberechtigt, weil sie in einem warmem Bett schlafen?
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    • xFreedi EDM 16.07.2017 14:02
      Highlight Es geht nicht um das. Das Beispiel war etwas unglücklich gewählt. Friedliche Kritik ist ja in Ordnung. Jedoch bringen solche Proteste wie in Hamburg keinerlei Besserung. Dafür brauchts politisches Engagement. In einem Land wie unserem ist dies für Jedermann machbar. Wer so weit geht, Läden Unbeteiligter auszuräumen, hätte auch genug Energie um politisch was zu bewirken.
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    • Hayek1902 16.07.2017 14:27
      Highlight Ich habe Buffett und Gates noch nicht dabei beobachtet, wie sie eine Innenstadt zerlegt haben.
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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:20
      Highlight Ihr merkt aber schon, wie sinnlos es ist von Leuten zu verlangen, ein System, welches sie abzulehnen, versuchen von innen zu verändern? Das sind Menschen, die Parteiensystem und das Konzept einer Republik ablehnen. Falls die eine Partei gründen würden, trotz des Widerspruchs einer anarchistischen Partei, würden sie sofort vom Verfassungsschutz beobachtet
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  • seventhinkingsteps 16.07.2017 12:30
    Highlight "Im Gegensatz zu den Anti-Kapitalisten, die die Errungenschaften des Kapitalismus durchaus schätzen, etwa wenn sie sich via Smartphone und Apps organisieren."

    Ach Blunschi, von dir habe ich echt mehr erwartet, als diese abgelutschte Phrase. Commoditues werden nicht von einer Ideologie oder einem Wirtschaftssystem entwickelt, sondern von Menschen und Arbeit.

    Dürfen sich Kapitalismuskritiker nur mit Rauchzeichen und Brieftauben verständigen und mit Lendenschutz zur Arbeit gehen, bevor sie wieder ins Erdloch verschwinden?

    Merkst du selber wie lächerlich diese Kritik ist, oder?

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    • Turi 16.07.2017 13:07
      Highlight danke, auf den punkt gebracht, seventhsteps.
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    • remeto 16.07.2017 13:54
      Highlight Na, fuehlst Du Dich ertappt? Hat der Blunschi bei Dir voll ins Schwarze getroffen?
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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:15
      Highlight @remeto

      Hast du mein Argument verstanden?

      Wir leben im Kapitalismus, daran lässt sich kurzfristig nichts ändern. Soll ich mich sozial völlig ausgrenzen und ohne Laptop, Handy und Auto leben?

      Darf ich ernsthaft nur kritisch gegenüber den Arbeitsbedingungen in China sein wenn ich ein Fairphone besitze und Apple boykottiere?

      Hast du mal gesehen, wie wenige Grosskonzerne den Grossteil des Lebensmittelhandels beherrschen? Es ist extrem schwierig Nestlé oder P&G Produkte zu vermeiden.
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    • Peter 16.07.2017 23:05
      Highlight Schwierig, aber nicht unmöglich. Ist es wirklich zu viel verlangt, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen, wenn man die Klappe gegen den Kapitalismus aufreisst?
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    • Silent_Revolution 17.07.2017 01:05
      Highlight Zum hundertsten Mal Herr Blunschi.

      Ich gehe sofort raus ernähre mich von der Natur, baue mir mein eigenes Häuschen im Wald und lebe unabhängig. (Wäre übrigens nicht mein erster Versuch).

      Für diese Lebensentscheidung lasse ich mich aber nicht von eurer Gesellschaft kriminalisieren und in den Knast stecken, da bin ich nämlich auch dem Zwangskonsum ausgesetzt und schlussendlich kein Stück weiter.

      Es ist nicht legal in der Schweiz ohne verwendetes Kapital zu existieren, da jedes Fleckchen einem Besitzer zugeordnet und einen Wert zugesprochen bekommen hat.
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    • Silent_Revolution 17.07.2017 01:10
      Highlight Und die meisten, die die Klappe gegen den Kapitalismus aufreissen, leben im Rahmen der Möglichkeiten konsumbewusst.

      Ganz im Gegensatz zu unseren Kritikern, die unsere Heuchelei an jedem Einkauf bemängeln aber ihre eigene partout nicht einsehen wollen.

      Kein Mensch lebt ohne Widerspruch.
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 01:17
      Highlight @Peter

      Du verlangst von diesen Leuten, dass sie ethisch konsumieren innerhalb eines Systems, von dem sie denken, dass es keine Möglichkeit zum ethischen Konsum bietet. Nimmt man sich Kapitalismuskritik zu Herzen, ist jede Form von Lohnarbeite Ausbeutung und somit jedes Produkt, das unter diesem System produziert wurde unethisch.

      Bleibt also nur das Reduzieren des nach der eigenen Weltanschanschaung unethischen Konsums, und das unter extrem reduzierten Wahlmöglichkeiten, mit dem Wissen, dass ein falscher Entscheid die Kritik am System delegitimiert.
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 01:20
      Highlight @Peter

      Die Klappe gegen den Kapitalismus aufreissen heisst deshalb nicht nur, das eigene Konsumverhalten anzuprangern oder zu hinterfragen, sondern viel grundlegender gegen das System, welches einem in diesen Trade-Off zwischen ethischem Konsum und gesellschaftlicher und technologischer Teilnahme zwingt, zu kämpfen.
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 01:23
      Highlight @Peter

      Gegenfrage:

      Ist es zu viel verlangt die demokratische Legitimation von Gesetzen, von Staatsoberhäuptern und sogenannten Rechtsstaaten und den Kriegen, die in ihrem Namen gestartet wurden und die globalen Folgen des Kapitalismus zu hinterfragen wenn man die Klappe gegen demokratisch demonstrierende Kapitalismusgegner aufreisst?
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    • meg131 17.07.2017 10:22
      Highlight @ Peter

      Das Argument man könne das System nicht Kritisieren wenn man selbst Teil davon ist und davon profitiert...

      Mal etwas einfacher und überspitzt dargestellt:
      Darf ich Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe nicht kritisieren wenn ich Weiss bin, und dadurch automatisch zu den Privilegierteren der Gesellschaft gehöre?
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    • Peter 17.07.2017 11:34
      Highlight Ich will mich nicht ewig wiederholen. Natürlich darf man seine privilegierte Stellung hinterfragen und protestieren. Ich kann auch verstehen, dass man das lieber im Schutz der "sogenannten Rechtsstaaten" macht als in autoritären Staaten. Ich bleibe aber dabei: Wirkliche Veränderungen lassen sich nur bewirken, wenn man sich engagiert. Das ist oft mühsam und undankbar – ja, auch wir Medien könnten mehr machen –, aber es ist der einzige Weg, der zum Ziel führt. Aber dafür muss man den inneren Wohlstands-Schweinehund überwinden.
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    • meg131 17.07.2017 13:09
      Highlight Demonstranten auf diese Art und Weise zu stereotypisieren, als wohlstandverwöhnte Jugenend zu bezeichnen, ihnen Inhalte aufgrund der Form abzusprechen ist anscheinend auch gemütlicher

      Dass Sie gewisse Ausschreitungen kiritisieren, meinetwegen und verständlich.
      Vorzuwerfen aber dass ihre Kritik nicht legitim sei da sie aus gutem Hause kommen und sie in "Rechtsstaaten" kundgetan wird...

      Engagieren heisst für Sie wohl auf politisch legitimem, demokratischem Wege sich einzubringen. Da frage ich mich doch wie das gehen soll zur Verhinderung eines Treffensdessen Legitimität nirgens zu finden ist.
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 22:59
      Highlight @Peter

      Natürlich ist Demonstration gemütlicher in einem Staat, in dem ich nicht grad massakriert werde als friedlicher Demonstrant.

      Aber nur weil der liberale Rechtstaat friedliche Demonstrationen gegen sich selbst erlaubt heisst ja nicht, dass er automatisch von jeglicher Kritik befreit ist.

      Das ist etwa so wie wenn ich als Restaurantbesitzer Gastrokritiker hereinlasse in der Hoffnung, dass sie einen gute Bewertung verfassen. Und wenn sie dann das Restaurant kritisieren, schreibe ich ein böses Mail mit dem Hinweis, in dem Restaurant nebenan hätte man sie gar nicht erst reingelassen.
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    • seventhinkingsteps 17.07.2017 23:01
      Highlight @Peter


      Was Sie hier fordern ist im Grunde genommen, dass sich Gastrokritiker gefälligst in der Küche des
      kritisierten Restaurants selber um gutes Essen kümmern sollen.
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  • eM.Jay 16.07.2017 12:26
    Highlight Aha, man soll also nur in autoritären Staaten demonstrieren. Wenn man in einem Rechtsstaat lebt und nicht von der Polizei vermöbelt wird, soll man sich nicht so anstellen und sich an seinem iPhone freuen. Und brav darauf warten, dass die Regierung was unternimmt.
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    • Gelöschter Benutzer 16.07.2017 13:49
      Highlight Nein man soll nicht nur in autoritären Staaten demonstrieren. Die Frage ist einfach ob die Krawallanten sich getrauen würden ihr hinterhältiges Spielchen auch in einem autoritären Land zu spielen. Wir kennen alle die Antwort.
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    • R. Peter 16.07.2017 13:58
      Highlight nein, du könntest dich politisch engagieren, denn im Gegensatz zu autoritären Staaten ist das hier tatsächlich möglich!
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  • dondor 16.07.2017 12:20
    Highlight Merci!
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  • Gelöschter Benutzer 16.07.2017 12:17
    Highlight 👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
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  • Karl33 16.07.2017 12:16
    Highlight Sagt uns der Autor, der selbst in einer Generation lebt die es so gut hat, wie es die nachfolgende Generation (die Jungen) nicht mehr haben wird: Höhere Preise für Bildung, tiefere Renten, keine Vollbeschäftigung. Des Autors kommende hohe Rente wird übrigens genau von diesen Jungen bezahlt, die jetzt schon wissen, dass sie mal weniger erhalten werden.

    Es ist eine bürgerliche Pflicht, gegen antidemokratische neoliberale Entwicklungen zu demonstrieren, die heute von der G20 verkörpert werden (TTIP etc).
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    • Rendel 16.07.2017 13:09
      Highlight Dafür hatten es die heutigen Alten in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter schlechter.

      Es ist natürlich immer schwieriger Abstriche zu machen, als dass sich die Situation ständig verbessert.


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    • Karl33 16.07.2017 14:18
      Highlight Rendel, die heutigen Machthaber, Meinungsführer etc sind in der Nachkriegszeit aufgewachsen. Also wer heute 65 Jahre ist, wurde 1952 geboren, konnte sich 1977 ein Häuschen leisten, in den 80er Jahren Weltreisen machen, bezieht jetzt dann eine gute AHV/PK-Rente etc. Nein, diese Generation hatte von Anfang an im Durchschnitt ein gutes Leben. Nicht zu verwechseln mit der Vorkriegsgeneration.
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    • Rendel 16.07.2017 14:49
      Highlight Ich habe nicht behauptet das Leben war schlecht, nur, dass es viel bescheidener war als heute und das ist Fakt.
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    • Rendel 16.07.2017 16:03
      Highlight Träum weiter Karl. Machthaber und Meinungsmacher?
      Die Schweiz war immer ein Volk von Mietern und so viel Wohneigentum wie heute, hat es noch nie gegeben. 1977 sah das ganz anders aus.
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    • Chamael 16.07.2017 16:19
      Highlight Da wird aber allzusehr generalisiert. Meine Mutter ist '49 geboren und hat als Kind noch Kronkorken in der verbombten Innenstadt gesammelt, um einmal pro Monat (mit 200 gesammelten Kronkorken) ein Stück Schokolade von der Brauerei zu bekommen, welche die Kronkorken wieder benutzt hat. Echt schlimm muss es also die heutige Jugend haben...
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    • neutrino 16.07.2017 19:20
      Highlight Dass es ein 25jähriger 1977 besser hatte als ein 25jähriger heute stimmt so nicht - zeigen schon nur alle relevanten statistischen Daten bzgl. Kaufkraft, Einkommen, etc.

      ZB. nur "Weltreisen in den 80er": ein Ticket nach Australien kostete 1980 mehrere 1000 CHF..da musste man lange sparen...der Durchschnittsbürger konnte definitiv nicht locker auf Weltreise gehen damals.

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  • poga 16.07.2017 12:12
    Highlight Top Artikel @Peter. Sehr angenehm zu lesen.
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