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Küstenwache zwingt Schlepper zum Betrachten von Kinderleichen – dieser bricht in Tränen aus

Publiziert: 19.01.16, 12:32 Aktualisiert: 19.01.16, 15:34

Der Schlepper wird vorgeführt

YouTube/Sky News

Nach einem Flüchtlingsdrama mit drei ertrunkenen Kindern hat die griechische Küstenwache einen mutmasslichen türkischen Schleuser zum Betrachten der Kinderleichen gezwungen und damit eine Debatte ausgelöst.

Der Sender Sky News berichtete über das Drama, das sich bereits am Freitag vor der Küste von Samos ereignete und bei dem zwei zweijährige Jungen sowie ein vierjähriges Mädchen ums Leben kamen. Beamte der Küstenwache nahmen einen 21-jährigen Türken als mutmasslichen Schlepper fest und zwangen ihn, die Leichen der kleinen Kinder anzuschauen. Schliesslich brach der Mann in Tränen aus.

Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug

«Staatsdiener müssen einen kühlen Kopf bewahren»

Das Verhalten der Küstenwache sei «eindeutig unangemessen», erklärte Schifffahrtsminister Thodoris Dritsas am Montagabend. «Staatsdiener müssen einen kühlen Kopf bewahren und sich im Umgang mit jedem Festgenommenen wie Profis verhalten». Dies gelte auch dann, wenn der Festgehaltene «eines abscheulichen Verbrechens» beschuldigt werde. Bis zu einer Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft auf Samos muss nun entscheiden, ob sie gegen den festgenommenen Türken ein Verfahren wegen eines Tötungsdelikts einleitet. Der junge Mann sagte zu Sky News, er sei dazu gezwungen worden, das Flüchtlingsboot Richtung Griechenland zu steuern.

Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos warf den türkischen Hafenbehörden am Montag vor, die Schleuser zu unterstützen. In den vergangenen Monaten ereigneten sich in den griechischen Gewässern zahlreiche Dramen mit kenternden Flüchtlingsbooten. Im Falle einer Verurteilung müssen Schleuser in Griechenland mit langen Haftstrafen rechnen. (whr/sda/afp)

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31 Kommentare anzeigen
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  • ferox77 19.01.2016 15:32
    Highlight Es wurde kürzlich in italienischen Medien berichtet, dass inzwischen auch Menschen aus Senegal, Togo, dem Kongo, Guinea und Liberia in Italien ankommen. Und diese durchqueren nicht mühsam die Wüste, die kommen mit dem Flugzeug in Lybien an.
    Fazit: Die Schlepper haben bereits neue Einnahmequellen erschlossen!
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  • deleted_459445309 19.01.2016 15:14
    Highlight gäbe es botschaftsasyl - ein flugticket würde 70€ kosten!
    einfach nur lächerlich, jetzt will man die verantwortung für die tausenden toten flüchtlinge auf die türkei schieben. dreister geht kaum.
    31 19 Melden
    • Paul_Partisan 19.01.2016 15:30
      Highlight ich denke besonders für die Flüchtlinge aus Syrien kann man der Türkei teilweise in die Verantwortung ziehen. So hat der Geheimdienst mutmasslich den IS lange Zeit mit Waffenlieferungen unterstützt, der Staat liess tausende IS-Kämpfer über die Grenzen ziehen und verhinderte gleichzeitig, dass Kurdische Kämpfer ihre Genossen im Kampf gegen den IS unterstützen können. Zumindest dafür können, nein, müssen wir die Türkei anprangern und verurteilen!
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  • Samy Kulturattentat D 19.01.2016 13:27
    Highlight Schickt bitte auch die EU Parlamentarier da hin, sie verbieten die legale Einreise und sind hauptschuldig an der Misere. Fähren statt Grenzwachen!
    73 27 Melden
    • banda69 19.01.2016 13:39
      Highlight ...und bitte die Kolleginnen und Kollegen von der SVP nicht vergessen mitzunehmen.
      75 44 Melden
    • KingKong1990 19.01.2016 13:47
      Highlight Stimmt, die SVP ist schuld! Wie konnte ich das nur schon wieder vergessen...
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    • E7#9 19.01.2016 14:32
      Highlight Und mit offenen Grenzen wird ja die Flucht übers Mittelmeer sicher und niemand ertrinkt mehr. Es macht sich ja dann gar niemand mehr auf den Weg nach Europa.
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    • Petrarca 19.01.2016 14:56
      Highlight @sound: Mit offenen Grenzen braucht niemand mehr den Weg übers Mittelmeer zu nehmen, sondern kann sich für den Landweg entscheiden, ohne dabei auf Schlepper angewiesen zu sein. In diesem Sinne: Ja, die Flucht nach Europa wird mit offenen Grenzen sicherer. Sehr viel sicherer sogar.
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    • MacB 19.01.2016 15:38
      Highlight @petrarca: offene Grenzen lösen aber die Problematik der Völkerwanderung in keinster Weise sondern verschärfen sie nur noch. In Afrika leben 1.1 Mrd. Menschen, haben alle hier Platz, denen es dort nicht mehr gefällt?
      Ich bin der Meinung, dass man erst klare Regeln für ein Bleiberecht aufstellt, bevor man einfach alle Schleusen öffnet!
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    • E7#9 19.01.2016 20:02
      Highlight @Petrarca: Das verstehe ich nicht. Als Merkel die Grenze für Syrer öffnete war das ein Bombengeschäft für Schlepper. Vergessen wir nicht: Aylan ertrank weil sein Vater Merkels Einladung folgte. Besser wärs doch, wenn man nur für an Leib und Leben bedrohte Flüchtlinge die Überfahrt legalisieren würde (also vor der Mittelmeer- und Balkanroute in einer Auffangstation abklären ob die Kriterien für Asyl jeweils erfüllt sind), so dass sich der Rest gar nicht erst auf den Weg macht. Das würde mal wirklich gegen Schlepper helfen. Einfach die Grenzen für alle zu öffnen spielt ihnen eher in die Hände.
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    • Petrarca 19.01.2016 23:53
      Highlight @sound: Was Merkel für Deutschland beschliesst, hat doch keinen Einfluss auf die Türkei, Ungarn etc. Solange die Grenzen NACH Deutschland zu sind, solange braucht es Schlepper. Klingt logisch, oder?

      MacB: Solche Dinge sind doch geregelt. Dass sich aber immer ALLE an Regeln halten ist in etwa so naiv wie zu glauben, 1,1 Mia Afrikaner nach Europa wollen. Offene Grenzen heißt nicht "keine Regeln, keine Gesetze", es bedeutet, dass wer eine Chance will, diese kriegt. Ohne Vorurteile, ohne Pauschalisierung, ohne Generalverdacht, ohne Kollektivverurteilung etc. Da brauchts jetzt kein "aber" dazu.
      2 0 Melden
    • E7#9 20.01.2016 06:52
      Highlight Es klingt logisch, glaube aber nicht dass er in der Realität funktionieren würde. Andere Länder liessen die Flüchtlinge ja nach Deutschland weiterziehen und trotzdem florierte das Schleppertum. Aber offene Grenzen für alle lässt viele neue Probleme entstehen. Sollen dann alle auch den Asylstatus oder eine Arbeitsbewilligung erhalten um eine Chance zu haben? Und alle würden Arbeit finden, egal wie der Bildungsstand ist? Wir haben ja nicht unbeschränkte Kapazität. Machen wir uns nichts vor, die meisten würden keine Arbeit finden. Wären unsere Sozialwerke auch vom ersten Tag an offen für alle?
      2 0 Melden
    • MacB 20.01.2016 09:23
      Highlight @ Petrarca: Es ist genau so naiv zu glauben, dass unsere Volkswirtschaften das tragen können. Natürlich wäre es nur menschlich. Die Realitöt sieht aber so aus, dass jedem Ankömmling erst jahrelang geholfen werden muss. Erst wenn er die Sprache kann, eine brauchbare Ausbildung erghalten usw. kann er der Volkswirtschaft etwas zurückgeben.
      Man hat ja bereits mit Schengen gesehen, wohin das führt. Reisefreiheit gut aber es kommen nicht nur die willkommenen! Der CH geht es zu gut, als dass man einfach öffnen kann. Eine Wohlstandsgefährdung sondergleichen, auch für dich.

      4 0 Melden
    • Petrarca 20.01.2016 10:10
      Highlight @sound, macB: Interessanterweise ist es gerade die Wirtschaft, die Euch in diesen Punkten widerspricht. Der Haken in Eurer Logik liegt darin, dass Ihr von einer ungebremsten und permanenten Zuwanderung ausgeht, was aber schlicht nie eintreffen wird. Solche Dinge regulieren sich meist von selbst weil (simpel zusammengefasst) a) der Grossteil der Flüchtlinge sowieso niemals nach Europa kommen will und b) gesättigte Arbeitsmärkte automatisch regulierend wirken und c) mehr Leute=mehr Konsum=mehr Arbeit=mehr Wohlfahrt. Das war schon immer so.
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    • MacB 20.01.2016 10:58
      Highlight @petrarca: Ich gebe dir recht, dass gesättigte Märkte sich im Normalfall regulieren. Diese Wirtschaftstheorielässt aber den Aspekt des Sozialstaats ausser acht. Im heutigen Westeuropa lässt es sich (und das betrachte ich als Errungenschaft!) auch ganz gut leben, ohne am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Das sendet gleichzeitig Signale in ärmere Länder "keine Arbeit und trotzdem Nachrung, Handy, 4.5er Wohnung, Sicherheit, etc.". Das zieht viele an, was den Sozialstaat aushungert resp. die arbeitende Mehrheit zu mehr Abgaben zwingt. Ergo sinkt die Wohlfahrt langfristig.
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    • Petrarca 20.01.2016 16:18
      Highlight MacB: Die Idee, dass Leute ohne Arbeit & auf Kosten der Wohlfahrt lebend zufrieden sind, ist nachweislich nicht haltbar. I.d.R. wollen Menschen nämlich sehr wohl arbeiten. Ein paar schwarze Schafe gibt es natürlich immer, aber die verkraften wir schon. Da macht mir die Überalterung mehr Sorgen! Das andere Problem ist ein anderes: Wo es Arbeit mangelt, weil schlicht zuwenig Arbeit vorhanden ist (Stichw. Fortschritt der Technik, Mensch wird überflüssig), müsste man vielleicht auch bisherige gesellschaftliche & ökonom. Konzepte, wie bspw. "Geld/Nahrung für Arbeit" überdenken (dazu Stichw. BGE).
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    • MacB 20.01.2016 16:38
      Highlight Petrarca: Auch hier bin ich ja grundsätzlich einverstanden...aber... :) ... Asylsuchende aus so fernen Regionen können anders als bsp.weise Deutsche nicht direkt einfach arbeiten. Die Sprache, die Kultur, Ausbildung, etc. ... das dauert Jahre bis Jahrzehnte, bis eine ganze Generation integriert ist (war bei Italienern sogar schon so). Und dazu ist die auf uns zukommende Masse einfach zu gross. Ausser man macht es wie Österreich und begrenzt es auf eine "erträgliche" Zahl/Jahr.
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  • MisterM 19.01.2016 12:56
    Highlight Finde das Verhalten der Küstenwache auch unangemessen und stimme Dritsas' Argumenten zu. Alle Schlepper und Schleuser pauschal zu verurteilen, ist die falsche Herangehensweise.

    Da fällt mir einer meiner Lieblingszitate von Faramir aus THE TWO TOWERS über einen gefällten Gegner ein: "You wonder what his name is... where he came from. And if he was really evil at heart. What lies or threats led him on this long march from home. If he would not rather have stayed there... in peace. War will make corpses of us all."

    Wir kennen die Geschichte des jungen Mannes nicht. Heiter wird sie kaum sein...
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    • MisterM 19.01.2016 15:15
      Highlight Wäre toll, wenn die Blitzer sich auch zu Wort melden würden... Wurde auf Watson schon des Öfteren gefordert. Heisst das, das ihr die Geschichte des jungen Mannes kennt? Oder, dass ihr das Zitat unpassend findet? Oder findet ihr das Verhalten der Küstenwache okay?

      Aber einmal klicken und dann weg ist halt bequemer, als eine sachliche Diskussion zu führen. Mich würden eure Argumente jedenfalls sehr interessieren...
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    • Paul_Partisan 19.01.2016 15:36
      Highlight Mein Mitleid für einen mutmasslichen Schlepper hält sich ziemlich in Grenzen. Jemand der Hilfsbedürftige abzockt und in nicht seetauglichen Schiffen übers Meer schickt, ist ein jämmerliches Geschöpf. Aber ich gebe dir insofern recht, dass eine Vorverurteilung nicht rechtens ist. Bedenke aber, dass den Menschen die dort tagtäglich angespülte Leichen wegräumen müssen vielleicht kurz die Nerven verlieren, wenn sie einen mutmasslichen Schlepper erwischen. Insofern kann ich deren Reaktion absolut nachvollziehen.
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    • lily.mcbean 19.01.2016 15:39
      Highlight ich fand das zitat wirklich passend!
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    • MisterM 19.01.2016 15:53
      Highlight @Paul_Partisan: Eine plausible Argumentation, der ich mich auch anschliessen will. Dass die Leute, die die angespülten Leichen wegräumen müssen, die Nerven dabei verlieren und ihre verständliche Wut an jemandem auslassen MÜSSEN, kann ich nachvollziehen. Ob ihre Methode dann wirklich was bringt, ist dann eine andere Sache.

      Ich nehme den 21-Jährigen auch nicht in Schutz. Aber wie gesagt: Wir haben nicht die Gewissheit darüber, ob er die Leute abzockt und mit ihren Leben spielt, oder ob er von diesen Monstern - denen ich natürlich auch kein Mitleid schenke - brutal dazu gezwungen worden war.
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    • WeischDoch 19.01.2016 17:02
      Highlight Ich verstehe die Küstenwache voll und ganz...ich hätte den Typen wahrscheinlich übler zugerichtet als nur emotional...deshalb bin ich auch nicht bei solch einem Job...

      Ich habe dir zwar keinen Blitz verpasst, wollte mich aber dennoch äussern.
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    • deleted_459445309 19.01.2016 17:36
      Highlight du würdest also deinem hass freien lauf lassen. das ist schade fü dich und völlig uninformativ. aber fünf mal "ich" in einem satz ist auch ne leistung.
      7 5 Melden
    • WeischDoch 20.01.2016 14:24
      Highlight Ja es war völlig uninformativ...der Zweck war auch nur eine Zustimmung für eine Sichtweise.

      Aber mal ganz Ehrlich, die türkische Propaganda die du manchmal zitierst, ist auch nicht wirklich informativ ;)

      -

      Ach ICH Egoist
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  • deleted_459445309 19.01.2016 12:46
    Highlight
    machen diese heuchlerischen typen das auch mit den beamten der griechischen küstenwache, die flüchtlingsboote aufstechen und versenken..?
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    • Jonasn 19.01.2016 13:22
      Highlight Da bist du leider der türkischen Propaganda zum Opfer gefallen. Hast Du das Video gesehen? Ist dies und clever geschnitten, aber letztendlich sind die langen Stangen enterhaken, mit denen versucht wird, das Boot am abreiben zu hindern. Das Boot selbst, von türkischen Schleppern gestellt, war selbst kurz vorm absaufen. Die Bootsbesatzung ist in diesem Fall gerettet worden. Die Messer waren aber keine solchen, sondern ganz normale enterhaken an Stangen, mit denen man das Boot stoppen wollte.
      51 3 Melden
    • Samy Kulturattentat D 19.01.2016 13:36
      Highlight Ich kenne den Fall nicht, ich denke Jonasns Aussage trifft eher die Wahrheit. Trotzdem ist die einzige Lösung legale Fluchtwege.
      23 16 Melden
    • Retarded Wizard 19.01.2016 13:53
      Highlight Nein gar keine Fluchtwege, zumindest nicht nach Europa, wenn in Syrien Krieg herrscht, wäre es ein leichtes im türkischen Grenzgebiet ein riesiges Lager aufzubauen, finanziert von der EU, danach kann sich die europäische Politik daran machen, den Krieg zu beenden, damit diese wieder zurückkönnen. Wäre 1000mal günstiger und angenehmer für alle Beteiligten. Aber dies ist nicht gewollt, man will die Massenmigration (nicht Flucht) warum weiss ich leider selbst noch nicht, aber wird bestimmt nichts tolles sein.
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    • deleted_459445309 19.01.2016 14:51
      Highlight das ist bei weitem nicht der einzige fall. es gab schon früher auch in westlichen medien berichte darüber. flüchtlinge berichten selbst davon. es gibt auch berichte wonach die faschos von der goldenen mörgenröte boote suchen und versenken.

      und was lager in der türkei angeht, warum sollte die türkei - die jetzt schon weltweit das land mit den meisten flüchtlingen ist - noch mehr oder gar am liebsten gleich alle flüchtlinge aufnehmen? flüchtlinge die vor kriegen flüchten, welche durch westliche gier, überheblichkeit und ignoranz verursacht werden!
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    • WeischDoch 19.01.2016 17:04
      Highlight Stimmt die Türkei hat ja gaaaaaaaaar keinen Anteil am Krieg...

      /ironieoff

      siehe den Kommentar den dir Paul_Partisan verpasst hat.
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