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Nach der Hinrichtung von Australiern in Indonesien: Australische Polizei weist Kritik als «geschmacklos» zurück

04.05.15, 07:01 04.05.15, 08:50

Die australische Polizei hat sich nach den weltweit umstrittenen Hinrichtungen zweier Australier in Indonesien der Kritik an ihrer Arbeit gestellt. Sie verteidigte am Montag einen Tipp an die indonesischen Kollegen, der 2005 zur Festnahme von neun Australiern führte.

Zwei von ihnen, Andrew Chan and Myuran Sukumaran, waren vergangene Woche hingerichtet worden. Ein um seinen Sohn besorgter Australier hatte die Beamten vorher auf den geplanten Drogenschmuggel hingewiesen. Er hoffte, sie würden seinen Sohn an der Ausreise nach Indonesien hindern.

Hier werden die Särge der Hingerichteten in einen Minivan verladen. Bild: BAGUS INDAHONO/EPA/KEYSTONE

Stattdessen informierte die australische Polizei die Indonesier. Die nahm auf Bali neun Australier mit mehr als acht Kilogramm Rauschgift fest, darunter Chan und Sukumaran. Der damals 20 Jahre alte Sohn des Mannes wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und ist auf Bali im Gefängnis.

Polizeichef Andrew Colvin. Bild: EPA/AAP

Es habe keine Anhaltspunkte gegeben, um die Australier damals vor der Abreise festzunehmen, sagte Polizeichef Andrew Colvin. Der Polizei vorzuwerfen, sie habe «Blut an den Händen», sei geschmacklos. Er schloss eine Entschuldigung aus. «Wir können uns nicht für unsere Rolle entschuldigen, Drogen zu stoppen», meinte er. Zwischen 2007 und 2011 seien in Australien 4100 Menschen durch Drogenkonsum gestorben. (feb/sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Adonis 04.05.2015 10:05
    Highlight Ich frage mich folgendes: 1. Wieso handelt, oder konsumiert man mit Drogen im einem Land, wo man genau weiss, was einem droht? 2. Wenn jemand Drogen verkauft, nimmt er in kauf, dass er jemanden damit u.U. umbringt. Fazit: Die Todesstrafe ist richtig. Punkt.
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  • blueberry muffin 04.05.2015 09:28
    Highlight Und genau dabei haben sie hoffnungslos Versagt.
    Bezweifle das sie weiterhin Hinweise besorgter Eltern erhalten, nach diesem "Missgeschick".
    3 0 Melden

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