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So sieht es die «Sunday Times»: Philip Hammond (links), Boris Johnson (Mitte) und David Davis (rechts) schiessen sich gegenseitig nieder.  bild: screenshot

Konservative Revolutionäre haben die Briten ins Elend geritten

Die führenden Köpfe der Konservativen Partei schiessen sich gegenseitig ins Knie. Premierministerin Theresa May wirkt hilflos. Schlechte Voraussetzungen für erfolgreiche Brexit-Verhandlungen.

17.07.17, 13:58 18.07.17, 05:13

Der britische Brexit-Minister David Davis und der Brexit-Delegierte der EU, Michel Barnier, haben begonnen, die wichtigen Fragen zu verhandeln: Wie viel muss Grossbritannien für den Austritt bezahlen? Welche Rechte sollen EU-Bürger danach auf der Insel und umgekehrt haben? Und welche Grenzregelung zwischen Nordirland und Irland soll gelten?  

«Die Brexiters sind die Jakobiner der britischen Politik geworden. Ihr ideologischer Eifer hat die Konservative Partei zerstört und die britische Politik ins Elend getrieben.»

Martin Wolf

Es geht also ums Eingemachte. Dabei hat die britische Delegation einen schweren Stand, denn sie ist zerstritten. Die führenden Vertreter der Konservativen Partei bekämpfen sich gegenseitig bis aufs Blut. Derweil hat Premierministerin Theresa May nicht nur keinen Plan, sie hat auch keine Autorität mehr.  

Theresa May und ihr Gatte auf der Ehrentribüne in Wimbledon. Bild: AP/POOL AFP

Ob die Premierministerin den Tory-Parteitag im kommenden Herbst noch im Amt überleben wird, ist fraglich. Das Einzige, das sie retten kann, ist der erbitterte Kampf zwischen drei möglichen Nachfolgern: David Davis, Finanzminister Philip Hammond und Aussenminister Boris Johnson.  

«Wer in Grossbritannien lebt, fühlt sich derzeit wie verängstigte Kinder, deren Eltern sie verlassen haben, um sich in einem Kasino zu betrinken.»

Guardian

Der Nachfolgekampf ist mittlerweile zur üblen Schlammschlacht verkommen. Den Medien werden gezielt Indiskretionen zugespielt und genüsslich ausgeschlachtet. Die «Sunday Times» hat am vergangenen Wochenende eine Karikatur veröffentlicht, in der sich die drei gegenseitig erschiessen. Tim Bale, Politikprofessor an der Queen Mary University in London, erklärt in der «Financial Times»: «Das letzte Mal haben sich die Torys vor 15 Jahren so bösartig bekämpft.»  

Der Brexit war als Befreiungsschlag gedacht

Premierministerin Theresa May wird seit ihrer katastrophalen Wahlniederlage als «dead woman walking» bezeichnet. Sie wirkt ratlos und hat weder ihr Kabinett noch ihre Partei im Griff. «Wer in Grossbritannien lebt, fühlt sich derzeit wie verängstigte Kinder, deren Eltern sie verlassen haben, um sich in einem Kasino zu betrinken», beschreibt daher der «Guardian» die aktuelle Stimmung im Vereinigten Königreich.  

Dabei war das Brexit-Referendum als Befreiungsschlag gedacht, mit dem die Briten ihre Souveränität wieder erreichen wollten. Das Resultat erweist sich nur als Desaster:  

Will Premierminister werden: Boris Johnson. Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE

Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte. Eine neue Premierministerin hat ohne Detailkenntnisse die härteste Austrittsvariante gewählt und den Austrittsprozess eingeleitet, ohne eine vernünftige Ausgangsposition ausgearbeitet zu haben. 70 Tage später hat sie ihre komfortable Mehrheit mit einer unnötigen Neuwahl eingebüsst.  

Der Fluch der bösen Brexit-Tat

Um das Ganze noch komplizierter zu machen, hat in der Bevölkerung ein Stimmungswandel eingesetzt. Selbst die Hälfte der Brexit-Befürworter ist bereit, die Personenfreizügigkeit zu akzeptieren, wenn die EU im Gegenzug den Briten den Marktzugang gewährt. Das hat eine Umfrage von YouGov ergeben. «Landesweit sind doppelt so viele Wähler mit dieser Option bereit, obwohl das nicht mehr wäre als der Deal, den David Cameron ausgehandelt hat», schreibt dazu der «Guardian».  

Die Briten bekommen nun den Fluch der bösen Brexit-Tat mit voller Wucht zu spüren. «Die Brexiters sind die Jakobiner der britischen Politik geworden», klagt Martin Wolf in der «Financial Times». «Ihr ideologischer Eifer hat die Konservative Partei zerstört und die britische Politik ins Elend getrieben. Das Resultat besteht darin, dass es keinen gängigen Rückzug vom Brexit gibt und auch keinen plausiblen Weg, ihn vernünftig zu gestalten.»

Brexit

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User-Review:
Catloveeer, 19.12.2016
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  • Florian Sieber 18.07.2017 16:18
    Highlight Hab den Artikel gelesen und frage mich jetzt, inwiefern man bei den Ewiggestrigen Gestalten bei den Tories von "Revolutionären" sprechen kann...
    1 2 Melden
    600
  • rodolofo 18.07.2017 07:37
    Highlight Grundsätzlich finde ich's gut, wenn die arrogante Big Business-EU einige Schüsse vor den Bug kriegt!
    Aber wenn das EU-Flaggschiff sinkt, fallen die Piraten des Ost-Imperiums (Reich des kalten Zaren Putin) und des West-imperiums (Reich des verrückten Rockers Trump) über uns her und teilen Europa unter sich auf, wie damals nach dem 2.Weltkrieg!
    Also müssen wir streitlustigen Europäer uns zusammenraufen!
    Wenn die Briten austreten wollen, dann sollen sie das tun. Sie bleiben trotzdem unsere Europäischen Freunde. Und die Schweizer sind sowieso Muster-Europäer.
    Alle machen sie Ferien am Mittelmeer.
    17 13 Melden
    600
  • Shin Kami 17.07.2017 23:15
    Highlight Wenn die EU jetzt ein bisschen Rückgrat beweist, können sie den Briten die Bedingungen für den Brexit quasi diktieren...
    7 19 Melden
    600
  • SirGareth 17.07.2017 21:28
    Highlight
    4 3 Melden
    600
  • SirGareth 17.07.2017 21:13
    Highlight Wenn sich Frankreich auch noch aus der EU entzieht, wird die EU am Schuldenberg scheitern. Primär wird Deutschland damit in den Ruin getrieben. Masseneinwanderungen und der amerikanische Gürtel zwischen Deutschland und Russland helfen dabei auch.
    18 64 Melden
    • Tsunami90 17.07.2017 22:43
      Highlight Ähhhhmmm was?
      47 5 Melden
    • rodolofo 18.07.2017 07:20
      Highlight Die bösen Franzosen haben aber anscheinend nicht im Sinn, aus der EU auszutreten.
      Ganz im Gegenteil!
      Sie schicken sich an, eine Führungsrolle wahrzunehmen. Damit schaffen sie ein Gegengewicht zu Deutschland und seiner Merkel-Big Business-Sonntagspredigt-Wackelpudding-Einseif-Dominanz.
      Die Südlichen Länder könnten von einem erstarkten Frankreich profitieren.
      Auf der anderen Seite haben wir die Ost-Länder ehemaliger Warschauer Pakt-Länder.
      Bei denen sehe ich das eigentliche Problem:
      Sie entwickeln sich zu Trojanischen Pferden Putin's innerhalb der EU.
      Hier sehe ich die grösste Gefahr für die EU.
      27 8 Melden
    600
  • Chääschueche 17.07.2017 21:06
    Highlight Angstmacherei 😘

    Man kann es auch Kaffeesatzlesen nennen. Aber das ist eben heute Journalismus...Denn Trump ist ja auch seit 5 Monaten nicht mehr Präsident der USA...
    20 52 Melden
    600
  • Quacksalber 17.07.2017 20:58
    Highlight Wenn sich der Rauch verzogen haben wird, wird fast alles beim Alten sein. Ausser GB darf der EU nicht mehr reinreden, übernimmt aber alles im autonomen Nachvollzug.
    46 6 Melden
    • Tsunami90 17.07.2017 22:44
      Highlight Quasi eine grosse Schweiz.
      45 1 Melden
    • rodolofo 18.07.2017 07:22
      Highlight Vielleicht ist es ja auch besser, wenn die mit ihren altmodischen Empire-Benimmregeln und ihrem aufgebauschten Tee-Theater nicht mehr mitreden...
      11 11 Melden
    600
  • SirGareth 17.07.2017 20:36
    Highlight War es nicht GB welche mit Hilfe der USA zu der EU (Währungsunion) gedrängt hat? Sie selbst haben den Euro clevererweise nicht übernommen. Nach genügend Erweiterungen mit ärmeren Staaten dann der Austritt. Das ist ein Machtspiel ähnlich wie es der IWF mit den Staatsschulden treibt.
    19 19 Melden
    600
  • Zipfelmütze 17.07.2017 20:22
    Highlight Herr Löpfe. Wir haben noch überhaupt kein Resultat. Wir wissen auch noch nicht im Geringsten wie die Geschichte ausgeht. Aber genau die wird eines Tages zeigen ob sie recht haben oder aber auch nicht. Im Moment bin ich geneigt Ihnen zuzustimmen, aber die Erde dreht sich auch nach dem Brexit weiter. Warten wir es doch einfach ab.
    35 8 Melden
    • sowhatopinion 17.07.2017 20:42
      Highlight Genau, nach dem EWR-Nein 1992, was m.E. i.ü. ein Fehler war, haben alle den Niedergang der Schweiz prophezeit. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, falls es denn überhaupt zum Brexit kommt. Daneben finde ich den Zorn der Kontinentaleuropäer und die Drohung die Inselbewohner für ihren demokratischen Entscheid abzustrafen. So viel zum Demokratieverständnis der grössten Bürokratie der Welt.
      30 23 Melden
    • Firefly 17.07.2017 20:51
      Highlight Sowhat, es waren harte Jahre, nach dem EWR nein. Es kam nicht einfach anders... sondern man hat versucht die Falten zu glätten und das Beste aus der Situation zu machen
      37 6 Melden
    • rodolofo 18.07.2017 07:26
      Highlight Wir können auch aus Fehlern lernen!
      Das ist ja der Sinn von "Fehlern", als Teil eines "Learning by Doing"-Prozesses!
      Vor allem aber sind die "Fehler" die Voraussetzung dafür, dass das folgen kann, was dann folgt.
      Hätte meine Mutter den Fehler nicht begangen, auf meinen Vater herein zu fallen, dann wäre ich jetzt nicht hier!
      Darum fordere ich alle hier auf:
      Macht ums Himmels Willen Fehler!
      4 1 Melden
    600
  • penetranz 17.07.2017 20:18
    Highlight Wartet einige Jahre, die Britten werden wieder bittend bei der EU anklopfen!
    22 38 Melden
    • Zipfelmütze 17.07.2017 20:36
      Highlight Und die EU wird noch so gerne Ja sagen haben sie doch uwischenzeitlich mit Serbien, Albanien und dem Kosovo drei neue Nettoempfänger ins Boot geholt, da würde ein Nettozahler noch so gut tun. Träum weiter
      26 18 Melden
    600
  • Triumvir 17.07.2017 20:09
    Highlight Genau so erginge es uns, wenn die unsägliche SVP die absolute Mehrheit gewinnen würde. Zum Glück wird das nie Realität werden - falls doch - Gott bewahre, wäre es Zeit ans Auswandern zu denken...
    54 20 Melden
    • Zipfelmütze 17.07.2017 20:24
      Highlight Hoffentlich wir NIE eine Partei alleine das absolute Mehr erreichen. Das wäre per se schlecht. Auch eine SP mit 50+ im Parlament wäre kein Gewinn. Dito SVP
      58 9 Melden
    • rodolofo 18.07.2017 07:28
      Highlight Die meisten SP'ler sind doch schon 50+!
      8 5 Melden
    600
  • sowhatopinion 17.07.2017 19:32
    Highlight "Konservative Revolutionäre haben die Briten ins Elend geritten" mah sein, aber vielleicht kommt es auch ganz anders und die Briten sind nach einer Phase der Verunsicherung stärker denn je. Dann nämlich, wenn sie sich rasch auf ihre Stärken besinnen und regulatorische EU-Zöpfe abschneiden, Steuern senken und neue Banden schliessen. Ferner kommt die EU nach der Phase des Zorns nicht umhin mit den abtrünnigen Briten gute Beziehungen zu pflegen. Des weiteren muss das N-S-Gefälle und EUR-Fehlkonstruktion erst einmal lösen und das geht nur mit einer Fiskalunion. Da traue ich den Briten mehr zu.
    30 43 Melden
    • Firefly 17.07.2017 21:16
      Highlight Steuern senken ist ein alter Zopf, funktioniert nicht und führt in den Bankrott, ichr hoffe für die Briten, dass sie bessere Ideen haben als das.
      38 11 Melden
    • _kokolorix 17.07.2017 23:11
      Highlight Steuern senken.. Ich fasse es nicht!
      11 4 Melden
    600
  • derEchteElch 17.07.2017 19:00
    Highlight "Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte." was bitte rechtfertigt diese Aussage?

    Eine Abstimmung über "raus" oder "bleiben" zeigt doch deutlich die Konsequenzen schon im Voraus auf! Oder muss zuerst ein Film mit der genauen Darstellung der Konsequenzen gedreht werden, um es deutlich zu machen?

    Löpfe, Sie sind so ein vorhersehbarer, politisch und idelogischer Dreamer!
    41 70 Melden
    • Jason84 17.07.2017 19:33
      Highlight Ja klar. Wie wurden die Konsequenzen von den Befürwortern prophezeit? "350 000 000 pro Woche in das Gesundheitssystem." "Der Brexit schadet der Wirtschaft nicht." "Die EU wird nachher schon einknicken."
      Ich finde nicht das da nach bestem Wissen und Gewissen informiert wurde.
      57 10 Melden
    • derEchteElch 17.07.2017 19:51
      Highlight Sie schreien bereits nach "Ihren" erfolgreichen vorhersagen, obwohl die ganze Sache noch gar nicht vorbei ist. Am Ende werden Sies schon sehen, GB wird es besser gehen!

      Sie gehören genau zu jenen Leuten, die das Eintreffen von Erwartungen immer gleich sofort erwarten, anstatt der Sache Zeit zu lassen. Chillen Sies mal!
      14 37 Melden
    • äti 17.07.2017 20:24
      Highlight @elch: manche hätten sich schon ein bisschen Vorarbeiten, Planung, Risikomanagement, Alternativlösungen etc gewünscht. Aber das wäre in Arbeit gelaufen und sowas überlässt man dann andern. Obs gut kommt und wie, das hätte man etwas Einkreisen können.

      Und von wegen Zeit, die ist abgesteckt und das einzige Klare bis dato. Nicht viel, oder?
      24 5 Melden
    600
  • Jason84 17.07.2017 18:59
    Highlight Ich hab noch die ganzen Kommentare im Kopf, die da lauteten. "Man muss nur mal Tatsachen schaffen, dann beugt sich die EU." oder "Die EU wird schon bei den Briten angekrochen kommen".
    Es war von Anfang an klar das die EU auf ihren Leitlinien bestehen bleibt. Wer ernsthaft davon ausging das an den Grundpfeilern zu rütteln wäre, ist einfach nur naiv.
    62 14 Melden
    600
  • Ass 17.07.2017 18:07
    Highlight Das war so zu erwarten und ist keine Überraschung. So einfach wie die Rechtspopulisten die Probleme lösen wollen geht es halt nicht. Oder anders gesagt alle anderen sind nicht einfach Vollidioten!
    78 18 Melden
    600
  • Yippie 17.07.2017 16:14
    Highlight "Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte."

    Finde diese Aussage nicht passend. Insbesondere beim Brexit hatte ich schon das Gefühl, dass klar war, was auf GB zukommen wird, wenn man sich für den Brexit entscheidet. Ansonsten ist es auch ein Versäumnis der Gegner sich entsprechend Gehör zu verschaffen.

    Wir hatten ja mit der Masseneinwanderungsinitiative ein ähnliches Szenario und dort wusste man auch um die möglichen Konsequenzen, hat aber anscheinend die Mehrheit auch nicht interessiert.
    76 24 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 17.07.2017 17:04
      Highlight Finde das ja für die MEI immer noch gut. Es konnte und kann so nicht weitergehen. Denke auch hier, verkürzt. Blöd hat May ihren Vorsprung verspielt. Bei Johnson darf man sich nur wundern. Will er nun Premierminister werden oft nicht?
      29 52 Melden
    • Sophia 17.07.2017 17:33
      Highlight Yippie, da kann ich dir gar nicht zustimmen. Das Stimmvolk informiert sich nur sehr rudimentär und meist gar nicht. Natürlich konnte man es wissen, aber das Stimmvolk wurde hier wie in GB von den Politikern unverschämt belogen, und wie jeder weiss, ist ein grosser Teil des Stimmvolkes für Lügen anfällig bis völlig immun. Da geht keine informierte Masse, sondern eine maipulierte, gläubige Masse an die Urne. Du scheinst das nicht akzeptieren zu können, die Politiker wissen es genau und handeln danach, denn ohne die Leichtgläubigkeit würde niemals eine konservative Partei eine Mehrheit gewinnen.
      57 21 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 17.07.2017 17:56
      Highlight Wenn du Sophia recht hättest, müsste man sofort mit der Demokratie aufhören. Aber ich denke, die letzten entscheide waren einfach nicht in deinem Sinne.
      19 38 Melden
    • Duweisches 17.07.2017 19:15
      Highlight Wenn ein Wähler Informiert und in seinem Sinne abstimmt, dann hat eine bürgerliche Partei keine Chance.
      Für wie viele Prozent der Bevölkerung machen SVP und FDP Politik? 10%? Und trotzdem kommen sie national auf 40%, mit CVP und BDP sogar über die Hälfte...
      29 9 Melden
    • Sophia 17.07.2017 20:15
      Highlight Wieso, Writer, sollte man mit der Demokratie wegen meiner bescheiden Meinung sofort aufhören? Kennst wohl die Geschichte der Demokratie zu wenig, so wie ich es schilderte, war es bereits bei der Entstehung der Demokratie. Das Volk wurde auch vor 2500 Jahren schon belogen. Die Opposition schläft doch nicht und der Wandel ist das allerwichtigste in der Demokratie. Alle demokratischen Entscheide sind einem Demokraten recht, nur weiss der, dass man Entscheide auch wieder rückgängig machen kann, was du offenbar nicht verstehen kannst, weil du von Demokratie nichts verstehst, da liegt es!
      18 6 Melden
    • Zipfelmütze 17.07.2017 20:19
      Highlight @Duweisches: Seit Gründung des Bundesstaates 1848 wird die CH durchgehend bürgerlich regiert. Und dank dem Pragmatismus von Volk und Ständen kann sich das Resultat sehen lassen. Der Schweizer will weder Manchester Liberalismus noch einen überbordenden Staat, der die Bürger einengt. Die meisten Länder beneiden uns, weil sie sehen wie gut bei uns vieles läuft. Zudem ist auch nicht jede linke Vorlage im Sinne des Bürgers, sonst würden die Linken mit ihren Begehren mehrheitlich Schiffbruch erleiden.
      9 14 Melden
    • Sophia 17.07.2017 20:23
      Highlight Duweisches, natürlich, denn bei einem informierten Wähler hat eine SVP keinerlei Chancen. Schau dir mal diese Leute an, die beim Brunner im Toggenburg Feste Feiern! Schlichte Gläubige ohne Bildung, denen man alles erzählen kann.
      Und ein Wähler mit Durchblick ist eben selten! Gut, die FDP zähle ich nicht zu den Parteien, die von Doofbacken gewählt wird, sondern von den Besitzenden! Ja, da haste recht, es ist immer fast Fiftyfifty, aber das ist doch nichts Neues. Die MEI wurde mit 50,3% angenommen und die SVP blökt vom Sieg des Volkes, dabei waren es doch nur 50.3% von ca. 50% des Stimmvolkes!
      12 10 Melden
    • rudolf_k 17.07.2017 23:53
      Highlight Sophia, du weißt natürlich alles besser. Wer richtig informiert ist, wer die korrekte Meinung hat. Gratuliere dir. Wären doch bloss alle Stimmbürger so mündig...
      5 7 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 18.07.2017 08:13
      Highlight @rudolf_k: Das war bei der Sophia schon immer so. Ist man anderer Meinung wird man hart angegriffen ist dumm, unmündig und was Ihr sonst noch so einfällt. Deshalb Diskussion überflüssig, weil Zeitverschwendung.
      5 7 Melden
    • Sophia 19.07.2017 17:36
      Highlight Richtig, wenn ihr Rechtsdenkenden (rudolf und Writer z. B.) keine Argumente mehr habt, schlagt ihr halt ohne Argumente rundum. Das macht den Unterschied! Darum seid ihr in der heutigen Zeit auch überflüssig geworden, denn die Globalisierung, die ja nicht zuletzt durch euer Profitstreben so in die Gänge kam, hat euch lange schon aufgefressen! So änlich wie die Revolution ihre Kinder frisst, hat euch die neue Zeit verschluckt, weil ihr da gar nicht mehr mitkommt! Das macht euch genauso zu gefährlichen Verlierern wie es auch die Religiösen zu Verlierern macht. Eure Zeit ist vorbei!
      0 2 Melden
    600
  • Wolkensprung 17.07.2017 16:12
    Highlight Es ist erstaunlich, wie sich die Dynamiken dies- und jenseits des grossen Teiches ähneln: Auch drüben wurden die Reps, aka GOP, von einer ideologischen Hardcore-Fraktion, der Tea-Party, weich gekocht, bis sie weder ein noch aus wusste. Die Konsequenz der Sturheit hiess dann Trump - ein solches Desaster steht den Briten noch bevor, wenn sie sich nicht besinnen. Wobei ich den Insulanern doch noch etwas mehr Antizipationsfähigkeit zuspreche, das schlechte Beispiel zeigt ja bestens, wohin die Reise geht, wenn Polteris an die Spitze gewählt werden...
    62 27 Melden
    600
  • SirGareth 17.07.2017 15:37
    Highlight Großbritannien hat ein derbes Handelsbilanzdefizit gegenüber der EU. Das bedeutet Entwertung ihrer Währung. Auf Kapitalmärkten geht dann der Trend weiter. Somit steht GB vor einer Inflation bzw. Crash, falls nicht schnell neue Märkte erschlossen werden. Vor dem ersten Weltkrieg war GB in einer ähnlichen Situation (massives Aussenhandelsbilanzdefizit)....
    38 40 Melden
    • Sophia 17.07.2017 17:43
      Highlight Yes, Sir, du hast die Lage richtig geschildert. Und die Frau May hat und hatte nie einen Plan. Zuerst war sie für die EU, nach der Abstimmug gegen die EU und jetzt hat sie sich völlig ins Abseit manövriert. Sie erleidet im Moment das Schicksal aller Konservativen: Die können es nicht! nicht in Griechenland, nicht in Italien, nicht in den USA, nicht in Ungarn, nicht in Polen und es wird auch in GB nicht gehen. Wo diese "Bewahrer" an der Macht sind gehts den Berg runter, denn noch nie war die Welt derart rasch zu Gange, wie heutzutage, der Konservatismus hat sich überlebt! Es braucht neue Leute!
      50 9 Melden
    600
  • Christian Mueller (1) 17.07.2017 15:33
    Highlight Was? Die Wirtschaft eines Landes schwächen ist die effizienteste Methode die Einwanderung zu stoppen. Ganz ohne Kontingente und Quoten. Wenn sie so weiter machen, dann wird GB wieder zum Auswanderung-Land. Das wollte doch die knappe Mehrheit der Abstimmenden: Weniger Einwanderung.
    93 22 Melden
    • mrmikech 17.07.2017 17:39
      Highlight Was? Ist also auch ein gutes rezept für die Schweiz?
      17 2 Melden
    • Christian Mueller (1) 17.07.2017 18:31
      Highlight Es wäre das einzig ehrliche. 34 Milliarden Handelsbilanzüberschuss. Und man fragt sich, warum Menschen hier Arbeit finden und zu Hause keine mehr... Die Schweiz wäre bankrott ohne Ausland, u.a weil niemand mehr da wäre, unser Zeugs zu kaufen...
      21 4 Melden
    • Taebneged 17.07.2017 20:41
      Highlight Ich glaube eher, dass die Sozialwerke und der Arbeitsmarkt in Kombination anziehen und nicht der Arbeitsmarkt alleine.
      7 10 Melden
    600
  • nilson80 17.07.2017 15:25
    Highlight Guter Artikel und auch für SVP Fans lesenswert. Es geht nämlich darin nicht für oder gegen EU, sondern was passiert wenn man auf grossmäulige Diletanten hört. Unklare Abstimmungsdefinition (rechtlich bindend vs. Befragung), fehlende realistische Auseinandersetzung mit den Konsequenzen und Fantasieversprechen die nur das Ego aufblasen. Wäre ich überzeugter EU Gegner, würde ich mich für das Theater in GB fremdschämen und diesen Diletantismus nicht noch verzweifelt verteidigen.
    125 34 Melden
    • Schnufi 17.07.2017 16:23
      Highlight Das haben sie aber schön beschrieben.
      Darum werde ich NIE einer linken Partei
      auch nur einen Schritt folgen.
      42 89 Melden
    • Sophia 17.07.2017 17:48
      Highlight nilson, du hast den Nagel (und die SVP, sofern die einen Kopf hat, was ich stark bezweifle.) auf den Kopf getroffen! Der Konservatismus hat sich überlebt, er existiert nur noch als Randgruppe und nationalistische Variante, die in unserer schnellebigen und immer offener werden Gesellschaft und Welt keine Chancen mehr hat.
      33 18 Melden
    600
  • Gonzolino_2017 17.07.2017 15:19
    Highlight Unser ewiger EU Freund Löpfe kann mal wieder in die Sterne sehen, die Demokratie und deren Entscheide verleugnen, weil er als nicht EU'aner genau weiss, was gut oder schlecht ist! Natürlich ist alles schlecht, was die EU hinterfragt und/oder gar ablehnt ...
    58 145 Melden
    • äti 17.07.2017 15:54
      Highlight Diese Aussage steht gar nicht im Artikel.
      91 24 Melden
    • Fabio74 17.07.2017 16:43
      Highlight Intereasant was man als hardcore-SVPler in einem Artikel findet, was so nicht steht
      76 24 Melden
    • Taebneged 17.07.2017 20:45
      Highlight Gonzolino_2017 du machst dich und deine Sinnesgenossen lächerlich.
      12 3 Melden
    600
  • Karl33 17.07.2017 15:01
    Highlight kürzlich habe ich gelesen, dass etliche globale firmen nach dem-brexit-votum beschlossen haben, zum teil massiv in london in neue firmensitze und büros zu investieren. google etwa einen neuen hauptsitz für eine milliarde dollar. so schlecht kanns um die wirtschaft nach dem brexit-entscheid nicht bestellt sein.
    65 57 Melden
    • Corahund 17.07.2017 15:23
      Highlight Ich stimme Dir zu, ich habe einige Freunde in Britain und die sagen alle das Gleiche: der Brexit ist das Besten, was Grossbritannien passieren konnte. Die ganzen Vorhersagen sind nicht eingetroffen, im Gegenteil; den Briten gehts so gut wie nie zuvor. Auch der WATSON Artikel ist reine Stimmungsmache. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben, weiss der Gugger warum.
      47 82 Melden
    • bokl 17.07.2017 15:24
      Highlight @Karl33
      Das ist nicht ganz korrekt. Google will schon lange (2013) einen Neubau in London. Eigentlich sollte er dieses Jahr fertig sein. Die ersten Vorschläge gefielen aber der Google-Führung nicht. Daher gab es einen neuen Wettbewerb. Dieser ist nun abgeschlossen und Google will trotz dem Brexit an den Plänen festhalten. Der Entscheid zum neuen Gebäude fiel also vor dem Brexit. Google hat nun abgewogen und entschieden, dass die Suche nach einen anderen Standort zu aufwändig wäre und legt lieber in London los. Aber Baubeginn noch unbestimmt. Sie können es sich also noch anders überlegen...
      74 18 Melden
    • Dr. Lindic 17.07.2017 15:25
      Highlight Und easyjet nicht vergessen! 😂
      31 13 Melden
    • Karl33 17.07.2017 16:06
      Highlight bokl, hier noch der artikel. war im tagi.
      http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standard/London-lockt-noch-immer/story/12838726

      google, apple, lego, wrigley, facebook...
      16 5 Melden
    • Saraina 17.07.2017 16:12
      Highlight Also die Briten, die ich kenne, und das sind einige, haben gar keine Freude an der Situation. Man bedenke auch, dass in London vielleicht der steuererleichterte Rubel rollt, die Infrastruktur ausserhalb der Hauptstadt hingegen weiter vor sich hin rottet. Die globalen Heuschrecken sind nicht immer das Beste, was einem Land passieren kann.
      59 12 Melden
    • Sandro Lightwood 17.07.2017 16:35
      Highlight @Corahund: ja klar ist noch nix eingetroffen, der Brexit wurde noch nicht vollzogen. Verhandlungen am Anlaufen. Aber nicht mal das merken die /du... 😂
      33 11 Melden
    • Fanta20 17.07.2017 16:43
      Highlight Um London - immerhin eine Weltmetropole - muss man sich wohl schon keine Sorgen machen; die kommen schon zu Rank, mit oder ohne Brexit. Aber der Rest, weiter im Norden... mal schauen.

      @Corahund: Für eine Beurteilung, inwiefern die pessimistischen Vorhersagen nicht eingetroffen sind, scheint es mir noch etwas früh. Stand heute ist GB immer noch in der EU.
      48 9 Melden
    • Karl33 17.07.2017 17:25
      Highlight Das extreme Wohlstandsgefälle Metropole-Hinterland ist aber nicht auf den Brexit zurückzuführen, im Gegenteil, es war sogar Grund für den Brexit. Wir erinnern uns: Die wirtschaftlich schwachen Gebiete im Hinterland haben gegen die EU gestimmt. Wenn es in London rund läuft und im Hinterland nicht, wird es also weiterhin laufen wie bisher...
      16 2 Melden
    • mrmikech 17.07.2017 17:50
      Highlight @Corahund - es ging die Briten nich nie so gut? Die Londoner vielleicht. Die UK Firmen vielleicht. Und dann noch dank der EU. Ob es die nicht-Londoner so gut geht? Eher nicht. Ob es nach dem Brexit gut gehen wird? Das weiss keiner.
      15 3 Melden
    • Sophia 17.07.2017 18:01
      Highlight Google als Beweis für die wirtschaftliche Attraktivität des Standortes GB? Ist schon sehr komisch, diese Ansicht. Google hat es erstens schon lange vor dem Brexit geplant, an den ja niemand glauben mochte und zweitens geht es Google doch nur um den steuerlich günstigsten Standort. Die Briten haben mit allerhöchster Wahrscheinlich keinen Nutzen von Google (Alphabet).
      An was sich die "Rechtsgläubigen" so alles klammern, nur um Recht zu behalten, ist schon erstaunlich. Ihre Zeit ist abgelaufen und sie spüren es. Ausserdem sind demokratische Entscheide immer Entscheide auf Zeit, also korrigierbar!
      19 11 Melden
    • Karl33 17.07.2017 19:55
      Highlight sophia, es scheint mir eher, du hast probleme, tatsachen, die nicht in dein glaubensbild passen, zu akzeptieren.
      und dann noch pauschal alle, die nicht so denken wie du, als "rechte" abzukanzeln: intelligent ist anders.
      4 9 Melden
    • Taebneged 17.07.2017 20:50
      Highlight Und das mit dem Europäischen Banken Zentrum in London... Wird wohl nicht so bleiben.
      10 1 Melden
    600
  • Theor 17.07.2017 14:50
    Highlight Womit man auch festhalten kann: Die EU ist eine Einbahnstrasse, von der es kein zurück gibt. Umso mehr sollte man sich jegliche Intensivierung mit der Institution genau abwägen und überlegen. Denn ein Umlenken ist danach nicht mehr möglich, wie der Brexit zeigt.

    Das soll nicht als generelles Nein zu EU verstanden werden, aber ein Mahnruf, das man sich eben auch nicht zu sorglos mit der EU vernetzen sollte.
    61 51 Melden
    • ujay 17.07.2017 15:02
      Highlight Der Brexit ist noch nicht mal im entferntesten vollzogen und dann schon ein Fazit.....witzig.
      65 28 Melden
    • Theor 17.07.2017 16:00
      Highlight Genau darum geht es ja im Artikel: Dass der Vollzug des Brexit irgendwo zwischen sau schwierig und unmöglich einzuordnen ist.
      26 13 Melden
    • Taebneged 17.07.2017 20:55
      Highlight Die Britische Regierung schlägt sich nun mal zuerst die eigenen Köpfe zusammen. So können sie gestärkt in die Brexitverhandlungen gehen. Habe das Bild von heute im Kopf wo die Briten nicht mal Akten dabei haben. Alles auswendig gelernt... Das wird eine harte Nuss für die Briten und hat herzlich wenig mit der EU zu tun.
      6 1 Melden
    600
  • Fanta20 17.07.2017 14:47
    Highlight Die EU hat noch klare Schwächen und Probleme, die zweifellos gelöst werden müssen. Einen "Alleingang" à la GB halte ich aber als verfehlt. USA, China und Russland würden sich ob einem in wirtschaftlichen und politischen Fragen zerstrittenen Europa sicherlich die Hände reiben.
    75 13 Melden
    • Asmodeus 17.07.2017 15:14
      Highlight @Fanta20
      Angst war noch nie ein guter Lehrmeister.

      Weder in Sachen Brexit noch in Sachen EU-Beitritt.
      27 14 Melden
    • R. Peter 17.07.2017 18:59
      Highlight Warum zerstritten? Es bräuchte keinen Streit. Leider gibt es mit der EU nur noch gür die EU oder gegen sie, drinnen oder draussen. Ein Europa ohne EU oder einer kleineren muss nicht zerstritten sein. Das kappieren aber vordringlich die EU Turbos nicht...
      4 10 Melden
    600
  • Ökonometriker 17.07.2017 14:35
    Highlight Wenn die EU den Briten insbesondere im Dienstleistungsbereich den vollen Marktzugang gewährt, kann auch die Schweiz diesen fordern.
    Gewährt sie ihn nicht und GB schränkt die PFZ ein, kann die Schweiz die Zuwanderung ebenfalls wieder vermehrt selber steuern.
    Die Briten leiden für die Schweizer - man dankt der Inselpolitik.
    42 39 Melden
    • ujay 17.07.2017 15:14
      Highlight Einen eingeschraenkten Marktzugang gibts nicht gratis. Das ist ein Filetstueck der EU und Nichtmigliedslaender koennen den vollen Zugang, in welchem Bereich auch immer, vergessen. Der 2. Teil ist sehr optimistisch in anbetracht der Unentschlossenheit des CH Parlaments, das vermittelt, Aussitzen sei eine Entscheidung.
      33 9 Melden
    • bokl 17.07.2017 15:28
      Highlight Wie kommst du darauf? Gibt es einen Vertrag, der uns gleiche Rechte wie den Briten sichert? Man kann das dann als Argument verwenden, die EU muss aber nicht darauf eingehen.
      37 5 Melden
    • Ökonometriker 17.07.2017 15:59
      Highlight @ujay dank des Brexits ist Aussitzen sicherlich nicht die dümmste Idee...

      @bokl die EU ist ein Rechtsstaat und versucht auch in der Diplomatie, möglichst alle gleich zu behandeln. Natürlich besteht hier kein Anspruch, aber eine sehr starke Verhandlungsposition.
      11 12 Melden
    • exeswiss 17.07.2017 17:53
      Highlight @Ökonometriker verstehe dich nicht ganz. wenn die schweiz keinen binnenmarktzugang mehr hat ist es logisch das sie die zuwanderung wieder selber regulieren kann, da die PFZ dann nicht mehr zwingend ist. will man aber marktzugang, ist die PFZ zwingend.
      11 2 Melden
    • Ökonometriker 18.07.2017 05:37
      Highlight @exeswiss die Schweiz hat derzeit nur beschränkten Binnenmarktzugang, sie geniesst nur 3 der 4 Freiheiten. Gleichzeitig muss sie aber den EU-Firmen alle 4 Freiheiten gewähren.
      Wenn GB sich jetzt einen vollständigen Marktzugang im Gegenzug zur PFZ aushandeln kann, wird auch die Schweiz von dieser Verhandlungsposition profitieren.
      1 1 Melden
    600
  • Amboss 17.07.2017 14:27
    Highlight Natürlich gibt es einen gängigen Weg zum Rücktritt vom Brexit:
    Man diskutiert jetzt ein bisschen hin und her ,dann sind dann mal Wahlen, neue Köpfe prägen die Politik und Brexit ist schlichtwegs kein Thema mehr.
    Und dieser Weg wird wohl auch so gegangen.Wie das EU-Beitrittsgesuch der Schweiz wird der Brexit irgendwo gegenstandslos in einer Schublade in Brüssel liegen.

    Was dann vom Brexit bleibt? Man hat verdeutlicht bekommen, was man eigentlich schon wusste: Dieses dumpfe Gefühl der Alternativlosigkeit und der Machtlosigkeit. EU-Austritt: unmöglich. Freie Wahl, freie Entscheidungen: nix da.
    8 70 Melden
    • Hoppla! 17.07.2017 14:49
      Highlight Ja, ds 5i und da Weggli ist halt immer schwierig zu bekommen. Auch wenn die Schweiz im Fordern dieser stets spitze ist...
      80 18 Melden
    • Cubbie 17.07.2017 15:11
      Highlight Amboss, wo meinst du, sollen noch Wahlen stattfinden?
      Egal was die Damen und Herren in der Britischen Regierung in den nächsten 1 1/2 Jahren alles verbocken, die EU-Mitgliedschaft endet am 29. März 2019. Und bis dahin hätten Boris Johnson und David Davis noch viel Arbeit zu erledigen.
      37 2 Melden
    • Amboss 17.07.2017 15:31
      Highlight @Hoppla
      Es geht nicht um ds 5i und s weggli. Es geht darum, eine Wahl zu haben, sein Schicksal in den eigenen Händen zu haben. Und diese Wahl hat man momentan nicht.

      @Cubbie: Wer sagt, die EU-Mitgliedschaft ende am 29.03.2019?
      Dieser Termin ist kein Naturgesetz.
      Wenn beide finden, wir lassen den Termin fallen, dann kann diese Frist jederzeit geschoben oder gar abgesagt werden.
      6 36 Melden
    • reaper54 17.07.2017 15:40
      Highlight @Amboss doch der Termin ist fix, dies da die Austrittsklausel ausgerufen wurde welche nach 2 Jahren automatisch eintritt egal wie die Verhandlungen verlaufen.
      35 2 Melden
    • Cubbie 17.07.2017 15:48
      Highlight Wer beide? Die EU umfasst nach dem Brexit noch 27 Mitgliedsstaaten. Ich gehe in meiner Naivität mal davon aus, dass sich Michel Barnier und David Davis nicht zu Kaffee und Kuchen treffen und das Ende von GB in der EU auf unbestimmte Zeit verschieben.
      Die EU ist doch so bürokratisch, aber hier soll sie wieder völlig offen sein?
      22 0 Melden
    • Hoppla! 17.07.2017 16:02
      Highlight @ Amboss

      Doch. Entweder hast du die Annehmlichkeiten der EU und zahlst einen Preis dafür oder du hast die Annehmlichleiten der Unabhängigkeit und zahlst einen Preis dafür. Dass es (schlechte) Alternativen gibt zeigt ja nun der Brexit.

      Nur ist die Meinung, dass man beides haben kann höchst naiv und asozial. Auch wenn dies gewisse Parteien anders sehen.
      30 7 Melden
    • Amboss 17.07.2017 16:45
      Highlight @Hoppla: Richtig, es gibt die zwei Zustände "drin" und "draussen". Ich finde einfach, es sollte grundsätzlich möglich sein, auch den Weg von "drin" nach "draussen" zu gehen. Effektiv hat man aber die Wahl zwischen "bleib" oder "Selbstmord".

      Dass ein Austritt nicht möglich ist, dies kann man im Falle der Briten relativ relativ sehen. Sie haben sich ja ohne Not und freiwillig dafür entschieden - selber Schuld bä, bä, bä

      Im Fall der Euro-Rettung der Griechen war dies aber sehr bösartig. Sie hatten keine Wahl. Mussten alles tun, was von ihnen verlangt wurden.
      Das ist nicht mehr Demokratie...
      5 6 Melden
    • Amboss 17.07.2017 16:52
      Highlight @reaper54: Tut sie das? Auch für dich: Es ist kein Naturgesetz. Es ist nur ein Beschluss, den kann man ändern. Notfalls auch zwei Tage vor Ablauf der Frist in undemokratischen Verfahren.


      @Cubbie: Die EU hat per se mal kein Interesse an einem Brexit. Wenn also die Briten auch kein Interesse mehr haben, weshalb sollen die beiden (EU, GB) den Brexit dann noch vollziehen?
      Weshalb sollen sie tun, was beide nicht wollen? Eben.

      Wie beweglich die EU ist, hat man bei der Eurorettung gesehen. Da war innert Stunden möglich, was vorher jahrelang ein unantastbares Tabu war.
      6 9 Melden
    • Taebneged 17.07.2017 21:00
      Highlight Der Exit vom Brexit. 😂
      4 0 Melden
    600
  • reaper54 17.07.2017 14:26
    Highlight "Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte."

    Herr Löpfe diesen Satz finde ich Spitze! Er ist auf alles was in der Politik passiert anwendbar, da für eine kurze Zeit meistens eine Mehrheit für etwas vorhanden ist.

    Das ist einfach der Artikel eines verbissenen Brexitgegners der die Niederlage noch immer nicht verdaut hat.
    44 85 Melden
    • spiritK4 17.07.2017 14:37
      Highlight Es ist einfach so wahr. Es wird gar nicht mehr Berichtet sondern Meinungen gemacht.
      29 44 Melden
    • Normi 17.07.2017 14:50
      Highlight @reaper54

      der Satz "Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte."

      Stimmt oder was war der meist gesuchte begriff bei google nach der Wahl ?

      es war "was bedeutet der Brexit für GB..."
      71 15 Melden
    • reaper54 17.07.2017 14:57
      Highlight @Normi bei grossen Entscheidungen in der Politik weiss nie jemand so genau welche Konsequenzen es haben wird. Daher ist auch dieser Satz ein Witz, da er auf alles was Demokratisch beschlossen wird/wurde anwendbar ist/war. Google ist auch bei den Briten immer noch nur eine Suchmaschiene und kein Wahrsagetool ;) Niemand konnte/kann sagen wie es endet.
      19 22 Melden
    • Karl33 17.07.2017 15:03
      Highlight "Eine knappe Mehrheit hat sich für etwas entschieden, dessen Konsequenzen sie nicht kannte."

      auch wir in der schweiz können nicht in die zukunft sehen. trotzdem übernehmen wir die last der verantwortung bei volksabstimmungen....
      24 5 Melden
    • Normi 17.07.2017 15:37
      Highlight Tja man kann natürlich alles was einem nicht passt als "Witz" abtun...
      Oder ehrlich sein und sagen das sie von ihren Politikern angelogen wurden...
      17 12 Melden
    • reaper54 17.07.2017 15:46
      Highlight @Normi so ehrlich wie die Linke welche zusammen mit der gesamten Regierung das Volk angelogen hat? Nettozuwanderung max. 8000 im Jahr hiess es... 15000 in einem halben Jahr = Rekordtief heisst es heute...
      Im Brexit ist noch nichts entschieden, es sind noch nicht einmal Wirtschaftlich negative Folgen eingetreten und Sie schwafeln etwas von Lügen?
      Sie sind ein Lügner...
      8 32 Melden
    • Normi 17.07.2017 16:20
      Highlight Nicht ablenken es geht um den Brexit....
      Ich habe geschrieben, dass die Politiker gelogen haben nicht links oder rechts also beide seiten !! Genau lesen hilft !!
      Aber solche Seifenblasenmenschen wie Sie haben mit denken eh mühe...
      21 9 Melden
    • blabla.. 17.07.2017 16:43
      Highlight Bei der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit waren alle grossen Parteien dafür auch SVP und FDP. Dagegen waren Linke und Rechte Kleinparteien wie die SD. Die Linke war eher kritisch da es die Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Angestellten von der FdP und SVP bewusst sehr schwammig gehalten wurden. Ihre Meinung wird nicht zu Fakten weil es ihre Meinung ist..
      14 5 Melden
    600
  • pachnota 17.07.2017 14:24
    Highlight Den Briten wurde durch die EU-freundlichen Medien permanent Angst eingejagt.

    Eigentlich wie bei uns.
    35 88 Melden
    • Amadeus 17.07.2017 14:54
      Highlight @pachnota
      Die Medien mit der grössten Reichweite in UK sind sehr EU-kritisch.
      65 15 Melden
    • exeswiss 17.07.2017 18:00
      Highlight @pachnota wie war das mit angst und lügen vor der abstimmung?
      9 6 Melden
    600
  • Grundi72 17.07.2017 14:21
    Highlight In UK ist die Stimmung ok.

    Dass einige Medien (ähnlich wie bei Trump) ihre Niederlage noch nicht verdaut haben und immer noch rumteubelen ist klar und war abzusehen.

    Calm down and Brexit.
    55 70 Melden
    • äti 17.07.2017 16:04
      Highlight Oh, ist der Brexit schon vorbei? Ich dachte, der kommt erst? Naja, feiern wir bis dann, schuld sind sowieso die andern.
      28 22 Melden
    600
  • The Origin Gra 17.07.2017 14:06
    Highlight Wo ist Nigel Farage? Hat er etwa Schiss die Suppe auszulöffeln?
    84 21 Melden
    • ThomasHiller 17.07.2017 14:39
      Highlight Einfache Antwort: Ja.

      Er ist wie alle seiner Art (ob nur LePen, Petry, Höcke, Gauland, Wilders oder wie sie alle heißen), er kann zwar rumpöbeln, rumstänkern und laut sein. Aber eine schlüssige Idee - geschweige denn Antwort - zu den Problemen bzw. Fragen dieser Zeit hat er nicht.
      Die Welt ist eben nicht schwarz oder weiß, es nicht für-mich-oder-gegen-mich. Am Ende steckt viel dazwischen, das vielleicht nicht immer perfekt ist, aber am besten das Zusammenleben aller gestaltet. Das verstehen diese Leute aber nicht.
      80 18 Melden
    • exeswiss 17.07.2017 14:42
      Highlight der sagte seine arbeit sei getan, als die brexit-wahl gewonnen wurde.
      42 1 Melden
    • DJ Terror hat kein Geld yok para amk 17.07.2017 14:59
      Highlight @The Origin Gra, @ThomasHiller, Einfache Antwort: Nein

      Farage meinte das mit der Annahme des Brexit seine Ziele schon erreicht worden sind. Ausserdem hätte er keine Entscheidungsmacht wie May da er kein Teil der Regierung war was auch für UKIP gilt.

      Wilders, Petry, Gauland, Le Pen und co können übrigens auch nicht viel erreichen weil sie auch keine Regierungsmacht haben. In den Politischen Systemen der EU Länder kann man nur als Regierungsteil etwas erreichen. Ihre Ideen sind vllt wirklich schlecht, aber die Antwort auf die Probleme haben auch die "Demokraten (Merkel, Rutte co) nicht.
      16 17 Melden
    • ujay 17.07.2017 15:18
      Highlight @ThomasHiller; ....und die SVP nicht zu vergessen...
      17 9 Melden
    • The Origin Gra 17.07.2017 15:47
      Highlight @DJ Terror hat kein Geld yok para amk:
      Aber wenn ich eine Politische Initiative ergreifen würde, müsste ich mir doch zwangsläufig vorgängig Überlegen wie man was machen könnte. Es braucht doch eine Vision, eine Idee, irgendwas.

      Alles andere ist der genau von diesen Kreisen oft verrufene Aktionismus. Man macht einfach mal um des Machens willen, die Konsequenzen muss man ja nicht selbst tragen.
      Da könnte ich genauso gut auf die Autobahn stehen nur um auf der Autobahn zu stehen, schauen das ich das Überlebe sollen die anderen...
      17 5 Melden
    • ThomasHiller 17.07.2017 17:09
      Highlight @DJ Terror: Eben, genau so ist es. Er hat mit dem Ergebnis der Brexit-Abstimmung sein Ziel erreicht. Und das er nichts weiter sagt beweist eben genau, was ich gesagt habe. Er hat keinen Plan, keine Ideen, keine Ziele.
      Für ihn ist die Welt schwarz oder weiß, Brexit or not. Ideenlos wie alle Hetzer.
      9 3 Melden
    • mrmikech 17.07.2017 17:59
      Highlight In Holland geht es so: hast du x-anzahl unterschriften dann bist du eine offizielle politische partei und bekommst du einen platz in das parlement und ein salar dazu (etwa 100.000/jahr oder so) + kosten abzug. EU funktioniert auch plusminus so. Deswegen muss man einfach nur regelmässig MUSLIM! (Wilders) oder BREXIT! (Farage) rufen und du hast ein job. Mit populusmus kann man gut verdienen ohne echte lösungen zu bieten
      7 3 Melden
    • ThomasHiller 17.07.2017 19:06
      Highlight Populismus bedient die Ängste der Menschen. Er bedient aber nicht bzw. löst nicht ihre Probleme, er ist Ideologie, nicht aber Ideal.
      7 0 Melden
    • Shabina 18.07.2017 13:45
      Highlight Populismus ist weder rechts noch links. Populismus ist eine Art etwas zu sagen! Populismus wird von rechter wie auch von linker Seite verwendet und kann auch ganz einfach gegen beide Seiten als Negativ-Schlagwort verwendet werden.
      1 0 Melden
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Schweizer Touristen wollen nicht zahlen: Ferien-Hunde werden am Flughafen eingeschläfert

51 Hunde und Katzen aus dem Ausland wurden dieses Jahr am Flughafen Zürich beschlagnahmt, weil ihre neuen Halter sich nicht genügend über die Einfuhrbestimmungen informiert haben – das sind mehr als noch vergangenes Jahr. Zeigen sich die Neu-Halter dann auch noch geizig, müssen dies manche Tiere mit ihrem Leben bezahlen.

Verguckt man sich in den Sommerferien in einen streunenden Hund oder ein verwahrlostes Büsi, sollte man sich zweimal überlegen, das Tier aufzunehmen. Denn die Einfuhr in die Schweiz kann dramatisch enden. 

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