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Erdogan-Gegner demonstrierten am Montag in Istanbul mit dem Slogan «NEIN, wir werden gewinnen». Bild: Emrah Gurel/AP/KEYSTONE

Kann Erdogan gestoppt werden? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Türkei-Referendum

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Verfassungsabstimmung in der Türkei nur knapp gewonnen. Ausländische Beobachter und die Opposition kritisieren Unregelmässigkeiten. Wie geht es nun weiter?

19.04.17, 08:07 19.04.17, 11:01

Zwei Tage nach dem Verfassungsreferendum in der Türkei haben sich die Gemüter kaum beruhigt. Das sehr knappe Ja zum neuen Grundgesetz, das Präsident Recep Tayyip Erdogan eine fast unbeschränkte Machtfülle ermöglicht, stiess im In- und Ausland auf Kritik. In Istanbul protestierten am Montagabend an verschiedenen Orten mehrere Tausend Personen gegen Erdogan.

Die Regierung beschloss eine erneute Verlängerung des Ausnahmezustands um drei Monate. Mitglieder der Regierungspartei AKP räumten ein, sie hätten sich ein deutlicheres Ergebnis gewünscht. Die Befürworter liegen laut dem vorläufigen Endergebnis nur knapp drei Prozent vor den Gegnern der Reform. Und das Ergebnis wird von verschiedenen Seiten bemängelt.

Was bemängeln die Beobachter?

Die Wahlbeobachter des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben den Ablauf des Referendums scharf kritisiert. Befürworter und Gegner hätten «nicht die gleichen Möglichkeiten» gehabt, sagte Cezar Florin Preda, der Leiter der Europarats-Delegation. Unter dem geltenden Ausnahmezustand seien wichtige Grundrechte eingeschränkt gewesen, die «essentiell für einen wahrhaft demokratischen Prozess sind».

Die Wahlkommission akzeptierte kurzfristig auch ungestempelte Stimmzettel. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Besonders deutlich kritisierte Preda die Entscheidung der Wahlkommission vom Sonntag, auch nicht offiziell zugelassene Wahlunterlagen als gültig zu werten. Der rechtliche Rahmen sei nicht ausreichend gewesen. Zwar gebe es keine Hinweise auf Betrug, aber die kurzfristige Entscheidung, auch ungestempelte Stimmzettel zu akzeptieren, widerspreche dem Gesetz.

Das türkische Aussenministerium wies die Kritik als «inakzeptabel» zurück. Präsident Erdogan doppelte am Montagabend in einer Ansprache nach: «Dieses Land hat die demokratischsten Wahlen durchgeführt, wie sie kein einziges Land im Westen je erlebt hat.» Der Bericht der Wahlbeobachter sei politisch motiviert und werde von der Türkei nicht anerkannt.

Was macht die Opposition?

Nach dem ersten Schock gingen die Gegner der Verfassungsreform zum Angriff über. Die beiden grössten Oppositionsparteien CHP und HDP forderten eine Neuauszählung. HDP-Sprecher Osman Baydemir sagte am Montag, das Referendum habe «keine demokratische Legitimität». Nach Darstellung der prokurdischen Partei könnten drei Millionen ungestempelte Stimmzettel gezählt worden sein. Die Zahl wäre damit doppelt so gross wie Erdogans Vorsprung.

Ein CHP-Anhänger protestiert in Istanbul mit einem Konterfei von Republikgründer Kemal Atatürk. Bild: Petros Karadjias/AP/KEYSTONE

Der Vizepräsident der sozialdemokratischen CHP, Bülent Tezcan, forderte die Annullierung der Abstimmung. Seine Partei kündigte an, am Dienstagnachmittag bei der Hohen Wahlkommission einen entsprechenden Antrag zu stellen. Die EU-Kommission hat die türkische Regierung am Dienstag zu einer «transparenten Untersuchung» der Vorwürfe aufgefordert.

Wie sind die Chancen für eine Annullierung?

Sadi Güven, der Vorsitzende der Wahlkommission, wies die Einwände der Opposition zurück und betonte, auch ohne offiziellen Stempel habe es sich um gültige Stimmzettel und Umschläge gehandelt. Keiner der für gültig erklärten Stimmzettel sei gefälscht oder betrügerisch abgegeben worden.

CHP-Vize Tezcan erklärte, man werde notfalls vor das Verfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Bis zu einem Entscheid des Strassburger Gerichts vergehen jedoch in der Regel Jahre. Eine Annullierung ist unter diesem Umständen wenig wahrscheinlich. Die AKP reagierte demonstrativ gelassen.

Was macht Erdogan?

Der Präsident besuchte nach dem umstrittenen Sieg die Gräber mehrerer türkischer Herrscher und Politiker in Istanbul, bevor er nach Ankara zurückkehrte. Sein Weg zum Präsidentenpalast war von tausenden Anhängern gesäumt, die seinem Konvoi zujubelten, der im Schritttempo über die Autobahn fuhr. Die Reform erlaubt es ihm, als Präsident wieder einer Partei anzugehören. Die AKP kündigte bereits an, dass Erdogan Ende April in die Partei zurückkehren werde.

Die AKP im Siegestaumel

Ministerpräsident und Regierung bleiben zunächst im Amt. Erdogan zufolge soll das neue System bis zur Wahl Ende 2019 vollständig umgesetzt sein. Beobachter glauben, dass er nicht so lange warten und noch in diesem Jahr oder spätestens 2018 Neuwahlen ausrufen wird. Er kann für zwei fünfjährige Amtsperioden gewählt werden. Unter bestimmten Umständen ist eine dritte Amtszeit möglich. Theoretisch könnte Recep Tayyip Erdogan bis 2034 an der Macht bleiben.

Wie steht es um den EU-Beitritt?

Erdogan bekräftigte am Montag erneut seine Bereitschaft, die Todesstrafe in der Türkei wieder einzuführen. Er betonte, ihm sei gleichgültig, was westliche Staaten dazu meinten. «Ich achte nur darauf, was mein Volk sagt und was Allah sagt.» Die Europäische Union hat angekündigt, den Beitrittsprozess der Türkei im Falle der Wiedereinführung der Todesstrafe zu beenden.

Der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel ist gegen einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen. Bild: KOCA SULEJMANOVIC/EPA/KEYSTONE

Der Beitritt der Türkei sei «derzeit vom Tisch», sagte der italienische Aussenminister Angelino Alfano am Dienstag in einem Interview. Andere europäische Politiker äusserten sich ähnlich, während der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel in der «Bild»-Zeitung dafür plädierte, die EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara nicht abzubrechen. Er dürfte dabei nicht zuletzt an das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei denken.

Die Türkei spiele wegen ihrer Lage zwischen Osten und Westen eine wichtige Rolle, etwa in der NATO, und solle nicht isoliert werden, meinte auch sein italienischer Kollege Angelino Alfano. Recep Tayyip Erdogan hingegen sagte, ihm sei egal, ob die EU den Beitrittsprozess einfriere. Bereits im Abstimmungskampf hatte der Präsident seinerseits ein Referendum über einen Abbruch der Verhandlungen durch die Türkei selber ins Spiel gebracht.

Mit Material von sda und spiegel.de

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Micha-CH, 16.12.2016
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  • ev0lution 19.04.2017 13:16
    Highlight Er wird - und er wird die Einführung der Totesstrafe auch noch bereuen!

    Siehe Geschichte!
    4 24 Melden
    • Schläfer 20.04.2017 19:46
      Highlight Das wird die x-Tausenden inhaftierten "Putschisten" und "Gülenisten" wohl nicht retten.
      3 8 Melden
    600
  • ev0lution 19.04.2017 11:02
    Highlight Das Land sollte ganz einfach boykottiert und die Ja sager in die Türkei zurück geschickt werden!
    Ich lasse mir doch von einem Diktator nicht vorwerfen " ich sei ein Nazi" und "und unsere Wahlen seien nicht demokratisch" und kaufe dann noch Waren etc. aus der Türkei und wo möglich wird von mir auch noch verlangt, mit Erdogan-Unterstützern zu kooperieren.

    Damit würde sich Erdogan vielleicht bremsen lassen?

    5 32 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 16:29
      Highlight Du verhälst dich jedenfalls nicht unähnlich wie die Mehrheit der Leute, die damals unverholhlen die Deportation und den Boykott von Juden forderten (https://de.wikipedia.org/wiki/Judenboykott).

      Nazi-Vergleiche sind meist verkehrt, weil sie deren Greueltaten verharmlosen. Es ist genau so verkehrt, dir vorzuwerfen, du seist ein Nazi. Aber:

      Wir lehrten aus der Geschichte: Wehret den Anfängen!

      In diesem Sinne scheint mir die Kritik an deinem Verhalten durchaus berechtigt und angebracht.
      15 7 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 11:53
      Highlight @Ueli
      Es geht mir ja gerade darum Leute fernzuhalten die eine Diktatur und deren Machenschaften unterstützen!
      In dem Sie sich immer wieder als der oberste Moralsapostel darstellen und selbst immer wieder gegen andere Nazi-Vergleiche machen, machen Sie sich selbst zum Erdogan-Retoriker und unterstützer!
      Sie stellen sich immer wieder als DER oberste und allwissende Moralshüter dar - dabei machen Sie sich aber genau so lächerlich wie ihr Volklore verherlichender Name!
      Erdogan und seine Vorgehensweise ist Diktatorisch passta und was Sie daraus machen ist eifach nur Zynisch und höchst bedenklich!
      3 26 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 12:40
      Highlight "Sie stellen sich immer wieder als DER oberste und allwissende Moralshüter dar"

      Echt jetzt?

      Dir geht es doch nicht wirklich darum, Leute fernzuhalten, die eine Diktatur und deren Machenschaften unterstützen.

      Vielmehr geht es dir darum, Leute fernzuhalten, von denen du ernsthaft glaubst, dass sie eine Diktatur und deren Machenschaften unterstützen.

      Das ist nunmal nicht dasselbe.

      Ich glaube nicht, dass die Erdogan-Befürworter eine Diktatur und deren Machenschaften unterstützen. Eher, dass du dich selber als DER oberste und allwissened Demokratie-Hüter siehst, und das denen unterstellst.
      7 1 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 19:31
      Highlight @Ueli
      Da Sie automatisch alle Dutzen, nehme ich an, dass Sie wohl auch noch etwas zu Jung um das zu verstehen. Wissen Sie überhaupt wie Elend die normalen Leute zu "Uelis der Knecht" Zeiten gelebt haben?
      Wohl kaum! Und genauso haben Sie wohl keine Ahnung von der Nazi Zeit oder glauben Sie auch das die Untergrund-Organisation "Weise Rose" selbst Nazis waren und die Leute die ihr Leben dafür riskirt haben um Hitler zu beseitigen auch?
      Die Weltbevölkerung besteht leider nicht nur aus Menschen die nur Gutes im Sinn haben, aber behalten Sie ihre romantische rosa Brille auf und träumen Sie weiter!
      2 22 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 20:25
      Highlight ku.huber: Ich weiss vermutlich mehr als du glaubst über Albert Bitzius, sein Wirken und seine Geschichten.

      Soweit ich weiss, wird in den watson-Kommentarspalten geduzt (http://bit.ly/2p054c3).

      Abgesehen davon, dass die Geschichten über Ueli selbst Lehrstücke sind, gab es in dieser Gegend, wo sie spielen, auch die Unsitte, Andersdenkende (zB. Täufer) zu köpfen, einzusperren oder auszuschaffen.

      Damals waren die Leute gottesfürchtig, heute rechtfertigen sie ihren Kollektiv-Hass so wie du mit Vaterlandsliebe und Demokratie (http://bit.ly/2pVU8t7). Das ist allerdings Hans was Heiri.
      6 1 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 21:08
      Highlight Ich arbeite mit sehr vielen Ausländischen Staatsbürgern u.a. Türken die alle einfach nur Angst haben.
      Ja die Schweiz und alle Demokratischen Länder schätze ich sehr aber solche ignoranten "Schweizer" wie Sie sind mir mit Ihrer romantisierung und Verherlichung von "alten Zeiten" und geschwafel einfach zu wider da Sie bewusst Tatsachen ignorieren um IHR Weltbild und IHRE ideale aufrecht zu erhalten und ich kann Ihnen auch sagen - Sie gleichen mit IHREN "Idealen" doch schon sehr den Anhängern von Erdogan etc. und - Ja - solche Leute sind mir zutieft zuwider und müssen zwingend gestoppt werden!
      1 19 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 22:01
      Highlight In meiner Regenbogenwelt leben viele Türken, Muslime, Andersgläubige, Schwule, Migranten usw. Sie leben hier in der Schweiz. Nicht in der Türkei. Viele sind keine Schweizer oder Doppelbürger.

      Diese Leute haben weniger Angst vor Erdogan oder den Erdogan-Anhängern. Vielmehr verängstigt meine Mitmenschen der Kollektiv-Hass, wie er zur Zeit von vielen Kommentierenden hier hemmungslos ausgelebt wird. Unter anderem auch von dir, ku.huber.

      Zu diesem hemmungslosen hiesigen Kollektiv-Hass hat sich einmal Max Frisch treffend geäussert (http://bit.ly/2pVU8t7). Nimm das bitte zur Kenntnis. Danke.
      7 1 Melden
    600
  • Driver7 19.04.2017 10:19
    Highlight Nach dem Fake-Putsch und der Fake-Abstimmung wird Erdowahn so weiter machen, für alle Probleme wird er Sündenböcke finden (politische Gegner, religiöse Minderheiten usw). Ganz nach dem Muster von Hitler! Leider scheinen solche pseudo Demokratien, die eigentlich eine Diktatur sind, momentan weltweit in Mode zu sein. Die Formel: ich weiss wer die Sündenböcke für alle Probleme sind (Ausländer, Establishment, politische und religiöse Gruppen,..) scheint heutzutage bestens zu funktionieren!
    5 17 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 16:32
      Highlight Die Sündenbock-Formel scheint auch bei dir bestens zu funktionieren.
      q.e.d.
      14 8 Melden
    • Schläfer 20.04.2017 19:52
      Highlight @Ueli der Knecht

      Vielleicht solltest du den Kommentar von Driver7 noch 2-3 mal genau durchlesen ... ihn auf der Zunge oder im Gehirn zergehen lassen ... und dann nochmal kommentieren ... statt einfach planlos zu plappern!
      1 9 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 20:02
      Highlight @Ueli...
      Und wieder!
      Sie werden einfach nicht müde davon Leute zu difamieren die sich echte sorgen machen!
      Wie kommen Sie eigendlich dazu ständig Leute in die Rechte Ecke zu stellen?
      Langsam kommen Sie mir wie Erdogan vor der den anderen ebenso ständig unterstellt Nazis zu sein!
      Sie verherlichen Zeiten wo Frauen kein Stimmrecht hatten, Kinder verdingt wurden und angeblich schwierige mitmenschen "vorsorglich in Psychiatrien gesteckt wurden und mit Elektroschoks u.a. grauenhaften Methoden ruhig gestellt wurden!
      1 20 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 20:37
      Highlight @Ueli
      Das ist ein Kommentar von Ihnen!
      "In meinen Augen sind die Nationalstaaten tot. Man kann aus ihnen nichts Vernünftiges mehr entwickeln. Da sehe ich null Potential. Diese Pseudo-Demokratien sind in einer Sackgasse. Die endet mit dem Tod."

      Nur weill SIE jegliche Hoffnung verloren haben, stellen Sie armer "Knecht" alle in die rechte Ecke! Ihr chauvinistisches gelabber in fast jedem Bericht, wird wohl kaum eine vernünftige Entwicklung sein um das ignorante und braune Gedankengut zu stoppen das immer mehr aufkommt aber SIE wollen gar nicht verstehen und hören was da passiert!
      hmm-Wieso wohl?
      1 19 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 20:42
      Highlight Könntest du mir bitte erklären, was an meinem Kommentar diffamierend ist, ku.huber? Empfindest du einfach jede sachliche Kritik an deinem Weltbild als diffamierend?

      Schläfer: Den Kommentar von Driver7 habe ich gelesen. Er behauptet, Erdogan werde so weiter machen, weil er für alles einen Sündenbock fände.

      Allerdings rechtfertigt Driver7 seinen Hass auf Erdogan und die Ja-Sager, indem er sie zu Sündenböcke stempelt. Das ist doch kindisch! Genau wie Erdogan.

      Driver7 stempelt Andersdenkende zu Sündenböcken, um zu diktieren, was wir unter Demokratie, bzw. Pseudo-Demokratie zu verstehen haben.
      5 1 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 21:06
      Highlight ku.huber: Du hast den Kommentar aus dem Kontext gerissen und offenbar nicht bemerkt, dass dort klar und deutlich und für jeden des Lesens Kundigen unmissverständlich stünde, «in meinen Augen..., da sehe ich...».

      Das sind klar und deutlich gekennzeichnete Meinungsäusserungen.

      Offensichtlich bekundest du grosse Mühe mit Meinungen, die nicht der deinigen entsprechen.

      Systematische Diffamierung und Hetze gegen Andersdenkende zwecks Durchsetzung deines Meinungsdiktats zersetzen ebenso die Meinungsfreiheit wie die Gesellschaft. Solches Verhalten untergräbt mE. demokratische Werte.
      4 1 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 21:26
      Highlight Das wollen Sie scheinbar wieder nicht wahrhaben - ich prangere IHR ignorantes gelabber und IHRE unverschämden Anschulfigungen und Unterstellungen an!
      Oder verstehen Sie @Ueli nicht?
      Scheinbar sind Sie nur schon damit überfordet und Tatsachen zu erkennen die nicht in IHR Weltbild passt!
      Sie verharmlosen schlichtweg die Nazis, Neonazis, Erdogans und seine Anhänger und diffamieren dafür lieber diese Leute die solches Gedankengut bekämpfen und dies öffentlich Kundtun!
      Sollen wir den Mund halten, ist es das was Sie wollen und die Nazis in Ruhe weiter Marschieren lassen: Rechts!/Rechts!/Rechts!


      0 19 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 21:50
      Highlight ku.huber: In meinen Augen ist es einfach nur noch unsachlich, diffamierend und absolut deplatziert, was du hier in deinem Zorn alles zusammen reimst.

      Man kann doch nicht Nazis, Neonazis, Erdogan und seine Anhänger alle in einen Topf werfen. Ein solches Verhalten ist in meinen Augen verwerflich. Ausserdem meine ich, dass du dich bezüglich Diffamierungen, die du mir hier an den Kopf wirfst, selbst an der Nase nehmen müsstest.

      Um meine Entgegnung zu deinen unsäglichen Wutausbrüchen in den Worten von Angela Merkel auszudrücken: "Das kann man eigentlich gar nicht kommentieren"
      6 2 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 21:58
      Highlight @Ueli
      Und wie man an den Blitzen sehen kann, stehen IHRE Strammen Uelis hinter Ihnen,
      🙋Rechts! -🙋Rechts! -🙋Rechts!
      da ja des Watson Magazi immer mehr zur Hetzplatform der schwachsinnigen Neo- Nazis verkommt!

      !!!Nazis Raus!!!
      2 18 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 22:22
      Highlight @Ueli
      Und genau das meine ich!
      Sie wehren sich vehement dagegen, dass Nazis, NeoNazis, Erdogan und dessen Anhänger in einem Satz erwähnt werden, das ist Verharmlosung!
      Genau den gleichen Topf wohl nicht aber das gleiche Gedankengut mit Ihrer Idealisierten Weltansicht und deshalb sind diese auch in einem Satz zu erwähnen und dringend davor zu warnen!
      Sie unterstellen mir Nazigehabe!
      jetzt unsägliche Wutausbrüche!
      Was ist das nächste -
      Ein linkes Schwein zu sein?
      Gerne wenn Sie das sagen - es wäre von ihnen und all den Blitzern ein Kompliment!

      Also nur weiter!
      🙋Rechts! - 🙋Rechts! - 🙋Rechts!
      2 18 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 22:54
      Highlight ku.huber: Meines Erachtens verhälst du dich (Meinungs-)diktatorisch, auch indem du mir u.a. mit wiederholtem Heil-Hitlergruss vorwirfst, ich sei ein Nazi. Dein sonderliches Verhalten finde ich deplatziert. Umso mehr du gleichzeitig in einem Kommentar oben monierst: «Ich lasse mir doch von einem Diktator nicht vorwerfen "ich sei ein Nazi"»

      Ich empfehle dir mal den Besuch eines ehemaligen Konzentrationslagers (zB. Auschwitz, Buchenwald oder Dachau). Dann wirst du die Greueltaten der Nazis vielleicht nicht mehr so verharmlosen, wie du das hier mit deinen pietätslosen Nazi-Vergleichen tust.
      6 2 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 23:12
      Highlight ku.huber: Aus der rechtsbürgerlichen NZZ:

      «Der Nazi-Vergleich ist damit Bestandteil einer Polarisierungsspirale, in deren Verlauf die Entrüstung über verbale Entgleisungen die Debatte über politische Entscheidungen zusehends verdrängt. Diese Entwicklung ist ganz nach dem Geschmack der Rechtspopulisten»,
      kommentiert Caspar Hirschi, Professor für Geschichte an der Uni St. Gallen (http://bit.ly/2pk6mzi).

      Demnach sind diejenigen, die mit Nazi-Vergleichen um sich werfen, Rechtspopulisten.

      Daher finde ich deine mantramässig wiederholten Nazi-Vergleiche ebenso pietätslos wie fehl am Platz.
      5 2 Melden
    • ev0lution 20.04.2017 23:48
      Highlight @Ueli
      Meine Navhricht ist unmissverständlich aber für Leute wie Sie die Edogan noch Recht geben, mich einfach weiter versuchen in die Rechte Ecke zu stellen und was auch bekannt ist, vorwirft Ihren Kommentar aus dem Zusammenhang gerissen zu haben,
      Gibtves keine Einsicht und Verständnis, da Sie ja auf biegen und brechen ihre Ideale so hoch 🙋 halten müssen und dafür alles und alle in den Schmutz ziehen die nicht Ihrer Meinung sind!
      Sehen Sie sich doch mal ihre Kommentare in den Diversen Berichten an - Ueli der Knecht!
      1/2
      2 18 Melden
    • ev0lution 21.04.2017 00:19
      Highlight @Ueli
      Sie werden aber auch das wieder verharmlosen und mich oder andere beschuldigen und ihre üblichen Unterstellungen äussern.
      Alles Fake News! Die anderen verhalten sich wie Nazis! Hauptsache Ihre Ideale werden nicht beschmutzt wie z.Bsp.
      "Ueli der Knecht", "Gottesfürchig" und wann kommen Sie mit dem Osterhasen?
      Für wie blöd halten Sie eigentlich ihre Mitmenschen? Wenn Sie an den Osterhasen glauben von mir aus aber wenn Sie Erdogan, Nazis, Neonazis und wiederholt(!) verharmlosen und dann aber, wie Erdogan, den anderen Nazimethoden unterstellen, reicht es!
      Einfach nur widerlich!
      2 18 Melden
    600
  • Gilbert Schiess 19.04.2017 09:06
    Highlight O-ton Erdowahn:
    «Dieses Land hat die demokratischsten Wahlen durchgeführt, wie sie kein einziges Land im Westen je erlebt hat.»
    Vermutlich hat er da Recht.....
    15 13 Melden
    • Sandro Lightwood 19.04.2017 10:39
      Highlight Erklär mir das mal. Und bitte pick jetzt nicht einzelne Abstimmungen oder Wahlen heraus, es geht um "je erlebt hat". Wie kommst du nun also zum Schluss, dass diese Wahlen (die eine Abstimmung waren) demokratischer waren als alle andern Wahlen, z.B. in der Schweiz?
      2 8 Melden
    • Gilbert Schiess 19.04.2017 15:17
      Highlight Sandor, das war Ironie und bezieht sich auf den letzten Teil seiner Aussage "..... wie sie kein einziges Land im Westen je erlebt hat"
      3 6 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 00:29
      Highlight Du hast etwas missverstanden, Gilbert, bzw. aus dem Kontext gerissen. Also von vorn:

      Wenn Erdogan von "Demokratie" spricht, dann jubelt er zum Volk und macht das R4bia-Zeichen (http://bit.ly/2oLeWEf). Damit verweist er auf Ägypten, Gaza, Irak usw., wo der angeblich friedfertige Westen demokratische Volksentscheide missachtete und im Eigeninteresse mit militärischer Gewalt korrigierte.

      Wenn Erdogang das adjektiv "demokratisch" verwendet, dann ist das für ihn nur ein Synonym für "heuchlerisch".

      Er meinte daher: «Seht her! Eure Heuchelei können wir sogar noch besser als ihr!»

      Er hat recht.
      7 2 Melden
    600
  • Pokus 19.04.2017 09:01
    Highlight In Demokratien nimmt doch jeder erst mal 20 Kilo zu. Erdi macht sich nur Sorgen um die Gesundheit seiner Landsleute.
    Runter mit dem Fett!
    9 7 Melden
    600
  • _kokolorix 19.04.2017 08:44
    Highlight Natürlich wird Erdogan die Todesstrafe unverzuglich einführen und so schnell wie möglich die lautesten Kritiker ganz legal erschiessen lassen.
    Die Drohung mit den Flüchtlingen wird er aber kaum vorschnell aus der Hand geben, diesen Trumpf kann er nur einmal ausspielen.
    Eine EU Mitgliedschaft ist für viele Jahre, so bis 2034, völlig unmöglich geworden. Die EU kämpft ja nach wie vor mit zwielichtigen Mitgliedern wie Ungarn
    11 9 Melden
    600
  • Grundi72 19.04.2017 08:25
    Highlight Was heisst "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" auf türkisch?






    Aldi auf, Aldi zu!
    11 22 Melden
    600

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