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Japan liess Nordkoreas Rakete fliegen – aber warum?

Japan verfolgte den jüngsten nordkoreanischen Test einer Mittelstreckenrakete genau - fing sie aber nicht ab. Dabei wäre das möglich gewesen. Die Hintergründe.

30.08.17, 18:22 31.08.17, 06:48

Holger Dambeck, Matthias Gebauer und Dominik Peters

Raketen, die provozieren. Bild: EPA/KCNA

Ein Artikel von

Die Regierung in Tokio reagiert mit harscher Rhetorik auf den aktuellsten nordkoreanischen Raketentest. Premier Shinzo Abe will den Druck auf das Regime in Pjöngjang auf ein «extremes Mass» steigern. Darauf einigte er sich in einem Telefonat mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In.

Das japanische Militär bereitet sich seit Wochen auf den Ernstfall vor. Nach der Drohung Nordkoreas Anfang August, die Pazifikinsel Guam anzugreifen, verlegte die Armee ein Raketenabwehrsystem in den Westen des Landes. Auf Guam haben die mit Japan verbündeten USA erhebliche Truppen stationiert.

Auf die jüngste Provokation haben die japanischen Militärs indes nicht aktiv reagiert. Erstmals seit 2009 überflog eine nordkoreanische Rakete, Typ Hwasong-12, das japanische Festland und landete schliesslich in drei Teile zerbrochen im Meer vor der japanischen Küste.

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Video: srf

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un lobte die Übung und zeigte sich «äusserst zufrieden», der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte den Test einstimmig. Aber warum hielt Tokio still? Wie gefährlich war der Raketentest wirklich? Und wie funktionierte die Militärübung? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was macht einen Abschuss schwierig?

Raketen fliegen sehr schnell und stellen ein vergleichsweise kleines Ziel dar. Der Flug einer Mittelstreckenrakete dauert je nach Distanz nur 10 bis 20 Minuten. Sie erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 20'000 Stundenkilometern und Höhen von Hunderten Kilometern. Die am Montag von Nordkorea über Japan hinweg gefeuerte Rakete soll etwa 2700 Kilometer weit und bis zu 550 Kilometer hoch geflogen sein.

Mittelstrecken- und Interkontinentalraketen beschleunigen nach dem Start sehr schnell auf mehrfache Schallgeschwindigkeit. Nach Abschluss der sogenannten Boostphase fliegen sie ballistisch, also ohne Antrieb Richtung Ziel. Die parabelförmige Flugbahn geht durch den Weltraum, der in 100 Kilometer Höhe beginnt.

THAAD-System bei einem Test der US-Armee Bild: EPA/US DEFENSE MISSILE AGENCY

Welche Abwehrsysteme gibt es?

Das US-Militär hat mit Ground-Based Midcourse Defense (GMD) ein System entwickelt, das feindliche Raketen in der mittleren Flugphase, bei der sie den höchsten Punkt ihrer Bahn erreichen, attackieren soll. Ende Mai vermeldete die Missile Defense Agency des US-Militärs den erfolgreichen Abschuss einer Interkontinentalrakete mit einem GMD-System.

Der Test-Flugkörper war auf den Marschall-Inseln im Westpazifik abgefeuert worden. Eine Boden-Luft-Abwehrrakete, gestartet von der kalifornischen Luftwaffenbasis Vandenberg, zerstörte die Testrakete. Zuvor hatte es bei vergleichbaren Versuchen wiederholt Fehlschläge gegeben.

Es gibt auch Abwehrsysteme, die Raketen in ihrer letzten Flugphase kurz vor dem Einschlag zerstören sollen. Dazu gehören beispielsweise Patriot-Raketen, wie sie Japan besitzt, und das US-System Terminal High Altitude Area Defense (THAAD). Solche Systeme können auch gegen Kurzstreckenraketen eingesetzt werden.

Die USA haben erst kürzlich eine THAAD-Batterie nach Südkorea verlegt. THAAD-Raketen tragen keinen Sprengstoff - sie zerstören anfliegende Raketen durch direkten Aufprall. Die von Japan verwendeten Patriot-Lenkflugkörper vom Typ PAC-3 dagegen besitzen einen Sprengkopf, können anfliegende Raketen also auch zerstören, falls sie sie knapp verfehlen.

Warum ist Japan nicht aktiv geworden?

Westliche Militärs gehen davon aus, dass die Japaner den Raketentest sehr schnell mit ihren Sensoren wahrgenommen und verfolgt haben. Grundsätzlich wäre die japanische Raketenabwehr auch in der Lage gewesen, die Rakete abzufangen. Dies sei nicht geschehen, weil man sehr schnell die Flugbahn berechnen konnte. Dabei war zu erkennen, dass die Rakete nicht auf Japan zielte und keine akute Gefahr bestand.

spiegel online

Dass die Rakete letztlich nicht abgeschossen wurde, hatte laut den Militärs vermutlich auch taktische Gründe. «Ein Abschuss hätte Nordkorea umgehend als Provokation und Anlass für zeitnahe weitere Raketentests gesehen, dieser Eskalation wollte Japan wohl aus dem Weg gehen», so ein ranghoher Bundeswehroffizier. Folglich beliess man es in Japan bei der Beobachtung der Flugbahn. Ob dies bei weiteren Tests auch so sein wird, ist derzeit schwer abzusehen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • DocM 31.08.2017 13:40
    Highlight Bis anhin hat Kim zu 80% bewiesen, dass er erfolgreich Raketen starten kann. Ich wage aber zu behaupten, dass er keine Ahnung hat, wo die landen werden. Die Zielberechnung erfolgt wahrscheinlich aufgrund des Abschusswinkels, erwarteter Höhe und des angenommen Einschlagwinkels unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Erdkrümmung der Fluggerade.
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  • rodolofo 31.08.2017 10:38
    Highlight ...
    was zu - heute absurd erscheinenden - übertriebenen Reaktionen führen kann!
    Auch die gemeinsamen Manöver von US-Militärs zusammen mit der Südkoreanischen Armee dürften dieses Trauma weiter angestachelt haben.
    Darum hat ja die Chinesische Regierung diese Manöver auch zu Recht kritisiert und alle Seiten zur Mässigung aufgerufen!
    Ich glaube, dass wir in diesem immer weiter eskalierenden Konflikt am ehesten auf die Vernunft und auf den Einfluss der Chinesen setzen können.
    Trump und die USA können wir abschreiben.
    Von dieser Seite kommt zur Zeit nur Nonsens und 50er-Jahre-Kriegstreiberei.
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  • rodolofo 31.08.2017 10:31
    Highlight Nordkorea will mit solchen Raketentests nur zeigen, dass es in der Lage wäre, bei einem US-Angriff einen grösst möglichen Schaden beim Angreifer anzurichten.
    Das ist wie beim Poker-Spiel:
    Ich zeige beim Aufdecken von zwei bis drei Karten, dass ich ein gutes Blatt in den Händen haben KÖNNTE!
    Wir müssen uns auch im Klaren darüber sein, dass die brutale Art, mit der die USA während dem "Kalten Krieg" (der auch sehr heisse Phasen beinhaltete) in den Koreakrieg und in den Vietnamkrieg eingriffen, traumatische Erinnerungen hinterlassen haben.
    Dieses Trauma wird durch Trumps Drohungen wachgerufen...
    9 2 Melden
    • Dirk Leinher 03.09.2017 21:43
      Highlight Dazu hat bei Maybrit Illner eine Südkoreanerin sehr interessante Punkte aufgeworfen:
      1 0 Melden
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  • Musk95 30.08.2017 23:57
    Highlight Hoffentlich bleibt es bei den ,,harmlosen,, Tests. Wenn nicht, muss der Watsonjurni ja noch Überstunden machen und das wollen wir ja alle nicht 😉
    Spannender Artikel.
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  • Saperlot 30.08.2017 20:46
    Highlight Und wer holt diesen schrott wieder aus dem Meer?????
    46 7 Melden
    • TodosSomosSecondos 30.08.2017 21:27
      Highlight und wer soll dafür bezahlen?
      16 8 Melden
    • äti 31.08.2017 00:09
      Highlight Mexiko
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    • Mia_san_mia 31.08.2017 05:59
      Highlight das ist jetzt das kleinste Problem.
      6 4 Melden
    • Raembe 31.08.2017 09:22
      Highlight Lasst uns eine grosse Mauer um Nordkorea bauen.
      3 3 Melden
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  • TodosSomosSecondos 30.08.2017 20:04
    Highlight Es gäbe für den "Konflikt" eine einfache Lösung. Abzug aller amerikanischen Streitkräfte aus Südkorea. Beide Seiten der Norden, wie der Süden wollen eine Vereinigung aber Nordkorea wird - und das völlig zurecht - keinem vereinten Korea unter US Hegemonie zustimmen. Die geopolitischen Interessen der USA halten ein ganzes Volk in Geiselhaft.. aber das kennen wir ja.
    35 100 Melden
    • LeChef 30.08.2017 22:11
      Highlight Würden die Amerikaner abziehen stünde drei Monate später die Nordkoreanische Armee vor Seoul. Der Süden hat dem Norden nichts entgegenzusetzen.

      Von dem einmal abgesehen würde Nordkorea niemals einer nicht-militärischen Wiedervereinigung zustimmen. Meinst du Kim würde Wahlen zulassen wollen? Träum weiter.
      71 9 Melden
    • Horscht 30.08.2017 23:02
      Highlight Zum Glück gab es während dem 2ten Weltkrieg nicht solche Ideen in Europa!
      30 3 Melden
    • Domsh 31.08.2017 01:52
      Highlight Todos, was hat den dich geritten?
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    600
  • Ohniznachtisbett 30.08.2017 20:00
    Highlight Ein nichts sagender Artikel. Warum hätte man das Ding abschiessen sollen? Es gibt keinen Grund.
    16 37 Melden
    • LeChef 30.08.2017 22:12
      Highlight Weil es ohne Erlaubnis japanischen Luftraum überflogen hat.
      40 4 Melden
    • iTler 30.08.2017 23:28
      Highlight Die Lufthoheit eines Staates geht höchstens bis 110Km, Die Rackete verletzte die Lufthoheit deshalb vermutlich nicht.
      6 3 Melden
    • Informant 30.08.2017 23:34
      Highlight Das All ist Japanischer Luftraum? Soso...
      2 4 Melden
    • Sonokowitsch 31.08.2017 01:07
      Highlight Der Artikel sagt, die Rakete überflog Japanisches Festland. Und das sie eine Höhe von 550 km erreicht hätte und ab 100 km würde der Weltraum beginnen.
      Nun, wenn man mal die Begrifflichkeiten wie "Nordkorea" etc wegläßt - ab welcher Höhe darf denn ein Land etwas abschießen, was sich über seinem Hoheitsgebiet befindet? Darf jeder einfach so im 90°-Winkel nach oben ballern? Würde das nicht vieles im Weltraum gefährden?
      Also, eigentlich würde ich schon zustimmen - ein nichts sagender Artikel. Außer natürlich der Fakt, das ein Bundeswehrmann was im Sinne von "wäre, wäre - Fahrradkette" gesagt hat.
      7 3 Melden
    • rodolofo 31.08.2017 10:44
      Highlight Ich will diesen Nordkoreanischen Raketentest auf keinen Fall verharmlosen!
      Aber waren da nicht X höllische Atombomben-Versuche auf paradiesischen Südsee-Atollen, die dort eine immense Zerstörung und radioaktive Verstrahlung angerichtet haben?
      Und haben sich damals nicht sogar unsere Fussball-Nationalspieler genötigt gefühlt, mit einem Spruchband, auf dem "Chirac, stop ist!" geschrieben stand, gegen die Natur- und damit auch Menschenverachtenden Atombomben-Versuche der Französischen Armee in der Südsee zu protestieren?!
      4 1 Melden
    • Ohniznachtisbett 31.08.2017 11:06
      Highlight Finde nur schon den Begriff "Japanisches Festland" sehr gewagt... Gut die hatten mal Festland, Manschuko und Korea, aber jetzt ist da nichts mehr mit Festland oder seht ihr das anders?
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  • Whitchface 30.08.2017 19:36
    Highlight Stand der heutigen Technik einer ICBM: Als Beginn der tertiären Phase werden zuerst, bis maximal 10 (mehr erlaubt es das Kriegsvölkerrecht nicht) autonome und atomare Geschosse "abgefeuert". Auch Stand der heutigen Technik: Bis anhin ist es, wie im Artikel beschrieben, gerade in einem Fall gelungen, ein einzelnes Geschoss, abzufangen. Erreicht eine solche Interkontinentalrakete die Tertiäre Phase, ist ein abfangen unmöglich. Und was wenn doch? Multiple, atomare Explosionen in der eigenen Atmosphäre. MAD (unser "Retter") lässt grüssen. https://en.wikipedia.org/wiki/Mutual_assured_destruction
    20 8 Melden
    • Ohniznachtisbett 30.08.2017 20:06
      Highlight Wie wunderbar, dass das Kroegsvölkerrecht nur 10 ICBMs pro erstschlag erlaubt... übrigens das gleiche KVR das auch den Holocaust, die Kriegsverbrechen in Vietnam, den Sowjetüberfall in Afghanistan, Operation Iraqi Freedom und Assads Giftgasangriffe verbot. Toll
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    • bokl 30.08.2017 20:08
      Highlight Zum Glück leb ich nur in der elftgrösten Stadt meines Landes. Da habe ich ja nichts zu befürchtet. Zumal sich Raketen, die sich nicht ans Kriegsvölkerrecht halten, automatisch selbst zerstören ...

      Warum ein Kriegsvölkerrecht? Wenn es so klappen würde, verbieten wir doch einfach Kriege generell. Oder Menschenrechtsverletzungen. Gibt nur ein Problem. Das nennt sich Mensch ...
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    • Posersalami 30.08.2017 20:36
      Highlight Die Dinger sind gut gesichert und wenn die einzelnen Teiles des primären Zünders nicht absolut synchron zünden hat man "nur" einen hochgiftigen Haufen von Trümern (den dafür gut verteilt). Das ist keine Stange Dynamit die man nur anzünden muss. Einen Sprengopf erwischt man, genügend Vorwarnueit vorausgesetzr, mit einer Salve Patriot einigermassen zuverlässig im Endanflug wenn die Batterie am richtigen Ort steht. (vgl. die Abschüsse von Scud über Israel im zweiten Golfkrieg 91). Beim 2-3 Sprengkopf hat Patriot aber sicher alle Raketen verschossen..
      16 2 Melden
    • Whitchface 31.08.2017 09:15
      Highlight @Ohniznachtisbett Das Kriegsvölkerrecht erlaubt mehr als 10 IBM's pro Schlag. Nur nicht mehr als 10 Sprengköpfe pro ICBM. Freude herrscht.
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    • Ohniznachtisbett 31.08.2017 10:30
      Highlight Whitchface: Ah, sorry hab ich demfall falsch verstanden... Danke für die Klarstellung.
      1 1 Melden
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  • maulauf 30.08.2017 19:29
    Highlight Hat denn jemand diese Rakete wirklich gesehen? Oder wird da eine "Saddam-Jagd" inszeniert?
    10 108 Melden
    • TodosSomosSecondos 30.08.2017 20:01
      Highlight Ist eine berechtigte Frage jedoch haben wir es hier mit völlig anderen Dingen zu tun. Die WOP Lüge diente dazu einen amerikanischen Angriffskrieg zu legitimieren. Das ist im Falle von Nordkorea nicht notwendig. Die einzige Armee, die jemals in Nordkorea einmarschieren wird, ist die Südkoreanische und hier reicht die Vereinigung Koreas als Legitimation vollkommen.

      Im Gegensatz zum Irak, ist es hier übrigens auch keine Frage, ob die Nordkoreaner Massenvernichtungswaffen haben oder nicht. Das erkennt man nämlich leicht daran, dass es Nordkorea überhaupt noch gibt.
      27 8 Melden
    • MichaelLi 30.08.2017 20:56
      Highlight So eine Rakete ist nicht extrem gross und desshalb nicht aus hunderten Kilometern mit blossem Auge zu sehen.
      Aber wenn die NATO und Nordkorea dies bestätigen, ist die Wahrscheindlichkeit sehr hoch.
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    • SemperFi 30.08.2017 21:53
      Highlight @Todos...: Was ist eine WOP Lüge?

      11 1 Melden
    • 20Cent 31.08.2017 02:43
      Highlight Wahrheit oder Pflicht
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  • Informant 30.08.2017 19:20
    Highlight Der wichtigste Grund, warum Japan die Rakete nicht abgeschossen hat, wird nicht genannt: Weil die Chance eines Fehlschusses unglaublich gross ist und Japan (und die USA) damit ihre totale Unfähigkeit Nordkoreanische Raketen abzuschiessen offengelegt hätten.



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    • _kokolorix 30.08.2017 20:22
      Highlight Sehe ich genau so
      30 7 Melden
    • Der kleine Finger 30.08.2017 20:25
      Highlight dachte ich mir auch gerade
      26 6 Melden
    • User_Dave 31.08.2017 00:01
      Highlight dazu sind abfangraketen auch nicht gerade billig
      2 2 Melden
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  • derEchteElch 30.08.2017 19:03
    Highlight Dass Japan die Rakete nicht abschoss hat einen anderen Grund; Nach der Gewissheit, dass die Rakete über Japan hinwegfliegen wird, bot dies den USA, Japan, Südkorea eine weitere Gelegenheit, Messungen durchzuführen.

    Dadurch lassen sich die Flugeigenschaften der Rakete (besser) berechnen und man kann leichter herausfinden, ob Nordkorea eine neue Version abschoss und testete.

    Weiter, sollte die Rakete wirklich ins Meer gefallen sein, besteht eine (geringe) Möglichkeit, Wrackteile rauszufischen.

    Jedes Waffensystem des Gegners lässt sich so einfach analysieren. Beobachten und machen lassen..
    63 6 Melden
    600
  • iNo 30.08.2017 19:02
    Highlight Der Versuch eines Abschusses der Rakete wäre ein Hochrisikospiel, wenn der Kurs bestimmt ist und keine Gefahr besteht. Es wäre ein riesiges Debakel und ein Zeichen von militärischer Schwäche gegen den Feind, wenn der Abschuss nicht gelingen würde.
    50 3 Melden
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  • Clayton 30.08.2017 19:00
    Highlight Sehr wohl haben die Japaner das Patriotabwehrsystem in Stellung gebracht. Dies aber erst als die Rakete schon Japan überflogen hat.
    7 27 Melden
    • Clayton 30.08.2017 20:51
      Highlight
      2 18 Melden
    600
  • Posersalami 30.08.2017 18:44
    Highlight Von NK bis in den Norden Japans sind es ca. 1200km, danach ist sie nochmal ungefähr so weit geflogen. Das heisst, über Japan war die Rakete sicher im Weltraum, wie man dem Artikel entnehmen kann. Wie soll jetzt also Japan, dass nur über Patriots verfügt, eine solche Rakete abfangen? Ein solches Ziel liegt weit ausserhalb der Möglichkeiten von Patriot. Das könnte evtl. THAAD, aber die gibts nicht in der Japanischen Armee.

    Richtig ist, dass Patriot einen Sprengkopf im Endanflug treffen könnte, sollte Kim Tokio nuken wollen. Der Sprengkopf ist dann aber viel langsamer und tiefer unterwegs.
    37 1 Melden
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  • Picker 30.08.2017 18:38
    Highlight "Die am Montag von Nordkorea über Japan hinweg gefeuerte Rakete soll etwa 2700 Kilometer weit und bis zu 550 Kilometer hoch geflogen sein."

    Ähmmm, low orbit/atmosphäre ist ab ca. 100km Höhe, die Durchschnittliche Orbitalhöhe der ISS ca. 400km.

    Krasse Rakete in dem Fall 😋
    32 16 Melden
    • bokl 30.08.2017 20:04
      Highlight So funktionieren Interkontinentalraketen nun mal. Nach dem Abschuss brennt der Antrieb nur kurz und dann geht es auf der eingeschlagenen Flugbahn weiter. Und um 5000+ KM Weite zu erreichen, ist ein Ausflug ins "All" kaum zu vermeiden.
      26 0 Melden
    • Informant 30.08.2017 20:10
      Highlight Und?
      7 3 Melden
    • Deorai 30.08.2017 20:19
      Highlight Die Diskussion hatten wir schonmal, icbm fliegen in dieser höhe und noch viel höher. Die Iss ist nicht wirklich hoch.
      19 0 Melden
    • Clayton 30.08.2017 20:36
      Highlight Interkontinentalraketen fliegen bis 1000 km Höhe.
      18 2 Melden
    • Gringoooo 30.08.2017 23:26
      Highlight Hat mich auch ziemlich erstaunt! 550km kam mir gewaltig hoch vor (erst recht, nachdem ich mich über Wikipedia über die Atmosphärenschichten aufgeklärt habe).

      Aber brauchen die bei 1000km (gem. Clayton) nicht einen Antrieb um wieder runter zu kommen?

      Da könnte der Weltraumschrott ja eine positive Seite haben, wenn eine Rakete auf ihn trifft und dadurch nicht mehr runter kommt.
      6 0 Melden
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  • fant 30.08.2017 18:33
    Highlight Dazu kommt noch auch ein taktischer Vorteil: In dem Moment, wo du eine Abwehr-Rakete abfeuerst, legst du deine Karten bis zu einem gewissen Grad auf den Tisch: Der Gegner weiss jetzt, wo deine Abwehr-Raketen stehen, wie zuverlässig sie funktionieren etc...
    37 3 Melden
    • bokl 30.08.2017 19:44
      Highlight @Fant
      Ja natürlich. Abfangraketen sind ja sowas von unbeweglich. Die werden jeweils im Geheimen vor Ort produziert und sind absolut unbeweglich ...

      Ich denke der Punkt mit dem funktionieren trifft es schon eher. Feindliche Mittel- und Langstreckenraketen wurden bisher noch nie erfolgreich abgefangen. Da die Flugbahn keine Gefahr darstellte, wäre eine Abfangversuch ein unnötiges Risiko. Hätte es nicht funktioniert, wären all die Ausgaben für nichts gewesen.
      14 7 Melden
    • Ohniznachtisbett 30.08.2017 19:58
      Highlight Zum glück mussten auch noch nie mittelstrecken oder icbm's abgefangen werden...
      13 0 Melden
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