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Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

12.08.16, 14:07 12.08.16, 16:09

Donald Trump wirft Barack Obama vor, den «IS» gegründet zu haben und betont, er meine das wörtlich. Wobei, inzwischen bezeichnet er es als «Sarkasmus»:

So oder so, Obama hat den «IS» selbstverständlich nicht gegründet. Richtig ist aber, dass eine verhängnisvolle Entscheidung des US-Präsidenten den Aufstieg der Terrormiliz massgeblich begünstigt hat. Er befindet sich damit allerdings in bester Gesellschaft:

Osama Bin Laden

Ohne Bin Laden keine Al-Kaida.

Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Der «IS»-Kern einschliesslich «Kalif» Al-Baghdadi gehörte einst selbst zu Al-Kaida, bevor es Anfang 2014 zum endgültigen Bruch zwischen den beiden Organisationen kam. Dessen ungeachtet verbindet sie noch immer vieles, darunter die radikale Ideologie, der Hass auf den Westen und der Terror gegen Zivilisten. Gelegenheiten, Al-Kaida-Gründer Bin Laden zu stoppen, hätte es viele gegeben. Vor allem Mitte der 1990er-Jahre, als er sich noch im Exil im Sudan aufhielt. Dorthin war er geflohen, nachdem er das saudische Königshaus wegen der Stationierung von US-Truppen infolge des Irakkriegs 1990/1991 scharf kritisiert hatte.

Mullah Omar

Ohne Asyl der Taliban keine Al-Kaida-Terrorcamps in Afghanistan.

Auf Druck Saudiarabiens, das ihn ausgebürgert hatte, und der USA musste Bin Laden den Sudan 1996 verlassen. Als neues Exil suchte er sich Afghanistan aus, wo er in den 1980er-Jahren die Mudschahedin im Kampf gegen die Sowjets unterstützt hatte. Inzwischen hatten dort die Taliban die Macht ergriffen, deren Ansichten und Ziele sich weitgehend mit seinen deckte. Mit ihrem Anführer Mullah Omar schloss er Freundschaft und konnte am Hindukusch ungestört seine Terror-Camps aufbauen und die Anschläge des 11. Septembers 2001 planen. An dieser Stelle sei auch die unrühmliche Rolle Pakistans erwähnt, deren Geheimdienst ISI die Taliban tatkräftig unterstützt(e).

George W. Bush

Ohne US-Invasion 2003 keine Ausdehnung Al-Kaidas im Irak.

Bild: AP

Während Osama Bin Laden und Mullah Omar den globalen Dschihad aktiv förderten, gelobte George W. Bush nach 9/11, diesem den Garaus zu machen. In einer folgenschweren Ironie der Geschichte befahl er 2003 die Invasion des Iraks. Das Regime Saddam Husseins hatte mit 9/11 nichts zu tun – doch das Chaos und die Gewalt nach seiner Absetzung erwies sich als der ideale Nährboden für Al-Kaida im Irak. Von Anfang an dabei und nach 2010 deren Anführer: Abu Bakr al-Baghdadi, der heutige «Kalif» des «IS».

Dick Cheney

Ohne Dick Cheney keine Auflösung von Saddams Armee. Oder war es Donald Rumsfeld? Bush? Bremer? Man weiss es nicht.

Bild: AP

Selbst nach der Irak-Invasion war noch nicht alles verloren. Als folgenschwerster Fehler der Bush-Regierung gilt rückblickend die Auflösung der irakischen Armee, durch die 250'000 bewaffnete Männer arbeitslos wurden. Viele schlossen sich dem Aufstand an. Bis heute hat niemand die Verantwortung für den Befehl übernommen. Sowohl Bush als auch sein Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestreiten, die Massnahme angeordnet zu haben. Der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete US-Journalist Fred Kaplan mutmasste 2007:

«Ich vermute, dass es Vize-Präsident Dick Cheney war, schon nur deswegen, weil sein Büro eines der Leak-sichersten in ganz Washington ist. Wäre der Befehl von irgendwo anders hergekommen, wäre das inzwischen enthüllt worden.»

Fred Kaplan quelle: slate magazine

Paul Bremer, der von der Bush-Regierung eingesetzte Zivilverwalter in Bagdad, erteilte die berüchtigte Order am 23. Mai 2003. Er stellte sich später auf den Standpunkt, dass die irakische Armee zu diesem Zeitpunkt ohnehin in Selbstauflösung begriffen war. Dem widersprechen US-Offiziere, die angeben, damals von irakischen Generälen zwecks Überlaufen ihrer Truppen kontaktiert worden zu sein.

Abu Musab al-Zarqawi

Ohne Abu Musab al-Zarqawi keine Gewaltorgien/Köpfungsvideos.

Bild: AP US MILITARY

Unabhängig davon, wie man zur US-Invasion des Iraks 2003 steht: Dass sich Teile der lokalen Bevölkerung gegen die Besatzung auflehnen würden, damit musste gerechnet werden. Gewalt gegen Soldaten gilt gemeinhin auch nicht als Terrorismus. Doch parallel zum Aufstand schlitterte der Irak in einen Bürgerkrieg zwischen der jahrzehntelang marginalisierten schiitischen Bevölkerungsmehrheit und der sunnitischen Minderheit. Die konfessionellen Spannungen entluden sich in einem blutigen Bürgerkrieg, in dem keiner so brutal wütete wie der Al-Kaida-Ableger im Irak. Deren Chef-Schlächter, der Jordanier Abu Musab al-Zarqawi, erlangte durch Köpfungsvideos traurige Berühmtheit – ein schauerliches Format, das der «IS» später wieder aufnahm.

Barack Obama

Ohne Obama kein Abzug aus dem Irak.

Bild: AP

Durch die kurzfristige Aufstockung der Truppen («Surge») sowie durch Geldzahlungen an sunnitische Stämme gelang es den USA allmählich, dem Chaos im Irak Herr zu werden. Als Bush 2008 abtrat, herrschte Stabilität – fragil, wie sich bald zeigen sollte, aber Stabilität. Der Schlächter al-Zarqawi war tot, Al-Kaida im Irak dezimiert. Bushs Nachfolger Barack Obama war mit dem Versprechen angetreten, Amerikas Kriege zu beenden. Dennoch war er bereit, einige Tausend Soldaten als Berater im Irak zu belassen. Einzige Bedingung: Immunität vor der irakischen Justiz – für die irakische Regierung eine schwierige Forderung. Im Oktober 2011 drängten die Amerikaner auf eine verbindliche Antwort und verspekulierten sich. Die Iraker weigerten sich, diese Beschneidung ihrer Souveränität hinzunehmen. Zwei Monate später hatten die letzten US-Truppen den Irak verlassen.

Nuri al-Maliki

Ohne al-Maliki keine totale Marginalisierung der Sunniten.

Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Nach dem Abzug der Amerikaner war der Irak politisch und militärisch sich selbst überlassen. Ohne diesen Puffer zwischen den entfremdeten Volksgruppen brachen die alten Konflikte schnell wieder auf. Der irakische Premierminister Nuri al-Maliki, ein Schiit, schloss die Sunniten gnadenlos von der Mitgestaltung des Landes aus. Gestützt wurde er dabei von der neuen Ordnungsmacht im Irak, dem schiitischen Nachbarn Iran. Enttäuscht und desillusioniert wandten sich viele Sunniten von der Zentralregierung in Bagdad ab. Man könnte auch sagen, al-Maliki trieb sie den Extremisten in die Arme.

Baschar Assad

Ohne Assad keine neue Terrorbasis in Syrien.

Bild: AP/SANA

In einem Nachbarland Iraks begann zeitgleich der perfekte Sturm, aus dem schliesslich der «IS» hervorgehen sollte, wie wir ihn heute kennen: Im Zuge des Arabischen Frühlings gingen auch die Syrer auf die Strasse und verlangten nach mehr Mitbestimmung. Präsident Assad reagierte auf die friedlichen Proteste mit roher Gewalt. Mit der Zeit begannen sich die Syrer zu wehren und in Rebellenmilizen zu organisieren. Die wiedererstarkte Al-Kaida im Irak nutzte die Schwäche der Regierung in Damaskus, um im Osten Syriens Fuss zu fassen. Dabei verdrängte sie nicht nur Assad-Truppen, sondern auch andere Rebellen. Ende 2013 kam es zur Abspaltung einer Gruppe, die sich «Islamischer Staat im Irak und Syrien» (ISIS) nannte und die Al-Kaida als mächtigste und gefürchtetste islamische Terrororganisation ablöste.

Dieser Artikel erschien erstmals am 20.12.2015 unter dem Titel «Den Aufstieg des ‹IS› haben wir 8 Personen zu verdanken (darunter Obama, aber nicht Putin)».

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  • rodolofo 13.08.2016 07:51
    Highlight In einem ethnographischen Bericht über ein Slum in Metro Manila (Philippinen) habe ich einmal gelesen, dass die Mitglieder einer Gang, die einige Strassenzüge innerhalb des Slums kontrollierte, Gefängnis-Strafen wie Trophäen sammelten.
    Das stellte meine Vorstellung über Recht und Ordnung und wie diese durchzusetzen wären, komplett auf den Kopf!
    Heute lese ich von Islamistischen Terroristen, welche sich in Gefängnissen radikalisiert haben sollen.
    Wieder das selbe Phänomen!
    Die strukturelle Gewalt der modernen Hochleistungsgesellschaft steigert die reaktive, kriminelle und terroristische Gewalt.
    5 0 Melden
  • EFSBolli 12.08.2016 20:43
    Highlight Die Zeitung gibt Herr Trump demnach in allen Punkten recht. Sowohl der Einmarsch unter Bush sowie der Abzug unter Obama waren falsch.
    13 3 Melden
  • Beobachter24 12.08.2016 19:49
    Highlight @Kian

    Der Artikel stammt eigentlich ausm letzten Jahr, right?
    Kam mir bekannt vor, und ich sehe, dass ich im Dez. 2015 kommentiert hatte.

    Macht aber nix, ist immer noch aktuell.
    "Publiziert" und "Aktualisiert" sind aber wohl nicht ganz korrekt.
    (Keine Kritik. Reine Feststellung)
    11 0 Melden
    • Kian 12.08.2016 20:07
      Highlight Du hast völlig recht. Ich habe am Schluss einen entsprechenden Bemerk platziert.
      10 2 Melden
  • Firefly 12.08.2016 17:02
    Highlight Da ich im Menschen ein freiheitliches und selbstreflektierendes Wesen sehe, verstehe ich Verantwortung oder Schuld als etwas sehr direktes. Jeder enzelne ist für seine Taten direkt verantwortlich. Ein Steuermann einer Dohne der Unschuldige tötet ist dafür direkt verantwortlich er kann sich nicht auf einen Job und einen Befehl berufen denn er entscheidet Schlussendlich und führt die Handlung aus. Ebenso sehe ich die Gründer eines Terrorstaates als direktveranwortliche, denn sie haben auf Gewalt gesetzt und verbreieten diese bewusst, organisiert und brutal.
    17 12 Melden
    • trio 18.08.2016 17:25
      Highlight Und die Umstände zählen nicht? Oder anders gefragt, sind die Gründer somit die alleinigschuldigen?
      0 0 Melden
  • Rendel 20.12.2015 23:08
    Highlight Um die heutigen Konflikte im Osten in ihrer Tiefe zu begreifen, ist es schon nötig in der Geschichte weit zurückgehen. Das hat mit Beliebigkeit nichts zu tun. Man kann auch an der Oberfläche bleiben und 8 Namen nennen, die sicher nicht unwichtig sind. 8 Namen reichen aber bei weitem nicht aus um die ganzen Konflikte und den IS zu erklären.
    123 1 Melden
    • Fabio74 12.08.2016 17:00
      Highlight Bis 1916 zurück reicht aus
      6 10 Melden
    • Kian 12.08.2016 17:58
      Highlight Wie eingebildet muss man eigentlich sein, um das zu glauben?
      7 28 Melden
    • Homes8 12.08.2016 18:11
      Highlight @ Kian
      Was zu glauben?

      @ Rendel
      Auch das Palästina-Problem hat seinen Teil beigetragen.
      11 0 Melden
    • Momo_1 12.08.2016 18:35
      Highlight @Kian, kannst Du diese Frage noch etwas ausführlicher gestalten? Danke.
      12 0 Melden
    • Kian 12.08.2016 20:30
      Highlight Dieser Glauben, die Geschichte dieser Region fange mit dem 1. Weltkrieg an, verlaufe über das Erdöl um schliesslich nach mehreren westlichen Militärinterventionen in der tristen Gegenwart anzukommen. Mein Anspruch war nicht, einen kompletten Abriss über die Wurzeln aller Übel im Nahen Osten zu geben. Wer das machen will, muss sehr viel weiter zurückgehen als 1916. Zumal seine Geschichte älter ist als unsere.
      16 3 Melden
    • Beobachter24 13.08.2016 12:59
      Highlight @Kian, Apropos 1916

      1916 erhielt Abdul-Aziz Bin Abdul-Rahman vom brit. Empire 1300 Gewehre + Cash + Gold. (https://goo.gl/PZxENJ)
      Kann man als Beginn der Unterstützung des Westens an die wahhabitische Al-Saud Familie betrachten.

      Wahhabismus ist die intoleranteste und extremste Form des Islams. Dessen Verbreitung unterliegt der Verantwortlichkeit der Al-Saud Familie und deren westlicher Partner. Die „Philosophie" des IS ist der Wahhabismus incl. Takfīr (https://goo.gl/8bFk5U).

      „You Can’t Understand ISIS If You Don’t Know the History of Wahhabism in Saudi Arabia“ (http://goo.gl/RsTQ3Y)
      2 0 Melden
    • Kian 14.08.2016 08:56
      Highlight Guter Punkt Rendel. Trotzdem versuche ich mich nächste Woche vielleicht einmal an einer Aufstellung, wieviele Kriege mit wievielen Toten und wievielen Grenzverschiebungen die Araber über die Jahrhunderte ohne Einwirkung der Europäer zustande gebracht haben.
      2 0 Melden
  • Mia_san_mia 20.12.2015 14:10
    Highlight Ich fürchte mich nicht vor denen! Ich hoffe mir kommt mal so einer in die Finger...
    17 50 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 14:52
      Highlight Zusammen mit Linda :)?
      64 4 Melden
  • Beobachter24 20.12.2015 13:53
    Highlight Die Kriegstreiber Dick Cheney und George W. Bush zu nennen ist natürlich richtig und wichtig. Ebenfalls nennenswert aus der Zeit des 2. Golfkriegs wären Donald Rumsfeld, Colin Powell, Paul Wolfowitz, George Tenet, Tony Blair und andere.
    Der 2. Golfkrieg war eine massive Verletzung des bestehenden Völkerrechts. Die genannten Personen müssten eigentlich alle vors Kriegsgericht!
    Powell war der einzige, der sich für seine Lüge vor dem UNO-Sicherheitsrat entschuldigt hat.
    90 6 Melden
    • Stachanowist 12.08.2016 15:14
      Highlight Das war der dritte Golfkrieg.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Golfkrieg
      26 1 Melden
    • Beobachter24 12.08.2016 18:37
      Highlight Ok, @Stachanowist

      Mir war eine andere Zählweise geläufig.
      Ansonsten liegen wir mit unseren Einschätzungen nicht soweit auseinander, habe ich den Eindruck.
      4 0 Melden
    • Stachanowist 12.08.2016 19:27
      Highlight @ Beobachter

      Klar, dem Inhalt deines Kommentars stimme ich zu! Wollte das nur anbringen, weil dieser Fehler auch unseren Medien oft unterläuft.

      Wahrscheinlich dachtest du an den zweiten Irakkrieg - so wird der dritte Golfkrieg nämlich auch genannt. Aber egal wie wir es benamsen, ändert das ja nichts an den Inhalten :)
      6 0 Melden
  • DaveKnobs 20.12.2015 12:09
    Highlight Ich fürchte mich nicht mal ein klitzekleines bisschen vor diesen idioten, denn sobald wir uns fürchten haben die gewonnen.
    42 10 Melden
  • Alnothur 20.12.2015 11:40
    Highlight Also, Massenbombardements unschuldiger Menschen würde ich nicht als "Rückzug" betiteln...
    27 16 Melden
    • Toerpe Zwerg 12.08.2016 14:45
      Highlight Wann, wo, durch wen?
      18 12 Melden
  • TheRabbit 20.12.2015 11:26
    Highlight Ui Putin war nicht der Bôse? Was sagt Löpfe zu diesem Artikel? Ramezani pass auf, bald bist du auch ein Troll!

    So Spass bei Seite. Ohne die Verstaatlichung der Ôlquellen im Irak hàtte es keinen 1. Einmarsch gegeben.

    Ich verweise gerne auf die Anstalt. Schône Gliederung der Ablàufe.
    68 22 Melden
    • Hoppla! 12.08.2016 14:47
      Highlight Leider ist Politik häufig komplizierter als uns das lustige Anstalt-Video weiss machen will. Ein Funken Wahrheit ist aber sich auch darin enthalten.

      Auch sehr interessant ist diese ARTE-Doku zum Iran: http://www.arte.tv/guide/de/038828-000-A/iran-der-wille-zur-grossmacht
      9 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 16:10
      Highlight Hoppla: Etwas komplizierte als bei der Anstalt dargestellt ist es sicher. Aber näher an der Wahrheit als alles andere was man so im öffentlichen Fernsehen zu sehen bekommt ist es alle mal.
      27 4 Melden
  • teufelchen7 20.12.2015 10:54
    Highlight sehr interessanter artikel! merci! auch wenn wir das vllt. nicht gerne hören, der westen hat an der heutigen situation mehr schuld als man meint!
    86 15 Melden
  • Tower204CH 20.12.2015 09:00
    Highlight Der Titel ist interessant weshalb Putin nicht aber Assad schon. Hat nicht Putin mit China Assad Jahre lang gedeckt so das Assad machen konnte was er wollte.
    18 35 Melden
    • Kian 20.12.2015 09:18
      Highlight Alle Parteien im Syrien-Konflikt haben ihre Verbündeten. Dass Putin Assad dazu brachte, 2011 friedliche Demonstranten zusammen zu schiessen, wage ich zu bezweifeln. Das Problem heute ist, dass wer Assad schwächt, eher dem IS hilft.
      87 15 Melden
    • ElendesPack 12.08.2016 15:00
      Highlight Dieser Putin...hat einfach Assad gedeckt. Womit wir jetzt zum passenden whataboutism überleiten können: Haben die USA nicht auch jahrelang diesen Saddam Hussein gedeckt?
      Man nennt das Globalstrategie. Das ist sowas, was Grossmächte schon seit der Antike betreiben und das wird sich eher nicht ändern, wenn in deutschsprachigen Medien die zweifelhafte Moral dieser Strategien angeklagt und Buhmänner ausgerufen werden.
      26 3 Melden
    • leu84 12.08.2016 15:38
      Highlight Die Verbindung zwischen Syrien und Russland/UdSSR gibt es schon lange. Da liegt auch die einzige Marinebasis der Russen, welcher direkt ins Mittelmeer führt ohne den Bosporus zu durchqueren.

      Aber interessant ist, die Frau von Assad lebt in London.
      15 1 Melden
    • Spooky 12.08.2016 22:55
      Highlight @leu84
      "Aber interessant ist, die Frau von Assad lebt in London."

      Stimmt das? Oder ist das nur ein Gerücht?

      Falls es stimmt, ist es - für mich - nämlich tatsächlich interessant (ganz ohne Ironie).
      3 0 Melden
  • Darkside 20.12.2015 02:03
    Highlight Die Amis brauchen den Daesh und jeden anderen militärischen Konflikt um ihre grossmächtige Rüstungsindustrie am laufen zu halten. Der Präsident ist nur deren Marionette.
    91 58 Melden
    • tinmar 20.12.2015 09:30
      Highlight Oh man, denk nach! Genauer, tiefer, mal richtig denken... sobald es weh tut im Hirn, noch weiter denken ... funktionierts? Ja, Darkie, es gibt das viele kleine und sogar große Verschwörungen ... Lobby, Abhängigkeiten ... aber nein: Die reale Welt ist nicht ganz so wie bei House of Cards. Und Obama bestimmt keine Marionette ... der ... von wem? Dem bisschen Rüstungsindustrie? Oder doch er Illuminaten? Der ... Bilderberger? Der Juden?!?!?! Verschwörungsscheißdreck!
      65 118 Melden
    • trio 20.12.2015 09:54
      Highlight @tinmar es ist wohl unbestritten, dass die Rüstungsindustrie grosse Macht im weissen Haus (nicht nur dort, auch bei uns!) hat. Somit ist die Aussage von darkside nicht ganz unbegründet, wenn auch etwas überspitzt. In gleich als Verschwörungsfanatiker abzutun ist nicht hilfreich.
      103 21 Melden
    • tinmar 20.12.2015 11:15
      Highlight Streite ich doch überhaupt nicht ab. Nur so zu tun, als ob alle Welt dann nur noch eine Marionette wäre ist nichts anderes als eine Verschwörungstheorie. Und das dann immer ganz so, wie es einem ins Weltbild passt .. alles Marionetten der Pharma-Lobby, der Rüstung, der Energie-Lobby .. etc .. so einfach ist die Welt nun eben nicht. Und - nicht zuletzt - hat Obama inhaltlich & ideologisch überhaupt nichts mit den Ursachen des Irakkrieges zu tun. Ihn/Alle so schlicht, pauschal und einfach als Marionette/n hinzustellen - ist geistig doch sehr unausgereift.
      45 39 Melden
    • legis 21.12.2015 15:52
      Highlight Also: Obama hat kaum ein Wahlversprechen eingelöst. Ich würde ihm jedoch nicht unterstellen, dass er davon nichts umsetzen wollte (wie die Schliessung Guantanamos ODER AUCH dem Lobbyismus im weissen Haus einen Riegel vorzuschieben!!). So und jetzt nochmals nachdenken. Bis es weh tut. Und dann noch weiter denken. mein Gott! Ich bin ja auch nicht Fan von Illuminatentheorien usw aber jemand der berechtigterweise in diese Richtung spekuliert so abzukanzeln. Ich glaube wenn sie wollen können sie das besser...
      27 13 Melden
    • Forrest Gump 12.08.2016 15:05
      Highlight Habe vor kurzem einen Spruch gelesen, der es relativ gut auf den Punkt gebracht hat:

      "Früher wurden Waffen produziert um Kriege zu gewinnen, heute werden Kriege provoziert um Waffen zu verkaufen und Geld zu verdienen."

      Natürlich ist nicht alles von Illuminati und co. gesteuert, aber man sollte sich bei solchen Konflikten auch immer ein wenig Fragen, wer davon profitiert, sei es finanziell oder in Form von Macht und Einfluss. Auch wenn man nicht alles schwarz malen sollte, so verzwickt und unübersichtlich wie aktuell der Konflikt im nahen Osten, war es auf der Welt schon lange nicht mehr.
      27 2 Melden
  • Toerpe Zwerg 20.12.2015 00:56
    Highlight Jeder US Praesident haette die Truppen abgezogen.
    11 38 Melden
    • Hayek1902 20.12.2015 07:32
      Highlight und? das ändert nichts, dass es in dieser situation ein strategischer fehler war/ist
      39 6 Melden
    • tinmar 20.12.2015 09:31
      Highlight Ja, es war ein Fehler. Idealistisch ... aber ganz klar ein Fehler.
      20 7 Melden
    • Kian 20.12.2015 11:35
      Highlight Das hast du wohl Recht. Immerhin scheint ein Lernprozess stattgefunden zu haben: In Afghanistan ist von vollständigem Abzug keine Rede mehr.
      27 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.12.2015 00:17
    Highlight Einmarsch in Irak war sowas von überflüssig, aber sowas von.

    Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich an einen Beitrag denke, in dem es tatsächlich darum ging, welche 11 Öl-verarbeitungsunternehmen aus dem Westen (BP, Shell, etc.) nun wieviel Erdöl erhalten. Als wäre nach der Invasion, das das grösste Problem gewesen.

    Einfach beängstigend und bedenklich, zu was Menschen fähig sind. Nur wegen ein paar Scheinen.

    Mitnehmen kann man am Schluss gar nichts. Ausser die guten oder schlechten Taten. Und man bleibt in gutet oder ekliger Erinnerung.
    117 8 Melden
    • Statler 12.08.2016 14:39
      Highlight Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, welche Ölverarbeitungsunternehmen KEIN Erdöl erhalten. Man vergleiche das mit den Gegnern des Einmarsches... Die Gegner waren nicht aus moralischen Gründen dagegen, sondern weil sie bereits Verträge mit Saddam hatten, die ihnen nach dem Ende des Embargos das Recht auf Ölförderung gewährt hätten.
      Von wegen «Peace» und «kein Blut für Öl» und so... auch das war einfach nur Propaganda...
      28 2 Melden
  • Skeagle 19.12.2015 23:04
    Highlight Zum Osama bin Laden Punk:
    Ohne die CIA hätte sich die Al-Kaida auch nicht so schnell entwickeln können. Damals haben die Amerikaner mit Osama bin Laden zusammengearbeitet und ihm Waffen geschickt, da Al-Kaida gegen die einmarschierenden Russen in Afghanistan gekämpft haben. Gibt zu dem auch eine sehr anschauliche Folge in der Satiresendung "Die Anstalt"
    80 13 Melden
    • Kian 20.12.2015 06:44
      Highlight Dann könnte man auch Breschnew nennen, der den Einmarsch der UdSSR in Afghanistan befohlen hatte. Man kann beliebig zurückgehen in der Geschichte, aber dann würde es willkürlich. Ich fand Bin Laden/Al-Kaida einen guten Ausgangspunkt, weil damit der moderne, internationale Dschihadismus begründet wurde. Nicht alle Mudschahedin hingegen waren Islamisten, siehe z.B. Ahmed Schah Massud.
      52 15 Melden
    • Butterscotch&hardcandy 20.12.2015 09:22
      Highlight @Kian Nene so nicht! Den Einmarsch der Sowjets einfach auszulassen geht gar nicht. Vorher war Afghanistan ein stabiles Land, welches gute Voraussetzungen für seine Bevölkerung anzubieten hatte (besser als Indien!). Einfach nur bei Bin Laden anfangen, für eine schönere(erfolgreichere) Schlagzeile, ist schon sehr stark Blick Niveau!
      49 17 Melden
    • tinmar 20.12.2015 09:37
      Highlight Ja ... bla .. bla .. das ist doch ein alter Hut! Jeder hat irgendwann mit jedem zusammengearbeitet .. Politik ist schmutzig .. Interessen verändern sich .. Fronten verschieben sich .. dennoch, im Kern bleibts wohl dabei, das diese ganze Islamismus-Ideologie auch ganz von alleine fanatisch, brutal, besessen und beschissen ist.

      "Die Anstallt" ist zwar sehr lustig, macht es sich dann aber am linken Rand mit ewig erhobenem Zeigefinger schön gemütlich. Fundiert, geschweige denn Konstruktiv sieht anders aus.
      20 47 Melden
    • JayJay1992 20.12.2015 10:46
      Highlight der moderne dschihadismus wurde 600 nach christus mit der entstehung des islam gegründet!! und die selbstmordanschläge wie wir sie heute kennen sind eine erfindung der hamas!!!
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    • Beobachter24 20.12.2015 12:54
      Highlight Die Geschichte der diversen bisherigen Versuche fremder Mächte den HinduKush zu besetzen ist lang. Das hat u.a. mit der geostrategisch interessanten Lage zu tun. Interessant, dass bisher am Ende alle "gescheitert" sind.
      Dass die USA damals die Mudschahedin "förderten", welche die Sowjets erfolgreich bekämpften (bis sie wieder abzogen), ist darum erwähnenswert, weil eben aus den Mudschahedin die Al-Kaida entstanden ist.

      Die Auflistung in diesem Artikel macht aber durchaus Sinn so.
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    • Beobachter24 20.12.2015 12:59
      Highlight @Butterscotch&hardcandy
      Stimmt auch nicht wirklich, was sie geschrieben haben. Vor den Sowjets hat in Afghanistan das britische Empire heftig gewütet, und davor gab es wieder andere. Und wenn mal niemand dort war, dann bekämpften sich die Stämme am Hindkush untereinander.
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    • Kian 20.12.2015 14:43
      Highlight @Jayjay: Das erste solche Selbstmordattentat in Israel wurde von der Organisation Islamischer Dschihad verübt.
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    • JayJay1992 20.12.2015 17:34
      Highlight ja kian und anstelle von israel zu lernen, wie man terror bekämpft hat man bis heute nichts getan und wir stehen in europa vor dem selben problem wie israel seit jahrzehnten. hamas unterstützt übrigens den islamischen staat.
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    • Kian 20.12.2015 19:42
      Highlight @Jayjay: Da wär ich mir jetzt nicht so sicher. IS drohte vor kurzem, die Hamas im Gazastreifen wegzuputschen.
      16 0 Melden
    • JayJay1992 20.12.2015 19:55
      Highlight http://www.audiatur-online.ch/2015/12/16/hamas-uebermittelt-tausende-dollar-an-den-islamischen-staat-im-sinai/
      5 12 Melden
    • smoking gun 12.08.2016 14:32
      Highlight @Kian: Die Hamas wurde von Israel als Gegenpool zur Fatah mitbegründet. Deswegen sind IS und die Hamas nicht wirklich Freunde. Aber eigentlich müsste man bei dieser Auflistung schon bis ins Jahr 1953 zurückgehen: Der iranische Premierminister Mohammad Mossadegh wurde in dem Jahr von den USA und den Briten weggeputscht. Da hat der ganze Schlamassel seinen Anfang gefunden.
      20 0 Melden
    • Statler 12.08.2016 14:44
      Highlight @Jayjay: Von Israel zu lernen, wie man Terror bekämpft? Waren die mit ihrem Kampf denn bisher auch nur ansatzweise erfolgreich?
      18 3 Melden
    • Statler 12.08.2016 14:45
      Highlight Zum Thema Afghanistan gibt's einen guten Film: «Charlie Wilson's War» - mit Tom Hanks.
      3 1 Melden
  • Bowell 19.12.2015 21:56
    Highlight Zählt ihr Abu Bakr Al-Baghdadi zu den Folgeerscheinungen oder warum fehlt er?
    26 0 Melden
    • Kian 20.12.2015 06:36
      Highlight In seinen früheren Rollen kommt er an mehreren Stellen vor. Ihn jetzt als IS-Chef zu liquidieren, würde meines Erachtens nichts mehr bewirken.
      20 3 Melden
  • Luca Brasi 19.12.2015 21:13
    Highlight Die grösste Fehlleistung ist die Marginalisierung der Sunniten im Irak und Syrien. Man hätte Saddams irakischen Armee eine Perspektive geben sollen wie man es auch den Unterstützern der Nazis oder koreanischen Kollaborateuren unter Japan zugestanden hat, auch wenn es etwas unappetitlich ist. Diese Leute sahen ihre Zukunft nicht mehr in einem schiitischen resp. alawitisch-dominierten Staat und wandten sich an die finanziell potente (durch Saudi-Arabien, Katar?) extremistische Al Kaida/Isis.
    79 1 Melden
  • energywolf 19.12.2015 21:00
    Highlight Die Destabilisierung des nahen Osten begann schon mit den Machtgeilen Engländern Mitte des 19. Jahrhundert. Ursache und Wirkung.🖖
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    • Gelöschter Benutzer 19.12.2015 22:38
      Highlight Das Ganze begann geschichtlich schon viel früher mit den verschiedenen Kolonialmächten. Seinen Höhepunkt statuierte aber der Vertrag von Sèvres mit der Teilung des osmanischen Reiches, da hast Du recht, aber es waren nicht nur die Engländer. Und die Geschichte wiederholt sich doch.
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    • Zuagroasta 20.12.2015 07:17
      Highlight Gutes Argument.
      Obs jetzt die "machtgeilen" Briten bzw. die "lüsternen" Franzosen, ;) ,waren steht nicht zur Debatte, aber die willkürlichen Grenzziehungen in Nahen bzw. Mittleren Osten damals haben einiges zu den heutigen Konflikten beigetragen.
      25 0 Melden
    • Sapere Aude 20.12.2015 16:15
      Highlight @ Zuagroasta, die Briten und Franzosen sind mit ihrer Kolonialpolitik mitverantwortlich für die Destabilisierung des Nahen Osten. Di Grenzziehungen orientierte sich an den Verwaltungsbezirken des osmanischen Reiches. Sind also nicht willkürlich, sondern von den Osmanen übernommen.
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    • Zuagroasta 20.12.2015 17:02
      Highlight Saprere, auch wenn die Grenzen sich an den Verwaltungsbezirken der Osmanen anlehen, sind sie dennoch willkürlich.
      Viele Völker haben nämlich keinen eigenen Staat erhalten
      z.B. Kurden, Jesiden, Drusen, Alawiten (die haben die Macht in Syrien übernommen) bzw. wurden die verfeindeten Sunniten und Schiiten in künstliche Staatengebilde,
      Irak und teils auch Syrien, zusammengefasst.
      Als was würdest du die interessante Grenze von z.B. Jordanien bezeichen?
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    • Sapere Aude 20.12.2015 17:20
      Highlight Dann müsste man die Grenzziehungen der Osmanen als willkürlich bezeichnen, denn die osmanischen Verwaltungsbezirke existierten ja über Jahrhunderte. Ausserdem muss die Geographie mit einbeziehen. Wo in erster Linie Wüste ist und das Leben der Menschen entweder in den Städten stattfinden, oder die Menschen als Nomaden herumziehen, gibt es wenige "natürliche" Kriterien für die Grenzziehung.
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  • panaap 19.12.2015 19:58
    Highlight Erinnert an die was wäre wenn Maschine aus Futurama.
    32 4 Melden
  • klugundweise 19.12.2015 19:40
    Highlight Und Saudi-Arabien, und Katar als Financiers? Und Israel als Besetzer Palästinas?
    76 30 Melden
    • demokrit 19.12.2015 20:11
      Highlight Was soll die Besetzung Palästinas jetzt mit dem IS zu tun haben?
      54 40 Melden
    • klugundweise 19.12.2015 22:30
      Highlight z.B. dass arbeitslose junge Männer ohne Arbeit und Perspektiven aus dem von Israel ausgehungerten Palästina für eine Handvoll Dollar bereit sind für islamistische Organisationen zu kämpfen.
      40 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.12.2015 22:52
      Highlight Dass immer wieder Israel genannt wird. Ihr könnt froh sein, dass der IS Israel noch nicht zu nahe gekommen ist... Weil Israel bis zum letzten seine Souveränität verteidigen wird. Notfalls auch mit Atom. Und ja, auch diese Massnahme wäre berechtigt
      24 83 Melden
    • küng-fü 20.12.2015 01:55
      Highlight hast du jetzt wirklich gerade gesagt, ein atomschlag wäre berechtigt?
      ist schon noch praktisch zu hause auf dem sofa rule the world zu spielen.
      am besten verbringst du deine nächsten ferien in tschernobyl, das wird dir sicher gefallen.
      ich geb dir dann meine berechtigung zu dieser reise.
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    • Zuagroasta 20.12.2015 06:47
      Highlight Hast du Belege,klugundweise,dass Palästinenser gegen Geld für Daesh kämpfen.Ideologisch gesehen, haben die Palis sehr wenig mit Daesh zu tun.
      Den plakativen Ausdruck "ausgehungert" im Zusammenhang des Konflikt zw. Palis und Israelis finde ich auch immer wieder witzig.
      Er entbehrt nämlich jeglicher Grundlage.
      Die Politik Israels ist teils grob diskriminierend,keine Frage,
      aber wir in Europa haben damit auch so unsere Probleme,oder?
      Du könntest mal die Ägypter fragen, was aus ägyptischen Teil von Rafah geworden ist bzw. wieviel Waren da über die Grenze kommen.
      Antwort: Planiert/wenig bis null.
      23 2 Melden
    • Zuagroasta 20.12.2015 07:11
      Highlight KingKong, die A-Waffen der Israelis sind rein zur Verteidigung ausgelegt. Darüber gibt es einiges an Literatur, die aber zu 99% auf Englisch/Ivrith ist. Stichworte: Second Strike bzw. Nuclear Deterrence.
      Ausserdem sind die Israelis in diesem Punkt viel zu rational eingestellt, als das sie mit diesen Dingern rumspielen. Siehe hierzu Iran.

      18 9 Melden
    • The Destiny 20.12.2015 10:46
      Highlight A-waffen können gar nicht defensiv eingesetzt werden so ein bs.

      Ausser du würdest einen präventivschlag als defensiv bezeichnen...
      23 7 Melden
    • Zuagroasta 20.12.2015 12:59
      Highlight Destiny: schlag mal die beiden Begriffe Zweitschlag und nukleare Abschreckung im Militärstrategielexikon nach.
      Vielleicht weiss du dann was der Begriff Verteidigung in diesem Zusammenhang bedeutet.
      Immer noch BS? ;)
      10 13 Melden
    • The Destiny 20.12.2015 14:47
      Highlight Wieso darf dann der Iran keine haben? Der wird sie doch nur defensive verwenden...

      Die Abschreckung zähle ich nicht als legitimes Argument.

      Ein zweitschlag ist nicht möglich wenn der erstschlag ein erfolg war :P ergo. wird es wenn möglich immer Präventiv eingesetzt oder unmittelbar was ich dann ebenfals nicht als zweitschlage bezeichnen würde.
      14 6 Melden
    • Zuagroasta 20.12.2015 16:40
      Highlight Wieso ist Abschreckung kein legitimes Argument?
      Hat jahrzehntelang im Kalten Krieg recht gut funktioniert,
      oder? ;)

      Kannst du dich an die von D. gelieferten U-Boote erinnern? Da gabs vor nicht allzulanger Zeit diesbezügliche eine ziemliche Kontroverse in der dt. Politik.
      Die israelische Marine hat die U-Boote klammheimlich umrüsten lassen, damit sie sie auch mit A-Waffen bestücken können. Wie immer hat Israel das weder bestätigt noch verneint. Und da ja U-Boote recht selbstständig sind, würde ich behaupten, dass der Zweitschlag auf alle Fälle im Bereich des Möglichen ist. ;)
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    • demokrit 20.12.2015 17:56
      Highlight @klugundweise: Gibt es denn Beweise?
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  • dä dingsbums 19.12.2015 19:39
    Highlight In Punkt 6 hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der Oktober 2001 ist nicht das richtige Datum.
    17 2 Melden
    • Kian 19.12.2015 20:29
      Highlight Das stimmt, es muss 2011 heissen. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.
      17 3 Melden
  • Typu 19.12.2015 19:36
    Highlight Man kann sich die welt auch schön linear basteln....
    51 17 Melden

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

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