International

Massenmord-Anstifter Manson liegt im Spital 

04.01.17, 06:27 04.01.17, 08:12

Der wegen Massenmordes inhaftierte US-Sektenführer Charles Manson ist laut US-Medienberichten ins Spital eingeliefert worden. Der Zustand des 82-Jährigen sei ernst, berichtete die «Los Angeles Times» am Dienstag (Ortszeit).

Charles Manson im Jahre 2014. Bild: AP/CALIFORNIA DEPARTMENT OF CORRECTIONS.

Die Website TMZ meldete, Manson sei wegen Magen-Darm-Problemen als Notfall in ein Krankenhaus im kalifornischen Bakersville gebracht worden. Eine Sprecherin der kalifornischen Gefängnisbehörde wollte sich nicht zu den Berichten äussern. Auf Anfrage sagte sie lediglich, Mason sei «am leben».

Sharon Tate ermordet

Mason sitzt seit mehr als 40 Jahren wegen einer Reihe von Morden im Gefängnis, darunter der an Schauspielerin Sharon Tate, der hochschwangeren Ehefrau von Regisseur Roman Polanski.

Charles Manson im Verlauf der Jahre. Bild: AP

Manson hielt sich für die Wiedergeburt Christi und gründete in den 60er Jahren in der kalifornischen Wüste die «Manson Family», eine sektenähnliche Kommune. Er brachte seine Anhänger dazu, mehrere Morde in Los Angeles zu begehen. Der Verdacht sollte auf Afroamerikaner gelenkt werden, um den Rassenkonflikt anzuheizen.

Manson und vier seiner Anhänger wurden 1971 wegen der Ermordung von sieben Menschen zum Tode verurteilt. Wegen der vorübergehenden Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien 1972 wurden die Strafen in lebenslange Haft umgewandelt.

Sektenführer Manson stellte 2012 zum zwölften Mal vergeblich einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung. Erst im Jahr 2027 darf er einen neuen Antrag stellen. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Anabolika-Konsument erzählt, wie er früher Blut pisste

Pläne für Ablösung von Heusler und Heitz beim FCB

«Stalkscan» – dieses Online-Tool bringt Facebook-User ins Schwitzen

Dämonen in deinem Bett – Willkommen im lebendigsten aller Albträume, der Schlafparalyse

«Kä Luscht»: Kandidat für Sicherheitsberater-Posten sagt Trump ab

Foraus will das Tinder der Aussenpolitik werden

Diese 23 Bilder sind derart perfekt, du wirst fast ein bisschen *räusper* spitz

Die Erfolgsstory von Beat Feuz: Wie aus dem Pummelchen ein Weltmeister wurde

Facebook lässt dich bald selber filtern, ob du Gewalt oder nackte Haut sehen willst

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4 Kommentare anzeigen
4
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Spooky 04.01.2017 10:03
    Highlight "Der wegen Massenmordes inhaftierte US-Sektenführer..."

    Manson selber hat - ausser der Hippiebewegung - niemanden umgebracht.
    13 8 Melden
    • Sandro Lightwood 04.01.2017 10:58
      Highlight Wenn jemand zu Mord anstiftet und die Morde auch deswegen ausgeführt werden, wird der Anstifter analog des/der beschuldigten Mörder bestraft.

      Oder: Die ausführenden Personen sehe ich hier als Waffe - also nur Mittel zum Zweck. Zumal diese voll und ganz Manson hörig waren. Wahrscheinlich hätte ohne Manson keiner davon je einen Mord begangen. Da ist es doch mehr als richtig, Manson und seine Brut als Mörder zu bezeichnen?
      21 1 Melden
    • Spooky 04.01.2017 21:51
      Highlight @Sandro Lightwood
      Juristisch gesehen mag es richtig sein, was du sagst. Aber ich finde meine Anmerkung trotzdem berechtigt - vor allem für jene Leser, die den Fall nicht kennen.

      Wikipedia:
      "Manson hatte die Morde angeordnet, aber nicht selbst ausgeführt. Er wurde wegen Verabredung zum Mord zum Tode verurteilt und verbüßt nach Abschaffung der Todesstrafe 1972 in Kalifornien eine lebenslange Haftstrafe – derzeit im kalifornischen Staatsgefängnis in Corcoran."
      0 0 Melden
    600
  • Zäme! 04.01.2017 09:05
    Highlight Hätte man nicht auf 2030 aufrunden können für einen neuen Antrag?
    9 3 Melden
    600

Eispickel, Regenschirm und Polonium: 9 ungewöhnliche Geheimdienst-Attentate

Sie stachen ihr Opfer mit einer vergifteten Nadel und flohen dann: Zwei Frauen, angeblich Agentinnen aus Nordkorea, sollen am vergangenen Montag den in Ungnade gefallenen Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un in Kuala Lumpur getötet haben. Kim Jong Nam starb auf dem Weg ins Krankenhaus. 

Der Anschlag, so er sich tatsächlich auf diese Weise abgespielt hat, erinnert an andere mörderische Aktionen von Geheimdiensten. Deren morbide Fantasie scheint kaum Grenzen zu kennen, …

Artikel lesen