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Zika-Virus: Schon 4000 Fälle von Schädelfehlbildungen in Brasilien

27.01.16, 16:21 27.01.16, 17:55

Mehr als 20 Länder Amerikas sind bereits vom mysteriösen Zika-Virus betroffen, in Brasilien steigen die Fälle von Schädelfehlbildungen. Nun wird der Mücken-Kampf verschärft – auch wegen des Karnevals.

Die Zahl von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen ist in Brasilien auf über 4000 geklettert. Wie die Zeitung «O Globo» unter Verweis auf Daten des Gesundheitsministeriums berichtete, gibt es derzeit pro Woche rund 200 neue Verdachtsfälle.

Das sich rasant ausbreitende, von Mücken übertragene Zika-Virus, steht im Verdacht, bei einer Infektion von Schwangeren die sogenannte Mikrozephalie beim Kind auslösen. Diese führt meist wegen des zu kleinen Gehirns zu geistiger Behinderung.

Was steckt hinter dem Zika-Virus?

Mit dem zuvor als eher harmlos geltenden Zika-Virus – Symptome sind leichtes Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Hautrötungen - sollen sich in Brasilien bereits mindestens 500'000 Menschen infiziert haben.

Brasiliens Armee kämpft gegen das Zika-Virus.
Bild: SERGIO MORAES/REUTERS

Soldaten im Einsatz – auch mit Blick auf die Olympiade

Staatspräsidentin Dilma Rousseff kündigte einen energischen Kampf an – am 13. Februar sollen im Rahmen eines Aktionstages bis zu 220'000 Soldaten helfen, die weitere Ausbreitung der virenübertragenden Stechmückenart Aedes aegypti einzudämmen und deren Ei-Ablageplätze zu zerstören. Bisher gibt es keine Impfung gegen das Zika-Virus.

Im berühmten Sambadrom, wo Hunderttausende Menschen ab Ende kommender Woche den Karneval feiern werden, versuchen Spezialisten in Schutzanzügen mit Insektenbekämpfungsmitteln und Saugern der Aedes-Mücke den Garaus zu machen und jede Infektionsgefahr mit dem Zika-Virus oder Dengue-Fieber zu vermeiden.

Zum Karneval werden rund eine Million Menschen erwartet. Auch für die Olympischen Spiele in Rio im August wurden bereits besondere Schutzmassnahmen angekündigt.

13'000 Infektionen in Kolumbien

In Kolumbien wurde ebenfalls Gesundheitsalarm wegen Zika ausgerufen. Alle unter einer Höhe von 2200 Metern liegenden Ortschaften sollten Notvorsorge treffen, erklärte das Gesundheitsministerium. Öffentliche und private Kliniken sollten Massnahmen in Kraft setzen, um den erwarteten Anstieg der Fälle beherrschen zu können.

Hier wird in Managua, Nicaragua, gegen Mücken vorgegangen.
Bild: OSWALDO RIVAS/REUTERS

Bisher wurden in Kolumbien bereits mehr als 13'000 Infektionen registriert. Die Behörden rieten Frauen dazu, gewollte Schwangerschaften zu verschieben.

Obama will Forschung fördern

US-Präsident Barack Obama rief bei einem Treffen mit Gesundheitsexperten zu grösseren Anstrengungen bei der Erforschung des Zika-Virus auf. Man brauche eine verbesserte Diagnostik, zudem müssten Impfstoffe und Heilungsansätze entwickelt werden, sagte er.

Alle Amerikaner müssten sich über das Virus informieren können und wissen, wie sie sich vor einer Infektion schützen könnten, sagte Obama nach dem Treffen am Dienstag laut Angaben des Weissen Hauses. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Woche vor einer Ausbreitung des Virus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gewarnt.

(sda/dpa/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Rendel 27.01.2016 18:01
    Highlight Ich wünsche diesen Kindern, dass sie zeitlebens genug Unterstützung erfahren, um ein menschenwürdiges Dasein zu führen zu können.
    5 1 Melden

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