International

Die Polizei sperrte den Ort, an dem der Mann niedergeschossen worden ist, weiträumig ab.
Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

Mann mit IS-Fahne vor Pariser Kommissariat erschossen: Sein Sprengstoffgürtel war eine Attrappe

Vor einer Polizeiwache in Paris ist ein Mann erschossen worden. Er soll versucht haben, mit einem Messer in die Wache einzudringen.

07.01.16, 12:59 07.01.16, 18:44

Vor einem Pariser Polizeirevier haben Polizisten am Donnerstag einen Mann erschossen, der in das Gebäude eindringen wollte. Zuvor soll der Mann einen Beamten attackiert und «Allahu Akbar» gerufen haben. Er hatte ein auf Arabisch verfasstes Bekennerschreiben mit einer Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei sich. Der Vorfall ereignete sich zwischen 11.50 und 11.55 Uhr.

Bei dem Mann sei ein Blatt Papier gefunden worden, auf dem sich «die IS-Fahne und ein handschriftliches, eindeutiges Bekennerschreiben in arabischer Sprache» befunden habe. Genauere Angaben zum Inhalt dieses Schreibens machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Die Identität des von der Polizei erschossenen Mannes sei weiterhin unklar. Ermittelt wird nun wegen Mordversuchs gegen Polizisten im Zusammenhang mit einem Terrorvorhaben.

Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen, teilte das französische Innenministerium mit. Der Vorfall geschah in einem Problemviertel im nördlichen 18. Pariser Bezirk. Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe «zwei oder drei Schüsse» gehört. Die Rue de la Goutte d'Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt.

(Nach der Bildstrecke geht der Text weiter)

Ein Jahr nach Charlie Hebdo: Paris im Ausnahmezustand

Entgegen erster Befürchtungen trug der Mann aber keinen Sprengsatz bei sich. Vielmehr handelte es sich laut dem lnnenministerium um eine «Attrappe». Der Mann habe unter seiner Jacke eine Vorrichtung getragen, aus der ein Draht herausgekommen sei. Sprengstoff habe sich dort aber nicht befunden.

Das Sprengstoff-Kommando hat den Tatort inzwischen wieder verlassen.

In ganz Paris ist die Polizei mit einem grossen Aufgebot unterwegs. Gemäss «Le Figaro» sollen alle Schulen der Stadt abgesichert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen gibt es aber keinen Grund zur Annahme, dass der Mann einen Komplizen gehabt haben könnte.

Ebenso wenig kann bis jetzt von einem Terrorakt die Rede sein. Das sagte der Sprecher des Innenministeriums im Gespräch mit France Info:

Der Vorfall ereignete sich am ersten Jahrestag der Attacken auf die Redaktion des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo». (viw/sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
22Alle Kommentare anzeigen
22
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Beobachter24 08.01.2016 08:11
    Highlight Ich würd' ja gerne mal ein Bild sehen von dem Gürtel, den der Mann getragen hat ...
    0 1 Melden
  • Matrixx 07.01.2016 22:40
    Highlight Ich bin aktuell in Paris und kann sagen, dass hier Polizei und Armee wirklich sehr präsent sind.
    An jeder Ecke hat es 3 Soldaten mit der Waffe im Anschlag, überall patroullieren Polizisten und an jedem Menschenmagnet (Attraktionen, historische Gebäude) gibt es extreme Sicherheitsvorkehrungen. Überall Metalldetektoren und Taschenkontrollen.
    Viel schlimmer als am Flughafen.

    Wer sich hier solch einen Scherz erlaubt, ist entweder dumm oder lebensmüde!
    6 0 Melden
  • ferox77 07.01.2016 21:29
    Highlight Man sieht an dieser Stelle, dass es auch hier Psychopathen gibt, welche die angespannte Situation in den arabischen Ländern dazu ausnutzen, ihre Allmachtsphantasien auszuleben. Der ganze Auftritt des Daesh (IS) lässt vermuten, dass sich der Daesh vorwiegend aus solchen Elementen zusammensetzt, die an sich kein anderes Ziel haben, als andere unter ihrer eigenen Gewalt leiden zu sehen. Es handelt sich schlicht und einfach um einen Haufen psychopathischer Geisteskranker. Das vereint die Daesh-Gruppe. Die Nationalität und Religion spielt dabei nur eine kleine Rolle bzw. dienen nur als Vorwand.
    9 2 Melden
  • _mc 07.01.2016 18:24
    Highlight die vogue-sten cops gibt's in paris
    3 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 15:16
    Highlight Er kam mit einem Messer zur Schiesserei...
    59 8 Melden
    • MisterM 07.01.2016 16:38
      Highlight Will heissen...?
      2 9 Melden
  • River 07.01.2016 15:11
    Highlight Suicide by cop, nennt man das.
    29 9 Melden
    • ferminrdt 07.01.2016 15:33
      Highlight By proxi glaub' ich.
      1 7 Melden
    • River 07.01.2016 16:07
      Highlight Jo geht auch, aber wenn du dich speziell so verhältst, dass dich ein Bulle erschliessen muss, ist es by cop...
      10 2 Melden
    • Jarekk82 08.01.2016 07:41
      Highlight Good guy Google.
      4 0 Melden
    • AL:BM 08.01.2016 10:25
      Highlight River:
      Weshalb so feindselig?
      0 0 Melden
    • River 08.01.2016 11:28
      Highlight Hä? Wo?
      0 0 Melden
    • AL:BM 08.01.2016 11:58
      Highlight ''...ein Bulle...''
      0 0 Melden
    • River 08.01.2016 16:26
      Highlight Excusez-moi, mon beau Monsieur Agent de Police, ich meinte natürlich "ein Polizist".
      0 0 Melden
    • AL:BM 08.01.2016 16:37
      Highlight Wer sagt Ihnen, dass ich Polizist bin?
      Und bitte kommunizieren sie nur in deutscher Sprache in diesem Kommentarbereich.
      Manchmal gibt's sonst von der Redaktion auf den Deckel...😃
      0 0 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2016 15:04
    Highlight Wo der wohl seine Ausbildung her hat?
    67 1 Melden
  • Sév Erin 07.01.2016 14:53
    Highlight jo wie soll man sagen: maybe it wasn't the best time to imitate suicide bombers? stupid dude
    37 2 Melden
  • E. Edward Grey 07.01.2016 13:35
    Highlight Irgendwie bekommt man den Eindruck dass sich derzeit vieles genau gegen die Polizei richtet. Eine gezielte Aktion um die Ordnungskräfte zu destabilisieren?
    42 11 Melden
    • AL:BM 07.01.2016 14:20
      Highlight Sehr verbreitet. Polizeistationen sind, an vielen Schauplätzen des islamischen Terrors, beliebte Ziele.
      26 10 Melden
    • C0BR4.cH 07.01.2016 14:34
      Highlight Ruf-Schädigungs-Märtyrer? Das find ich jetz aber etwas lächerlich und weit hergeholt.

      Da hätte ein leerer Rucksack an einem öffentlichen Ort gereicht.

      In diesem Fall gibt es klar nichts zu kritisieren an dem Vorgehen der Polizei (Messer + Sprengstoffgürtelattrappe + Eindrigungsversuch in Wache). Wenn es so abgelaufen ist, wie man atm. es liesst.
      42 2 Melden
    • SlicedTiced 07.01.2016 14:47
      Highlight @AL:BM: islamistischer Terror, bitteschön..
      9 18 Melden
    • AL:BM 07.01.2016 16:12
      Highlight SlicedTiced
      7 4 Melden

«Kondome und Viagra waren immer bereit»: Weinstein-Chauffeur packt über «Le Porc» aus

Fünf Jahre lang begleitete sein Fahrer Mickael Chemloul den Hollywood-Mogul Weinstein durch Südfrankreich. Er erlebte allerhand haarsträubende Geschichten. 

Bereits vor den jüngsten Enthüllungen hatte Weinstein in Südfrankreich einen miserablen Ruf.

«Alle nannten ihn einfach nur ‹Le Porc› (das Schwein), weil er so dick war und so viel schwitzte». Chauffeur Mickael Chemloul bricht in einem Artikel der englischen Boulvard-Zeitung The Sun sein Schweigen über seine Jahre als Fahrer des Hollywood-Starproduzenten. 

Einmal habe er Weinstein und eine junge Frau bei einer Milliardärs-Yacht abgeholt, währenddessen die schwangere Frau des …

Artikel lesen