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Tatmotiv: Habgier ++ Keine Hinweise auf Mittäter bei Anschlag auf BVB-Bus

Die Bombenattacke auf den Team-Bus von Borussia Dortmund ist offenbar aufgeklärt: Nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» wurde ein Verdächtiger festgenommen. Der mutmassliche Täter ist wohl kein Extremist – er soll aus Gier gehandelt haben.

21.04.17, 06:22 21.04.17, 13:05

Jörg Diehl und Fidelius Schmid / spiegel online

Ein Artikel von

Anderthalb Wochen nach dem Bombenanschlag auf Borussia Dortmund scheint den Ermittlern der grosse Durchbruch in dem Aufsehen erregenden Fall gelungen zu sein. Nach Informationen des «Spiegel» haben Spezialkräfte der GSG 9 am frühen Freitagmorgen in Baden-Württemberg den mutmasslichen Täter gefasst. Es handelt sich um den 28-jährigen Sergej W. aus dem Raum Tübingen.

Vorausgegangen waren dem Erfolg intensiv geführte Ermittlungen der deutschen Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei. Die Behörden hatten den Verdächtigen seit einiger Zeit im Visier, sie observierten ihn seither pausenlos. Auf die Spur hatten sie ein Hinweisgeber aus dem Finanzsektor sowie die Geldwäscheverdachtsanzeige einer Bank gebracht.

Der Bus von Borussia Dortmund nach dem Anschlag. Bild: SASCHA STEINBACH/EPA/KEYSTONE

Der mutmassliche Täter soll aus Habgier versucht haben, mit dem Bombenanschlag möglichst viele Teammitglieder von Borussia Dortmund zu töten oder zu verletzen.

Er wollte nach Erkenntnissen der Ermittler auf diese Weise einen Kurssturz der BVB-Aktie erzwingen und mit sogenannten Put-Optionen ein Millionen-Vermögen verdienen. Put-Optionen sind im Grunde genommen Wetten auf fallende Kurse bestimmter Wertpapiere. In der deutschen Kriminalgeschichte dürfte die Tat beispiellos sein und ein völlig neues Phänomen darstellen.

15'000 Optionsscheine gekauft

Nach «Spiegel»-Informationen hatte der Verdächtige einen Verbraucherkredit aufgenommen und 15'000 Optionsscheine gekauft. Dazu nutzte er nach Erkenntnissen der Ermittler die IP-Adresse des BVB-Mannschaftshotels L'Arrivée, in dem er sich kurz vor dem Anschlag aufgehalten hatte. Bei der Buchung des Zimmers im März soll der Beschuldigte einen Raum mit Blick auf den späteren Anschlagsort verlangt haben, womöglich löste er von dort über Funk die Detonation der drei Sprengsätze aus.

Anschlag vor dem Champions-League-Spiel Dortmund – Monaco

Bei dem Attentat unterlief dem Verdächtigen jedoch ein entscheidender Fehler: Während die erste und dritte Bombe wohl planmässig umsetzten, war der zweite und wichtigste Sprengsatz einen Meter über dem Boden und damit zu hoch platziert worden. Die Ladung verfehlte ihr Ziel und schoss über den Bus hinweg. Als Schwierigkeit in dem Verfahren könnte sich indes noch erweisen, dass es den Ermittlern bislang nicht gelungen ist, den Beschuldigten mit dem verwendeten Sprengstoff in Verbindung zu bringen.

Mit der Festnahme ist aber wohl das grosse Rätsel um die drei seltsam anmutenden Bekennerschreiben gelöst, die am Tatort hinterlassen worden waren. Nach «Spiegel»-Informationen hat der Beschuldigte keine Bezüge in die islamistische Szene und versuchte daher offenbar bewusst, eine falsche Fährte in Richtung «Islamischer Staat (IS)» zu legen. Allerdings stellte er den Versuch, einen vielfachen versuchten Mord zur Marktpreismanipulation als Terrorakt aussehen zu lassen, ziemlich dilettantisch an.

Schrapnell bohrte sich in Kopfstütze

Am Dienstagabend in der vergangenen Woche, waren um 19.15 Uhr im Süden Dortmunds drei am Strassenrand deponierte Sprengsätze just in dem Moment detoniert, als das Team von Borussia Dortmund vorüberfuhr. Ein Spieler und ein Polizist wurden verletzt. «Wir können von Glück sagen, dass nichts Schlimmeres passiert ist», sagte die Sprecherin des deutschen Generalbundesanwalts, Frauke Köhler.

Die Bomben waren nach offiziellen Angaben mit Metallstiften versehen, ihre zerstörerische Kraft hätte Hunderte Meter weit gereicht. Ein Schrapnell verfehlte die Businsassen und bohrte sich in die Kopfstütze eines Sitzes.

Zum Schluss …

Ins Visier der Fahnder waren zunächst zwei Islamisten aus Nordrhein-Westfalen geraten. Doch schnell kristallisierte sich heraus, dass der Iraker und der Deutsche mit der Attacke nichts zu tun hatten. Gleichwohl erliess der Bundesgerichtshof auf Antrag des Generalbundesanwalts auch einen Haftbefehl gegen Abdul Baset al-O. (26), weil der nach Erkenntnissen der Ermittler im Irak eine Einheit des «Islamischen Staats (IS)» kommandiert hatte, die für Entführungen, Erpressungen und Tötungen zuständig war.

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  • Saraina 22.04.2017 08:45
    Highlight Gottseidank ist keiner der Spieler ums Leben gekommen! Wie absolut grässlich, dass sie am nächsten Tag schon spielen mussten!
    1 0 Melden
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  • Makatitom 21.04.2017 10:30
    Highlight Also doch religiös motiviert. Zwar nicht islamistisch oder christlich-fundamental, aber der Religion, der sehr viele unserer $SVP-Vertreter frönen, dem radikalen Monetarismus, auch zugehörig.
    13 4 Melden
    600
  • Adrian Aulbach 21.04.2017 09:53
    Highlight Irgend ein -ismus ist immer das Motiv. In dem Fall halt Kapitalismus und nicht Extremismus, Terrorismus oder Islamismus
    6 1 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 09:32
    Highlight Krank. Einfach nur krank.

    Das Motiv aber auch die Tatsache dass er die Tat anderen in die Schuhe schieben wollte.

    Wegsperren. Für immer.
    23 4 Melden
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  • Favez 21.04.2017 09:32
    Highlight Es gibt Leute für die ist Empathie nicht nur ein Fremdwort sondern sie wüssten auch nicht, was es ist, wenn sie es verstehen würden.
    Solche Psychopathen, die Menschen töten um damit Geld zu verdienen, bringen es leider oft viel zu weit in unserer Gesellschaft. In diesem Fall hat es zum Glück nicht geklappt. Der Typ wird hoffentlich lange weggesperrt und ein Leben lang überwacht (wenn er denn wirklich der Schuldige ist).
    14 1 Melden
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  • alingher 21.04.2017 09:30
    Highlight Der wohl irrste verbrecherische Plan seit Goldfingers Versuch den Goldkurs mittels nuklearer Bomben zu manipulieren.
    Vermutlich sogar noch etwas irrer.
    24 1 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 08:57
    Highlight Bei einem Schrapnellbomber spricht man nicht mehr von Extremismus?!
    Oha, die Gesellschaft passt sich dem Gewaltlevel an ... schade. Danke den Kulturnihilisten ... hätten es schön gehabt hier. Naja, bald treten die Hirten aus dem Schatten und alles startet neu.
    11 72 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 09:20
      Highlight Als Extremismus bezeichnen Behörden in Deutschland seit etwa 1973 politische Einstellungen und Bestrebungen, die sie den äußersten Rändern des politischen Spektrums zuordnen. Der Begriff ersetzte an vielen Stellen den bis dahin gebräuchlichen Begriff Radikalismus. Behörden verwenden ihn unter anderem, um Gegner der freiheitlichen demokratischen Grundordnung (fdGO) zu benennen.
      13 2 Melden
    • Citation Needed 21.04.2017 09:26
      Highlight 'Extrem' ist die Tat ohne Frage. Aber das Motiv ist nicht Extremismus.
      Kein Grund also, gleich das Ende der Kultur zu beschwören..
      29 3 Melden
    • Chrutondchabis 21.04.2017 09:48
      Highlight Ich habe genau das selbe gedacht Stipps. Double Standards...
      1 6 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 21.04.2017 08:53
    Highlight Traurig - die Hemmschwelle für solche Taten wird immer höher. Riskiert Menschenleben um mit Optionsscheinen Gewinn zu machen - wie krank ist denn das!!!
    24 6 Melden
    • EvilBetty 21.04.2017 09:15
      Highlight Du meinst die Schwelle wird immer tiefer, oder?
      30 1 Melden
    • roger.schmid 21.04.2017 09:26
      Highlight Menschenleben riskieren um Gewinn zu machen.. dies praktizieren viele Trader an den Finanzmärkten. z.b. solche die mit Waffen und Nahrungsmitteln handeln.
      21 3 Melden
    • Citation Needed 21.04.2017 09:26
      Highlight Niedriger?
      10 2 Melden
    600
  • HAL9000 21.04.2017 08:26
    Highlight Mir kommen dazu gleich zwei Videospiele in den Sinn welche Ähnlichkeiten aufweisen.
    Zuerst einmal, vielleicht weniger passend, Watchdogs.
    Jaja, Konvoi hindern an einen bestimmten Ort zu gelangen, mit was auch immer, dabei sind doch Haftbomben am Strassenboden die effizienteste Möglichkeit.
    Genauer und nahezu identisch ist die Idee in GTA V vorhanden. Man kauft Aktien einer Firma und zerstört der gegnerischen Firma Autos, Flieger oder Läden um den Kurs des direkten Konkurrenten in di Höhe schnellen zu lassen. Um.endlich.den.verdammten.golfplatz.kaufen.zu.können.
    Hach Ja, Videospiele...
    17 65 Melden
    • Binnennomade 21.04.2017 10:43
      Highlight Gibt auch Bücher und Filme mit Parallelen. Goldfinger zum Beispiel..
      3 0 Melden
    • HAL9000 21.04.2017 11:49
      Highlight Ja schon, aber ich wollte "Killerspiele" bashen...
      Wir befinden uns hier ja in der Boulevardspalte
      1 0 Melden
    600
  • Steimolo 21.04.2017 08:23
    Highlight Mal schauen ob der Beschuldigte etwas dazu sagen kann, oder ob er plötzlich fehlt oder selbstmord begeht. Zuviele "scheint" und "wohl" und etwas das es noch nie gegeben hat...
    http://www.focus.de/politik/deutschland/anschlag-auf-bvb-sprengstoff-soll-aus-bundeswehr-bestaenden-kommen_id_6964508.html
    2 71 Melden
    • Favez 21.04.2017 09:06
      Highlight Der Beschuldigte muss gar nichts sagen sondern die Ermittler müssen ihm die Tat Beweisen.
      Er wurde festgenommen und fehlt daher nicht plötzlich. Selbstmord zu begehen in Untersuchungshaft ist wohl auch schwierig.
      Bis er verurteilt wird, gilt die Unschuldsvermutung. Darum auch "scheint" und "wohl". Aber danke für den Link :)

      Kann mir gut vorstellen, dass der Beschuldigte in der Bundeswehr aktiv war und ihm die Verbindung zum Sprengstoff auch noch nachgewiesen werden kann.
      10 2 Melden
    • Gummibär 21.04.2017 09:12
      Highlight Wenn er Selbstmord begeht soll mir das recht sein.

      Dass Häftling plötzlich fehlen ist ein Phänomen, welches in gewissen südamerikanischen Regionen auftreten kann. Nicht in Deutschland.
      14 3 Melden
    • Citation Needed 21.04.2017 09:32
      Highlight ...diese Sprache ist vor rechtskräftiger Verurteilung völlig normal. Erst wenn alles bewiesen ist, redet man Indikativ statt Konjunktiv und lässt diese ganzen vagen Formulierungen und Modalverben weg..
      16 2 Melden
    • Chrutondchabis 21.04.2017 09:51
      Highlight Citation needed. Stimmt nicht, die Medien hierzulande berichten ganz anders je nach Herkunft und Motivation der Täterschaft. Obacht und selber denken.
      5 1 Melden
    • Citation Needed 21.04.2017 11:20
      Highlight Chrutondchabis: 'völlig normal' heisst ja nicht, dass es alle tun. Es heisst, dass dahinter kein Anlass zu Verschwörungstheorien stecken muss.

      Künftig werden wir wohl auch hierzulande mehr spekulativ-vorsichtig formulierte Inhalte antreffen, weil's halt immer noch schneller raus muss und keine Zeit für Checks und Absicherung bleibt..

      Deine Forderung 'obacht und selber denken' geb ich also wohlmeinend und wohlbeherzt (eigtl. immer!) an Dich zurück.
      😛
      2 1 Melden
    600
  • Jonny1893 21.04.2017 08:22
    Highlight Leider ist dies bei genauer Betrachtung eine unerwartete Folge der übertriebenen Kommerzialisierung des modernen Fussballs. Würden BVB-Aktien nicht an der Börse gehandelt, hätte dieser Vorfall nicht stattgefunden. Abgesehen davon wie tragisch dieser Vorfall ist, sollte man vielleicht nochmals darüber nachdenken, wie viel Business soll im Fussballgeschäft Platz haben und was ist einfach nur übertriebene Geldgier mit unvorhersehbaren Folgen.
    26 40 Melden
    • Favez 21.04.2017 09:19
      Highlight Fussball als Big Business müsste man schon lange mal überdenken, aber nicht wegen diesem Anschlag. Fast alle Clubs machen kein Geld sondern Schulden. Die astronomischen Gehälter der Spieler sind einfach nicht bezahlbar und es wird trotzdem gemacht.
      Dieses Attentat als Argument zu nehmen ist nicht nötig. Auch wenn die Clubs nicht an der Börse wären, könnte man mit Sportwetten Geld machen zum Beispiel.
      6 1 Melden
    • zsalizäme 21.04.2017 09:21
      Highlight Ja, geben wir dem BVB die Schuld an dem Anschlag. Die sind ja selber Schuld wenn ihre Aktien an der Börse gehandelt werden. Ernsthaft?
      12 5 Melden
    • Makatitom 21.04.2017 10:37
      Highlight Ääähm, Nein, niemand gibt hier dem BVB die Schuld für den Anschlag, sondern nur der Gier. Der Gier der Fussballmanager, der Gier Blatters und Infantinos, der Gier der Spielermananger und der Gier des idiotischen Bombenlegers
      3 1 Melden
    600
  • insomniac 21.04.2017 08:18
    Highlight Das Traurige ist, dass man trotzdem irgendwie froh ist dass es kein Terroranschlag war. Ohne sagen zu wollen das eine wär besser als das andere..
    55 8 Melden
    • chraebu 21.04.2017 09:02
      Highlight Das ist für mich ein klarer Terroranschlag.

      Nur weil die Tat nicht politisch oder religiös motiviert ist, bleibt es trotzdem Terror.
      19 13 Melden
    • Chrutondchabis 21.04.2017 09:54
      Highlight Verquerte Logik, die Medien machen ihre Arbeit eben gut... Das Herzli/Blitze Verhältnis bestätigt es: 16 Jahre mediales Terrorismustantra
      2 2 Melden
    • Favez 21.04.2017 11:02
      Highlight Terror: "Straftaten,(...)die mit dem Ziel begangen werden, die ganze Bevölkerung, eine Gruppe
      von Personen oder einzelne Personen in Angst und Schrecken zu versetzen, eine Bevölkerung
      einzuschüchtern oder eine Regierung oder eine internationale Organisation zu einem
      Tun oder Unterlassen zu nötigen(...)"
      Hier war das Ziel wahrscheinlich, mit dem Anschlag Geld zu verdienen. Es ist mMn also ein Verbrechen und kein Terrorismus.
      3 2 Melden
    • SemperFi 21.04.2017 12:52
      Highlight @Chraebu: Zum Glück machen ja aber nicht Sie die Definition des Begriffs Terror.
      3 1 Melden
    • chraebu 21.04.2017 15:53
      Highlight @SemperFi:
      Hier einen Streit um eine Begriffsdefinition zu halten ist müssig. Ob sich meine subjektive Wahrnehmung als Terror mit der genauen Begriffsdefinition deckt oder nicht, ist eigentlich auch egal.

      Die Tat - ob nun Terror oder nicht - war superscheisse und ist nicht nachvollziehbar.

      Darüber lohnt es sich zu diskutieren



      0 3 Melden
    • SemperFi 21.04.2017 20:31
      Highlight @Chraebu: Natürlich ist die Tat Scheisse. Aber die Bedeutung ist ganz eine andere, ob es sich um die kriminelle Tat eines Einzelnen handelt oder ob es ein weiterer Terroranschlag ist. Und hier gibt es keinen Streit um Definitionen. Es gibt anerkannte Definitionen und es gibt die Chraebu-Wahrnehmung. Eine gewisse Sorgfalt im Umgang mit der Sprache ist Voraussetzung für eine Diskussion. Nur weil Sie es behaupten, wird aus einer kriminellen Tat kein Terrorakt. Und das ist relevant, weil Terrorismus anders bekämpft wird als Kriminalität.
      4 1 Melden
    600
  • Scaros_2 21.04.2017 07:43
    Highlight Dieses Szenario gab es doch einmal in einem James Bond Film wo der Schurke ein Flugzeug in die Luft sprengen wollte damit die Aktie dieses Unternehmen sinkt.

    Ob er diesen Film 1x zu oft sah?
    10 12 Melden
    600
  • fcsg 21.04.2017 07:41
    Highlight Investment-Banking für Fortgeschrittene... Unglaublich was im Kopf eines solchen Menschen vorgehen muss.
    53 8 Melden
    600
  • oXiVanisher 21.04.2017 07:35
    Highlight Ach doch kein "Islamistischer Terror"? Ob wohl diese Headline auch so Medienwirksam verbreitet wird?
    31 43 Melden
    • HAL9000 21.04.2017 08:59
      Highlight Der IS hat ziemlich gutes Marketing xD
      10 7 Melden
    • URSS 21.04.2017 09:10
      Highlight Siehst du ja , überall auf der Frontseite...
      Oder was willst du mit deinem Kommentar aussagen?
      9 3 Melden
    • HAL9000 21.04.2017 10:22
      Highlight Genau, der IS ist ein selbstläufer.
      Eigentlich müssen die gar nichts mehr tun ausser sagen: jup, das war von uns, im namen von uns oder hat im entferntesten unter Umständen etwas mit uns zu tun.
      Sogar wenns nicht mit denen zu tun hat, haben sie damit zu tun.
      Ist fast wie Apple.
      5 0 Melden
    600
  • EvilBetty 21.04.2017 07:34
    Highlight «... sie observierten ihn seither pausenlos.» Wenn dem so wäre, wäre es nicht zum Anschlag gekommen, oder?
    13 51 Melden
    • EvilBetty 21.04.2017 09:19
      Highlight Ok, habe ich wohl falsch verstand, ist auch sehr schwammig formuliert. Die Meinung war wohl, dass der Verdächtige seit dem Anschlag pausenlos überwacht wurde. «Seit einiger Zeit» klang für mich danach, dass der mutmaßliche Täter schon vorher auffällig war. I'm sorry.
      11 3 Melden
    • Favez 21.04.2017 09:21
      Highlight "Die Behörden hatten den Verdächtigen seit einiger Zeit im Visier..."
      Vielleicht auch erst nach der Tat, ist ja auch schon "einige Zeit" her.
      4 1 Melden
    • zsalizäme 21.04.2017 09:33
      Highlight Sie observierten ihn pausenlos, seit er verdächtigt wurde den Anschlag gemacht zu haben.
      4 0 Melden
    600
  • Don Alejandro 21.04.2017 07:33
    Highlight Kranker Typ, krankes System...
    30 4 Melden
    600
  • kobii 21.04.2017 07:22
    Highlight Ich hab keine Worte für solche Typen. Wegsperren Bitte!
    68 5 Melden
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  • TobiWanKenobi 21.04.2017 06:51
    Highlight ...
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