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Nach dem Anschlag: Einsatzkräfte auf dem Gelände des Weihnachtsmarktes in Berlin. Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE

Anschlag von Berlin: Bordcomputer stoppte LKW

Ein automatisches Unfallwarnsystem im LKW hat nach «Spiegel»-Informationen offenbar verhindert, dass bei dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt noch mehr Menschen starben.

28.12.16, 18:50 29.12.16, 10:37

Sven Röbel, Fidelius Schmid

Ein Artikel von

Nach Informationen des «Spiegel» löste der Bordcomputer des LKW, mit dem der mutmassliche Attentäter Anis Amri über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz raste, eine Vollbremsung aus. So konnte das Fahrzeug nicht noch mehr Menschen überrollen.

Der Lastwagen ist mit einem System ausgestattet, das mithilfe einer Kamera und Radar Hindernisse erkennt und bremst, wenn der Fahrer auf ein Warnsignal nicht binnen einer Sekunde reagiert.

Berlin trauert

Bei dem Anschlag starben elf Menschen, den eigentlichen Fahrer des polnischen Lasters tötete Amri offenbar vorher mit einer Pistole. Dutzende weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Der Tunesier wurde in den frühen Morgenstunden des 23. Dezember an einem Bahnhof im Norden Mailands bei einer Kontrolle getötet. Anstelle eines Ausweises hatte er eine Pistole gezogen und auf die Beamten geschossen, die das Feuer erwiderten.

Amri schickte noch kurz vor Attentat Nachrichten und Foto

Amri verschickte über den Messengerdienst «Telegram» um 19.41 Uhr, also nur wenige Minuten vor dem Anschlag, aus der Führerkabine des Lastwagens eine Botschaft an einen Vertrauten. «Mein Bruder, alles ist in Ordnung, so Gott will, mein Bruder, alles ist in Ordnung. Ich bin jetzt im Auto. Hast Du mich verstanden? Bete für mich, Bruder, bete für mich!»

Kurz darauf postete der Attentäter noch ein Foto: Es zeigt die Führerkabine des gestohlenen LKW, ein Stück Lenkrad und Kabel, die zum Zigarettenanzünder führen. Auf dem Armaturenbrett ist eine Küchenrolle zu erkennen.

21 Minuten später, um 20.02 Uhr, steuert Amri den tonnenschweren Sattelschlepper in die Menschenmenge. Wer die Adressaten der Nachrichten waren, sei nach wie vor Gegenstand intensiver Ermittlungen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • wiisi 29.12.2016 06:07
    Highlight Bleiben für mich alles Gerüchte!
    1 1 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 28.12.2016 21:16
    Highlight Ein Hoch auf die Technik!
    47 1 Melden
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  • Tom Anderegg 28.12.2016 19:23
    Highlight Toleranz ist Grenzenlos, auf jeden Fall in der EU.....
    24 89 Melden
    • Fabio74 28.12.2016 21:03
      Highlight Was soll diese Aussage bedeuten...???
      36 3 Melden
    • Olaf! 28.12.2016 21:58
      Highlight Ist doch egal, Hauptsache über die EU motzen ;)
      20 15 Melden
    • Tom Anderegg 29.12.2016 00:26
      Highlight @Fabio74
      Ohne Grenzen keine Kontrolle.
      Das ist mit den Kindern so, mit den Jugendlichen und den Erwachsenen.
      Die neuen Fachkräfte hatten sehr enge Grenzen und viele Kontrollen, daher bei uns ausser Kontrolle.
      Ist auch bei Ländern so ;-)
      5 18 Melden
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  • Randy Orton 28.12.2016 19:08
    Highlight Telegram, ursprünglich entwickelt um der Datensammelwut von facebook etc zu entgehen wird nun anscheinend zum Kommunikationsmittel erster Wahl von Terroristen. Eine weitere Schweizer Erfindung, die Terroristen nutzen...
    20 117 Melden
    • filu 28.12.2016 19:57
      Highlight Der verwendete Messengerdienst Telegram wurde von zwei russischen Brüdern entwickelt. Was du meinst, ist wohl Threema.
      Aber guter Versuch gegen Schweizer IT zu haten...
      113 0 Melden
    • Tartaruga 28.12.2016 20:01
      Highlight Da verwechselt wohl einer Telegram mit Threema....
      59 0 Melden
    • Favez 28.12.2016 20:02
      Highlight Shoot the message not the messenger. Pun intended
      42 1 Melden
    • Pedro Salami 28.12.2016 20:08
      Highlight Telegram Schweizer Erfindung? Du verwechselt da was (Threema).
      30 0 Melden
    • Favez 28.12.2016 20:10
      Highlight Und sowieso, Telegram wurde von zwei Russen entwickelt.
      Get your facts straight!
      30 0 Melden
    • Hoppla! 28.12.2016 20:38
      Highlight Telegram schweizerisch? Klär mich auf.
      25 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.12.2016 20:51
      Highlight Ich dachte, Telegram sei ein russisches Produkt, unabhängig vom KGB oder FSB oder so... zumindest nach eigenen Angaben:

      https://telegram.org/faq#q-who-are-the-people-behind-telegram

      Nicht nur Terroristen, sondern zB. auch Journalisten nutzen Techniken zum Schutz ihrer Privatsphären.

      "Denn die Leute in den Randzonen, die Ausgestossenen, die Verbannten sind oft am kreativsten, weil sie dazu gezwungen sind."


      16 0 Melden
    • atomschlaf 28.12.2016 20:52
      Highlight @Randy: Telegram ist nicht das Problem.
      Das Problem ist, dass unsere Kuschelgesetze und -behörden es zulassen, dass solche Leute nach Europa einreisen und hier frei herumlaufen dürfen.
      20 30 Melden
    • Randy Orton 28.12.2016 23:26
      Highlight Ups, ihr habt natürlich Recht, mein Fehler. Dann ist es halt eine weitere russische Erfindung, die Terroristen nutzen ;)
      2 9 Melden
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  • Jasmin_____ 28.12.2016 18:57
    Highlight Nehmt es mir nicht übel. Ich traure um die Menschen die verletzt wurden oder verstorben sind. Ich finde auch, die Menschen zu informieren ist wichtig. Aber bitte. Jedes Detail? Wollt ihr noch mitteilen welche Sockenfarbe er hatte und was sein Lieblingsessen war? Lasst es gut sein, liebes Watson-Team. Nach dem 200sten Bericht wissen wir das wichtigste. Wirklich.
    55 28 Melden
    • Django Ryffel 28.12.2016 20:47
      Highlight Es wird niemand gezwungen etwas zu lesen.
      36 12 Melden
    • Silent_Revolution 28.12.2016 23:54
      Highlight Als ob du trauerst wegen Menschen die du nicht kennst.

      Wenn wir nach dem 200sten Bericht immer noch brav klicken kommt auch der 201. Den Vorwurf darfst du gerne an dich selbst richten.
      7 3 Melden
    • Jasmin_____ 29.12.2016 15:17
      Highlight Ich lese es auch nicht, Push-Benachrichtigungen erhalte ich trotzdem. Man könnte zumindest diese Ausschalten
      0 0 Melden
    • Silent_Revolution 29.12.2016 15:34
      Highlight Ob du liest oder nicht spielt keine Rolle. Nur der Klick zählt, was du nun bei diesem Artikel schon mehrfach getan hast um zu antworten.

      Ich habe kein Smartphone, somit keine App und erhalte auch keine Push-Nachrichten. Man könnte also auch einfach das Telefon ausstellen ;).
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