International

Hebamme gab Schwangeren Blutverdünner – 15 Jahre Knast wegen 7-fachen versuchten Mordes

Publiziert: 28.10.16, 13:11 Aktualisiert: 28.10.16, 13:34

Das Landgericht München I hat eine Hebamme wegen siebenfachen versuchten Mordes an werdenden Müttern zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ausserdem verhängte das Gericht am Freitag ein lebenslanges Berufsverbot gegen die Frau.

Eine Hebamme wurde vor dem Landgericht München I schuldig gesprochen. screenshot: youtube

Die 35-Jährige hat nach Überzeugung des Gerichtes mehreren Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten in Bad Soden bei Frankfurt und im Münchner Klinikum Grosshadern heimlich Blutverdünner gegeben. Als Motiv nahm das Gericht berufliche Unzufriedenheit an.

Neben dem versuchten Mord verurteilte das Gericht die Frau unter anderem auch wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte. Mit der Strafe blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld plädiert hatte.

Die Verteidigung hatte dagegen einen Freispruch gefordert. Die Angeklagte sei für die Taten nicht verantwortlich. Die Frau steht seit Januar vor Gericht.

Die gebürtige Giessenerin, die bei ihrer Ausbildung an der Hebammen-Schule in Kiel als eine der Klassenbesten abschnitt, soll den Frauen heimlich Heparin verabreicht haben. Die Patientinnen wären ohne Not-Operationen verblutet. Eine der Frauen brauchte 44 Bluttransfusionen. Seither kann sie keine Kinder mehr bekommen.

Die Vertreter der betroffenen Frauen schlossen sich den Forderungen der Staatsanwaltschaft an. Die Motive der Frau sollen laut Anklage die «Aufwertung ihres Selbstwertgefühls» und «insgeheime Demonstration einer Überlegenheit» gewesen sein.

Die Plädoyers in dem Verfahren waren nichtöffentlich, weil auch Teile der Hauptverhandlung nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren: Bei den Aussagen der Opfer war die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

(sda/afp/dpa)

0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Jan Böhmermann schlägt zurück! Eine Anleitung zum «Hater trollen»

Das Internet-Haten und Trollen sind in Deutschland ist vorbei! Jan Böhmermann hat ENDLICH das Bundesministerium für Internetsicherheit und Zensur gegründet. Mit den Worten: «Achtung, Hater, Bedrohungen und Beleidigungen werden ab sofort direkt an das Bundesministerium für Internetsicherheit und Zensur weitergeleitet!» warnte er seine Facebook-‹Freunde› vor dem Verfassen von Hass-Kommentaren. 

Ist natürlich alles nur Farce. Das Bundesministerium gibt es nämlich nicht, das hat …

Artikel lesen