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Jeder sechste Deutsche will AfD wählen – Rechtspopulisten im Umfragehoch 

Publiziert: 23.09.16, 15:02 Aktualisiert: 23.09.16, 15:19

AfD-Sprecherin Frauke Petry wird sich über die guten Umfrageergebnisse freuen. Bild: EPA/DPA

Die AfD hat im jüngsten «ARD-Deutschlandtrend» mit 16 Prozent Zustimmung ihr bislang bestes Umfrageergebnis für ganz Deutschland erzielt. Die rechtspopulistische Partei legte im Vergleich zum 1. September um zwei Prozentpunkte zu, ergab die am Freitag veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap.

In der aktuellen Sonntagsfrage kommen die CDU/CSU auf 32 Prozent der Stimmen (-1). Die SPD würden 22 Prozent (-1) wählen. Die Grünen liegen bei 12 Prozent (+1). Acht Prozent der Bürger würden Die Linke wählen (-1). Die liberale FDP kommt in der Umfrage auf sechs Prozent (+1).

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) sagte dazu im ARD-«Morgenmagazin», die Umfragen seien derzeit für keine der im Bundestag vertretenen Parteien erfreulich.

«Welt»-Redaktor dient sich der AfD an – die macht das öffentlich und sorgt für seine Entlassung

«Das hat etwas damit zu tun, dass wir im Land schwierige Probleme lösen», argumentierte Altmaier. «Wir sind aber sicher, die Umfragewerte werden besser werden, wenn die Menschen sehen können und fühlen können, dass wir diese Probleme im Griff haben.» (gin/sda/dpa)

Apropos AfD: Kannst du SVP, AfD und die NPD auseinanderhalten?

1.Wer nicht zu faul war, den Lead zu lesen, kann diese Frage mit links beantworten ;): Welche Parteien rühren mit einem «Extrablatt» die Werbetrommel für ihre Anliegen?
AfD und NPD
SVP und AfD
SVP und NPD
2.Welche Partei pflasterte das Land mit diesen Plakaten zu?
SVP
AFD
NPD
3.«Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung.» – Bei wem steht dieser Satz im Parteiprogramm?
KEYSTONE
AfD
SVP
NPD
4.Welche Partei setzte ein Matterhorn auf das Plakat?
AFD
NPD
Keine davon – das Plakat war eine Fotomontage einer linken Gruppierung in Deutschland.
5.Welche Partei stellte Ausländer pauschal als raubende, vergewaltigende und tötende Männer dar?
SVP
AFD
NPD
6.Welche Partei sah Kinder einst schon hinter Gittern?
SVP
AFD
NPD
7.«Maria statt Scharia» – wer war's?
NPD
AFD
NPD und AFD
NPD und SVP
8.Der AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland berief sich in einer Rede im Juni dieses Jahres mehrmals auf den Slogan: «Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.» Bei wem hat Gauland abgekupfert?
X90145
bei der SVP
bei der NPD
Bei niemandem. Das ist original AfD.
9.Und zum Abschluss noch ein kleiner Auszug aus einem Parteiprogramm. Von wem ist dieser Satz?: «(...) die muslimischen Zuwanderer stammen oft aus Ländern, in denen keine demokratische Rechtsordnung herrscht. Sie bringen Vorstellungen über Recht und Ordnung mit, die mit unserem Rechtssystem und unseren demokratischen Spielregeln nicht vereinbar sind.»
KEYSTONE
SVP
AfD
NPD

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  • indubioproreto 23.09.2016 15:22
    Highlight Ziemlich spannende Frage, welche Koalitionen da überhaupt möglich werden. Eine zweite GroKo ist denkbar, für die beiden grossen Parteien allerdings wohl politischer Selbstmord. Eine andere mögliche Koalition erscheint rechnerisch und politisch nämlich unwahrscheinlich.
    18 1 Melden
    • amazonas queen 23.09.2016 15:55
      Highlight Im Saarland haben sie mal Jamaica probiert. Selbst das ginge vielleicht nicht mehr auf.
      7 1 Melden
    • Domino 23.09.2016 19:22
      Highlight Oder sie probieren es mal nach schweizer Art: alle Parteien werden nach Prozentpunkten eingebunden. Das nur gerade die Parteien der Qualition regieren können lässt viele Bürger unvertreten in der Regierung und wird dazu führen, dass die AfD weiter Stimmen gewinnt.
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Keine Gnade für Rösti: Wermuth und Co. demontieren den SVP-Präsidenten in der MEI-«Arena»

«Putzhässig» sei die SVP, sagte der «Arena»-Moderator zu Beginn der Sendung «‹Inländervorrang light› – Ist das der Volkswille?». Doch die angekündigte Wut leistete dem Parteipräsidenten Albert Rösti keinen Vorschub. Gegen Petra Gössi (FDP), Cédric Wermuth (SP) und Pirmin Bischof (CVP) blieb er chancenlos.

Albert Rösti hat es nicht einfach. Nachdem die grosse Kammer des Parlaments am Mittwoch gegen den Willen seiner Partei den «Inländervorrang light» zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) gutgeheissen hat, muss sich der Präsident der Verlierer am Freitagabend auch noch in der «Arena» verteidigen.

Und wäre Rösti nicht so anständig (er fluche nie, sagte er), und wären ihm emotionale Ausbrüche nicht eher fremd, so würde er seinen Gegnern dabei wohl so manch Schlötterlig …

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