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Merkel muss jetzt gegen Schulz in den Ring – und das dürfte ihr gar nicht passen

Schulz statt Gabriel, damit hatte sie nicht gerechnet: Angela Merkel bekommt einen anderen SPD-Herausforderer als erwartet. Oder als von ihr erhofft. Einfacher wird es für die Kanzlerin nun nämlich nicht.

24.01.17, 18:39 25.01.17, 07:06

Philipp Wittrock

Duell ums Kanzleramt: Schulz und Merkel. Bild: JULIEN WARNAND/EPA/KEYSTONE

Ein Artikel von

Es spricht das wahrscheinlich künftige Staatsoberhaupt, und kaum einer hört zu. Als Frank-Walter Steinmeier sich am Dienstagnachmittag in der Unionsfraktion noch einmal offiziell als neuer Bundespräsident empfiehlt, blicken die Abgeordneten von CDU und CSU lieber auf ihre Mobiltelefone, tuscheln aufgeregt miteinander.

Kurz vor Beginn der Sitzung gab es erste Meldungen, jetzt macht die Nachricht die Runde: Sigmar Gabriel will nicht Kanzlerkandidat der SPD werden. Stattdessen soll Martin Schulz, bis vor ein paar Tagen EU-Parlamentspräsident, den Parteivorsitz der Sozialdemokraten übernehmen und Angela Merkel herausfordern. Just während Steinmeier bei der Union spricht, erklärt Gabriel vor der SPD-Fraktion seine Entscheidung. Der Saal liegt nur ein paar Meter neben dem der Union.

Sigmar Gabriel. Bild: EPA/DPA

Angela Merkel ist zu diesem Zeitpunkt natürlich auch im Bilde. Anmerken lässt sie sich in der Fraktionssitzung zunächst nichts, wirklich aufmerksam scheint aber auch sie Steinmeier nicht zu lauschen: Pausenlos tippt sie in ihr Handy, so berichten es Teilnehmer der Sitzung.

Was bedeutet das jetzt? Diese Frage bewegt die Kanzlerin. Ihre erste Einschätzung wird bereits feststehen: Einfacher als gegen Gabriel wird der Wahlkampf gegen Martin Schulz nicht.

Merkel kennt die Zahlen. Ihr Vizekanzler ist in der Bevölkerung lange nicht so populär wie sie. Schulz dagegen hatte sie in den Beliebtheitsranglisten zuletzt zum Teil sogar eingeholt. Nimmt man die persönlichen Umfragewerte als Grundlage, lässt sich daraus nur schlussfolgern: Schulz hat bessere Chancen gegen Merkel als Gabriel. So hat es nicht nur Gabriel für sich bewertet - so haben sie das auch in der Unionsspitze in den vergangenen Wochen immer schon gesehen.

Martin Schulz. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Nach aussen demonstrierte man Gelassenheit, nach dem Motto: Uns doch egal, mit wem die SPD gegen uns verliert. Intern aber rechneten sie in CDU und CSU damit - oder besser: sie hofften, dass Gabriel bei der Spitzenkandidatur diesmal zugreift und Schulz Steinmeier im Auswärtigen Amt nachfolgen würde. «Wir werden jetzt weder in Panik noch in Depression verfallen», kommentiert CDU-Vize Thomas Strobl am Dienstag als einer der ersten die Überraschung beim Koalitionspartner.

Die Strategen im Konrad-Adenauer-Haus und in der Fraktionsspitze werden sich nun neu überlegen müssen, wie Schulz in Schach zu halten ist. Generalsekretär Peter Tauber gibt sich erst einmal zurückhaltend:

Das Überraschungsmoment ist jetzt klar auf Seiten der SPD. Gabriels Befreiungsschlag kann der Partei einen Motivationsschub verpassen. Schlägt sich dieser auch in den noch immer katastrophalen Umfragewerten nieder, und verringern die Sozialdemokraten kurzfristig den Abstand zur Union, könnte das auch im Unionslager für Nervosität sorgen.

Angela Merkel. Bild: FELIPE TRUEBA/EPA/KEYSTONE

Und das in einer sensiblen Phase: Merkel kann sich der Unterstützung der eigenen Leute seit der Flüchtlingskrise nicht mehr zu hundert Prozent sicher sein. Zwar hatten sich die Unionswerte gerade langsam wieder der 40-Prozentmarke angenähert, für Anfang Februar ist zudem eine Versöhnungsklausur mit der CSU angesetzt. Kleine Rückschläge aber können grosse Auswirkungen haben.

Klare Kante gegen die Grosse Koalition

Merkel muss damit rechnen, dass Schulz im Wahlkampf deutlich klarere Kante gegen sie zeigen wird, als Gabriel es je hätte tun können. Zum einen ist er nicht in die Kabinettsdisziplin eingebunden, zum anderen verkörpert er nicht die Grosse Koalition der vergangenen Jahre. Genau damit begründet Gabriel nun unter anderem seinen Verzicht. Mit anderen Worten: Die SPD will keine neue GroKo. Genau diesen Kurs wird Schulz nun im Wahlkampf vorgeben müssen. Das könnte den Wahlkampf spannender machen, weil die Alternativen deutlicher werden.

Für Merkel macht es die Angelegenheit komplizierter: Sie wird sich nicht so einfach auf ihre ewige Rückzugsoption Grosse Koalition berufen können. Gabriel wäre mit einem Anti-GroKo-Kurs jedenfalls weniger glaubwürdig gewesen.

Schulz' Kandidatur mag unterm Strich überraschend kommen, ein Unbekannter ist er für Merkel nicht. Sie kennt ihn als Mann des klaren Wortes, ihr ist bewusst, dass er ein guter Wahlkämpfer sein wird. Jahrelang hat sie mit ihm auf europäischer Bühne eng mit dem EU-Parlamentspräsidenten zusammengearbeitet. Als Mr. Europa sahen daher auch viele Christdemokraten in ihm die ideale Besetzung als Aussenminister.

Nun kommt es anders.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Beobachter24 26.01.2017 14:30
    Highlight "Merkel muss jetzt gegen Schulz in den Ring – und das dürfte ihr gar nicht passen"

    Sorry, aber das halte ich für eine Nebelpetarde.
    Die stecken schon längst unter einer Decke.

    Entweder Merkel wird nochmals Kanzlerin und Schulz übernimmt das "Äussere" oder die "Verteidigung", oder Schulz wird selber Kanzler.
    Letzteres halte ich für den einzig spannenden Fall: Falls die SPD "siegt" und wirklich den Kanzler stellen darf, dann wird Mutti abtreten. Die Frage wäre dann, wer von der CDU einen der wichtigen Minister-Posten übernehmen soll.
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  • Peter Rohr 25.01.2017 07:06
    Highlight Ein hoch auf unsere Kanzlerette…beste Worthülsen-Expertin ever !!!
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  • Spooky 25.01.2017 03:38
    Highlight Dieses Daumen-Zeitfinger Zeichen hat Schulz von Trump geklaut.
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    • Spooky 25.01.2017 07:41
      Highlight Hallo Watson
      Ich habe nicht Zeitfinger geschrieben, sondern Zeigfinger.

      Werdet nicht fies, Watson!
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  • Domino 25.01.2017 03:15
    Highlight Ich hoffe die AFD stellt Alice Weidel oder Nicolaus Fest auf. Petry, Höcke und Gauland sind nicht Mehrheitsfähig.
    1 4 Melden
    • Braunerwinzling 25.01.2017 09:31
      Highlight die afd ist nicht mehrheitsfähig!
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  • SVARTGARD 25.01.2017 00:29
    Highlight .
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    • Peter Rohr 25.01.2017 07:47
      Highlight putzig
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  • Donald 24.01.2017 23:54
    Highlight Ich mag zwar seine Meinung nicht (auch nicht seinen German Weirdo Look). Aber er ist wohl einer der ehrlichsten Politiker.
    10 11 Melden
    • Peter Rohr 25.01.2017 07:07
      Highlight Also verstellen tut der sich nicht, ob man ihn nun mag oder nicht…und wer mag ihn schon.
      0 3 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:02
      Highlight Rohr@ Ich!
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  • Majoras Maske 24.01.2017 23:02
    Highlight Ich fand Merkel hat gut und vernünftig regiert, aber besonders auf dem europäischen Parkett zu viel ausgesessen. Von daher bin ich froh, dass sie mit "Mister Europa" einen guten Konkurrenten bekommt und denke schon, dass Schulz für Deutschland und Europa ein besserer Kanzler wäre.
    Und für die Demokratie ist es auch gut, wenn der Wahlkampf nicht nur auf AfD gegen "die Etablierten" fokussiert.
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    • FrancoL 25.01.2017 00:04
      Highlight Gehe mit Dir einig, mit der Einschränkung dass die SPD in einen zu tiefen Loch sitzt und Schulz da nur wenige Prozente zusätzlich beisteuern wird.
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    • Majoras Maske 25.01.2017 01:10
      Highlight Die SPD schwächelt, ja. Und das ist auch absolut selber verschuldet. Wenn sie denken, dass nur ein neues Gesicht reicht, dann werden sie grandios scheitern.

      Die Königsfrage wird aber sein, ob die AfD auf Kosten der Linkspartei gewinnt oder auf Kosten der CDU und wie viel es sein wird.
      Und natürlich kann sich der Wahlkampf in viele Richtungen entwickeln. Vielleicht kommen ja wieder Flüchtlinge, das Resultat von Frankreich könnte auch einen Einfluss haben oder genau so gut Trumps Politik (und das meine ich nicht so, als würde das nur die AfD antreiben).
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    • Sophia 25.01.2017 11:00
      Highlight Gut, Maske, das hoffe ich auch. Das wäre die AfD auch gar nicht wert! Es genügt, wenn sich die beiden Merkel und Schulz wirklich hart und fair bekämpfen! So, dass die AfD überhaupt nie genannt noch deren Themen aufgenommen werden. Die Flüchtlingspolitik sollte ein Thema sein, mehr jedoch das Thema Sicherheit. Es sollten einleuchtende Slogans entwickelt werden, wieviele Moslems friedlich sind, wieviele Kriminell. Der Anteil krimineller Moslems in Deutschland liegt bei 0.04%!! Dafür brauchen wir keine AfD, selbst wenn sie noch brüllt, wir hören gar nicht hin!
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  • Sophia 24.01.2017 22:35
    Highlight Respekt vor Gabriel! Der Schulz ist mir vom Wahlkampf gegen den Junker um das Präsidentenamt der EU-Kommision bekannt. Zu verbindlich aber fair! Ich hoffe jetzt aber auf einen lebhafteren, harten Wahlkampf zwischen ihm und Merkel, in dem die Populisten einfach gar nicht mehr wahrgenommen werden und nicht ins Parlament kommen. Für mich sind die Deutschen so wie so die gefestigsten Demokraten Europas und Deutschland Europas Seele. (Ja, ja, ihr Patrioten, natürlich die Schweiz ausgenommen!)
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  • Gelöschter Benutzer 24.01.2017 21:35
    Highlight OMFG 😱
    Teufel oder Beelzebub!
    Armes Deutschland!
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  • Gelöschter Benutzer 24.01.2017 21:21
    Highlight Auf das Trumpen folgt das Merkeln und Scholzen. Dieses 2017 hats in sich. Narzissen, wo man auch hinschaut: Narzissen.
    16 38 Melden
    • FrancoL 24.01.2017 22:56
      Highlight Schulz ein Narziss? Gäbe es da auch eine Begründung? Auch bei Merkel erkenne ich nicht diese grosse Verblendung. Kläre uns doch auf.
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    • Peter Rohr 25.01.2017 07:08
      Highlight Auf irgendwas muss Sie ja spezialisiert sein…ansonsten warte ich immer noch auf Ihren Plan.
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  • sowhat 24.01.2017 21:11
    Highlight Es ist alles andere als eine Überraschung, die Union wird sich mit diesem Szenario längst ausseinander gesetzt haben. Und Merkel wohl erst recht.
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  • Holla die Waldfee 24.01.2017 21:06
    Highlight Gibt's seit Schröder überhaupt noch relevante Unterschiede zwischen CDU und SPD?
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    • FrancoL 24.01.2017 22:54
      Highlight Gute Frage! Wobei festzustellen wäre dass die CDU doch einige wichtige Themen von der SPD übernommen hat, was ja nicht schlecht ist. Die CDU hat sich damit weit in die Mitte gewagt und wird in Berlin nur noch von der CSU ein wenig rechts gehalten.
      Mit Schulz bekommt jetzt die SPD wieder eine etwas selbständigeres Profil und das kann nicht schaden. Ich denke dass die SPD mit der grossen Koalition am meisten an Fahrt verloren hat und dies wird auch Schulz nicht wettmachen können, zudem scheinen in Deutschland auch links von der Mitte die EU-Gegner im Vormarsch zu sein, ein Nachteil für Schulz.
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    • Gelöschter Benutzer 24.01.2017 23:02
      Highlight Nicht wirklich. Nur auf dem Papier.
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    • Enzasa 25.01.2017 03:04
      Highlight Letztendlich liegt die "richtige" Politik in der Mitte.
      Schröder als SPD ler der die Richtung der CDUfolgt und eine Merkel die als CDU Kanzlerin der Richtung der SPD folgt.
      Das ist reale Politik
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  • Peter Rohr 24.01.2017 21:01
    Highlight Im Grunde ist es ja bumbl wer von den Beiden Kanzler spielt--….
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  • SVARTGARD 24.01.2017 20:58
    Highlight Dat macht meine geliebte Angela😂🍺
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  • Radiochopf 24.01.2017 20:51
    Highlight Positive Überraschung! So dürfen wir uns auf einen einigermassen spannenden Wahlkampf freuen... Über Martin Schulz kenn ich bisher wenig negatives! Ich bin sicher er wäre ein guter Bundeskanzler und mit seiner EU-Erfahrung und seinem Ansehen kann er in der EU aber auch ausserhalb Europas viel bewirken! Merkel hatte auch mal ansehen und hat viel bewegt, aber sie ist irgendwie eingeschlafen auf ihrem Thron und ist überhaupt nicht mehr aktiv....
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    • Amboss 24.01.2017 23:36
      Highlight Wie kommst du darauf, Frau Merkel habe kein Ansehen mehr?
      Frau Merkel ist in aller Welt, bei allen Regierungen geschätzt.

      Dass man momentan nicht viel von ihr hört ist eher positiv. Heisst doch, dass sie mal keine Krisen im Alleingang lösen muss, sondern dass sie einfach am regieren ist.
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    • Enzasa 25.01.2017 03:07
      Highlight Die Konkurrenz der Frau Merkel versucht sie zu destabilisieren. Weil die eigene Karriere wichtiger ist als das Wohl von Deutschland.
      Eigene Interessen vor den Interessen des Staates
      Und der Wähler applaudiert
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  • FrancoL 24.01.2017 20:08
    Highlight Ich gehe davon aus, dass Schulz für die SPD einige Prozentpunkte mehr herausholen wird, aber mehr als 3-4% werden es wohl nicht sein. So wird die SPD auf einer (zu) tiefen Stufe sich einpendeln.
    Die Frage ist woher kommen diese Prozente und da scheint Merkel und die CDU diesen Verlust zu fürchten. Würde das zutreffen dann könnet die AfD von einer zusätzlich geschwächten CDU profitieren.
    Doch letztendlich dürfte es auch mit Schulz wieder zu einer grossen Koalition kommen, auch wenn Schulz diese nicht im Vordergrund sieht. Viele Alternativen gibt es in Deutschland zur Zeit nicht.
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    • Amboss 25.01.2017 09:07
      Highlight Sehe ich auch so. Schulz ist sicher nicht derjenige, der die Massen mitreisst.
      Aber er ist trotz Formschwäche der CDU und Frau Merkel chancenlos auf das Kanzleramt.

      Und da die AfD selber immer wieder dafür sorgt, dass sie für die grosse Masse unwählbar ist und Grüne, FDP und auch Linkspartei sich im Dauertief befinden, wird es auf Jahrehinaus "GroKo" heissen.

      Chancen für die SPD, aus diesem Jammertal rauszukommen sehe ich nur darin, wenn sie endlich auf Länderebene Rot-Rot-Grün wagt, wo dies möglich ist.
      Dies könnte durchaus auch national Ausstrahlung haben.
      1 1 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:15
      Highlight Ich nehme einmal an, dass es die CDU schafft, auf der rechten Seite Positionen zu besetzen, damit dort die AfD nicht profitieren kann. So, wie ich die Stimmung in der CDU ausmache, sind da längst schon Erkenntnisse angekommen und auch die nötigen Leute, die das umsetzen. Die CDU und auch die SPD haben im Gegensatz zur AfD genügend Intellektuelle, die einen gescheiten Wahlkampf lancieren können, da bin ganz sicher! Gescheit beinhaltet auch Raffinesse und Taktik, welche von den Frustierten und Enttäuschten auch verstanden wird. Gescheit eben!
      2 0 Melden
    • FrancoL 25.01.2017 12:57
      Highlight @Amboss; Ich staune (positiv) ab Deiner völlig richtigen Aussage:
      "Chancen für die SPD, aus diesem Jammertal rauszukommen sehe ich nur darin, wenn sie endlich auf Länderebene Rot-Rot-Grün wagt, wo dies möglich ist.
      Dies könnte durchaus auch national Ausstrahlung haben."
      Diese Aussage könnte man so zusammenfassen: Wenn die SPD wieder ihre Kernthemen mit denen die ihnen am nächsten sind auf ihre Agenda nimmt, könnte sie aus dem Jammertal kommen, sehe ich auch so.
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    • Amboss 25.01.2017 15:26
      Highlight @Franco:
      Danke fürs Kompliment :)
      Ich denke, es ist das gleiche wie vielerorts in Europa. Die Sozialdemokratie ist reich geworden. Und ein bisschen faul. Sie geniesst es, staatstragend zu sein mit all den Pöstchen, Annehmlichkeiten und Macht.

      Rot, rot und grün hätten genügend Potential für eine Mehrheit und könnten dank der Erfahrung der SPD auch eine regierungsfähige Koalition bilden. Die aber dank der Linkspartei aber immer auch ein wenig träumt. Und wirklich Lösungen anbietet. Lösungen, die mehr bieten als nur irgendwelche "Gelds", "Zuschüsse", "Prämien" etc für die unteren Schichten
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    • FrancoL 25.01.2017 20:23
      Highlight @Amboss; Na was soll ich sagen? Bestens dargestellt, weil eben die Linken auch nur Menschen sind und gern auch mal auf die faule Haut liegen. Ich denke auch dass griffigere Lösungen für die unteren Schichten gesucht werden müssen, da bin ich aber etwas skeptischer; solche Lösungen werden immer auch Opfer und Angaben von dritter Seite bedingen und das ist scher durchzusetzen, was nicht heisst dass man es nicht versuchen soll.
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    • Amboss 26.01.2017 08:32
      Highlight @Franco: Nein, die Linken möchten nicht auf der faulen Haut liegen. Die hängen an ihren gutbezahlten Posten, zB in der Regierung und möchten die nicht verlieren. Lieber verlieren sie an Profil.

      Vielleicht blödes Beispiel, aber: Die SVP hätte nach der Wahl von Frau Widmer-Schlumpf einfach sagen könnnen. Ja gut, dann ist es halt Frau EWS, hauptsache wir sind in der Regierung.
      Hat sie aber nicht. Sie blieb bei ihrer Überzeugung und trug die Konsequenzen.


      Ich vermisse bei den Linken dieses Einstehen für die eigenen Überzeugungen. Und dass man auch mal negative Konsequenzen trägt.
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    • FrancoL 26.01.2017 14:20
      Highlight @Amboss; Das Einstehen der Politiker ist so eine Sache und ich muss doch anführen dass gerade die SVP-Politiker so ziemlich für nichts einstehen wenn es denn Hart auf Hart kommt, sie bewirtschaften gerne und das können sie meisterhaft. Das mit EWS war nicht ein einstehen sondern ein "täubele", das sie noch heute bewirtschaften.
      Aber wie steht es denn zB mit der Umsetzung der MEI? Wieso haben sie da das Referendum nicht ergriffen?
      Wieso politisieren sie in den Gemeinden weit ab von ihrer Linie? So weit ab, dass ich sie mit der SP verwechseln kann?
      Die Ueberzeugung bleibt dann für den Sonntag
      1 0 Melden
    • Amboss 26.01.2017 14:37
      Highlight @Franco:
      Ich wollte nur sagen: Bei EWS hat die SVP den beschwerlichen Weg gewählt und nicht einfach das Pöstchen gekrallt. Sie blieb bei ihrer Überzeugung und kann jetzt, gut acht Jahre danach, die Früchte dafür ernten. Frau Widmer-Schlumpf ist zurückgetreten, die BDP bedeutungslos, die SVP hat zwei Bundesräte und führt eine bürgerliche Mehrheit an.

      Was du sagst, das ist natürlich alles richtig. Die SVP ist meist ein schlechtes Beispiel :)

      Aber eben: Mal vorausschauend den beschwerlichen Weg zu gehen. Dies vermisse ich bei der Sozialdemokratie.
      1 1 Melden
    • FrancoL 26.01.2017 17:34
      Highlight @Amboss; In der EWS-Zeit hat die SVP zwar an Wähler zugenommen, aber viele Dossier vorübergehend verloren, die sie heute mühsam zurückerobern muss.
      Unter dem Strich bin ich fast sicher dass eine SVP die sich mit EWS geeignet hätte heute näher an ihrer Wunschvortellung wäre als sie es heute ist.
      Bei den Finanzen, bei der Umwelt und auch bei der Migration hätte eine EWS im Boot der SVP im Bundesrat teilweise anders entschieden, da bin ich mir sicher.
      EWS hat eine andere Richtung eingeschlagen weil sie sich von der SVP klar distanzieren wollte, was ihr ja gelungen ist.
      1 1 Melden
    • Sophia 26.01.2017 17:40
      Highlight Amboss, du scheinst ja einen verkürzten Blick auf die Welt zu haben. Natürlich ist die SVP ein Musterbeispiel für das Umfallen in der Politik, da schreit sie jahrelang vom Markt, der alles regelt, dann will der Blocher die AKW's mit Steuergeldern retten. Kaum hat sie's geschafft, den EWR zu bodigen, gings mit der schweizer Wirtschaft bergab, da erfand der Blocher in der Not die Bilateralen. Ohne EU ging's dann doch nicht! Und Standhaftigkeit bewiess die Sozialdemokratie, als sie unter Lebensgefahr das AH-Ermächtigungsgesetzt einstimmig ablehnten! Blocher fiehl vom Türkengenral auf die Knie!
      1 0 Melden
    • Amboss 27.01.2017 08:12
      Highlight @Franco: Ja, was du schreibst, könnte durchaus richtig sein.
      Vielleicht ist es für so eine Aussage aber auch zu früh. Mal schauen, was das bürgerliche Parlament in den nächsten zwei Jahren noch unsägliches anrichtet...

      Aber wie dem auch sei - sie hat den unbequemen Weg eingeschlagen. Und das ist es, was ich mir von den Sozialdemokraten auch wünsche. Dass sie mal Positionen verteidigen. Halt auch mal, wenn es einen vorübergehenden Machtverlust zur Folge hat.
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  • Siebenstein 24.01.2017 19:08
    Highlight Jetzt, da sich die SPD unerwarteterweise vom Chaschperli Gabriel lösen konnte hat das deutsche Volk tatsächlich die Qual der Wahl...wer hätte es gedacht...
    6 15 Melden
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  • Oberon 24.01.2017 19:05
    Highlight Dann wird die Wahl doch noch hoch interessant.
    Obwohl ich ein klarer Fan von Frau Merkel bin ist Herr Schulz eine echte Alternative für die deutschen Wähler.
    Die Frage ist nur wieweit ihm die pro EU Haltung schaden könnte.
    16 15 Melden
    • phreko 24.01.2017 22:58
      Highlight Europa ist und bleibt ein muss. ÜZerfällt die EU, dann bricht das blanke Chaos aus. Und sowieso, Deutschland ist der grösste Profiteur des Euros und der billigen und anderswo ausgebildeten Arbeitskräfte, da ist die Merkel etwa gleich pro EU, und dies aus ganz kühl rationalen Gründen.
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    • Sophia 25.01.2017 11:23
      Highlight phrego@ Das sehe ich auch so, es gibt zur EU keine Alternative!
      Aber dass die Deutschen alleine vom Euro profitieren ist nicht richtig. Ein Bsp.: Spanien, da liefen die Leute weg und suchten bei uns und überall im Norden Arbeit. Dann kam die EU und Spanien hatte 2008 noch 8% Arbeitslose, so wenig wie seit 30 Jahren nicht. Die spanische Börse galt als die überragende Anlageklasse. Dann kam eine rechte Regierung, die den Immobilienmarkt bis zum Platzen aufblies und alles ging vor die Hunde. In Italien der Berlusconi, in Griecheland das Chaos und die Korruption! Und an allem ist der Euro Schuld?
      4 0 Melden
    • Amboss 27.01.2017 08:46
      Highlight @Sophia: Ist das dein Ernst? Eine bürgerliche Regierung hätte die spanische Immobilienblase verursacht? Sorry, darüber kann ich nur lachen.
      Verursacht hat das ganze der Euro - und zwar an den 8% Arbeitslosen wie auch die Immobilienblase.
      Wegen dem Euro waren die Zinsen so billig wie nie verschulden lohnte sich (ist ja durch alle Eurostaaten abgesichert). Auf Pump wurde dann gebaut wie wild (deshalb tiefe Arbeitslosigkeit) - bis das ganze platzte.
      Das ganze war völlig unkontrollierbar - gut möglich, dass die Regierung das ganze noch angefeuert hat - aber sicher nicht verursacht.
      0 1 Melden
    • Sophia 27.01.2017 12:18
      Highlight Oberon, du widerssprichst dich gleich selbst und bestätigst meine Meinung. Wer Schulden aufnimmt, muss auch wissen, dass man die zurückzahlen muss! Ganz gleich, zu welchem Zinssatz! Dass die niedrigen Zinsen im Süden Europas zu ungeahnten Spekulationen führten, ist nichts Neues, überschuldet haben sich diese rechts regierten Länder jedoch ganz alleine. Bereicherung zu fördern, ist klar rechte Politik! Linke Regierungen wären für die Krisen verantwortlich gemacht worden, rechte Regierung sind nie an etwas Schuld, so läuft es leider auf dieser Welt! Geld ist schuldlos an seinem Gebrauch!
      0 1 Melden
    • Oberon 27.01.2017 14:08
      Highlight @Sophia
      Sorry ich verstehe deine Anmerkung zu meiner Aussage nicht.
      0 0 Melden
    • Sophia 27.01.2017 19:29
      Highlight Es ist immer das Gleiche mit den Rechten, sie sind an nichts Schuld! Du schreibst, wegen niedriger Zinsen seinen die Südeuropäer verschuldet, oder auch wegen des Euros. Es sind immer andere Gründe, aber nie die Handelnden, sofern es sich dabei um Rechte handelt! Zinsen und Währungen für die Schuldigen zu erklären ist für micht einfach nur Unsinn, hilfloser Unsinn! Die Deutschen bekommen noch Geld geschenkt, wenn einer ihre Anleihen kauft, sind die in Einer Krise? Hastes jetzt kapiert, Oberon?
      0 0 Melden
    • Sophia 27.01.2017 19:31
      Highlight Oh, Oberon, ich entschuldige mich bei dir! Ich meinte natürlich den Ambos in beiden Posts! Kannst du mir nochmals verzeihen?
      0 0 Melden
    • Oberon 27.01.2017 20:01
      Highlight Easy, ich wollte das nur verstehen.
      1 0 Melden
    • Amboss 27.01.2017 21:14
      Highlight Sophia, ich bin kein Schwarz/Weissdenker und gebe deshalb auch nicht einer bestimmten Regierung die Schuld oder beschütze eine. Die Krise in Spanien hatte aber mit der Regierung wirklich nur am Rande zu tun. Mit dem Euro hatte Spanien erstmals eine stabile währung.
      Da es gab Kredite ca ab 2002 erstmals mit 0-1% Zins statt wie zuvor mit 10%. So hat plötzlich die ganze Bevölkerung zugegriffen und wie wild gebaut, deshalb die tiefe Arbeitslosigkeit in der Zeit.
      Bis die ersten ihre Kredite nicht abbezahlen könnten, und da war plötzlich ein Überangebot an Wohnungen vorhanden - die Blase platzte.
      0 1 Melden
    • Sophia 28.01.2017 00:00
      Highlight Ambos, du scheinst einfach aus dem Leeren zu schöpfen. Als Spanien in die Krise geriet, hatten die dort Zinsen um die 8% im Mittel und sie haben auch heute keine 0% sondern 4% im Mittel! Schau selbst nach: ISIN: ES0000030017455708 (spanische Staatsanleihe) Es wird nicht besser, sondern schlimmer mit deinen Behauptungen! Ist auch ganz egal, es ist nicht der Zinsatz oder gar die Währung, sondern immer der handelnde Mensch, welcher Krisen verursacht! "Was kann ich dafür, dass die Zinsen so niedrig sind, da muss ich ja Schulden machen", ist vollkommener Blödsinn!
      0 0 Melden
    • Amboss 28.01.2017 09:22
      Highlight Ich rede ja nicht von Staatsanleihen. Sondern von Zinsen für den kauf von Immobilien. Die fielen massiv, als der Euro kam. Als Spanien noch die Peseta hatte, waren sie viel höher.

      Plötzlich war ein eigenes Haus für jedermann erschwinglich. Und die Banken haben schön mitgemacht und bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit beide Augen zugemacht.

      Es lief so ab, ob es dir nun passt oder nicht.
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    • Sophia 28.01.2017 22:36
      Highlight Ambos, begreifst du gar nichts? Du als rechter Ritter redest doch immer von individueller Freiheit und Selbstbestimmung und jetzt handelten die spanischen Schuldenmacher genau nach diesem Rezept und weil dein Weltbild dadurch zerstört wird, kann es ja nicht der Freie Bürger gewesen sein, sondern die Zinsen und der Euro! Das ist ganz einfach Quatsch! Und dass es so ablief, sagte ich doch schon zwei Posts weiter oben und stellte das lediglich fest. Erinnerst du dich noch: Es ging darum, weshalb es so kam, nicht dass es so kam! Du machst neue Felder auf und flüchtest aus dem eigenen Gedankenchaos
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    • Sophia 28.01.2017 23:02
      Highlight Und weil der Platz ja hier begrenzt ist noch dies, guter Amboss: Es waren entgegen deiner Meinung nicht die kleinen Häuslebauer, welche die Immobilienkrise in Spanien verursachten, sondern regierungsnahe Grosskonzerne! Dazu musst nur mal die Südküste Spaniens entlang fahren und die Augen aufhalten!! Es war nicht der Euro es war auch nicht der Zinssatz, es waren nimmersatte, gierige Kapitalisten, die mit Zustimmung eines erzkonservativen Parlaments das ganze Schlammassel zu verantworten haben. Immerhin wusstest du noch, dass die Spanier einmal den Peso hatten. Bravo!
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    • Amboss 29.01.2017 07:58
      Highlight Dann wird es wohl so gewesen sein
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    • Sophia 29.01.2017 13:08
      Highlight Ambos, dem Namen nach bist du hart im Nehmen,trotzdem möchte ich mich entschuldigen, wenn ich mal grob geworden bin. Aber ich wehre mich immer, wenn man für alles, was schief läuft in der Welt, Dinge statt den Menschen selbst veratwortlich machen will! Was kann das Geld dafür, wenn es zum Waffenkauf benutzt wird? Was kann der Zins dafür, wenn billiger Kredit zum Kauf von Schnaps verwendet wird, an dem der Säufer dann zu Grunde geht??
      Es ist die Rechte, die solchen Unsinn so lange verbreitet, bis sich jeder sagt, die Umstände und nicht ich bin Schuld. Und dann übernimmt sie die Verantwortung!
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    • Amboss 29.01.2017 14:06
      Highlight Ich hab kein Problem, einzustecken, aber es muss fair sein. Und " Rechter Ritter " ist nicht fair.

      Schauen sie, es waren nicht Säufer, die den tiefen Zins für Schnaps missbraucht haben. Es waren normale Leute, die sich den lange gehegten Traum vom Eigenheim endlich erfüllen konnten.

      Und der Euro ist nicht einfach eine "Sache". Er wurde von Menschen eingeführt. Und es waren bauch Menschen, die bereits bei der Einführung genau vor Entwicklungen wie in Spanien gewarnt haben
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    • Sophia 29.01.2017 20:14
      Highlight Ambos, Schnaps ist auch eine Sache von Menschen geschaffen! Und manche saufen zu viel davon, egal was er kostet! Und der Euro ist auch eine Sache, wie ein Haus, oder Auto alles von Menschen geschaffen, und nach deiner Logik sollen sich diese Sachen schuldig machen können? Du hast schon eine sehr seltsame Logik Ambos! Dann schlage ich dir vor den Euro vor Gericht zu bringen!
      Es ist Europa, der Euro und die Zinsen, es ist der Schnaps und der Tabak, die an allen Unglück der Welt schuld sind, nur nicht der handelnde Mensch, der zu blöde für's Leben ist! Du wirst dich wohl auch ein Mensch nennen?
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    • Sophia 29.01.2017 20:26
      Highlight wg. Platzmangel Ambos, Grossunternehmer haben haben die Südküste von Valencia bis Cadíz vollgeklotzt mit Häusern, die sie niemals verkaufen konnten. Das spanische Fiasko war keine Zinssache, sondern reine Fehlspekulation. Dass man das vorhersagen konnte, ist kein Kunststück der Fachleute, sondern realistische Einschätzung gewesen. Das hat sogar die kleine Sophia gesehen, die zu dieser Zeit einige Wochen in Spanien weilte!
      Die kleinen Häuslebauer hatten überhaupt keinen Anteil an der Krise, das ist dummes Geschwätz der Rechten, die sich damit als die Retter des Vaterlandes aufspielen wollen.
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    • Amboss 29.01.2017 23:28
      Highlight Du kannst jetzt noch stundenlang darüber lamentieren, wer jetzt welche Rolle hatte und ob jetzt die Menschen, die Konzerne, die WÄhrung oder was auch immer Schuld hatte.

      Es ist einfach so: Hätte Spanien den Euro nicht eingeführt und wäre bei der Peseta geblieben: Es hätte nie und nimmer eine derartige Immobilienkrise gegeben
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    • Sophia 30.01.2017 09:31
      Highlight Wenn du Unsinn verbreitest und nicht weiterkommst, dann flüchtest du in unbeweisbare Behauptungen. Der Peso, nicht von Menschen gemacht? das ist doch zum Lachen! Amboss, ich habe dich verstanden: Wenn sich einer sich zu Tode säuft, dann ist der von Menschen gemachte Schnaps dran Schuld, wenn einer mit dem Auto einen Menschen überfährt, dann ist das Auto dran Schuld, wenn einer einen erschiesst, dann ist die Schusswaffe dran schuld! Das halte ich für eine völlig verquere Logik. Das ist rechte und verwerfliche Politik: Nur ja keine Verantwortung für sein Handeln übernehmen!
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    • Amboss 30.01.2017 11:28
      Highlight Nein, geschätzte Sophia, du hast mich hier falsch verstanden. Ich sage nichts über Schuld oder Verantwortung.
      Ich sage nur das: Hat ein Alkoholiker eine Flasche Schnaps vor sich, trinkt er wahrscheinlich. Kann er nicht an Alkohol gelangen, so trinkt er auch nicht. Ohne Auto kann man niemanden überfahren. Ohne Waffe niemanden erschiessen.

      Ebenso in Spanien: Mit dem Euro konnten die Banken erstmals tiefe Zinsen verlangen, anders als früher bei der Peseta.
      Man hatte die Möglichkeit - man hat sie genutzt. Deshalb kam es zur Krise.

      Der Mensch ist nun mal von Natur aus gierig. Ist leider so.
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