International

Der Chemieunfall in Ludwigshafen vom 17. Oktober hat ein weiteres Menschenleben gefordert. Bild: EPA/DPA

Zahl der Todesopfer nach BASF-Explosion auf vier gestiegen

29.10.16, 16:52 29.10.16, 17:07

Die Zahl der Todesopfer nach dem Explosionsunglück bei der BASF im deutschen Ludwigshafen ist laut Unternehmensangaben auf vier gestiegen. Ein Mitarbeiter der Werksfeuerwehr erlag am Samstag seinen Verletzungen, wie das Chemieunternehmen mitteilte.

Bei einer Explosion mit nachfolgenden Bränden im sogenannten Landeshafen Nord waren am 17. Oktober drei Menschen getötet worden, zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr und der Matrose eines Tankschiffs.

30 Menschen wurden verletzt, acht davon schwer. Zu ihnen gehörte auch der jetzt verstorbene Feuerwehrmann. Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt.

Weitere Ermittlungen

«Ich bin zutiefst betroffen, dass infolge des Unglücks ein weiterer Mitarbeiter verstorben ist. Die ganze BASF trauert», wurde der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock in der Mitteilung zitiert. «Unsere Gedanken sind bei unserem verstorbenen Kollegen, seiner Familie und seinen Angehörigen.»

Bei der Polizei gab es für den weiteren Todesfall zunächst keine Bestätigung. Zuständig für Presseauskünfte sei die Staatsanwaltschaft, sagte ein Sprecher. Dort war am Samstag niemand zu erreichen.

An der Unglücksstelle laufen unterdessen die Vorbereitungen für weitere Ermittlungen. Es liefen Vorarbeiten, «damit unsere Kollegen gefahrlos mit der Sicherung von Spuren und Asservaten weitermachen können», hatte ein Polizeisprecher am Freitag gesagt.

Nach Bocks Angaben hat die Staatsanwaltschaft gefordert, dass vor den Ermittlungen am Unglücksort auch jene Pipelines abgestellt werden, die nicht bei dem Unglück beschädigt wurden. «Das passiert jetzt in den nächsten Tagen», hatte Bock am Donnerstag gesagt.

(dsc/sda/dpa)

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Schweizer wegen Spionageverdacht in Deutschland festgenommen

In Frankfurt ist am Freitag ein 54-jähriger Schweizer unter Spionageverdacht verhaftet worden. Er soll während über fünf Jahren für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen sein, wie die deutschen Behörden mitteilten.

In der hessischen Metropole Frankfurt und im hessischen Landkreis Wetteraukreis seien mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht worden, teilte die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in einem Communiqué weiter mit.

Dem Zugriff auf den Schweizer liege ein Haftbefehl …

Artikel lesen