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Deutsche vergrub ihre tote Freundin im Garten und kassierte jahrelang deren Rente

In Alsfeld hat der Prozess gegen eine 74-Jährige begonnen. Die Frau gestand, die Leiche einer Freundin im Garten vergraben zu haben. Laut Anklage prellte sie Versicherungen um insgesamt über 147'000 Franken.

24.03.16, 09:59

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Weil sie jahrelang die Rente einer toten Freundin kassiert haben soll, muss sich eine 74-Jährige nun vor dem Amtsgericht Alsfeld verantworten. Die Rentnerin aus dem Vogelsbergkreis in Hessen legte zum Prozessauftakt ein Geständnis ab.

Sie habe ihre tote Freundin im Garten vergraben, um deren Pflegegeld und Rente zu erhalten, sagte die Angeklagte. Die Frau, die sie zuvor jahrelang gepflegt hatte, sei mit 81 Jahren einen natürlichen Tod gestorben.

Vor Gericht steht die 74-Jährige wegen gewerbsmässigen Betrugs. Laut Staatsanwaltschaft wurden drei Versicherungen um insgesamt rund 147'000 Franken geprellt. Die Angeklagte sagte in dem Prozess aus, ihr Bruder habe ihr geholfen, die in eine Wolldecke gewickelte Tote zu vergraben.

Die Freundin starb im Frühjahr 2005, doch erst im Dezember 2013 meldete die Gemeindeverwaltung sie als vermisst. Eine Sonderkommission der Polizei fand die Leiche dann im Sommer 2014. Das Vergraben von Toten im Garten ist juristisch eine Ordnungswidrigkeit, in diesem Fall aber bereits verjährt. Der Prozess wird am 5. April fortgesetzt.

wit/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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