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War als Gast am Bundespresseball: Bundespräsident Joachim Gauck mit Partnerin Daniela Schadt. Bild: Getty Images Europe

Deutsche Journalisten-Vereinigung sagt sorry wegen Flüchtlings-Witz

Publiziert: 01.12.16, 05:37 Aktualisiert: 01.12.16, 06:07

Alle Jahre lädt die deutsche Bundespressekonferenz zum Bundespresseball. Die 65. Ausgabe am 25. November hat nun aber einen faden Nachgeschmack. Grund ist ein Beitrag in der traditionellen Festschrift, wie verschiedene Medien und Reaktionen in sozialen Netzwerken zeigen.

Das Heftchen, der sogenannte Almanach, wird demnach jeweils im Nachgang an die anwesenden Journalisten verschickt. Leichter Lesestoff über die Branche und den lustigen Abend enthält er in der Regel. Ein Beitrag mit dem Titel «Schwimmkurs für Flüchtlinge» sorgte in der aktuellen Ausgabe allerdings für Empörung. Geschrieben hat den Text demnach die «Bundesbade-Agentur». Und das sah dann so aus:

Die Reaktionen auf die Satire fielen harsch aus:

Die Bundespressekonferenz sah sich in der Folge genötigt, eine Entschuldigung zu publizieren:

Die deutschen Parlamentskorrespondenten gründeten im Herbst 1949 die Bundespressekonferenz (BPK). Ihr Zweck ist es, Pressekonferenzen mit massgeblichen Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu veranstalten. Derzeit gehören der BPK rund 900 Parlamentskorrespondenten an. Die BPK organisiert den jährlichen Bundespresseball. (kad)

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
13 Kommentare anzeigen
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  • aye 01.12.2016 09:13
    Highlight Volksverhetzend? Was für ein Unsinn.

    Vielleicht nicht gerade die beste Satire aller Zeiten, aber:
    Am Bundespresseball sind hohe Politiker und bekannte Journalisten anzutreffen. Mit diesem Flyer werden sie daran erinnert, dass die bisherigen Massnahmen in der Flüchtlingskrise in etwa so hilfreich waren, wie es diese fiktiven Schwimmkurse wären.

    Und wenn man jetzt noch mehr über den Gedanken dahinter nachdenken würde anstatt stumpf "Volksverhetzung!" zu rufen, wäre das Ziel erreicht. Selbstzensur und das ignorieren unbequemer Wahrheiten macht die Flüchtlinge hingegen auch nicht glücklicher.
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  • Jaing 01.12.2016 07:31
    Highlight Jetzt sind auf einmal sogar Journalisten der Meinung, dass Satire nicht alles darf und fordern die Entlassung von Verantwortlichen. Ziemlich peinlich.
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  • Wilhelm Dingo 01.12.2016 07:27
    Highlight Satire darf alles ausser auf schwachen herumzutrampeln.
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  • Chesus80 01.12.2016 07:26
    Highlight Die politische Korrektheit wird uns alle fressen
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    • ujay 01.12.2016 15:37
      Highlight Nein,wird sie nicht.Billige Witzchen über Menschen in Not zu machen und dann zu verharmlosen,das zerfrisst die Gesellschaft.Leider wurde in den letzten Jahren durch gewisse Politiker;Beispiel Mörgeli:Facharbeiter-Witz etc,das Feld geebnet und fällt anscheinend auch bei ihnen auf Fruchtbaren Boden.Satire darf im übrigen nicht alles,etwas Feingefühl braucht es,sonst sinkt dieses Medium auf schenkelklopfer Niveau. Satire hat mit der hohen Kunst des Wortes und der Darstellung zu tun.
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  • Domino 01.12.2016 06:44
    Highlight Typisch Deutschland. Da werden täglich Leute gehitlert und öffentlich an den Pranger gestellt. Multikulti bekommt zu Monokulti, wo nur noch eine Meinung erlaubt ist, und Satire schon gar nicht. Damit sind sie näher an ihrem verhassten 3. Reich als ihn lieb ist. Politisch korrekt bis zum letzten Atemzug.
    Nur weil ihre Ideologie nicht aufgeht: man kann nicht für einen Flüchtlingszuzug sein und dabei nicht in kauf nehmen wollen, dass die Menschen unterwegs ertrinken. Man kann nicht für muslimische Werte einstehen und gleichzeitig für LGBT-Rechte einsetzen. Es gibt X Interessen die sich kreuzen.
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    • Electric Elephant 01.12.2016 16:05
      Highlight "Nur eine Meinung erlaubt", "Nahe am 3. Reich", "politisch korrekt bis zum letzten Atemzug" - huiuiui - ich seh schon: ein wahrer Deutschland-Kenner... Dass eine solche Häufung von Vereinfachungen, zurechtgebogenen Fakten und populistischem Bullshit auch noch Herzchen kriegt, befremdet mich jetzt irgendwie schon ein bisschen. Ich behaupte nicht dass alles gut läuft in DE. Aber wer das heutige Deutschland als Nahe dem 3. Reich bezeichnet, hat irgendwie schon eine ganz verquere Wahrnehmung!
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    • Domino 02.12.2016 08:38
      Highlight Wenn nur noch eine Meinung erlaubt ist, ist es dann noch eine Demokratie?
      Ich bin jedem Dankbar der Dagegen ankämpft. Ob jetzt Ken Jebsen von der Linken Seite, Dirk Müller von der Wirtschaft, Broder als Journalist oder Nicolaus Fest von der AfD...
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    • Electric Elephant 02.12.2016 10:55
      Highlight All diese Herren können ja ihre Meinung äußern, oder etwa nicht? Sorry dieser Vergleich ist einfach nur ein Ausdruck von mangelndem Geschichtsverständnis...
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    • Domino 02.12.2016 12:41
      Highlight Ja, das können sie. Sie müssen aber damit rechnen öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Darum verstummen viele.
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    • Electric Elephant 02.12.2016 14:46
      Highlight Kritik an Meinungen gehört auch zur Meinungsfreiheit! Ist das wirklich so schwierig?
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    • Domino 02.12.2016 19:42
      Highlight Klar ist Kritik erlaubt. Kritik heisst aber mit rationalen Miteln zu wiedersprechen und nicht ein Shitstorm loszutreten und so wie die Bild öffentlich zu diffamieren. Hier ist ein Video das aufzeigt was ich meine:
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  • pamayer 01.12.2016 06:28
    Highlight Der Postillon und Charlie Hebdo dürfen das. Der Böhmi und viele andere Satiriker auch. Da hat nicht mal der Erdi was zu meckern, geschweige denn seine Ziegen.

    Wo liegt das Problem? Verstehe ich was falsch?
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