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Was Merkel jetzt über «Wir schaffen das» denkt

«Wir schaffen das» wurde zum Symbolsatz der deutschen Flüchtlingspolitik. Inzwischen stellt Kanzlerin Merkel ihre berühmte Aussage infrage: Sie sei «fast zu einer Leerformel geworden».

Publiziert: 17.09.16, 11:02 Aktualisiert: 17.09.16, 14:10

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Die drei Worte sollten die deutsche Flüchtlingskrise prägen. Am 31. August 2015 sagte Angela Merkel in der Bundespressekonferenz den Satz «Wir schaffen das». Seitdem wurde er tausendfach kommentiert, kritisiert und wiederholt. Auch die Kanzlerin hat ihn in gleicher oder leicht abgewandelter Form noch mehrfach benutzt. Nun jedoch gibt es eine erste, leichte Distanzierung der CDU-Chefin.

Der «Wirtschaftswoche» sagte sie in einem Interview: «Manchmal denke ich aber auch, dass dieser Satz etwas überhöht wird, dass zu viel in ihn geheimnist wird. So viel, dass ich ihn am liebsten kaum noch wiederholen mag, ist er doch zu einer Art schlichtem Motto, fast zu einer Leerformel geworden.»

Heikler Zeitpunkt für Interview

Zugleich erklärte Merkel, dass sich gewisse Teile der Bevölkerung durch ihre Aussage sogar provoziert fühlten – zu Unrecht. Vielmehr habe sie den ikonischen Satz als Ansporn gemeint, «weil ich genau weiss, dass wir alle in unserem Land gemeinsam sehr viel zu schultern haben, aber dass sich das in den übertrieben oft wiederholten drei Wörtern nicht sofort abbildet.»

Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung von Merkels Interview ist durchaus heikel, am Sonntag wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus – und in den Umfragen sieht die CDU schlecht aus. Den Christdemokraten droht zwei Wochen nach Mecklenburg-Vorpommern der nächste Absturz. (jok)

Merkels Gesichtszüge

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