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Claudia D., die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann. Bild: EPA/DPA

Justiz ermittelt: Ex-Geliebte soll Jörg Kachelmann der Freiheit beraubt haben

07.03.17, 09:58 07.03.17, 10:40

Gegen die frühere Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Ermittlungen wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung eingeleitet. Das bestätigte eine Justizsprecherin.

Die Staatsanwaltschaft wurde dabei von sich aus tätig – als Konsequenz aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt von 2016. Das OLG entschied damals, dass die Frau im Jahr 2010 Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt habe. In dem Prozess ging es um Schadenersatz, nicht um Freiheitsberaubung. Der Schweizer Wettermoderator sass 132 Tage in Untersuchungshaft.

Jörg Kachelmann sass 132 Tage in U-Haft. Bild: EPA

«Justizskandal»

Bei der Prüfung des OLG-Richterspruchs habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim. Wann das Verfahren abgeschlossen sein wird und welchen Ausgang dieses hat, sei derzeit unklar. Die Durchsicht von tausenden Aktenseiten dauere vermutlich noch Monate. Die Justiz in Mannheim ist zuständig, da sich der Fall in diesem Landgerichtsbezirk zugetragen hatte.

Das OLG Frankfurt hatte geurteilt, die Frau sei mit «krimineller Energie» und «direktem Vorsatz» vorgegangen. Dies habe zur Freiheitsberaubung – Kachelmanns U-Haft – geführt. Die aus Baden-Württemberg stammende Ex-Geliebte hatte das Urteil als «Justizskandal» bezeichnet. (whr/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • pamayer 07.03.2017 11:18
    Highlight Neue Windrichtung oder weiterhin grosse Turbulenzen?
    7 4 Melden
  • Boogie Lakeland 07.03.2017 11:09
    Highlight Was Alice Schwarzer wohl sagen würde...
    40 1 Melden
  • K3tsch 07.03.2017 11:06
    Highlight Karma...
    26 3 Melden
  • Citation Needed 07.03.2017 10:36
    Highlight Sie hat auch seine Karriere zerstört. Er hat recht, wenn er sich wehrt und seinen Ruf reparieren will.
    Jetzt soll bitte noch die Schwarzer öffentlich eingestehen, dass sie sich in dem Fall verstiegen hat. Zwar ist eine Klage Kachelmanns gegen ihre publizistische Parteinahme in dem Fall gescheitert, aber sie hat ihn schlicht vorverurteilt. Sollte man nicht, darf man nicht, bringt nichts.
    46 4 Melden
    • fox kilo 07.03.2017 13:50
      Highlight Ich fürchte leider, dass das der Frau Schwarzer bei ihrer Klientel und in ihrem Geschäftsmodell schon etwas gebracht hat und weiter bringt.
      6 0 Melden
    • Citation Needed 07.03.2017 14:15
      Highlight fox kilo: ich glaube, sie hat inzwischen erkannt, dass sie eine zu weit ging, hat aber nicht die Grösse, es zuzugeben.
      Und was ich auch glaube: es hat 'ihrer Klientel' (zu der ich mit nicht zähle, trotz feministischer Überzeugungen!) vielleicht etwas gebracht, dem Feminismus als solchem, mit dem sie viele noch 1:1 gleichsetzen, aber nichts, sogar im Gegenteil.
      Wie so oft: Frau Schwarzer war mal wichtig und hat viel bewegt, dann aber das Augenmass verloren.
      Ihre Schreibe gegen Kachelmann war juristisch unanfechtbar, aber dennoch zu krass.
      5 0 Melden
  • elmono 07.03.2017 10:29
    Highlight Wurde auch Zeit. 132 Tage in U-Haft, das wünsch ich keinem ne Woche.
    37 0 Melden
    • Echo der Zeit 07.03.2017 18:05
      Highlight Besonders wen du noch Unschuldig bist und drausen dein Ruf Zerstört wird.
      5 0 Melden

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