International

Trauer in Berlin

Mutmassliche Kontaktperson des Berlin-Attentäters wieder frei

Der mutmassliche Attentäter von Berlin nutzte mehrere Identitäten. Nach Informationen des «Spiegel» eröffnete die Staatsanwaltschaft Duisburg im April 2016 ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen Anis Amri.

29.12.16, 11:19 29.12.16, 15:14

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Aktuell: Die mutmassliche Kontaktperson von Amir Amri ist wieder auf freiem Fuss. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilte am Donnerstag mit, sie habe keinen Haftbefehl gegen den 40-Jährigen beantragt.

Den deutschen Ermittlungsbehörden war früh bekannt, dass der mutmassliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt mehrere Identitäten nutzte. Nach Informationen des «Spiegel» eröffnete die Staatsanwaltschaft Duisburg im April 2016 ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen Anis Amri, weil er für einen kurzen Zeitraum im November 2015 mehrfach Sozialleistungen bekam.

Bei der Berliner Staatsanwaltschaft wurde Amri bereits 2015 aktenkundig. Auf dem Gelände des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso), wo der Tunesier offenbar unter dem Namen «Ahmad Zaghoul» auftrat, soll Amri einem Wachmann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das Verfahren wurde eingestellt, weil «Zaghoul» nicht auffindbar war.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führte Anis Amri später absichtlich unter einem falschen Namen, um ihn trotz laufender Ermittlungen in Sicherheit zu wiegen. Ein Vertreter der Behörde war im März bei einer Besprechung im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) dabei, wo es um den Fall Amri ging. Auf Bitten der Sicherheitsbehörden liess das BAMF Amri in dem Glauben, es kenne seinen richtigen Namen nicht. Die Ausländerbehörde in Kleve stellte daraufhin eine Duldungsbescheinigung aus – auf Ahmed Almasri.

Berlin-Attentäter im Visier der Behörden

Diese Aufenthaltsbewilligung lag zusammen mit 230 Euro in einem Portemonnaie im LKW, den Anis Amri in den Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert hatte. Es ist eine von acht Identitäten, die Amri nutzte und die den Behörden weitestgehend bekannt waren. So hielt das Landeskriminalamt in Düsseldorf Amri für einen Salafisten und radikalen Fundamentalisten, das Polizeipräsidium Dortmund stufte ihn als Sympathisanten des «Islamischen Staates» ein. Zudem war ein Chat vom Februar 2016 bekannt, in dem sich Amri mutmasslich als Selbstmordattentäter angeboten haben soll.

quelle: tagesanzeiger.ch 

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Micha-CH, 16.12.2016
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  • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 13:39
    Highlight Was für ein Zufall, diese Meldung:
    http://www.wsws.org/en/articles/2016/12/28/berl-d28.html
    5 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 18:05
      Highlight "World Socialist Web Site"?! OMG
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 18:12
      Highlight UI soooo schlimm diese Wörter, gäll?

      Mit Bezug auf ARD Brennpunkt. Aber soweit hast du dann ja gar nicht gelesen....
      0 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 18:26
      Highlight Ja, ich frage mich gerade, ob nicht eine "World Realist Web Site" noch sinnvoller wäre ;-)

      Ne schon ok, brauchts ja auch, aber bleib mir mit den Einhörnern weg!
      1 0 Melden
    600
  • Deverol 29.12.2016 13:20
    Highlight Hat man nicht vor einem halben Jahr versprochen, keine Bilder von Terroristen* mehr zu zeigen? Diesen Amri kann man aber alleine bei Watson täglich mehrere Male sehen...

    (* wer bestimmt, ob jemand nun ein Rebell, Krimineller oder Terrorist ist?)
    10 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 13:40
      Highlight "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!"? ;)
      9 3 Melden
    600
  • stamm 29.12.2016 12:22
    Highlight Aaaach...wer hätte das wohl gedacht....sicher ein Einzelfall...oder gibt es solche auch in der Schweiz? Nein, nein, bei uns funktioniert das Integrationsprogramm sicher besser.
    29 16 Melden
    • Morph 29.12.2016 12:44
      Highlight Nein... Aber man muss der Schweiz bezüglich Terrorismus zu gute halten, dass alle die keine anerkannten Asylbewerber sind auch keinen Reisepass für den schengenraum bekommen... Das mag ganz viele Nachteile haben, erweist sich für terroristen jedoch als Nachteil bei der Netzwerk-Pflege...
      10 1 Melden
    600
  • Stachanowist 29.12.2016 11:59
    Highlight Warum muss eigentlich bei jedem Artikel zu diesem Terroristen das Bild seiner trauernden Mutter gezeigt werden?

    Dass seine Mutter um ihn trauert, ist vollkommen nachvollziehbar und menschlich. Doch verdreht die inflationäre Verwendung dieses Fotos implizit die Täter-Opfer-Konstellation von Berlin.

    Die Trauer um einen Massenmörder sollte nicht das sein, was die mediale Bildsprache zu einem Massaker dominiert.
    75 2 Melden
    600
  • Wisegoat 29.12.2016 11:52
    Highlight Das läuft 100000-fach so in ganz Europa
    40 2 Melden
    600
  • Enzasa 29.12.2016 11:44
    Highlight "(Bamf) führte Anis Amri später absichtlich unter einem falschen Namen, u"

    Jetzt folgen Hunderte Kommentare mit Empörung:" so werden kriminelle Asylvewerber geschützt"
    Nur weil wie oben die Aussage aus dem Kontext gerissen wird.
    2 38 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 11:40
    Highlight Illegal einreisen, dann abkassieren und ausnehmen. Am Ende sprengt man die Ungläubigen in die Luft. So läuft das.
    68 4 Melden
    • Angelo C. 29.12.2016 14:33
      Highlight Nicht absolut zu verallgemeinern, aber von der Grundsatzerwägung her auch nicht gänzlich falsch - und dies nicht nur in Deutschland 👍!

      Diese Einsichten werden nun mancherorts zu schwindender Akzeptanz gegenüber vielen islamischen Migranten führen, speziell aber gegenüber den Nordafrikanern.

      Sie (die Einsichten) könnten Merkel kommendes Jahr überdies die Kanzlerschaft kosten, während die AfD wohl als zweitstärkste Partei in den Bundestag einziehen wird.

      Um dies zu erkennen, muss man weder Hellseher sein, noch das Orakel von Delphi bemühen...
      16 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 11:35
    Highlight "Berlin-Attentäter im Visier der Behörden"...
    vieles war über diese person bekannt, aber trotzdem hat man nicht mehr unternommen.
    das zeigt doch klar; mehr überwachung bringt nicht zwingend mehr sicherheit vor fanatischen menschen.
    36 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.12.2016 11:52
      Highlight Ist schon interessant , wie viele sich in diesen Foren für Nachrichten-Spezialisten halten!
      13 21 Melden
    • Datsyuk * 29.12.2016 12:31
      Highlight Trader, du also auch..? ;)
      2 8 Melden
    • Froggr 29.12.2016 13:41
      Highlight Doch eben genau das heisst es! Man wusste viel über ihn (eben durch die Überwachung) aber trotzdem hatten die Behörden nichts unternommen, weil sie nicht dazu in der Lage waren.
      8 1 Melden
    600

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

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