International

Razzia bei mutmasslichem Kontaktmann von Anis Amri

03.01.17, 20:54 04.01.17, 06:06

Bei den Ermittlungen nach dem Berliner Terroranschlag sind die Fahnder möglicherweise einen bedeutenden Schritt weitergekommen. Die Bundesanwaltschaft will am Mittwoch Informationen zu zwei Kontaktmännern des mutmasslichen Attentäters Anis Amri liefern.

Die deutsche Behörde hatte am Dienstag in einem Berliner Flüchtlingsheim die Unterkunft eines 26-jährigen Tunesiers durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht, dass er «von den Anschlagsplänen wusste und möglicherweise Anis Amri geholfen hat», hiess es aus Karlsruhe.

Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen waren am 19. Dezember auf einem Weihnachtsmarkt zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Der 24-jährige Tunesier Amri wurde wenige Tage später in Italien von der Polizei erschossen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hat der 26-jährige Kontaktmann seinen Landsmann Amri spätestens seit Ende 2015 gekannt und «noch in zeitlicher Nähe zum Anschlag mit ihm in Kontakt» gestanden. Nach Informationen des Radiosenders SWR gilt der Mann als Beschuldigter.

Die Bundespolizei-Spezialeinheit GSG9 soll demnach die Unterkunft durchsucht haben. Einen Haftbefehl hätten die Ermittler allerdings zunächst nicht beantragt. Der Mann sei aber vorläufig festgenommen worden, da wegen eines anderen Verfahrens gegen ihn ermittelt werde, berichtet der SWR.

Wohnung durchsucht

Laut Bundesanwaltschaft wurde auch eine Wohnung in Berlin durchsucht. Dort soll sich ein früherer Mitbewohner Amris aufgehalten haben.

«Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Zeuge möglicherweise ebenfalls in zeitlicher Nähe zum Anschlag Kontakt zu Anis Amri», erklärte die Behörde. Die Durchsuchung diene dazu, weitere Erkenntnisse über das Verhalten Amris vor und nach der Tat zu gewinnen. Zu Festnahmen oder Befragungen wurde nichts mitgeteilt. (sda/dpa)

Berlin trauert

Das könnte dich auch interessieren:

Schleichender Jodmangel in der Schweiz: Werden wir wieder zu «Idioten der Alpen»?

Grünen-Chefin Rytz: «Wir haben punkto Energiewende viel bessere Karten als Deutschland»

17 Dinge, die du (wahrscheinlich) nur verstehst, wenn du in der IT arbeitest

Von A wie Assistkönig bis Z wie Zuschauer: Das ABC der Bundesliga-Saison

Eine Million Gründe, warum ich nie wieder an ein Konzert gehen werde

«Arena»-Fight ums Fleisch: Veganerin fetzt Verbotsgegner – und alle lieben Bauer Capaul 

7 klassische Handy-Chats vom Wochenende, die jeder kennt – und was dahinter steckt

10 mysteriöse Entdeckungen, die uns heute noch verblüffen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1 Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Bijouxly 03.01.2017 21:55
    Highlight "mutmasslich"? War man sich da nicht sicher..? Bin verwirrt.
    3 0 Melden
    600

Nicht der Koran verführt die «IS»-Terroristen, sondern die Verachtung für die Aufklärung

Die Grausamkeit der «IS»-Terroristen knüpft an eine Tradition an, die mit Jean-Jacques Rousseau begonnen hat – und bis heute weitergeht.

Peter Thiel, Milliardär und umstrittener Vordenker im Silicon Valley, war eine der wenigen IT-Grössen, die Donald Trump im Wahlkampf unterstützt haben. Er vertritt extrem libertäre Positionen und würde am liebsten aus dem Staat Gurkensalat machen. Jetzt freut sich Thiel nicht, dass sein Kandidat gewonnen hat, sondern er befürchtet, dass er zu brav sein wird. «Alle sagen, Trump werde zu viel verändern», erklärte er der «New York Times». «Vielleicht wird er zu wenig verändern. Das …

Artikel lesen