International

Überwachungskameras in Deutschland. Bild: EPA/DPA

Spionageaffäre: Bundesnachrichten-
dienst stoppt Internetüberwachung für NSA

07.05.15, 02:13 07.05.15, 09:31

Mitten in der BND-Affäre in Deutschland hat der Bundesnachrichtendienst laut Medienberichten die Internetüberwachung für den US-Geheimdienst NSA eingestellt.

Seit Anfang der Woche würden keine Internet-Verkehre mehr erfasst, meldeten die «Süddeutsche Zeitung», der NDR und der WDR in der Nacht auf heute.

Zuvor habe der deutsche Geheimdienst in Absprache mit dem Kanzleramt die USA aufgefordert, zu jeder Person oder Institution eine ausdrückliche Begründung für die Überwachung zu liefern.

Die NSA-Affäre wurde zu einer heiklen Angelegenheit für Angela Merkel.  Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Die Aufforderung sei eine Reaktion auf die jüngsten Enthüllungen gewesen, wonach der BND der NSA über Jahre geholfen haben soll, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

Nach kurzer Prüfung habe die NSA erklärt, keine Begründungen liefern zu können. Dies sei in kurzer Zeit kaum möglich. Mit dem Ende der Internet-Erfassung würden im bayerischen Bad Aibling, wo 120 Mitarbeiter des BND sowie einige NSA-Techniker arbeiten, nur noch Fax-Verkehre und Telefongespräche abgefangen.

Anders als bei Internet-Suchbegriffen habe die NSA hierfür bereits in der Vergangenheit eine Begründung für die geplante Überwachung liefern müssen, heisst es in den Medienberichten. (feb/sda/reu/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • zombie1969 07.05.2015 14:35
    Highlight Ein Stürmchen im kleinen Wasserglas. Doch das deutsche Politestablishment tut so, als ob es etwas gegen die USA ausrichten könnte. A. Merkel bleibt weiterhin zuverlässig gegenüber den USA. Sie lässt es ein wenig rumoren, das beruhigt die Gemüter, denn manche haben das Gefühl sie spielten eine Rolle der Bedeutung. In kurzer Zeit legt sich der Staub wieder fest auf das bequeme Leben nieder. Und wer nicht zu sehr aufmüpfig aufgefallen ist, darf weiter am Futtertrogbleiben.
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