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Trumps echte Skandale: Davon will der US-Präsident mit seinen #alternativefacts ablenken

Selten hat ein US-Präsident so skandalbelastet sein Amt angetreten wie Donald Trump. Er entfacht täglich Wirbel, um davon abzulenken. Wie lange kommt er noch damit durch? Die brisantesten Themen im Überblick.

26.01.17, 12:14 26.01.17, 16:43

Marc Pitzke, New York

Ein Artikel von

Bald gibt's mehr davon: Die besten Tweets von Trump

«Ich liebe Chicago», sagte Donald Trump, «tolle Stadt.» Nur all diese Morde, «ein schreckliches Gemetzel», «die Leute werden links und rechts erschossen». Dabei sei das Problem doch so einfach zu lösen. Und wenn Chicago das nicht alleine schaffe, werde er das eben selbst in die Hand nehmen müssen.

Es ist eine kurze und doch bezeichnende Passage: Übertreibung, Unwahrheit, Drohung sind Trumps bevorzugte Mittel. Auch in seinem ersten TV-Interview als US-Präsident, das er dem Sender ABC gab, griff er darauf zurück.

Viel Lärm um Nichts: Donald Trump. Bild: EPA/Getty Images North America POOL

Trump wiederholte falsche, haltlose und gefährliche Behauptungen der vergangenen Tage: Das «grösste Publikum aller Zeiten» habe seiner Vereidigung beigewohnt. Seine Wahl sei «einer der grössten Siege überhaupt» gewesen, trotz millionenfachen Wahlbetrugs. Folter funktioniere – und sei ein probates Mittel im Kampf gegen den Terror.

Die fast schon alltäglichen Aufreger vernebeln den Blick auf die wahren Skandale der noch jungen Ära Trump. Und da gibt es einige. Die vier brisantesten Komplexe im Überblick.

Trumps Interessenkonflikte

Seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten sind seine Interessenkonflikte in den Hintergrund gerückt. Zwar ist er von allen Posten seines Konzernkonglomerats zurückgetreten und hat die Leitung an seine ältesten Söhne abgetreten. Trotzdem ist er bis heute der Besitzer.

Am Montag kam dann die erste Klage, eingereicht von der Watchdog-Gruppe Citizens for Responsibility and Ethics (Crew) bei einem New Yorker Bezirksgericht. In dem 37-seitigen Dokument berufen sich die Kläger auf eine Klausel der US-Verfassung, die es dem höchsten Amtsträger verbietet, Vergütungen aus dem Ausland anzunehmen. Trumps Konzern habe zahllose ausländische Investoren und operiere in mehr als 20 Ländern wie China, Taiwan, Indien, Saudi-Arabien, Indonesien, den Philippinen, der Türkei – und Russland. Die Kläger fordern die Offenlegung von Trumps Vermögensverhältnissen und Steuern.

Die Steuern

Auch andere wollen Trumps Steuererklärung veröffentlicht sehen. Denn sie könnte womöglich dubiose Quellen seines Reichtums zeigen. WikiLeaks forderte Insider auf, Dokumente doch bitte anonym an die Enthüllungsplattform weiterzureichen – um sie dann online zu veröffentlichen.

Anders als alle US-Präsidenten seit 1976 weigert Trump sich, seine Steuererklärungen herauszugeben. So kann er die vermeintliche Höhe seines Vermögens unwidersprochen darstellen und dessen Herkunft vertuschen. Woher stammen seine Milliarden wirklich? Eines Tages wird diese Frage beantwortet werden.

Die Russen

Trumps mutmassliche Verbindungen zu Moskau stehen im Mittelpunkt mehrerer Ermittlungsverfahren, da dürfte bald mehr durchsickern. Die Geheimdienstausschüsse des Kongresses untersuchen Russlands Hackerangriffe. CIA, FBI und NSA prüfen die angeblichen Verbindungen des Trump-Teams zu Russland – laut Medienberichten soll es Telefonate und «finanzielle Transaktionen» gegeben haben.

Auch der neue US-Sicherheitsberater Mike Flynn steht im Visier. Er soll an dem Tag, als Obamas Regierung wegen der Cyberaffäre Sanktionen gegen Russland verhängte, mit Moskaus Botschafter in den USA telefoniert haben. Darüber hinaus klagt das Magazin «Politico» auf Freigabe eines internen, zweiseitigen Papiers von CIA und FBI, in dem das angebliche kompromittierende «Erpressungsdossier» Russlands über Trump zusammengefasst wird.

Die Medien

Trump hat gesagt, er befinde sich im «Krieg mit den Medien». Das hat viele US-Journalisten mit neuem Tatendrang erfüllt. Landesweit forschen Rechercheteams nach Trumps Geheimnissen.

Die grossen Zeitungen, allen voran die «New York Times», entlarven seine Unwahrheiten täglich auf ihren Titelseiten. Die «Times», die Agentur AP und andere haben Websites und Telefonnummern à la WikiLeaks eingerichtet, um anonyme Tipps und Leaks zu ermuntern. Da ist also noch einiges zu erwarten.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Amadeus75 26.01.2017 20:19
    Highlight

    0 0 Melden
  • dracului 26.01.2017 18:14
    Highlight Trump ist wohl einer der durchsichtigsten Politiker überhaupt. Er lässt kein Fettnäpfchen aus und versäumt kaum einen Skandal. Selbst über seine Penisgrösse wurde bereits im Wahlkampf diskutiert. Und trotz dieser Transparenz und all den Peinlichkeiten, ist er doch gewählt worden! Es würde mich deshalb erstaunen, wenn die Journalisten noch mehr finden würden. Alles was noch aufgedeckt werden kann, ist bei Trump nur noch eine Variation von längst Bekanntem!
    0 1 Melden
  • Pisti 26.01.2017 17:50
    Highlight Und wo sind nun seine wahren Skandale? Irgendwie ist Watson wie Trump selbst, einfach mal was raus posaunen, das weder Hand und Fuss hat. Jetzt müsst Ihr dann liefern, sonst macht Ihr euch ziemlich unglaubwürdig.
    0 3 Melden
  • Töfflifahrer 26.01.2017 17:41
    Highlight Ich dachte ich wache aus dem Grippedelirium auf und Trump war nur ein Albtraum. Selten so geirrt!
    25 5 Melden
  • Money is everything 26.01.2017 17:09
    Highlight Die vereidigung war auch dieeist gesehene. Noch nie wurde eine Vereidigung so oft im Livestream angesehen. Also von wegen haltlose Behauptungen...Das sind eher haltlose Unterstellungen.
    15 51 Melden
    • Juliet Bravo 26.01.2017 18:18
      Highlight Und jetzt? Das war nicht Trumps Behauptung.
      1 0 Melden
    • Blutgrätscher 26.01.2017 18:33
      Highlight Auf welchem Live-Stream hast du denn Obama 2009 geschaut? Youtube Live? Twitch? Facebook Livestream?

      5 0 Melden
    • meerblau 26.01.2017 18:55
      Highlight Dann her mit Zahlen und Quellen.
      3 0 Melden
  • R. Peter 26.01.2017 16:04
    Highlight "Die Geheimdienstausschüsse des Kongresses untersuchen Russlands Hackerangriffe"

    Gibt es nun Beweise für die angeblichen Hackerangriffe oder wurde aus der Behautpung nun stillschweigend eine Tatsache?
    89 13 Melden
    • Hierundjetzt 26.01.2017 16:56
      Highlight Es gibt Beweise, ansonsten würde sich kein parlamentarisches Kontrollgremium darum kümmern.

      Die Frage ist nur: wieweit darf der Inhalt öffentlich gemacht werden ohne die Staatsinteressen zu gefährden.
      26 19 Melden
    • R. Peter 26.01.2017 17:19
      Highlight "Beweise" gabs auch im Irak und Viatnam.

      Solange sie nicht öffentlich gemacht werden können oder wollen, sind es keine Tatsachen sondern unbelegte Behauptungen.
      30 18 Melden
    • Juliet Bravo 26.01.2017 18:28
      Highlight Nein. Im Irak gabs aufgetischte, einfach durchschaubare Lügen.
      Bei dieser Sache wirken die Trumpisten unbedarft. JEDER US-Präsident hätte ein natürliches Interesse daran, der Hackersache nachzugehen. Nicht so Trump. Der sagt, einfach "jeder könnte es gewesen sein". So jetzt mache ich auch auf Verschwörungstheorie-Anhänger - nur nicht für die Trumpisten: Der weiss es doch ganz genau.
      Allfällige Beweise wurden sicher anlässlich seines Besuchs beim CIA gleich abgeholt.
      2 1 Melden
    • R. Peter 27.01.2017 01:15
      Highlight Was unterscheidet die Lügen zum Irak von den Behauptungen, dass RU gehackt hat?

      Und warum sollen Medien Tatsachen nicht von Behauptungen unterscheiden?

      Was hat diese Kritik mit Verschwörungstheorie oder Trumpinisten zu tun?
      0 0 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 26.01.2017 15:13
    Highlight Derweil erklärt ein ehemaliger US-General die neue Welt:

    "Leute, die glauben, ein Krieg in Europa sei unmöglich, werden eine Überraschung erleben. (...) Die neuen Möglichkeiten der Massenüberwachung erzeugen erhebliche Spannungen. Ich glaube, wir werden deutlich mehr Manipulationen erleben. Weil wi r Sicherheilt wollen, werden wir viel mehr unserer zivilen Rechte aufgeben müssen, als es sich die meisten Leute zZ. vorstellen können."

    Haarsträubend:
    foreignpolicy.com/2017/01/25/2-big-warnings-from-gen-mcchrystal-war-in-europe-is-possible-were-going-to-have-to-give-up-rights-for-our-security/
    27 1 Melden
    • Restless Lex 26.01.2017 16:20
      Highlight Und unsere liebe SVP und deren Sympathisanten fordern mehr Rechte für Polizei und Bund um den Bürger überwachen und Daten sammeln zu können. Natürlich alles nur um den bösen Terroristen frühzeitig entlarven zu können. Dies ist ungefähr so sinnvoll, wie jedem Menschen eine Waffe in die Hand zu drücken um Gewalt zu stoppen.
      48 9 Melden
    • Hierundjetzt 26.01.2017 16:59
      Highlight Ah und in welchem Europa gibt es "Krieg"? In meinem nicht. Sorry.
      7 19 Melden
    • The Destiny 26.01.2017 18:24
      Highlight @Restless Lex, Leider ist da nicht nur di SVP bei der Massenüberwachung dabei, da sind 80% der Politiker dafür egal welche colour.
      3 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 26.01.2017 21:52
      Highlight Restless Lex: Ich glaube, du überschätzst die SVP gewaltig. Das Internet, Ursache für die Massenüberwachung, hat nicht die SVP erfunden. Eine riesengrosse Mehrheit der Bevölkerung, die meisten keine SVPlers, füttern völlig freiwillig und mit grosser Begeisterung die Datenkraken (Facebook, Google, Apple etc.). Nicht nur den SVPlern macht es Spass, ihre Privatsphäre zu verschenken. Und das NDG wurde übrigens auch nicht nur von SVPlern angenommen, sondern von der Mehrheit, demokratisch.
      1 2 Melden
  • piedone lo sbirro 26.01.2017 15:11
    Highlight
    trumps skandale sind den nullpolitikern unserer nullpartei so ziemlich egal:

    http://www.blick.ch/news/politik/svp-nationalrat-chauffiert-trump-kaeppi-raten-sie-mal-wem-dieses-auto-gehoert-id6121089.html
    37 5 Melden
  • Therealmonti 26.01.2017 14:30
    Highlight Wieviel Unheil und irreparablen Schaden kann der Trampel mit seinen Adlaten in der Welt anrichten, bevor er wie auch Immer aus dem Verkehr gezogen wird.
    62 81 Melden
  • Mentor Maximus 26.01.2017 13:52
    Highlight Im Westen nichts neues.
    53 3 Melden
  • Majoras Maske 26.01.2017 12:58
    Highlight Hïer haben auch die Medien klar die Verantwortung, dass seine bedeutenden Skandale nicht von seinen Twitter-Skandalen überschattet werden in dem sie an den echten Skandalen dran bleiben. Es ist verherrendes Signal an die Welt, wenn Trump damit durchkommt.

    Ausserdem muss man ihn (leider) auch sachlïch ernst nehmen. Wenn man nur über ihn lacht, ist ihm leider nicht wirklich widersprochen.
    85 4 Melden
  • Asmodeus 26.01.2017 12:46
    Highlight Dazu kommt sein Kabinett.

    Eine Bildungsministerin die keine Rechtschreibung beherrscht.
    Der neue Chef der Umweltschutzsbehörde der die globale Erwärmung leugnet und
    der wahrscheinlich neue Chef der FDA (Drogen- und Lebensmittelbehörde) der noch nie im medizischen Bereich gearbeitet hat (er wäre der erste seit 50 Jahren) und der Meinung ist, Medikamente sollten auch ohne genaue Untersuchung der Nebenwirkungen freigegeben werden dürfen. (Die Regelung, dass Nebenwirkungen getestet werden müssen, verdanken wir Contergan und seinen Folgen)
    179 21 Melden
  • AdiB 26.01.2017 12:46
    Highlight Das mit chicago stimmt. Es ist keine übertreibung. Seit beginn des irakkrieges starben mehr menschen in chicago, durch morde und schiessereien, als im irak.
    33 121 Melden
    • Samy Kulturattentat D 26.01.2017 13:00
      Highlight Quelle?
      44 5 Melden
    • Menel 26.01.2017 13:06
      Highlight Wie sieht die Entwicklung in Chicago in den letzten Jahren aus? Wurde es denn schlimmer?
      27 4 Melden
    • wololowarlord 26.01.2017 13:16
      Highlight woher hast du solche zahlen?
      https://en.wikipedia.org/wiki/Crime_in_Chicago
      grob geschätzt 600 tote pro jahr, während 13 jahren, macht 7200 tote.

      tote im irak: allein während des krieges selbst ca. 30'000 tote.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg

      hier noch nur terrortoten seit 2003
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163882/umfrage/dokumentierte-zivile-todesopfer-im-irakkrieg-seit-2003/
      68 4 Melden
    • Fanta20 26.01.2017 13:26
      Highlight So! Ein! Unglaublicher! Quatsch!
      Wenn doch: Quelle?

      Wer lesen, denken und recherchieren kann, ist im Vorteil. In Chicago starben womöglich mehr Amerikaner durch Gewalt als im Irak-Krieg Amerikaner (und nur Amerikaner!) durch Gewalt starben. Das ist dann doch ein wesentlicher Unterschied.

      BTW: Opfer im Irak-Krieg ab 2003; je nach Quelle 100'000+

      44 6 Melden
    • Wehrli 26.01.2017 13:29
      Highlight Falsch: Mehr Amerikaner in Chicago als US- Soldaten im Krieg, contractors nicht mitgerechnet, 1000000 zivillisten auch nicht gerechnet.
      2. die morde sind seit jahren stark rückläufig.
      Halt Trumpsche Alternativ Facts
      57 2 Melden
    • zsalizäme 26.01.2017 13:48
      Highlight Im Irakkrieg starben seit der Besetzung 2003 laut mehreren Quellen mehr als 500'000 Menschen. In Chicago müssten also monatlich gut 3000 Menschen getötet worden sein um an diese Zahl zu kommen. Dies macht pro Tag 100 Menschen. Der Januar 2016 gilt als der "blutigste" Monat seit Jahrzehnten in Chicago. Es starben 51 Menschen.

      Keine Frage, es sterben viel zu viele Menschen in Chicago. Aber nicht annähernd so viel wie im Irakkrieg.
      41 3 Melden
    • Deverol 26.01.2017 13:49
      Highlight "Starben"? Gewaltsam oder eines natürlichen Todes?

      Im Irak starben seit 2003, dem Beginn des Krieges, 268'000 Menschen gewaltsam. (Primärquelle vermutlich: https://www.iraqbodycount.org )

      Zahlen zu Chicago konnte ich auf die Schnelle nicht finden, lediglich ein Forbes Artikel, der dieselbe Behauptung aufstellt wie AdiB, zugleich aber die Zahl der gewaltsamen Todesfälle in Irak UND Afghanistan seit 2003 (!) auf knapp unter 7'000 beziffert.

      Wie realistisch diese Zahlen sind, soll jeder für sich selber beurteilen. Idealerweise indem mehr seriöse Quellen gesucht werden. :)
      18 2 Melden
    • Donaldo Perez 26.01.2017 13:57
      Highlight BS! Das glaubst du ja selber nicht. Im Irakkrieg starben mindestens 150'000 Menschen, es gibt aber auch Schätzungen die bis 650'000 gehen. In Chicago gab es in den letzten 5 Jahren ca. 2'500 Mordfälle.
      18 3 Melden
    • Mietzekatze 26.01.2017 14:13
      Highlight Die Quelle dazu?? Das würde mich tatsächlich ziemlich wunder nehmen! Oder hat es Trump so gesagt und deshalb stimmt es?
      17 3 Melden
    • zsalizäme 26.01.2017 14:22
      Highlight Wenn man nur die US-Soldaten im Irakkrieg zählt stimmt es eventuell. Auch da habe ich aber meine Zweifel. Dies wäre dann aber so, wie wenn ich sagen würde. In der Schweiz wurden in den letzten 10 Jahren mehr Schweizer ermordet als in den USA. Sagt nicht wirklich viel aus.
      26 1 Melden
    • Tom Garret 26.01.2017 14:36
      Highlight Es liegt auf der Hand das von Amerikanischen Soldaten die Rede ist und nicht von allen Toten (ich weiss, es wurde anders geschrieben, aber man kann ja auch mitdenken).
      Das Thema ist definitiv nicht einfach unter den Tisch zu kehren und @Menel, ja es wurde schlimmer und zwar massiv: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/chicago-hoechste-mordrate-seit-fast-20-jahren-a-1128230.html
      8 14 Melden
    • zsalizäme 26.01.2017 16:04
      Highlight Wenn es nur um US-Soldaten geht muss man aber auch die Zahl der Soldaten / Bevölkerung in Chicago betrachten. Während im Irakkrieg ca. 300'000 (ca. 7000 Tote) der "Koalition der Willigen" (USA und UK) im Einsatz waren leben in Chicago 2.7 Mio. Menschen (auch ca. 7000 Morde in den letzten 13 Jahren). Die Wahrscheinlichkeit zu Sterben war im Irakkrieg also bei ca. 2.3%. In Chicago liegt sie bei ca. 0.26%... Es ist lächerlich eine amerikanische Stadt mit einem Krieg zu vergleichen.
      20 3 Melden
    • Tom Garret 26.01.2017 16:10
      Highlight @zsalizäme Hat denn die Schweiz Soldaten die in der USA kämpfen? Nicht gewusst...
      2 12 Melden
    • o.o 26.01.2017 16:14
      Highlight http://www.forbes.com/sites/niallmccarthy/2016/09/08/homicides-in-chicago-eclipse-u-s-death-toll-in-afghanistan-and-iraq-infographic/#11a72efb2512
      1 6 Melden
    • zsalizäme 26.01.2017 16:36
      Highlight @Tom Garret
      Es liegt auf der Hand das von Schweizer Bürgern in den USA die Rede ist und nicht von Schweizer Soldaten. (ich weiss, es wurde anders geschrieben, aber man kann ja auch mitdenken). ;)
      9 1 Melden
    • strieler 26.01.2017 17:05
      Highlight @was für ein - wie oben schon erwähnt - so könnte es stimmen ist aber totale schönfärberei (private sicherheitsfirmen und vor allem - alle zivilen und irakisch/afganische Opfer..) - in der schweiz sterben auch mehr schweizer als im oman..oder so
      4 1 Melden
    • AdiB 26.01.2017 17:06
      Highlight Ich bezieh mich auf den forbes artikel und auf aussagen von freunden die in der usa leben oder aus der usa stammen. Chicago wird nicht um sond crime-city genannt.
      2 8 Melden
    • AdiB 26.01.2017 17:29
      Highlight Wegen euch musste ich nochmal recherchieren. Ich habe wirklich übersehen das nur amerikaner gemeint sind.
      Es starben mehr amerikaner in chicago als im irakkrieg in der selben zeitspanne. Die zahl unter 7000 us soldaten ist realistisch. Da in kriegen oft nur die zivielbevölkerung leidet und das wirkliche opfer eines krieges ist.
      Und trozdem gat trump im bezug auf chicago nicht unrecht. Es sterben zuviele menschen und das gewaltsam.
      9 2 Melden
    • AdiB 26.01.2017 17:31
      Highlight Und für die unterstellung das ich das nur glaube weil trump das sagt. Entscguldigt aber ich bin moslem und er will ja für leute wie mich meldepflicht oder sowas. Also spart euch solche unterstellungen.
      7 5 Melden
    • Wehrli 26.01.2017 18:45
      Highlight Es hätte gereicht 10 sekunden nachzudenken, before du den "hate" button drückst. Trump und seine Trumpeligen Anhänger denken und handeln nur aus dem Baucu heraus ...
      0 0 Melden
    • James McNew 26.01.2017 22:30
      Highlight Das mit Chigaco wäre tatsächlich einfach zu lösen: Drogen legalisieren und durch den Staat verkaufen. Dann gäbs weniger Grund für Bandenkriege. Aber diesen Sumpf will Trump wohl kaum so austrocknen...
      4 1 Melden
  • Deverol 26.01.2017 12:46
    Highlight Die WP hat gerade einen guten Artikel gebracht, in welchem sie Trumps Tweets in eine Timeline mit dem Fernsehprogram bringt. Er tweeted hauptsächlich was er gerade auf Fox "News" sieht, Bill Oreally ( ;) ) Show und so. Top.
    73 11 Melden
  • Holla die Waldfee 26.01.2017 12:43
    Highlight Gut so! Nur nicht aufgeben! Danke :-)
    59 10 Melden
  • Lowend 26.01.2017 12:32
    Highlight Das schlimmste, was passieren könnte, wäre ein Impeachment-Verfahren, denn dann käme Mike Pence an die Macht und der vertritt noch viel extremistischere Positionen als der amtierende Hassprediger der USA.
    56 20 Melden
    • Asmodeus 26.01.2017 12:47
      Highlight Leider absolut.

      Mike Pence ist von beiden die grössere Gefahr.
      43 10 Melden
    • Wehrli 26.01.2017 13:30
      Highlight Aber Mike Pence kann eingebunden werden, Trumpf ist eine Loose Rocket with Warhead
      24 7 Melden
    • Beobachter 26.01.2017 13:39
      Highlight In zwei Jahren sind die Midterms. Man ist schon fast geneigt zu hoffen, dass es bis dahin im gleichen Stil weitergeht. Wenn dann die Verhältnisse im Senat und Kongress zurechtgerückt werden bleiben zwei Jahre, in denen der schlimmste Mist blockiert werden kann, bevor es dann (hoffentlich) nach den nächsten Wahlen wieder besser wird. Ich fürchte, bis dann werden wir irgendwie "durchseuchen" müssen, denn für ein Impeachment bräuchte es a) schon sehr schweres Geschütz und b) wäre die Alternative nicht besser. Kaum anzunehmen, dass es soweit kommt.
      14 5 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 26.01.2017 13:41
      Highlight Das Defense-Konzept der menschlichen Schutzschilder (von ISIS und ähnlichen Organisationen schon öfters und erfolgreich praktiziert) einmal andersrum.
      6 2 Melden
    • SomeoneElse 26.01.2017 15:04
      Highlight Ich hatte eben schon länger die Befürchtung, dass von Afang an der Plan war das Mike Pence nachrückt. Dieser wäre im Wahlkampf chancenlos gewesen, dieser Weg ist für ihn der einzige ins Weisse Haus... Aber ich schiebe diese Gedanken jeweils in mein Schublädli mit Verschwöhrungstheorien, weil so ein Plan einfach zu abstrus ist um real umgesetzt werden zu können. Aber wer weiss, wir werden es sehen.
      13 1 Melden
    • Linus Luchs 26.01.2017 15:10
      Highlight Tatsächlich? Ich dachte bis jetzt, ein baldiges Impeachment, wie es Michael Moore vorausgesagt hat, wäre das Beste, was passieren könnte.
      Habe jetzt ein paar Artikel über Pence gelesen. Er ist offenbar ein fanatischer Evangeliker, der besonders gegen Homosexuelle und die Abtreibung agiert. Zudem ist er frauenfeindlich und er leugnet die Klimaerwärmung.
      Das ist alles übel, keine Frage. Aber wäre er in der Aussenpolitik auch so ahistorisch und undiplomatisch wie Trump? Wäre der Atombombencode in seinen Händen nicht etwas weniger riskant als beim faktenresistenten Trotzgoof?
      14 2 Melden
    • strieler 26.01.2017 17:07
      Highlight naja - Trump hängt wenigstens an der materiellen diesseitigen Welt - wie das bei einem fanatischen Evangelikalen aussieht - dürfte zu hinterfragen sein.
      9 1 Melden
    • Asmodeus 26.01.2017 17:07
      Highlight @Linus
      Trump ist berechenbar. Er ist direkt und ein Arschloch.

      Pence ist auch ein Arschloch, aber unberechenbar.
      9 0 Melden
    • blobb 26.01.2017 22:19
      Highlight "Trump ist berechenbar"
      Made my day
      2 0 Melden
    • James McNew 26.01.2017 23:25
      Highlight @someoneElse erinnert an einen gewissen Frank Underwood ;-)
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Diese kalifornische Stadt war pleite – jetzt testet sie ein Grundeinkommen

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise galt Stockton als «elendeste» Stadt der USA. Obwohl sie im erweiterten Einzugsgebiet von Bay Area und Silicon Valley liegt, sind die Lebensbedingungen schwierig. Das Einkommen in der mehrheitlich von Nichtweissen bewohnten Stadt ist deutlich tiefer und die Armutsquote höher als in San Francisco und selbst in Oakland.

Den Tiefpunkt erreichte Stockton mit seinen 300'000 Einwohnern vor fünf Jahren. Es musste Konkurs anmelden, als bislang grösste Stadt in der …

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