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Für diese Demonstranten ist Trump in London nicht willkommen. Bild: HAYOUNG JEON/EPA/KEYSTONE

Zehntausende demonstrieren in London gegen May und Trump

04.02.17, 22:55 05.02.17, 09:25

Zehntausende Demonstranten haben am Samstag in London gegen das «schädliche Zusammenwirken» der britischen Premierministerin Theresa May und des US-Präsidenten Donald Trump protestiert.

Sie forderten von May, ihre Einladung an Trump zu einem Staatsbesuch zurückzuziehen, und nannten seine Einreisebeschränkungen in die USA «rassistisch». Der friedliche Protestzug am Nachmittag begann an der US-Botschaft und endete in der Downing Street Nr. 10.

Die Teilnehmer trugen Plakate mit Aufschriften wie «Muslime nicht zum Sündenbock machen» oder «Theresa May, schäme dich!». Den Marsch hatten mehrere Friedens- und religiöse Gruppierungen organisiert. Sie sprachen von etwa 40'000 Teilnehmern. Ähnliche Aktionen seien in Edinburgh und im nordirischen Belfast organisiert worden. Trump hatte May kürzlich als seinen ersten Staatsgast empfangen.

Über 1,8 Millionen Menschen unterzeichneten eine Petition, die den Staatsempfang von Trump in Grossbritannien verhindern soll. Als Begründung heisst es auf der Petitions-Webseite: «Donald Trumps gut dokumentierter Frauenhass und seine Vulgaritäten disqualifizieren ihn, von ihrer Majestät der Queen oder dem Prinzen von Wales (Prinz Charles) empfangen zu werden.»

Trump solle zwar einreisen dürfen, aber ihm dürfe kein offizieller Empfang zustehen. Nach Regierungsangaben hat die Petition keinen Einfluss auf die Einladung. (sda/dpa)

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  • lilie 05.02.2017 08:08
    Highlight Jedes anständige Land sollte Trump mit einer Einreisesperre belegen, bis er seine rassistische Einreisesperre aufgehoben hat.

    DAS wäre mal ein Zeichen der zivilisierten Welt.
    19 8 Melden
  • rodolofo 05.02.2017 07:01
    Highlight Zu spät!
    Aber immerhin zeigen sehr viele Amis und Briten ihren guten Willen...
    Und wir?
    Wir müssen uns jetzt wahnsinnig anstrengen, damit bei uns nicht das gleiche Desaster passiert, wie bei denen!
    ...
    Oha! Da fällt mir gerade wieder ein, dass bei uns ein solcher Rechtsruck ja längst stattgefunden hat, und dass der "Rechtsbürgerliche Schulterschluss" in der Schweizer Politik durchmarschiert, wie in einem Selbstbedienungsladen...
    Wer hat's erfunden?
    Die Schweizer!
    Doch dafür haben wir auch Kräuterbonbons.
    Riicolaaa!
    39 16 Melden
    • Karoon 05.02.2017 10:27
      Highlight Alle diese Leute wurden rechtmässig gewählt. Man sollte mal das Wahlvolk ins Visier nehmen und nicht immer die Volksvertreter. You get what you voted for!
      6 6 Melden
  • supermario1 05.02.2017 00:14
    Highlight Für May siehts ziemlich schlecht aus. Dank dem Brexit. Sonst hätte sie das heucheln gegenüber D.T. nicht nötig. Ich hoffe, die Demonstrationen mobilisieren die Jungen künftig eher abzustimmen. Andererseits hat das Beispiel in Rumänien heute gezeigt, dass Demonstrationen was bewirken können. Ich bin gespannt was das UK Parlament am 20.Feb entscheidet, ja zum offiziellen Staatsbesuch von D.T. oder nein? 1.8 Millionen sind dagegen und nur 300'000 haben die gegenteilige Petition unterzeichnet... Angeblich beeinflusst ihr chr. Glaube ihre polit. Positionen. Das wird sich noch zeigen...
    25 6 Melden
  • Tomlate 04.02.2017 23:23
    Highlight Schön. Zeichen setzen. Hoffe, dass es noch mehr werden - und nicht nur in England.
    55 18 Melden
    • ThomasHiller 04.02.2017 23:44
      Highlight Wobei ich anmerken möchte, daß es sich durchaus geziemt, einen ausländischen Präsidenten angemessen und würdevoll zu empfangen.
      Das gilt auch für Trump, auch wenn ich persönlich das mit einem "leider" würde ergänzen wollen...
      Trump ist nun mal nach den Regeln der USA gewählt. Ich mag ihn nicht, aber ich muß das akzeptieren.
      14 23 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 07:03
      Highlight Vom Zeichen setzen habe ich eigentlich genug.
      Ich möchte, dass endlich mal was Sinnvolles gemacht wird!
      Ein frommer Wunsch, geäussert von einem Ungläubigen, ich weiss.
      Nein, so wird das wirklich nie was...
      13 8 Melden
    • manta 05.02.2017 09:07
      Highlight Ich stelle mir bereits die abstrusen Tweets von Trump vor, nachdem er die Queen oder den Papst besucht.

      Bzw. erst respektierlich, später disrepektierlich. Je nach Lust und Laune.

      Gemäss seiner bisher sehr gelungenen Portraitierung eines Patienten mit bipolarer Störung eben. Oder ist darin mehr kindliches Verhalten mit dem Schrei nach Aufmerksamkeit zu finden?
      6 2 Melden
    • Tomlate 05.02.2017 09:34
      Highlight @ThomasHiller: Wenn ich auf meiner Arbeit anfange, Kollegen zu beleidigen und Dinge konstruiere, die die Mehrheit furchtbar findet, bin ich meinen Job los. Demokratie hin oder her: das sollte auch für einen Präsidenten gelten. Es kann doch nicht sein, dass gewisse Titel (und Geld) einen Menschen berechtigen zu und zu lassen was er will?
      8 3 Melden
    • Tomlate 05.02.2017 09:35
      Highlight @roldolfo: Das wäre der nächste Schritt. Hoffentlich.
      5 1 Melden
    • Froggr 05.02.2017 09:36
      Highlight Lang lebe die Demokratie. Ehhmm... oder auch nicht.
      6 3 Melden
    • Linus Luchs 05.02.2017 10:13
      Highlight @ Thomas Hiller: Trump hat keine Würde. Im Gegenteil, er zieht die Würde seines Amtes in den Dreck. Wenn er in den USA gewählt wird, heisst das nicht automatisch, das wir vor ihm den Bückling machen müssen. Trumps Entgleisungen betreffen fundamentale Werte unserer freien, rechtsstaatlichen Demokratie. Wir dürfen nicht nur, wir müssen Zeichen gegen Trumps Angriffe auf diese Werte setzen.
      10 2 Melden
    • ThomasHiller 05.02.2017 12:58
      Highlight @Linus Luchs: Ach so, deshalb also die deutlichen Worte der schweizer Regierung beim Besuch Xi Jinpings... ;)
      Und der ist nicht mal nach einer demokratischen Rechtsordnung gewählt...
      4 1 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 13:18
      Highlight Das ist vielleicht die Kehrseite dieser Amerikanischen Ultra-Liberalen Anarchie:
      Am Schluss gilt gar nichts mehr. Es gibt keine Werte mehr, bzw. extreme Fanatiker kreieren extreme Werte, weil sie einfach Lust darauf haben, Arschlöcher zu sein.
      Wenn Freiheit bedeutet, keine Rücksicht mehr nehmen zu wollen, dann wird diese Freiheit totalitär undengt den Bewegungsspielraum aller Andern ein, die auch nur leben wollen.
      (Z.B. wenn sie aus den 7 Staaten kommen, über die ein Einreise-Bann verhängt wurde...)
      5 0 Melden
    • Linus Luchs 05.02.2017 15:06
      Highlight @ Thomas Hiller: Mit dem Verhalten unserer Regierung gegenüber Xi Jinpings bin ich nicht einverstanden.
      4 1 Melden
    • ThomasHiller 05.02.2017 22:47
      Highlight @Linus Luchs: Ja, ich kann deine Meinung verstehen. Meines Erachtens gibt es halt Unterschiede zwischen
      a) meine Meinung
      b) erwartetes Verhalten einer Regierung
      Ich kann (sollte ?) gegen Trump sein. Ich erwarte aber, daß meine ein konstruktives Verhältnis zu USA unterhält.
      Das Verhalten der CH-Regierung ist aber Fakt. Deshalb zu erwarten, daß die Briten besser sind ist schäbig.
      0 1 Melden
    • Tomlate 05.02.2017 23:47
      Highlight Schön. Hier haben wir einen Dialog. Menschen, die ihren Standpunkt in angemessener Weise vertreten. Ohne den anderen zu beleidigen oder ausfällig zu werden. So sollten Kommentare immer aussehen.
      Rodolfo: amerikanische ultra-liberale Anarchie? Hast du das erfunden? Hab das vorher noch nie gehört. Sehr treffend...
      1 0 Melden
    • ThomasHiller 05.02.2017 23:58
      Highlight @Rodolfo:
      "Wenn Freiheit bedeutet, keine Rücksicht mehr nehmen zu wollen..."
      Mit dem "wenn" hast du es passend beschrieben. "Freiheit" ist nicht nur meine Freiheit, sondern vor allem auch meine Pflicht, dem anderen genau die Freiheit zuzugestehen, die ich für mich selbst in Anspruch nehme.
      Freiheit funktioniert also nur, wenn sie absolut für alle nach gleichen Kriterien gilt. Sie ist eine Regel der Gegenseitigkeit.
      Das vergessen die Extremisten links wie rechts leider zum Teil.
      2 0 Melden
    • rodolofo 06.02.2017 06:48
      Highlight @ Thomas
      Exzentriker nehmen naturgemäss "extreme" Standpunkte ein.
      Wenn ich mich beim Klettern in der Eiger Nordwand befinde, habe ich einen extremen Standpunkt...
      Nicht der Standpunkt mit der dazugehörigen Perspektive ist also das Problem, sondern die allzu oft fehlende Einsicht, dass es neben dem eigenen - noch unendlich viele andere Standpunkte und Perspektiven gibt!
      Eine wissenschaftlich-offene Grundhaltung will solche anderen Sichtweisen kennenlernen und ins eigene Weltbild integrieren, damit dieses Weltbild wenigstens ansatzweise so farbig und vieldimensional wird, wie das Leben selbst!
      1 0 Melden
    • rodolofo 06.02.2017 06:48
      Highlight ...
      Sogar für die Perspektive eines Raubtiers, das mich fressen will, habe ich Verständnis!
      Trotzdem ergreife ich in einem solchen Spezialfall lieber die Flucht...
      2 0 Melden

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