International

Trump nimmt Ex-Sheriff Arpaio (links) weiter in Schutz. Bild: AP/AP

Rosa Unterwäsche, na und! So verteidigt Trump die umstrittene Begnadigung des Ex-Sheriffs

29.08.17, 00:53

Von wegen Diskriminierung! US-Präsident Donald Trump hat die Begnadigung des berüchtigten Ex-Sheriffs Joe Arpaio verteidigt. «Viele Leute sind der Meinung, dass das richtig war», sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Arpaio sei ein Patriot, der von der Vorgängerregierung von Präsident Barack Obama «sehr unfair» behandelt worden sei.

Trump zur Begnadigung des 

Der heute 85 Jahre alte Arpaio war wegen seiner äusserst harschen und erniedrigenden Behandlung von Gefangenen, seines harten Vorgehens gegen illegal eingewanderte Menschen und Gesetzesverstössen immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Er liess etwa Häftlinge rosa Unterwäsche tragen. 

Während seiner langen Amtszeit im US-Bundesstaat Arizona wurden zahlreiche Strafanzeigen gegen Arpaio erstattet. Im Juli wurde er von einem Bundesgericht in Phoenix für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe. Ihm drohten sechs Monate Haft, das Strafmass sollte im Oktober festgesetzt werden.

Die Begnadigung durch Trump sorgte auch bei Republikanern für Kritik. Der Präsident hatte seine äusserst umstrittene Entscheidung am Freitagabend (Ortszeit) publik gemacht, als der Tropensturm «Harvey» kurz davor war, auf die texanische Küste zu treffen. Auch der Zeitpunkt der Begnadigung sorgte für grosse Empörung. (sda/dpa)

Donald Trump

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  • A_C_Doyle 29.08.2017 08:57
    Highlight Was man so hört ist der Typ ein ziemliche Rassistischer Mistsack der definit nicht in der Lage ist eine Position in der Justiz eines rechtsstaates zu bekleiden.

    Passt doch perfekt das Trumpi mal wieder jemanden unterstützt den man besser vor Gericht gestellt hätte.
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  • Jein 29.08.2017 06:32
    Highlight Stets nur von der rosa Unterwäsche zu schreiben verniedlicht Arpaio. Sein Gefängnis hatte eine Todesrate die weit über dem Durchschnitt lag (er nannte es auch "Concentration Camp"), Häftlinge wurden verprügelt (in einigen Fallen haben Schwangere ihre Babys verloren) und blossgestellt. Er hat einen massiven Fall von Kindsmissbrauch nicht untersucht, jemanden bewusst fälschlicherweise 4 Jahre lang ins Gefängnis geschickt, und als er wegen Racial Profiling untersucht wurde hat er einen Journalisten ohne Gründe festgenommen, Beweise zerstört, und versucht den Richter zu diskreditieren.
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