International

EU angeblich vor Einigung über Verteilung von Flüchtlingen

Wohin mit den Flüchtlingen aus Syrien, die in der Türkei leben? Die Innenminister der EU sollen jetzt kurz vor einer Einigung darüber stehen, wie die Menschen auf die Mitgliedsländer verteilt werden. Die meisten nimmt Norwegen.

21.04.16, 07:18 21.04.16, 07:40

Ein Artikel von

Insgesamt könnten aus der Türkei pro Monat rund 1100 syrische Flüchtlinge in die EU umgesiedelt werden, Deutschland würde monatlich 100 von ihnen aufnehmen. Auf diesen konkreten Verteilungsschlüssel haben sich – zunächst für vier Monate - angeblich die EU-Unterhändler geeinigt, unmittelbar vor einem Treffen der EU-Innenminister am Donnerstag in Luxemburg. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Die Verteilung der Flüchtlinge, ein wichtiger Bestandteil des Abkommens mit der Türkei, ist bislang unter den Mitgliedsländern stark umstritten. Der Deal sieht die Rückführung nahezu aller Migranten vor, die illegal aus der Türkei auf griechische Inseln übersetzen. Für jeden Syrer, der von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgebracht wird, soll im Gegenzug ein Syrer legal und auf direktem Wege in die EU umgesiedelt werden.

Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

Erarbeitet wurden die Pläne der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft auf Grundlage von Aufnahme-Zusagen, die die EU-Staaten bereits im vergangenen Sommer gemacht hatten. Am meisten Flüchtlinge pro Monat würden demnach Norwegen (218), Frankreich (148) und Italien (118) aufnehmen.

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Zahl der ankommenden Flüchtlinge seit dem Abkommen mit der Türkei gesunken sei: Nur 5847 Migranten kamen in den vergangenen drei Wochen auf den griechischen Inseln an. In den drei Wochen davor, als der Deal mit Ankara noch nicht in Kraft war, hatten deutlich mehr Menschen die Reise gewagt: 26'878 waren in diesem Zeitraum angekommen.

Der türkische Präsident Erdogan drohte jedoch damit, das Abkommen aufzukündigen, sollte Brüssel keine Visafreiheit für türkische Bürger gewähren, ein für Ankara neben der Zahlung von drei Milliarden Euro wesentlicher Bestandteil des Abkommens.

als/dpa

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

DSI-«Arena»: Ein alter Berner Secondo sagt, wie's ist – und Guts und Amstutz' Abend ist gelaufen

Die zweite «Arena» zur Durchsetzungs-Initiative drohte zu einer nervigen Paragrafenreiterei zu werden. Dann hatte der Star des Abends seinen Auftritt. 

Die Abstimmung über die Durchsetzungs-Initiative findet eine Woche zu spät statt und sollte auf den morgigen Sonntag vorverschoben werden. 

Das ist der vorrangigste Erkenntnisgewinn für den geneigten Zuschauer der gestrigen zweiten «Arena» zur Durchsetzungs-Initiative. Denn weder «Weltwoche»-Vizechef Philipp Gut noch SVP-Nationalrat Adrian Amstutz noch SP-Ständerat Daniel Jositsch noch watson-Mitarbeiter David Kohler alias Knackeboul konnten mit irgendeinem in den letzten Wochen noch …

Artikel lesen