International

Good News! Auch Indien ratifiziert Pariser Klimavertrag

02.10.16, 18:13

Indien hat als weltweit drittgrösster Verursacher von Kohlendioxidemissionen den Pariser Weltklimavertrag ratifiziert. Das bestätigte Indiens Umweltminister Anil Kumar Dave am Sonntag.

Arbeiter schaufeln in der Stadt Ahmedabad Kohle. Bild: AMIT DAVE/REUTERS

Indiens Unterschrift unter den Klimaschutzvertrag war lange fraglich. Denn das aufstrebende Land ist zwar nach China und den USA der drittgrösste Emittent von Kohlendioxid (CO2). Pro Einwohner liegt der Ausstoss aber nur bei 1.8 Tonnen pro Jahr. Mit 7.6 und 16.5 liegen China und die USA deutlich darüber. Die 28 EU-Staaten kommen im Schnitt auf 6.7 Tonnen.

Auf der UNO-Klimakonferenz in Marrakesch im November werde sich Indien stark für die Wahrung der Rechte von Entwicklungsländern einsetzen, kündigte Dave an. «Wir mussten sicherstellen, dass unsere Interessen geschützt sind, wenn der Vertrag zur Ausführung kommt. Und mit ‹uns› meinen wir alle Entwicklungsländer, von denen Indien eine Führungsrolle übernommen hat.»

Die grössten Klimasünder

Fast am Ziel

Ein wichtiges Anliegen in Marokko werde daher die Frage sein, wie Geldmittel und Technik in die Entwicklungsländer kämen, um dort den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.

Mit Indiens Ratifizierung ist der Weg so gut wie frei für das erste global verbindliche Klimaabkommen. Der in Paris ausgehandelte Vertrag, der die gefährliche Erderwärmung stoppen soll, muss von mindestens 55 Staaten ratifiziert werden, die zusammen für mindestens 55 Prozent aller Treibhausgase stehen.

Die USA und China, die zusammen rund 38 Prozent aller Klimagase weltweit ausstossen, haben den Klimapakt bereits im September ratifiziert. Mit Indiens Unterschrift ist auch das zweite Kriterium fast erfüllt: Nach UNO-Angaben steuert Indien zu den bislang versammelten Emittenten von 47.79 Prozent der Treibhausgase noch 4 Prozentpunkte dazu.

42 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass sich die Erde verändert hat

Zu Ehren Gandhis

Am nächsten Freitag wird wahrscheinlich auch die Europäische Union den Vertrag ratifizieren. Indien und die EU würden dann als Vertragspartner beim ersten Treffen im Rahmen der UNO-Klimakonferenz in Marrakesch ab dem 7. November mit am Tisch sitzen.

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

Schon vor einem Jahr hatte Indien den 2. Oktober, den Geburtstag des Nationalhelden Mahatma Gandhi, gewählt, um seine Klimaziele zu verkünden. Gandhi (1869 - 1948) war ein pazifistischer Streiter für Menschenrechte und gegen die englische Kolonialherrschaft in Indien.

Sowohl Präsident Mukherjee als auch Premierminister Narendra Modi betonen seit Jahren die Vorbildfunktion des Freiheitskämpfers auch in Umweltfragen.

(sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Zu heiss fürs iPhone? Heute wird's brenzlig

Sie haben einfach nie den Durchbruch geschafft: Die grössten Produkte-Flops der Geschichte

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Männer, je öfter, desto besser! Fleissig ejakulieren senkt das Prostatakrebs-Risiko

Zuerst schmeisst Le Pen ihren Vater aus der Partei, nun fordert dieser ihren Rücktritt

Sean Spicer – irgendwie vermissen wir ihn jetzt schon

Mit iOS 11 kommen die Killer-Apps für Shopping-Fans und Einkaufs-Muffel

Raucher und Trinker sollen selber zahlen – Entsolidarisierung im Gesundheitswesen?

Uber-Chef Travis Kalanick tritt zurück

Rap-Ikone Prodigy von «Mobb Deep» ist tot

Scheinbeschäftigung: In Frankreich rollen reihenweise Köpfe von Macrons Ministern

So geht Apples Security gegen iPhone-Leaks vor

Sportlerpics auf Social Media: Rio Ferdinand ist eine krasse Maschine

«Wir werden mit frischem Hass zurückkommen»: Bye Bye «Circus HalliGalli»

Marco Streller hat's per WhatsApp eingefädelt – Cristiano Ronaldo wechselt zum FC Basel! 

Welches Land suchen wir? Wenn du Nummer 1 nicht weisst, sind die Ferien gestrichen!

Frauenhaut verboten! 23 absurde Album-Cover-Zensuren aus Saudi Arabien

Quizz den Huber! Bist du schlauer als unser schlauster Mitarbeiter?

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

«Leute, die Anglizismen benutzen, gehen mir sooo auf den Sack!»

Verloren auf dem Meer des Unwissens: Rettet den Geschichtsunterricht!

History Porn – Showbiz Edition Teil III!

Liebe Karnivoren, lasst die Vegi-Wurst in Ruhe!

Sag mir doch einfach, dass du mich scheisse findest

EU schafft jetzt die Roaming-Gebühren ab – darum zahlen Schweizer nun gar mehr

Medikamente neu interpretiert – Teil 2!

20 Gründe in Bildern, warum du deinen Bart nicht abrasieren solltest

Clooney verkauft Tequila-Firma für 1 Mrd. Dollar

Dress like a «Goodfella»: So geht der perfekte Mafia-Look – vom Hut bis zum Hemdkragen

Ein Abend im Luxus-Restaurant: So sieht ein Menü für 400 Franken aus

Starkoch Gordon Ramsay kriegt Filet auf einem Dachziegel serviert ... und ist sprachlos

Macron-«Tsunami» bei Parlamentswahl: Der Durchmarche

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen