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Gericht ordnet Behandlungsstopp für todkrankes Baby an – gegen den Willen der Eltern

11.04.17, 17:55 12.04.17, 08:52

Ein Gericht in Grossbritannien hat gegen den Willen der Eltern einen Behandlungsstopp für ein todkrankes Baby angeordnet. Das Gericht folgte damit einem Antrag der Ärzte des Great-Ormond-Street-Spitals in London.

Der acht Monate alte Charlie solle in Würde sterben können, begründete der Vorsitzende Richter des High Courts die Entscheidung am Dienstag. Der Junge leidet unter einer seltenen Erbkrankheit, die zu Muskelschwund und Hirnschäden führt, und musste zuletzt künstlich beatmet werden. Er ist an mitochondrialer Myopathie erkrankt.

Die Eltern zeigten sich nach dem Urteil «am Boden zerstört», liess eine Anwältin wissen. «Sie verstehen nicht, warum der Richter Charlie nicht einmal die Chance auf eine Behandlung gegeben hat». Sie kündigten an, in Berufung zu gehen.

Charlies Eltern hatten dafür gekämpft, ihren Sohn für eine weitere Behandlung in die USA bringen zu können. Sie sammelten dafür umgerechnet bereits rund 1.5 Millionen Franken. «Er hat buchstäblich nichts zu verlieren, aber möglicherweise ein gesundes und glückliches Leben zu gewinnen», schrieben sie auf einer Fundraising-Webseite.

«Mit schwerem Herzen, aber in der vollen Überzeugung, dass es in Charlies bestem Interesse ist»

Die Ärzte hatten argumentiert, Charlie könne bei einer weiteren Behandlung möglicherweise Schmerzen erleiden. Durch bereits erlittene Hirnschäden werde sich sein Zustand selbst bei erfolgreicher Behandlung nicht mehr verbessern.

«Mit schwerem Herzen, aber in der vollen Überzeugung, dass es in Charlies bestem Interesse ist» habe er sich entschieden, dem Antrag des Spitals stattzugeben, hiess es in der Urteilsbegründung des Richters.

Das mitochondriale DNA-Depletionssyndrom, auch mitochondriale Myopathie genannt, ist eine sehr schwere und unheilbare Erbkrankheit. Die seltene Erkrankung kann unterschiedliche Organe wie die Leber, das Hirn und die Nieren betreffen.

Sie führt meist nach wenigen Monaten bis mehreren Jahren zu Multi-Organversagen und zum Tod. Einige Studien deuten aber darauf hin, dass die Gabe von Aminosäuren und Enzymen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann. (sda/dpa)

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  • xHascox 11.04.2017 23:18
    Highlight Spendet die 1.5 Mio mal auf Afrika ^^ dann überleben statt einem Baby geschätzte 1000 Babys, sogar ohne Leiden.
    38 18 Melden
    • Alnothur 11.04.2017 23:22
      Highlight Oder der lokale Warlord kauft sich ne neue goldene Badewanne.
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  • α Virginis 11.04.2017 22:46
    Highlight Aye, da hilft auch keine ominöse "Aminosäuren und Enzym"-Therapie nichts. Verlängert allenfalls das Leidsen des Kindes. Mal ganz provokativ an alle, die glauben, die Eltern zu verstehen: Würden Sie ein Pferd mit drei gebrochenen Beinen zwingen aufzustehen, oder würden Sie ihm den Gnadentod gewähren? Ich weiss, das ist schon ziehmlich krass, aber ich kann es nicht verstehen, dass man Menschen schlimmere Qualen durchmachen lässt als andere Lebewesen. Selbst habe ich drei Kinder, darunter eine Multiallergikerin (wirklich schlimm), aber ein Kind mit _dem_ Leiden liesse ich sterben. Sorry.
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  • Welches Recht 11.04.2017 21:30
    Highlight Ist es das Recht der Menschen zu Urteilen, wann ein Leben lebenswert ist und wann nicht?! Ist ein Leben mit Behinderung wirklich so schlecht? Woher können urteilen? Hat irgendjemand der Antworten kann, so eine Situation schon erlebt? Ich denke nicht, da es ja Unheilbare und Schwerstbehinderte sind…
    Klar, dass Eltern sich an jeden Strohhalm klammern, wenn es nur einen Funken Hoffnung gibt. Ich kann dies aus eigener Erfahrung sagen. Also hört mit solchen Aussagen auf.
    DIE NATUR HAT ES SO GEWOLLT Was soll das? Wenn es nicht leben darf, wird es so oder so den Körper verlassen …
    13 51 Melden
    • Spinoza 11.04.2017 22:45
      Highlight Es geht nicht um nicht-lebenswertes Leben, sondern um zu erwartende Schmerzen. Primum non nocere.
      43 2 Melden
    • Das-Malo 11.04.2017 22:48
      Highlight Entweder verstehe ich nicht was du meinst oder du wiedersprichst dir.
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    • LeChef 11.04.2017 22:57
      Highlight Hirnschäden sind per se nicht reversibel, va. wenn sie den Hirnstamm betreffen (worauf die künstliche Beatmung hindeutet). Selbst wenn eine experimentelle Therapie die Grunderkrankung behandeln könnte, wären diese Schäden bleibend. Charlie könnte nie von selbst atmen, schlucken oder seinen Harndrang kontrollieren. Geschweige denn essen, sprechen, gehen, lachen... Vermutlich hätte er nie etwas, das auch nur im Entferntesten einem Bewusstsein nahe kommt. Ich masse mir an zu sagen: Nein, das ist definitiv kein Leben.
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  • elivi 11.04.2017 21:01
    Highlight Das sowas der richter entscheiden muss ... Wer hat den eltern überhaupt hoffnungen gemacht? Die krankheit kann nicht geheilt werden, eventuell lebt das baby paar monate länger wobei man hier den begriff 'leben' etwas neu definieren muss. Mit koma, hirnschaden, an geräte gebunden ...
    Was is das für ein spital in dem US???
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  • batschki 11.04.2017 20:45
    Highlight Auf den Fotos zum Artikel sehen wir gesunde Babies: eines schreit, das andere hat Nasensonden und schläft.
    8-Monate alte Kinder mit Hirnschäden sehen anders aus. Mit einer facies myopathica und Beatmungsgerät zusätzlich ist ein Anblick dieses technisch-seit 34 Wochen- lebenserhaltetem Wesen wohl kaum auszuhalten! Weiter für 1.5 Mio an US-profitablen Apparaten hängen, nur weil es möglich ist??

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  • Grigor 11.04.2017 19:57
    Highlight Den Sachverhalt mal sehr provokativ formuliert: Die Eltern kämpfen dafür das ihr Kind physische Schmerzen erleidet, damit den Eltern die psychischen Schmerzen, durch den endgültigen Tod, erspart bleiben.
    Wie gesagt ein wenig hart formuliert, aber hilft mir die Entscheidung des Richters zu verstehen.
    195 7 Melden
    • David1980 11.04.2017 21:38
      Highlight
      Ich denke auch so aber irgendwie bringe ich damit die Chance USA nicht aus dem Kopf.
      3 11 Melden
    • Grigor 11.04.2017 23:12
      Highlight Ohne die Chance in der USA gäbe es keine Diskussion.
      7 0 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 19:52
    Highlight http://www.muskelerkrankung.de/mitochondriale-myopathien.html

    Leider gilt auch bei einer mitochondrialen Myopathie das, was bereits bei vielen anderen Muskelerkrankungen festgestellt wurde: Eine Behandlung der Ursache ist beim heutigen Stand der Schulmedizin nicht möglich! Leider beschränken sich die meisten Therapien lediglich auf eine Linderung der auftretenden Symptome. Selbst eine genaue Kenntnis der Ursache zieht keine geeignete medikamentöse Behandlungsform nach sich. Einziges Mittel, um gegen Erkrankungen vorzugehen, an denen die Gene beteiligt sind, besteht in einer Gentherapie.
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  • Leventis 11.04.2017 19:42
    Highlight Die ausgewogene Betrachtungsweise vieler Kommentatoren, und in entsprechenden Teilen auch die der tatsächlich Beteiligten, in Ehren. Einzig der hilflose Junge konnte aus offensichtlichen Gründen nicht angehört werden.
    Mich irritiert die Begründung des Richters, dass es besser sei zu sterben als eventuell in Zukunft zu leiden. come on!
    Weshalb sollte der Junge wegen eines Hirnschadens und weiteren Folgeschäden der Erkrankung, deren ultimativen Auswirkungen auch für die Fachärzte unabschätzbar sind, nicht "sein Glück" versuchen dürfen? Dafür sind wir ja füreinander da, wenn wir denn wollen. =/
    14 92 Melden
    • batschki 11.04.2017 20:54
      Highlight Liebe/r Leventis
      während 8 Monaten gab man dem hoch-behinderten Jungen alle Chancen, bis zur Intubation. Unterdessen ist sein Gendefekt identifiziert. Tender loving care und das Abstellen jeglichen technischen life-Supports ist jetzt angesagt. Wenn Gott will, lebt er ohne Maschinen weiter und rettet die Menschheit vor weiteren Roboterübeln.
      17 6 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 21:15
      Highlight Ja klar, ein Leben in Qual ist immer besser als der Tod, zumindest bis zum Selbstmord... Sorry, aber das kanns ja wohl nicht sein, oder?
      23 2 Melden
    • Spinoza 11.04.2017 22:48
      Highlight Hirnschäden lassen sich mithilfe eines MRIs und der Klinik des Patienten begrenzt durchaus abschätzen.
      Man kann nicht einfach sagen, was ein Tumor mit 2cm Durchmesser für Auswirkungen hat. Grösserflächige Hirnschäden, die bestimmte Areale vollständig zerstört haben, lassen aber durchaus Rückschlüsse auf die zu erwartenden Beeinträchtigungen zu.
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  • mrmikech 11.04.2017 19:33
    Highlight Seltsame geschichte.. Aminosäuren und Enzymen sind extrem günstig und sicher, wieso probieren die das nicht? Und warum USA? Aminosäuren und Enzymen kann man überall kaufen. Oder sind das so "naturheilmethoden"?
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    • Ingolmo 11.04.2017 19:43
      Highlight "Einige Studien deuten aber darauf hin, dass die Gabe von Aminosäuren und Enzymen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann." 1. kann, 2. positiv beeinflussen 3. aber nicht heilen.

      Vielleicht kann das Kind dann ein wenig länger leben, aber geheilt wird es nie.
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    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 20:55
      Highlight Wahrscheinlich reden die nicht von Aminosäuren und Enzymen, die man einfach so in der Apotheke kaufen kann. Es gibt Tausende verschiedene Enzyme in unserem Körper, die ganz unterschiedliche Aufgaben haben können, und die kannst du bei Weitem nicht alle kaufen. Und selbst wenn, wer sagt, wie die Behandlung aussieht (die werden wohl nicht einfach geschluckt) ?
      13 1 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 21:17
      Highlight Dieses Leiden mit Aminosäuren und Enzymen zu behandeln, ist wie das Schröpfen oder Aderlass bei der Beulenpest. Unsinn und reiner Hokuspokus in Reinkultur.
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    • Asalato 11.04.2017 22:24
      Highlight MrMikech: Wenn du nicht mal Rechtschreibung im Griff hast, frage ich mich, warum du das Gefühl hast, über medizinische Zusammenhänge besser Bescheid zu wissen als ein Arzt.
      8 0 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 22:47
      Highlight Ingo, nur längere Qualen...
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    • Spinoza 11.04.2017 22:50
      Highlight Enzyme gibt es sehr viele. Manche kann man in Apotheken kaufen.
      Andere bestehen aus hunderten Aminosäuren in einer sehr komplexen Konfiguration, die sich nur mit komplexen biochemischen Verfahren zu millionen Franken herstellen lassen.
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    • AL:BM 12.04.2017 00:18
      Highlight Asalato:
      Sehr sympathische Überheblichkeit. Bravo.
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  • Das-Malo 11.04.2017 19:11
    Highlight Eltern müssen zum Wohle ihrer Kinder entscheiden. Doch in solchen Situationen erscheint mir das fast unmöglich.
    Dass die Eltern um das Leben ihres Kindes kämpfen ist absolut normal, doch was ist nun richtig? Was falsch?
    Diese Situation muss unerträglich sein.
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  • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 19:03
    Highlight Schlechte Entwicklung. Das Recht auf Abtreibung oder die Inanspruchnahme von Sterbehilfe hat man immer zurecht mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frau oder des urteilsfähigen Sterbenden begründet. Nächste Angehörige müssen manchmal über das Sterben von nicht mehr ansprechbaren Personen entscheiden.

    Wenn Richter oder Ärzte nun gegen den Willen der wohl urteilsfähigen Ansprechpartner entscheiden, dass das Kind mutmasslich den Tod vorziehen würde, wenn es denn selbst entscheiden könnte, vergiftet das die ganze Debatte erneut und zerstört Vertrauen in das Gesundheitssystem.
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    • α Virginis 11.04.2017 22:22
      Highlight Hallo Bärerklär. Eventuell vergisst Du, dass es auch Fanatiker gibt, welche Kinder haben und nicht immer zum Wohle des Kindes handeln. Naja, mal unterstellt, es sei hier nicht so, muss ich doch die Eltern sehr infrage stellen, zumal dieses Kind so oder so zu einem grauenhaften, schmerzhaften Tod verurteilt ist, und das tut mir wirklich leid. Ich denke, der Richter hat sich da auch nicht leichtfertig entschieden, zumal es um das Leben eines Kleinkindes geht, welches sich noch nicht eigenständig äussern kann, zumindest verstehen wir es nicht. Nb: hat nichts mit Gesundgheitssystem zu tun.
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    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 23:55
      Highlight @α Virginis

      Es ist sicherlich richtig, dass die Sicht der Eltern nicht immer ungetrübt ist, wenn es in so schwierigen Situationen um das eigene Kind geht.

      Letztlich sind solche Grenzsituationen kaum richtig oder falsch zu lösen. Ich meine aber klar, dass in einer solchen Situation den Eltern ein Behandlungsversuch nicht verboten werden darf, sofern er nicht regelrecht quälerisch ist. Wenn nicht mehr die Personen selbst, schwangere Frauen oder Angehörige über solche Fragen entscheiden, überlässt man dem Staat ein ethisches Dilemma, das er nicht lösen kann.
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  • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 18:56
    Highlight Bei einem Greis, ok. Oder auch bei einem 50 Jährigen.

    Aber bei einem Baby finde ich sollte man alles mögliche versuchen und nicht einfach sterben lassen. Wenn es später behindert ist, ist es halt so.

    Wäre das Gericht konsequent, müsste es ja alle Behinderten auch sterben lassen. Z.b. Hawking - der wird ja kaum ein Leben in Würde führen.

    Schwacher Entscheid - der des geringsten Widerstandes. Und der günstigste.
    19 128 Melden
    • Silent Speaker 11.04.2017 19:33
      Highlight Du musst dann ja kein Leben lang mit der Behinderung klar kommen. Vielleicht sollte man eher die Natur richten lassen. Die Natur ist der einzig gerechte Richter über Leben und Tod. Und die Maschinen sind widernatürlich. Ich bin gegen die grundsätzliche Lebenserhaltung an sich natürlich Totgeweihter. Im Leben gibt es kein Recht auf Glück, Zufriedenheit, schönes Wetter, Fairness oder einen Partner. Ebenso auch nicht auf ein langes Leben. Wenn der Junge schwer(st)behindert ist, ist er lebenslänglich auf fremde Hilfe angewiesen, u.U. ohne sich ausdrücken zu können. Das ist extrem unvertretbar.
      47 12 Melden
    • DingoAteMyBaby 11.04.2017 19:43
      Highlight Was heisst bei einem 50 jährigem sei dies ok? Leben haben keinen Wert. Würde man dies tun würde man Folter gerechtfertigen, da man einen Leben opfert um andere (evt) zu retten.
      24 1 Melden
    • mrmikech 11.04.2017 19:45
      Highlight Ein 50 järiger hat familie, kinder, arbeit, lebenserfahrung, dass geht alles verloren wenn er stirbt. Ein baby hat noch nichts, und sehr krass gesagt, kann man in 9 monate wieder haben. Ist also nicht so einfach schwarz/weiss zu sehen.
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    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 20:53
      Highlight Also grundsätzlich bin ich auch gegen lebenserhaltende Massnahmen. Oder deren die das Leben verlängern. Vor allem bei alten Menschen. Für mich gehört der Tod zum Leben. Bin 28 - aber wenn ich gehen müsste, wäre das ok.

      Bei einem Baby aber sollte man schon alles mögliche versuchen.

      Weil eben, schauen wir Hawking an. Oder andere schwerst Behinderte.

      1 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 21:00
      Highlight "Wenn es später behindert ist, ist es halt so."

      Darum gehts ja auch nicht primär. Das Kind stirbt selbst mit Behandlung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit - nur dann qualvoll. Das ist das moralische Dilemma.

      "Z.b. Hawking - der wird ja kaum ein Leben in Würde führen."

      Mit dem feinen Unterschied, dass Hawking nicht im Sterben liegt oder leidet.
      14 1 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 22:48
      Highlight Naja, die Lebensdauer des Kindes würde wohl so 5-6 Jahre betragen, die es in voller Qual erleben würde. Schönes Leben...
      11 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 23:06
      Highlight Denkt ihr allen ernstes dass andere Behinderte nicht leiden?
      1 11 Melden
    • xHascox 11.04.2017 23:16
      Highlight Ich denke Hawkins Leben ist weit Würdevoller als meines. Er bekam schon einen Weltraumflug zugesichert. Er ist ziemlich intelligent. Er wird von vielen bewundert.
      7 1 Melden
    • exeswiss 11.04.2017 23:20
      Highlight warum zur hölle nennt ihr Hawking als beispiel, wenn bei ihm ALS erst mit 21 jahren diagnostiziert wurde?
      16 0 Melden
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  • Baum68 11.04.2017 18:52
    Highlight Auch bei nur 1% Chance auf ein teilweise Heilung. Sollte es den Eltern erlaubt sein alles mögliche zu versuchen.
    Die Hoffnung stribt bekanntlich zu letzt.
    23 42 Melden
    • JuliSaflor 11.04.2017 19:28
      Highlight Auch wenn das Kind dann Schmerzen erleidet? Sollte hier nicht im Interesse des Kranken gehandelt werden, auch wenn dieser selbst sich nicht äußern kann? Natürlich leiden auch die Eltern. Weshalb es ihnen wohl auch so schwer fällt ihr Kind in Würde und möglichst ohne Schmerzen gehen zu lassen.
      47 3 Melden
    • AnnaFänger 11.04.2017 19:41
      Highlight Ist die krankheit nicht unheilbar? Durch die behandlung wird das ja nur verzögert respektive gem. der aussage der ärzte leidet das kind unnötig mehr, so habe ich das verstanden und finde das urteil daher nachvollziehbar und natürlich traurig. Es ist vermutlich einfach das kleinere übel, jede entscheidung kann falsch sein.
      49 0 Melden
    • Lami23 12.04.2017 16:10
      Highlight Ich arbeite auf einer Intensivstation und bin anderer Meinung. Das Leiden ist es oftmals nicht wert. Tatsache. Und dann nützt es nichts, wenn sich die Angehörigen an dem 1% festhalten.
      1 0 Melden
    600
  • who cares? 11.04.2017 18:35
    Highlight Das ist natürlich sehr traurig. Ärzte sind im Normalfall Leute, die nicht einfach so jemanden sterben lassen, deswegen denke ich, sie haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.
    Am Geld kanns ja nicht gelegen sein, das war durch das Fundraising ja da.
    Ich kann aber auch die Eltern verstehen, die so lange gekämpft haben und es jetzt schwer fällt, loszulassen. Schlussendlich denke ich, dass es die Beste Lösung für alle ist, auch für das Kind.
    118 6 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 22:58
      Highlight Who cares, da hast Du absolut recht. Dem Riuchter ist es sicerlich genauso schwer gefallen, wie den Eltern. Nur hatte er den Vorteil, dass er emotional nicht so gebunden war und die medizinischen Gutachten gegenüber dem Wunsch der Eltern abwägen konnte. Notabene, meiner Meinung nach absolut korrekt. Habe selbst drei Kinder, darunter eines das mit Allergien zur welt kam, aber Allergien _kann_ man behandeln, wohingegen die mitochondriale Myopathie zu einem schmerzhaften, definitiven Zerfall führt, der _nicht_ behandelbar ist. Wenn es mein Kind wäre, wünschte ich unter Tränen eine gute Reise.
      5 0 Melden
    600
  • Bijouxly 11.04.2017 18:32
    Highlight Also, das finde ich nun aber total daneben... Wie kann man Eltern verbieten ihr Kind zu behandeln, wenn es ja nicht schlimmer werden kann..
    18 145 Melden
    • Neruda 11.04.2017 18:44
      Highlight Ein Kind ist nicht der Besitz der Eltern. Seine Interessen können unterschiedlich deren der Eltern sein.
      80 4 Melden
    • batschki 11.04.2017 18:45
      Highlight Doch, es wird immer schlimmer. Eine Behandlung in diesem Fall ist nur Leidensverlängerung. Kein Tierschutz würde sowas bei einem Haustier zulassen. Leben nur an der Maschine.
      71 3 Melden
    • phreko 11.04.2017 18:47
      Highlight Weil es Folter ist! Sie foltern ihr Kind aus Egoismus.
      50 10 Melden
    • Capt. Crunch 11.04.2017 18:48
      Highlight Für das Kind wird es leider schlimmer da die Schmerzen zunehmen und die Krankheit nicht heilbar ist.
      54 1 Melden
    • Sheez Gagoo 11.04.2017 19:18
      Highlight Ganz deiner Meinung. Es gibt Dinge, die gehen Richter nichts an.
      7 51 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 19:23
      Highlight Das Kind kann man leider nicht fragen. Man sollte aber nicht so voreilig Behinderten und Kranken den Lebenswert absprechen. Und die Eltern handeln sicher nicht egoistisch.
      7 31 Melden
    • Bijouxly 11.04.2017 20:20
      Highlight Ich will euch mal sehen, wenn es EUER Kind wäre und der Staat euch vorschreibt, dass das Kind zu sterben hat! Das ist doch krank. Die Eltern haben ganz offensichtlich noch nicht damit abschliessen können. Und von Schmerzen steht überhaupt nichts in dem Text, nur von der Aussichtslosigkeit der Situation! Also hallo.
      4 17 Melden
    • _kokolorix 11.04.2017 22:24
      Highlight Vor neun Jahren wurde unsere Tochter geboren, erlitt einen Multiorganschock durch erheblichen Blutverlust, anschliessend hatte sie eine Darmentzündung, ein Herzfehler musste dringend operiert werden und sie hat das Down Syndrom. Ein Arzt hat mir damals gesagt, dass das Mädchen etwas 'viele Baustellen' habe und es sein könnte, dass sich das Team dazu entscheidet die Maschinen abzuschalten. Unsere Tochter hat alle Prüfungen gemeistert und ist heute ein fröhliches, aufgewecktes Kind.
      Ich hätte die Entscheidung akzeptiert, weil mir bewusst war, dass ich das in dieser Situation einfach nicht kann
      11 0 Melden
    • phreko 11.04.2017 22:35
      Highlight Bijouxly, was für einen Text hast du gelesen?
      6 1 Melden
    • α Virginis 11.04.2017 23:04
      Highlight @Bärerklär: Ja, klar, dafür ist das Kind zu klein. Trotzdem, es wird niemals befragt werden können, da es vorher einen grauenhaften, schmerzlichen Tod erfahren wird...

      Alleine deswegen finde ich, die Eltern sollten das Kind seinen Weg gehen lassen, auch wenn es sehr schmerzhaft ist. Doch der eigene Schmerz sollte uns nicht die Qual des anderen vergessen lassen.
      3 0 Melden
    • Lami23 12.04.2017 16:11
      Highlight Hättest du schon mal den Alltag einer Intensivstation erlebt, würdest du anders reden. Ein Leben erhalten, welches nicht erhalten werden kann, ist unwürdiges Leiden.
      1 0 Melden
    600
  • mitch01 11.04.2017 18:25
    Highlight Unglaublich Schlimm für die Eltern. Aber kann die Richter auch verstehen. Manchmal ist nur der Tod die Erlösung.
    76 2 Melden
    600
  • Daenerys Targaryen 11.04.2017 18:22
    Highlight Ich kann das Urteil nicht nachvollziehen, ich meine es könnte eine kleine Chance bestehen das es doch ein Leben führen könnte. Unter gegebenen Umständen natürlich
    12 95 Melden
    • who cares? 11.04.2017 18:44
      Highlight Es wäre weder für das Baby noch die Eltern fair, noch längere Zeit zu leiden. Es ist klar, das die Eltern alles versuchen möchten, doch aus Liebe zu ihrem Kind nicht sehen können, dass seine Zeit leider schon abgelaufen ist, und es nur mehr und schlimmere Schmerzen ertragen wird als eh schon. Das zu sehen, war weder für die Ärzte, noch die Richter leicht.
      31 3 Melden
    • Maett 11.04.2017 18:45
      Highlight @Daenerys Targaryen: "Durch bereits erlittene Hirnschäden werde sich sein Zustand selbst bei erfolgreicher Behandlung nicht mehr verbessern." - somit wird wohl nie ein bewusstes Leben möglich sein, Hirnschäden sind schliesslich keine Bagatelle. Und selbst bei einem Behandlungserfolg ist dem armen Wesen nur ein kurzes (und der Meinung der Ärzte nach schmerzvolles) Leben beschert, weswegen ich das Urteil nachvollziehen kann. Kein Mensch ohne Chance auf richtiges Leben sollte mehr leiden müssen als notwendig.

      Ich mag Ihren Profilnamen.
      35 3 Melden
    • phreko 11.04.2017 18:49
      Highlight Die minimalste Chance auf schmerzhafte, absolut schreckliche paar Jahre mit einem sowieso schon defekten Gehirn. Muss ja schon sehr lebenswert sein!
      24 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 18:57
      Highlight Ja, vielleicht könnte es das, aber wie? Der Kleine hat, wie ich dem Bericht entnehme, bereits Hirnschädigung erlitten. Könnte er ein selbstbestimmtes Leben führen oder wäre er völlig auf Hilfe angewiesen, ev. künstlich ernährt? Könnte er das Sprechen noch erlernen und sich verständlich ausdrücken? Was an Informationen aus Amerika kommt bedeutet, dass diese Kur den Fortschritt der Krankheit beeinflussen kann, aber nicht aufhalten. Insofern kann ich das Urteil verstehen, hätte aber Angst, ein solches auszusprechen.
      17 0 Melden
    • Randy Orton 11.04.2017 19:05
      Highlight Nein, die Chance besteht nicht.
      15 2 Melden
    • Bijouxly 11.04.2017 20:23
      Highlight Es liegt nicht an der Justiz zu entscheiden, wer leben und sterben soll. Wer ins Lebens investieren will, der soll dies tun dürfen! Also ich finde es schockierend, wie leicht hier dieses Urteil aufgenommen wird. Stellt euch vor, es wäre ein Familienmitglied von euch! Würdet ihr nicht auch jede noch so kleine Möglichkeit beim Schopf packen? Würdet ihr euch von einem Richter davon ablassen halten wollen? Also jeder normale Mensch kann das hoffentlich nur mit nein beantworten!
      1 13 Melden
    • phreko 11.04.2017 22:37
      Highlight Wer schützt denn Babies vor unzurechnungsfähigen Eltern, bijouxly?
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    • α Virginis 11.04.2017 23:09
      Highlight @Daenerys Targaryen: Leider ist die mitochondriale Myopathie eine sehr aggressive, mit dem Tod des Patienten endende Krankheit, gegen die es keinerlei Heilmittel gibt, oder in absehbarer Zeit geben wird. Da bleibt wirklich nur der frühe "Gnadentod" als die Qualen bis zum Ende. Oder soll das Kind länger leiden als notwendig?
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  • Chääschueche 11.04.2017 18:19
    Highlight Eine Schwierige entscheidung, die wohl kein Mensch fällen möchte.

    Ich verstehe beide seiten.


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  • Spiessvogel 11.04.2017 18:17
    Highlight Weder der kleine Erdenbürger noch dessen Eltern haben ein Unrecht, eine Straftat begangen. Wie ist es möglich, dass ein Richter in diesem Fall ein Todesurteil aussprechen kann? Erlaubt der Brexit den britischen Richtern schon den EXIT?
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    • A_C_Doyle 11.04.2017 18:43
      Highlight Übertreib nicht so masslos. Er spricht kein Todesurteil aus sondern sieht die Interessen des Kindes auf schmerzfreiheit höher an als das recht der Eltern eine vermutlich schnerzhafte und nahezu aussichtslose Therapie durchzuziehen.

      Das war mit Sicherheit keine leichte Entscheidung und ihnen bleibt ja nach wie vor das Recht die Entscheidung anzufechten. Dein Kommentar ist allerdings völlig realitätsfern und daneben.
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    • batschki 11.04.2017 18:48
      Highlight Das Kind wäre ja schon lange tot, ohne Maschinen.
      Das ist das grosse ethische Problem der Medizin: wann darf man aufhören mit behandeln? Ärzte können das hol besser abschätzen als Eltern - und Richter.
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    • Gelöschter Benutzer 11.04.2017 18:58
      Highlight Realitätsfern ist, nichts unversucht zu lassen. Als wäre es eine Schande dass das Baby später behindert sein könne.

      Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für alle handicapirten Leute.
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    • Ingolmo 11.04.2017 19:28
      Highlight @Zäme! "Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für alle handicapirten Leute." was für ein dummer Kommentar. Vielleicht sogar sehr dumm.


      Hier geht es nicht um jemanden der im Rollstuhl sitzt oder ein geistiges Defizit hat, sondern um ein Baby, welches unheilbar krank ist, an Maschinen hängt und ohne Medikamente furchtbare Schmerzen hat. Hier geht es nicht darum ob es behindert sein könnte, sondern um vermeiden von unnötigen Schmerzen und leiden.

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    • α Virginis 11.04.2017 23:16
      Highlight @Zäme!: Sry, aber das ist wohl so ziehmlich ... was Sie da von sich geben. Wir reden hier über eine sehr aggressive, sehr, sehr schmerzhafte und _immer_ innerhalb relativ kurzer Zeit (Monate? Jahre?) zum Tod führender Krankheit/genetischer Deformation. Das kann niemals mit den, ihnen offensichtlich bekannten, Behinderungen zu tun haben. Das ist keine Behinderung, das ist ein massives, tödliches Leiden.
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