International

Le Pen bereitet sich auf das erste TV-Duell gegen Macron vor. Bild: POOL/REUTERS

«Sie waren für den Burkini, oder?» Wie Macron im ersten TV-Duell Le Pen auseinandernahm

21.03.17, 05:19 21.03.17, 06:32

Mit einem heftigen Schlagabtausch zwischen dem unabhängigen Bewerber Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen ist Frankreichs Präsidentschaftswahlkampf in die heisse Phase gestartet. 

Bei der ersten TV-Debatte der fünf aussichtsreichsten Kandidaten beharkten sich Le Pen und Macron am Montagabend unter anderem zur Frage des Islam und der hitzigen französischen Debatte um religiöse Symbole im öffentlichen Raum. Gemäss einer sofort nach der Ausstrahlung durchgeführten Online-Umfrage unter 1157 Zuschauern hat Macron die Debatte gewonnen. 29 Prozent der Befragten erklärten Macron zum klaren Sieger. Le Pen landete abgeschlagen auf dem dritten Platz. Auch der unabhängige Kandidat Jean-Luc Mélenchon lag laut den Zuschauern noch vor Le Pen. 

Le Pen wärmte dabei den Streit um Ganzkörper-Schwimmanzüge für Musliminnen auf, der im vergangenen Sommer zu heftigen Diskussionen geführt hatte.

«Vor einigen Jahren gab es keine Burkinis an den Stränden», sagte sie. «Emmanuel Macron, Sie waren für den Burkini, oder?» Macron warf Le Pen daraufhin Provokation vor. «Sie tappen in die Falle, die Franzosen zu spalten», so der 39-Jährige. «Das hat nichts mit der Laizität (der Trennung von Kirche und Staat) zu tun.»

Protektionismus und EU-Austritt

Gut einen Monat vor dem ersten Wahlgang am 23. April gelten Le Pen und Macron als klare Favoriten für den Einzug in die Stichwahl. Die Umfragen sagen Macron dafür derzeit einen klaren Sieg gegen Le Pen voraus, allerdings ist die Entscheidung vieler Wähler noch unsicher. Die Rechtspopulistin setzt auf Protektionismus und will ein Referendum über den EU-Austritt.

«Ich will die Präsidentin Frankreichs sein und nicht eine unbestimmte Region der Europäischen Union beaufsichtigen», sagte Le Pen und fügte hinzu: «Ich will nicht die Vizekanzlerin von Angela Merkel sein.»

Macron tritt dagegen für einen proeuropäischen, sozialliberalen Kurs an. Er sagte, den traditionellen Parteien sei es seit Jahrzehnten nicht gelungen, «die Probleme von gestern» zu lösen. «Sie werden das auch nicht morgen schaffen.»

Gilt als Favorit im Präsidentschafts-Rennen: Emmanuel Macron. Bild: AP/AFP POOL

«Präsident der nationalen Sanierung»

Macron fuhr Le Pen auch in die Parade, als diese anderen Kandidaten vorwarf, «nicht das Interesse der Franzosen» sondern grosser Konzerne zu vertreten – und dabei auf Macrons Lebenslauf anspielte. Der frühere Wirtschaftsminister ist Absolvent der Polit-Kaderschmiede ENA und war nach einer Beamtenkarriere zeitweise bei einer Bank tätig, bevor er in die Politik ging. «Ich werde Sie keine Verleumdung verbreiten lassen», hielt Macron ihr entgegen.

Der von Ermittlungen zum Verdacht einer Scheinbeschäftigung angeschlagene Konservative François Fillon stellte bei der Debatte seine staatsmännische Erfahrung als früherer Premierminister heraus. «Ich werde der Präsident der nationalen Sanierung sein», versprach er. Fillon will weitgehende Wirtschaftsreformen und einen klaren Sparkurs. In Umfragen liegt er aber derzeit abgeschlagen auf dem dritten Platz.

«Einwanderung seit 1930 stabil»

Zur Einwanderung lagen die Positionen weit auseinander. Während Le Pen ankündigte, die Immigration stoppen zu wollen, hielt der sozialistische Bewerber Benoît Hamon entgegen: «Der Anteil der Ausländer in Frankreich ist seit den 1930er Jahren stabil.» Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon hielt eine Begrenzung für nicht umsetzbar. Fillon forderte ein Quoten-System bei der Einwanderung, das aber nicht für Asylbewerber gelten soll.

Le Pen versuchte, mit weitreichenden Forderungen zur Sicherheitspolitik zu punkten – nach der Serie von Terroranschlägen ein brisantes Thema. Im Kampf gegen die Kriminalität will sie in den kommenden fünf Jahren 40'000 neue Gefängnisplätze schaffen. Der konservative Anwärter Fillon verwies dagegen auf Frankreichs angespannte Haushaltslage und warnte vor Versprechungen, die entweder nicht gehalten werden könnten oder das Land in den Bankrott führten. 16'000 neue Gefängnisplätze reichten.

Umstrittenes Format

Mit der Fernsehdebatte, die es in dieser Form in Frankreich vor einer Präsidentschaftswahl noch nie gegeben hat, beginnt die heisse Phase des Wahlkampfs. Bis zur ersten Wahlrunde sind noch zwei weitere Fernsehdebatten geplant. Sie könnten das Präsidentschaftsrennen massgeblich beeinflussen, zumal viele Franzosen noch unentschlossen sind, wem sie ihre Stimme geben sollen.

Über das Format der ersten TV-Debatte hatte es einigen Unmut gegeben. Denn bei der Präsidentschaftswahl treten elf Kandidaten an. Eingeladen wurden aber nur die fünf in Umfragen Bestplatzierten. (cma/sda/dpa/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Wer in der EU Filme und Serien streamt, hat nun ein Problem. Schweizer haben vorerst Glück

«Alti, heb de Schlitte!» – Was, wenn du ehrlich zu deinem Chef wärst?

Ausverkauf des Feminismus – die 3 dümmsten Gründe, Feministin zu sein

Genau so ein schönes Gefühl ist es, den Picdump zu schauen

ETH-Professor: «Man müsste halt ein Tal mit Solaranlagen zupflastern»

«Biete Wohnung gegen Sex» – in England nehmen dubiose Wohnungsanzeigen zu

Die Bachelorette und ihr muskelbepacktes Egomanen-Rudel

WTF? UNO wählt ausgerechnet Saudi-Arabien in die Kommission für Frauenrechte

Du willst es doch auch: 22 Fail-Gifs, die deinen Tag besser machen

Wie Trumps EU-Kehrtwende der Schweizer Wirtschaft schaden könnte

Frankreich wagt den revolutionären Bruch – und hat nun eine echte Wahl

Die besten Reaktionen auf den denkwürdigen Clásico (inkl. wütendem Ronaldo)

Im Cockpit-Clinch: Die Swiss wird von deutschen Piloten überrannt

«Scheiss-Jugo» und «Nazi-Schweine» – diese Beschimpfungen wurden richtig teuer

Patriotismus, Macron-Hate und alte Chansons – so erlebte ich die Party von Marine Le Pen

«Wenn 10'000 Schweizer ihr Gast-WLAN öffnen, wird die staatliche Netz-Überwachung nutzlos»

Pisa-Studie: Schüler in der Schweiz ticken ein bisschen anders als in den übrigen Ländern

Info-Panne im Pentagon: US-Flugzeugträger fährt los, aber nicht nach Nordkorea

Facebook Live muss weg! 😡

19 Memes, die das Single-Dasein perfekt beschreiben

Die fiesen Tricks der Wahlbetrüger: Ein Oppositioneller erzählt

«Schlimmstes Datenleck seit Snowden»? Das sollten Windows-User wissen

Ein Schweizer Professor erklärt, wieso es mit deinem Leben ab 23 bergab geht

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Galghamon, 3.12.2016
Ein guter Mix von News und Unterhaltung, sowie der Mut zur kritischen Analyse.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
34 Kommentare anzeigen
34
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Gelöschter Benutzer 21.03.2017 12:13
    Highlight Ehrlich? Den Beitrag habt ihr gleich wieder gelöscht?
    Weil ich erwähne dass der Titel an eure Projer-Arena anhimmelei erinnert?
    Arm....
    8 6 Melden
    600
  • Luca Brasi 21.03.2017 09:42
    Highlight Und Mélenchon wird natürlich wieder nur am Rande erwähnt, obwohl er laut Umfragen im TV-Duell gepunktet hat. Rechtspopulisten wie Le Pen oder "linksliberale" Sonnyboys wie Macron sind den Medien eben lieber.
    33 8 Melden
    600
  • Muster Mustermann 21.03.2017 08:55
    Highlight Mich nimmt es Wunder, welche Leute Le Pen wählen. Aus welcher Region sie mehrheitlich kommen. Soziale Schicht, Bildung, Durchschnitsalter etc. gibt es da irgendwelche Zahlen und Statistiken? Bei Trump war es so, dass vor allem die Zentral-Amerikaner ihn gewählt haben. Sie seien weniger gebildet und aus eher tieferen sozialen Schichten. Gibt es da Parallelen?
    9 16 Melden
    • Trader 21.03.2017 10:23
      Highlight Die Leute, die LePen wählen, wohnen u.a. im Süden. Cannes, Nizza, Marseille, Montpellier. In kleineren Orten kann die Bevölkerung bis zu 50% aus Ausländern bestehen (Magrebh).
      10 4 Melden
    • John Carter 21.03.2017 11:42
      Highlight Es geht bei all diesen Rechts-Extremen Parteien im Prinzip weder um die Partei noch um die Person. Die Leute haben von den regierenden Parteien die Schnauze voll. Sie wollen weniger Befhele aus Europa, Arbeit und normales leben führen. Und vor allem nicht ganz Afrika in Europa.

      Würden die regierenden Parteien diese Punkte beachten, dann gäbe es keinen von diesen. Alles selbstverschuldet.
      13 10 Melden
    • Madison Pierce 21.03.2017 11:46
      Highlight Le Pen hat Anhänger in vielen Schichten, ähnlich wie Trump: die Rassisten mögen sie, weil sie gegen Ausländer ist, die "Abgehängten" erhoffen sich ein besseres Sozialsystem und die Unternehmer haben genug vom Sozialismus.

      Hier ein interessanter Artikel über ihre Anhänger im Nordosten Frankreichs: https://www.dasmagazin.ch/2017/03/03/adieu-les-bleus/ Liest sich wie Artikel zu Trump-Wählern aus dem "Rust Belt".
      5 0 Melden
    600
  • INVKR 21.03.2017 08:31
    Highlight "Sie waren für den Burkini, oder?" Was für eine dümmliche Frage. Nichtmuslime sind in der Regel nicht "für den Burkini", sondern einfach der Meinung, dass sowas den Staat nichts angeht. Man muss nicht aus jedem Furz einen Kulturkampf machen.
    47 3 Melden
    600
  • whiteshark 21.03.2017 08:23
    Highlight Finde es schade, dass Watson immer die selben Titel verwendet: "Die Rechten wurden wieder auseinandergenommen..."
    45 7 Melden
    • John Carter 21.03.2017 11:43
      Highlight Ich weiss nicht ob Watson gut französisch versteht. Aber man kann jetzt wirklich nicht sagen, dass M. Macron Frau Le Pen auseinander genommen hat. Eher ist es so, dass er von allen ständig bedrängt wurde.

      Francais isch halt difficile-
      16 6 Melden
    600
  • Stipps 21.03.2017 08:08
    Highlight Tendenziöser Titel watson - schade, der Rest ist ja kopiert.
    88 39 Melden
    • Informant 21.03.2017 11:15
      Highlight Propaganda halt. Hillary hatte Trump jeweils auch "auseinandergenommen" in den Debatten.
      Angeblich.
      22 8 Melden
    600
  • Bulwark 21.03.2017 08:04
    Highlight Nur so, um es wieder in Erinnerung zu rufen:
    Auch Trump wurde immer als Verlierer aller möglichen Debatten präsentiert, hat aber am Ende die Wahl für sich entscheiden können. Von dem her sind wir hier noch lange nicht über den Berg...
    101 5 Melden
    • bcZcity 21.03.2017 08:23
      Highlight Wie ist das Wahlsystem in Frankreich?
      9 4 Melden
    • mbr72 21.03.2017 08:52
      Highlight Mit dem Unterschied, dass seine Wahl in mehrfacher Hinsicht manipuliert war und zudem bei der Public Vote trotzdem weit abgeschlagen war!
      3 30 Melden
    • satyros 21.03.2017 10:17
      Highlight @bcZcity: Allgemeine Volkswahl. Die beiden bestplatzierten Kandidierenden ziehen in einen zweiten Wahlgang ein (ausser jemand schaffe das absolute Mehr im ersten, was aber ausgeschlossen sein dürfte).
      10 1 Melden
    600
  • Benis 21.03.2017 07:45
    Highlight "Macron fuhr Le Pen auch in die Parade, als diese anderen Kandidaten vorwarf, «nicht das Interesse der Franzosen» sondern grosser Konzerne zu vertreten". So was muss auch ausgerechnet Le Pen sagen, wen vertritt sie? Sie erhält billige Kredite von Kreml-nahe Banken.
    51 23 Melden
    600
  • Posersalami 21.03.2017 07:40
    Highlight "Macron tritt dagegen für einen proeuropäischen, sozialliberalen Kurs an"
    Sozialliberal? HALLO!! Macron verkörpert den Neoliberalismus wie kein zweiter! Unter ihm wird nichts besser. Da kann sich Le Pen eigentlich zurück lehnen und sich dann halt in 5 Jahren wählen lassen, wenn die Bürger noch wütender und zahlreicher sind. Nicht dass ich glaube, dass Le Pen auch nur ein Problem lösen könnte! Macron wird es mit seinem Programm leider auch nicht. Aber jubelt ihn nur schön an die Spitze, anstatt die Probleme anzusprechen.
    56 25 Melden
    • Triumvir 21.03.2017 08:16
      Highlight Besser als die Ultrarechtsaussentussi Le Pen ist er allemal. Zudem wie unfähig Vertreter des sog. Wutbürgertums sind, können wir tagtäglich am Beispiel Trump beobachten. Ultrarechte sind einfach nicht fähig, eine vernünftige Politik für alle Einwohnerinnen eines Staates in die Realität umzusetzen. Denn Herumschreien und Realpolitik zu betreiben, sind zwei total gegensätzliche Sachen.
      22 11 Melden
    • FrancoL 21.03.2017 08:35
      Highlight Es geht auch hier um eine REINE Abwägung und man tut gut daran nicht einen zweiten Trump zu wählen.
      Auch für Dich gilt: anprangern ist gut, Lösungen anbieten wäre besser und einen realistischen Lösungsansatz in Deinem Post kann ich nicht erkennen. Man kann vor der politischen Realität in Frankreich die Augen nicht verschliessen. Es treten nun mal die an die antreten und so schlecht steht der Macron in diesem Feld nicht da.
      18 7 Melden
    • Trader 21.03.2017 08:54
      Highlight Ob LePen oder Macron oder Asterix spielt in diesem Land keine Rolle. Das Problem sind die Franzosen selber, sie wollen nicht länger arbeiten, sie meinen sie seien die Besten, sie gehen alle in die gleiche Eliteuni, ihre Produkte sind nicht konkurrenzfähig, ihre Dienstleistungen sind nicht zuverlässig etc.
      12 17 Melden
    • Fabio74 21.03.2017 09:38
      Highlight Die Probleme sind vielfältig. Aber eine Faschistin schafft nur Probleme.
      20 9 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 09:48
      Highlight @ FrancoL: Es ist NICHT meine Aufgabe, hier die Probleme der Welt zu lösen. Dafür gibt es jede Menge gut verdienender "Leistungsträger". Schon gar nicht kann ich das in 600 Zeichen, aber das war ihnen natürlich klar und sie wollten nur trollen, stimmts? Lösungen anbieten in 600 Zeichen.. lol
      10 5 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 09:51
      Highlight @ Trader: Was heisst hier nicht Konkurrenzfähig? Haben sie diese Information aus dem Wirtschaftsteil der Bravo? Frankreich ist in der Tat das PRODUKTIVSTE Land der Eurogruppe: http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/arbeitsproduktivitaet-in-frankreich-hoeher-als-in-deutschland-a-999056.html Schockierend so eine Wahrheit, gell?! Das die Franzosen darben hat andere Gründe, aber das passt nicht in 600 Zeichen.
      9 4 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 09:57
      Highlight Ach und bevor jetzt jemand denkt, wir hier seine besser als die Franzosen oder so, sind wir NICHT, unsere Produktivität ist tatsächlich ziemlich.. erbärmlich im Vergleicht:
      http://dievolkswirtschaft.ch/de/2015/12/busch-01-02-2016/ Soviel zum "Erfolg" unserer tollen bürgerlichen Wirtschaftspolitik. Die Franzosen brauchen tatsächlich nicht mehr zu arbeiten als sie es tun. Wozu auch?
      6 4 Melden
    • FrancoL 21.03.2017 10:04
      Highlight @Trader; da haben wir aber einen Frankreich-Kenner. Ob da alles auch so stimmt wage ich mehr als nur zu bezweifeln.
      Ob die Le Pen auch nur eines der von Dir erwähnten Probleme meistern kann, wage ich mehr als zu bezweifeln. Was die Le Pen sicherlich schafft ist den Franzosen noch zusätzliche Probleme aufzuhalsen und das könne sie nun wirklich nicht gebrauchen.
      6 7 Melden
    • Trader 21.03.2017 11:49
      Highlight Ja FrancoL@
      Ich kenne Frankreich, ich habe 12 Jahre ein "Häuschen" besessen in Frankreich - ich habe viel Zeit dort verbracht. Ich bin sehr froh, seit einigen Wochen ist dieses Kapitel für mich beendet. Ich bin "weiss Gott nicht auf den Kopf gefallen", aber was ich in diesem Land erlebt habe an Betrügereien, Oberflächlichktei, Arroganz, Grössenwahnsinn brauche ich nicht mehr. Ich kenne auch Deutschland sehr gut, wenn ich diese zwei Länder vergleichen, in welcher Art sie unterschiedlich versuchen Problemlösungen zu präsentieren, sehe ich für Frankreich schwarz.
      6 2 Melden
    • John Carter 21.03.2017 11:56
      Highlight In Frankreich schafft es kein Kandidat die Franzosen zu Reformen zu bewegen. Weder Le Pen noch Macron. Aber Le Pen würde die EU wieder auf einen normalen Kurs bringen und die Einwanderung besser kontrollieren. Rund 400'000 jährlich in Frankreich.

      Der Sozialist Hollande hatte auch das blaue vom Himmel versprochen. Jetzt kommt er nicht mehr aus dem Ausnahmezustand heraus. Das gibt's sonst nur in Ländern im Krieg...

      Europa funktioniert so nicht und muss dringend reformiert werden. Vereinfachter Warenhandel und den Rest bestimmen die nationalen Regierungen. http://M
      8 6 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 12:31
      Highlight "Der Sozialist Hollande hatte auch das blaue vom Himmel versprochen."
      Und jetzt raten sie mal, wer unter Hollande Wirtschaftsminister war und die tollen "Reformen" ausgeküngel hat. Ja richtig, es war dieser tolle Macron :D
      7 1 Melden
    • FrancoL 21.03.2017 13:05
      Highlight @John Carter; Wenn ein Land die EU braucht dann ist es gerade Frankreich. LePen würde die EU nicht auf normalen Kurs bringen sondern alles versuchen um aus der EU auszutreten oder sie so zu schwächen dass es einem Austritt gleich käme. Es sind gerade die Franzosen, die wohl nur mit den anderen Ländern zusammen ihre Vergangenheit bewältigen können und im Alleingang wohl wirtschaftlich noch flächer liegen würden.
      3 3 Melden
    • FrancoL 21.03.2017 13:11
      Highlight @Trader; ich arbeiten mit F, E, IT und deutsch Unternehmungen zusammen und kann nach über 20 Jahren nur festhalten dass die Deutschen eine Liga für sich sind, in den anderen Ländern sind kaum grosse Unterschiede zu sehen sie haben alle ihre heiden Mühe den Rahmenbedingungen nach zu kommen. Da müsste man sagen dass man für alle diese Länder schwarz sehen kann, doch das greift viel zu kurz. Zu kurz weil es eine Mentalitätsfrage ist und zum Glück auf dieser Welt verschiedenen Mentalitäten herrschen dürfen.
      4 2 Melden
    • Trader 21.03.2017 13:34
      Highlight Von dieser höheren Arbeitsproduktivität in Frankreich habe ich nie etwas gemerkt. OK sie sind Weltmeister im Ausreden (kommen 3 Stunden zu spät mit der Erklärung, die Frau des Arbeitskollege habe ein Kind gekriegt oder sie kommen gar nicht). Die normalen Handwerker sind "bricoleurs" (Bastler) - sie machen von allem etwas aber nichts richtig. Die Behörden geben nur Auskunft wenn es ihnen passt. Man muss mal versuchen den Stromlieferanten EDF oder den Internetprovider SFR anzurufen, um eine Informationen zu kriegen - wenn überhaupt sich jemand meldet ist nachher der halbe Tag um!
      5 0 Melden
    • Trader 21.03.2017 13:36
      Highlight Posersalami@ apropos Statistik Arbeitsproduktivität:
      Es gibt 3 Lügen: Die Lüge, die Notlüge und die Statistik.
      5 2 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 13:40
      Highlight @ Trader: Ja natürlich, so kann man es mit Fakten auch machen, die dem eigenen Weltbild widersprechen. Man kann sie einfach weglügen oder ignorieren. Hier wird ganz einfach gerechnet: BIP geteilt durch Total geleistete Arbeitsstunden. Da das BIP in der Eurozone überall gleich erhoben wird hat die Zahl natürlich eine Aussagekraft. Man darf natürlich trotzdem weiterhin in seinem Traumland leben, darf sich dann aber nicht wundern wenn die Realität nicht mehr mit den Vorurteilen zusammenpasst. Da ist es dann auf einmal unerklärbar, dass die Populisten auf dem Vormarsch sind.
      2 3 Melden
    • Posersalami 21.03.2017 13:46
      Highlight @ Trader: Sie dürfen nicht von ihrer kleinen Welt auf das grosse ganze schliessen. Ich könnte ihnen da auch so einiges aus persönlicher Erfahrung berichten.. zB. im Kontakt mit Siemens, BASF undThyssen Krup. Selten solch beschissene Unternehmen erlebt in der Zusammenarbeit. Heisst das jetzt, dass die Deutschen Unternehmen blöd sind? Wohl kaum, oder?
      1 3 Melden
    600

Rechtsextreme Nachbarn: Le Pen gewinnt in fünf der an die Schweiz grenzenden Départements

Die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, hat sich bei den Wahlen in Frankreich am Sonntag in fünf Départements, die an die Schweiz grenzen, den Sieg gesichert. Das sechste Wahlgebiet entschied François Fillon für sich.

Le Pen holte in den Départements Ain, Jura, Doubs, Territoire de Belfort und Haut-Rhin die meisten Stimmen, wie aus Zahlen des französischen Innenministeriums hervorgeht. Einzig in Haute-Savoie südlich von Genf gewann der konservative Fillon. Le Pen wurde …

Artikel lesen