International

Nach dem gescheiterten Putsch: Feststimmung in Istanbul

FPÖ-Chef vergleicht Putschversuch in Türkei mit Reichstagsbrand

06.08.16, 15:32

Die rechtspopulistische FPÖ hat den Putschversuch in der Türkei und die folgende Verhaftungswelle mit dem Reichstagsbrand 1933 und dessen Ausnutzung durch Adolf Hitler verglichen.

«Man hatte fast den Eindruck, dass es ein gesteuerter Putsch war, um am Ende die Präsidialdiktatur von (Präsident Recep Tayyip) Erdogan möglich zu machen, der dann die komplette Macht an sich reisst – mit vorgefertigten Listen», sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache der Tageszeitung «Die Presse» vom Samstag.

Bild: Ronald Zak/AP/KEYSTONE

«Ohne einen Vergleich anstellen zu wollen: Aber wir haben solche Mechanismen in der Geschichte dramatischerweise auch anderswo erlebt – etwa beim Reichstagsbrand.» Danach habe Hitler die totale Macht an sich gerissen.

Zum Zeitpunkt des Brandes am 27. Februar 1933 war Hitler seit einem Monat Reichskanzler. Die nationalsozialistische Führung nutzte die Tat, um die Verfolgung von Regimegegnern wie etwa Kommunisten zu verschärfen. Unmittelbar danach setzte sie mit einer «Verordnung zum Schutz von Volk und Staat» wesentliche Grundrechte der Weimarer Verfassung ausser Kraft. (sda/reu)

Putsch in der Türkei

Einzelner Elite-Polizist erschoss 4 Terroristen

Wegen «Terrorismus»: Türkei zensiert weitere kritische Sender

Jetzt schlägt Gülen zurück: «Erdogan hat Putschversuch selbst inszeniert»

Türkische Regierung setzt 28 gewählte Bürgermeister ab

Türkei schafft Platz für Putschisten und entlässt fast 36'000 Verurteilte aus Gefängnissen

Schweiz muss die Menschenrechte in der Türkei überprüfen – wir sind gespannt auf das Resultat

Eklat in der Türkei: Minister lässt nach Interview mit deutschem TV-Sender den Film beschlagnahmen

Erdogan droht Rom: «Italien sollte sich um die Mafia kümmern, nicht um meinen Sohn»

Türkei fordert von den USA offiziell die Verhaftung Gülens

Putschversuch mit Ansage: «Es war nur eine Frage der Zeit»

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Staatsfeind Nummer eins: Zu Besuch bei Erdogan-Gegner Gülen

Alle Artikel anzeigen

Die Schweiz und Erdogan

Türkische Spione in der Schweiz: Bundesanwaltschaft ermittelt

Türkische Spione an der Uni Zürich? Was tun, wenn man ungefragt fotografiert wird

Burkhalter trifft türkischen Aussenminister in Bern und pocht auf Meinungsfreiheit

Jetzt doch noch: Türkischer Aussenminister kommt für Auftritt in die Schweiz 

Nach Grauen Wölfen nun HDP-Politikerin im Baselbiet – der Türken-Streit weitet sich aus

FDP-Ständerat reicht Anzeige wegen Türkei-Spionage ein

Erdogan-Angriff prallt ab: «Genf wird sich von gar keinem Land beeinflussen lassen. Das Foto bleibt»

Diese sieben Graffiti-Crews und Künstler färben unsere Städte ein

«Erdogan, wenn du so viel Angst vor Spott hast, benimm dich nicht so, dass jeder sehen will, wie du auf die Eier kriegst.»

Jetzt wütet Erdogan auch in der Schweiz: Türkei will Erdogan-kritisches Foto aus Genfer Ausstellung entfernen lassen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Gelöschter Benutzer 06.08.2016 16:23
    Highlight Wo er recht hat, hat er recht. Es ist schon merkwürdig als am Tag des Putsches 3 F-16 Jets die Präsidentenmaschine mit Erdowahn an Bord nicht abschiessen konnten!!!!??
    10 1 Melden
    • michiOW 07.08.2016 08:34
      Highlight Naja, wie beim Reichstagsbrand ist es auch beim Putschversuch nicht wirklich klar, wer nun wirklich dahinter steckte.
      In diesem Artikel aber geht es nur darum, dass Erdogan wie Hitler damals ein solches Geschehnis zur Untergrabung, bzw. Einführung einer Scheindemokratie nutzt, in welcher ein Mann das Sagen hat.
      2 0 Melden
    600

Regierungschaos in Washington – Angst vor dem Trump-Crash

Sympathien mit Neonazis, Personalchaos im Weissen Haus und eine unprofessionelle Amtsführung: Donald Trump macht die amerikanische Politik und die Börse zunehmend nervös.

Wer wissen will, wie es um den Zustand der amerikanischen Politik bestellt ist, dem sei ein kurzer Blick auf das Geschehen an der Wall Street empfohlen. Nach anfänglicher Euphorie über die grossen Ankündigungen des neuen Präsidenten ist dort inzwischen vor allem ein Gemütszustand vorherrschend: Nervosität.

Zwar steht der Dow-Jones-Index immer noch nur 500 Punkte von seinem Anfang August erreichten Rekordhoch entfernt. Doch etliche Investoren sind momentan so hibbelig, dass schon kleinste …

Artikel lesen