International

Neue griechische Regierung vereidigt

Publiziert: 05.11.16, 13:01 Aktualisiert: 05.11.16, 13:54

Einen Tag nach ihrer umfangreichen Umbildung ist die neue griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras am Samstag vereidigt worden. Der linke Regierungschef hatte nach zunehmend negativen Wahlumfragen das Kabinett umgestaltet.

Um Reformwillen zu demonstrieren, hatte Tsipras mehrere Minister abgesetzt, die sich wiederholt gegen die von den Gläubigern geforderten Reformen gestellt hatten. Der für die Verhandlungen mit den Gläubigern zuständige Finanzminister Euklid Tsakalotos bleibt.

Gehen mussten neben anderen der bisherige Energieminister Panos Skourletis sowie Schifffahrtsminister Thodoris Dritsas. Beiden hätten die Privatisierung staatlicher Unternehmen torpediert, unter anderem, als es um den Verkauf der Wasser- und Elektrizitätsgesellschaften und die Verpachtung des Hafens von Piräus an internationale Investoren gegangen sei, berichtete die griechische Presse am Samstag.

Innenpolitisch will Tsipras mit der Umbildung einen «dynamischen Neustart» signalisieren, wie seine Parteizeitung am Vortag angekündigt hatte. In jüngsten Umfragen lag die Regierungspartei Syriza zwischen 6 und 12 Prozentpunkte hinter der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND). (viw/sda/dpa)

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
1 Kommentar anzeigen
1
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Neruda 05.11.2016 19:20
    Highlight Die Privatisierung von Wasser- und Elektrizitätsgesellschaften bringt nur einem etwas, dem Käufer. In Portugal ging das schon schief, aber die neoliberale Troika nutzt die missliche lage Griechenlands schamlos aus, um ihre politische Agenda durchzusetzen. Eine Schande für Europa. Genau deshalb ist die EU so unbeliebt.
    1 0 Melden
    600

«Ciao Renzi!» – Italiens Ministerpräsident wird abgestraft 

Ministerpräsident Matteo Renzi ist mit dem Volksentscheid über seine Parlamentsreform gescheitert. Er kündigt seinen Rücktritt an, Italien und die EU stehen vor stürmischen Zeiten.

«Ich habe verloren», sagt Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi, sichtlich bewegt, etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht in einer Pressekonferenz in seinem Amtssitz, dem Palazzo Chigi in Rom. «Meine Regierungszeit endet hier.» Montagnachmittag werde er das Kabinett einberufen, seinen Kollegen für ihre Arbeit danken, dann zu Staatspräsident Sergio Mattarella gehen und seinen Rücktritt einreichen.

Ein klares Wort nach einer klaren Niederlage. Rund 60 Prozent der Italiener lehnten seine Reform …

Artikel lesen