International

Seit vier Jahren lebt Assange in der Botschaft Ecuadors. Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Schwedische Staatsanwaltschaft befragt Assange in London

Publiziert: 14.11.16, 13:04

Die Befragung des Wikileaks-Gründers Julian Assange durch die schwedische Staatsanwaltschaft zu Vergewaltigungsvorwürfen hat begonnen. Staatsanwältin Ingrid Isgren und ihr Team kamen dafür am Montag in die Botschaft Ecuadors.

Dort hält sich der Australier Assange seit vier Jahren auf, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Assange befürchtet, von Schweden in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm eine Verurteilung für Enthüllungen auf der Plattform Wikileaks droht.

Staatsanwältin Ingrid Isgren bei der Ankunft auf der Botschaft Ecuadors. Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

Die schwedischen Ermittler werfen Assange Vergewaltigung und ein «weniger schwerwiegendes sexuelles Vergehen» vor. Informationen über das Ergebnis der Befragung würden die Ermittler im Anschluss nicht bekanntgeben, hiess es.

Die Befragung soll voraussichtlich bis Dienstag oder Mittwoch dauern. Assange weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück. (gin/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Markenwahn «Canada Goose»: Nach diesem Video gehst du mit anderen Augen durch den Winter

«Yolocaust» – wenn am Holocaust-Mahnmal die Selfie-Generation vorgeführt wird

29 Bilder, die das Internet sofort löschen sollte

Wenn der Bundesrat so twittern würde wie Donald Trump

7 Kommentare anzeigen
7
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • rolf.iller 14.11.2016 15:54
    Highlight Das bei Assange von den Medien immer wieder von Vergewaltigungsvorwürfen geschrieben wird ist eine schweinerei.

    Bei dem Vorfall, zu dem die Schweden ermitteln, geht es um unbestrittenen einvernehmlichen Sex mit zwei Nebenbuhlerin, die später von einander erfahren haben und einem vermutlich geplatzten Kondom. Zur Frage was jetzt genau mit dem Gummi passiert ist, ermittelt die Polizei. Respektive die Behörden hatten sehr früh die Ermittlungen bereits eingestellt, weil unerheblich. Bevor das Verfahren wundersamer weise wieder von neuem aufgerollt wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    7 1 Melden
    600
  • Mach_ke_Stei 14.11.2016 13:21
    Highlight Wenn es hart auf hart kommt, verkommen die Schweden auch nur zu einem verlängerten Arm von den USA. Siehe auch piratebay.
    21 10 Melden
    • _mc 14.11.2016 14:08
      Highlight Verlängerten Arm (Schweden/USA) trifft auf Verlängerten Arm (Assange/RUS). Dann ist ja alles fair und gut..?
      6 12 Melden
    • Mach_ke_Stei 14.11.2016 14:33
      Highlight @_mc

      Alle Staaten, die sich von Drittstaaten derart beeiflussen lassen sind gleich, genau.

      Wo und wie genau sich Assange in Russland eingemischt hat, weiss ich leider nicht.

      Ich gehe davon aus dass sie die momentane Situation ansprechen, aber ich rede von einer Situation die nichts mit Trump etc. zu tun hat.

      4 4 Melden
    • Fumo 14.11.2016 14:45
      Highlight "Wo und wie genau sich Assange in Russland eingemischt hat, weiss ich leider nicht."

      Noch nicht gehört? Jeder Whistleblower der gegen die USA wettert tut es mit Unterstützung der Russen.
      3 7 Melden
    • Lorent Patron 14.11.2016 14:51
      Highlight Zählst du zu diesen Staaten auch die Schweiz, Mach_ke_Stei? Oder glaubst du wirklich, die Schweiz könne sich dem verlängerten Arm der US-Justiz entziehen?
      7 1 Melden
    • Mach_ke_Stei 14.11.2016 15:17
      Highlight Ja, Lorent, leider. Nur geht es in dem Artikel nicht darum.
      3 3 Melden
    600

Würfel sind gefallen – Türkei für Aufhebung der Immunität von einem Viertel der Abgeordneten

Das türkische Parlament hat mit der erforderlichen Zweidrittelsmehrheit für die Aufhebung der Immunität von mehr als einem Viertel der Abgeordneten gestimmt. Für den Kern des Vorstosses der islamisch-konservativen AKP votierten 373 der 550 Abgeordneten in Ankara.

Allerdings müssen sie am Freitag noch über einen formalen weiteren Punkt und dann über das Gesamtpaket der Änderungen abstimmen. Erst danach wäre der Weg frei für die Aufhebung der Immunität von 138 Parlamentariern, wie die …

Artikel lesen