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US-Medien enttarnen letzten «Terror-Beatle» des sogenannten «IS»

Als folternde «Terror-Beatles» wurden vier britische IS-Extremisten weltbekannt. Drei von ihnen sind bereits enttarnt – nun ist auch die Identität des vierten Mannes bekannt geworden.

24.05.16, 12:26

Bild: AFP

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Die «Beatles» – so haben die Geiseln ihre Entführer heimlich genannt: Ringo, Paul, George und «Jihadi John». Wie die weltberühmten Musiker sprachen die vier mit starkem britischem Einschlag. Ihre wahre Identität wollten die «Terror-Beatles» verbergen, schliesslich begingen sie im Namen des «Islamischen Staates» unter anderem in Syrien entsetzliche Verbrechen. Auf ihr Konto gehen zwischen 2014 und 2015 die Folter und Hinrichtung der US-Geisel James Foley und anderer westlicher Journalisten und Entwicklungshelfer. Überlebende berichteten von erschütternder Gewalt.

Nun wurde der letzte der «Terror-Beatles» von den US-Medien Washington Post und Buzzfeed enttarnt. Laut den Berichten hätten auch die britischen und amerikanischen Geheimdienste ihn bereits identifiziert.

Es handelt sich demnach um den 27-jährigen Mechaniker El Shafee E. aus London. Seine Eltern waren Kommunisten, die in den Neunzigerjahren aus dem Sudan nach Grossbritannien geflohen waren. Die Mutter hat ihn und seine zwei Brüder allein grossgezogen.

Die Mutter sagte den US-Medien, El Shafee E. habe sich 2011 innerhalb kürzester Zeit radikalisiert. Im April 2012 zog er nach Syrien zum «Islamischen Staat», wo er noch immer vermutet wird.

Von Syrien aus hielt El Shafee E. Kontakt mit seinen Verwandten und schickte Fotos, auch von seiner mittlerweile zweijährigen Tochter, die er Maha genannt hat, nach seiner Mutter. Sein jüngerer Bruder Mahmoud, 17, folgte ihm 2015 nach Syrien. Kurz darauf kam der Teenager ums Leben.

Als die Mutter nun erfuhr, dass ihr mittlerer Sohn einer der «Terror-Beatles» sei, brach sie laut dem Bericht der «Washington Post» in Tränen aus. «Das ist nicht mein Sohn. Das ist nicht mein Sohn, den ich grossgezogen habe.»

Jihadi John.
Bild: AP/Militant video via SITE Intel Group

Mit El Shafee E. sind nun alle vier «Terror-Beatles» enttarnt. Die Männer wuchsen im Westen Londons auf und besuchten dort nach Informationen der «Washington Post» dieselben Moscheen, bevor sie im Alter zwischen 20 und 30 Jahren nach Syrien reisten. Alle vier haben einen Migrationshintergrund, zwei von ihnen wurden christlich erzogen, zwei muslimisch.

Bei den bereits identifizierten Personen handelt es sich um Mohammed E., «Jihadi John», der 2015 durch einen US-Drohnenangriff getötet wurde, sowie Aine D., der inzwischen in der Türkei inhaftiert ist, und Alexanda K., von dem nicht bekannt ist, wo er sich derzeit aufhält.

ras

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  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 24.05.2016 14:04
    Highlight Nimmt mich jetzt sehr wunder, was gewisse Leute wohl zu dieser Information meinen. "zwei von ihnen wurden christlich erzogen, zwei muslimisch." Also ist es sogar möglich, jemanden zu bekehren, der eine christliche Erziehung hatte? Wer hätte das gedacht? Ist es womöglich doch nicht die Religion, die böse ist, sondern die Menschen, die die Religion als Deckmäntelchen für ihre eigenen Pläne missbrauchen? Kann es sein, dass diese Terroristen in etwa so repräsentiv für Muslime stehen, wie Hitler für Christen?
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