International

Israelischer Soldat Asaria kommt unter Hausarrest

17.07.17, 22:12

Der wegen der Tötung eines schwer verletzten Palästinensers verurteilte israelische Soldat Elor Asaria kommt vorerst unter Hausarrest. Ein Militärgericht habe entschieden, dass Asaria zum Ende seiner dreijährigen Wehrpflicht vom 20. Juli an unter Hausarrest gestellt werde, teilte eine Armeesprecherin am Montag mit.

Bislang befindet sich der Soldat, dessen Fall in Israel tiefe gesellschaftliche Gräben aufgeworfen hat, im «offenen Arrest» auf seinem Armeestützpunkt.

Im Februar hatte ein Militärgericht ihn zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Asaria legte dagegen ebenso wie die Militärstaatsanwaltschaft Berufung ein. Die Verteidigung fordert einen Freispruch; die Anklage hingegen hält das Urteil für «übermässig milde». Israelischen Medien zufolge soll am 30. Juli im Berufungsprozess ein Urteil fallen.

Asaria hatte im März 2016 im besetzten Westjordanland einen bereits wehrlos am Boden liegenden Palästinenser getötet. Dieser hatte zuvor mit einem Komplizen einen israelischen Soldaten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Nachdem andere Soldaten auf ihn geschossen hatten, lag er blutend auf der Strasse. Elf Minuten nach dem Angriff kam Asaria als Militärsanitäter dazu und tötete den Palästinenser mit einem Kopfschuss.

Asarias Fall hatte in Israel hohe Wellen geschlagen und die Öffentlichkeit tief gespalten. In rechten Kreisen wird der Soldat wie ein Held gefeiert, während Menschenrechtsorganisationen ihm eine «Hinrichtung» vorwerfen. Mehrere israelische Politiker riefen dazu auf, Asaria zu begnadigen. Dazu gehört auch Regierungschef Benjamin Netanjahu. (sda/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • taz 17.07.2017 22:51
    Highlight horror! wer nach der lektuere dieses artikels immer noch behauptet, dass israel kein apartheid staat sei, der ist ignorant. wann setzt die internationale gemeinde diesem unrechtstaat endlich den riegel vor?
    49 45 Melden
    • tike 17.07.2017 23:02
      Highlight Er steht vor Gericht und wurde verurteilt von einer unabhängigen Justiz. Wieso Unrechtsstaat?
      10 11 Melden
    • wonderwhy 18.07.2017 00:35
      Highlight Wie lässt sich nach Lektüre dieses Artikels dieser Schluss überhaupt ziehen?
      6 1 Melden
    • taz 18.07.2017 09:52
      Highlight definition von apartheid: innerhalb eines staates gelten verschiedene gesetze für verschiedene ethnien. ihr koennt euch selber vorstellen, was passiert waere, waere dieser «volksheld» ein palaestineser gewesen, der einen wehrlosen, verwundeten israeli auf offener strasse hingerichtet haette.
      5 5 Melden
    • wonderwhy 18.07.2017 13:49
      Highlight Dann wäre auch er verurteilt worden. Worauf willst Du hinaus?
      4 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 18.07.2017 14:25
      Highlight taz
      Schablone vor den Augen.
      Nirgends auch nur eine Andeutung von Apartheit im Artikel zu finden. Aber Hauptsache man haut mit Schlagwörtern um sich, gell?
      4 4 Melden
    • taz 18.07.2017 15:05
      Highlight ja, genau! und er waere auch unter hausarrest gestellt worden? ist das dein ernst? er waere an ort und stelle gelyncht worden und dem israelischen soldat, den ihn niedergestreckt haette, waere die ehrenmedaille verliehen worde...ist das wirklich eine ernste frage??!
      5 3 Melden
    • wonderwhy 19.07.2017 07:51
      Highlight Du verwechselst die Seiten.
      3 1 Melden
    600

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