International

Italienische Küstenwache rettet 3000 Flüchtlinge vor der libyschen Küste

30.08.16, 22:34 31.08.16, 07:18

Einen Tag nach dem Grosseinsatz vor der libyschen Küste sind erneut tausende Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. Etwa 3000 Menschen seien am Dienstag in Sicherheit gebracht worden, teilten die italienischen Behörden mit.

An den 30 Rettungseinsätzen unter Federführung der Küstenwache waren demnach mehrere Schiffe beteiligt. Am Montag waren vor der Küste Libyens 6500 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden.

Damit war es einer der intensivsten Rettungstage der vergangenen Jahre. Derzeit wagen wegen des Sommerwetters und der ruhigen See wieder mehr Flüchtlinge in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingswerks kamen im ersten Halbjahr 2016 gut 200'000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa. Im Jahr 2015 waren es insgesamt mehr als eine Million. Den UNO-Angaben zufolge starben oder verschwanden in diesem Jahr bereits mehr als 3100 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Damit hat sich die Opferzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. (gin/sda/afp)

Die Flucht übers Mittelmeer

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Spooky 31.08.2016 03:23
    Highlight "Am Montag waren vor der Küste Libyens 6500 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden."

    Das sind 6500 mal 6000 Dollar. Ihr angeblich seriösen Journalisten. Wollt ihr uns nicht endlich mal erzählen, wohin dieses Geld gelandet ist? Auf Schweizer Banken?

    (Ich habe keine Hoffnung, übrigens, dass mein Kommentar aufgeschaltet wird.)
    10 1 Melden

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Im August dieses Jahres kamen 90 Prozent weniger Flüchtlinge über das Mittelmeer als im August 2016. Freut Sie das?Fabio Zgraggen: Natürlich sind wir froh, wenn die Flüchtenden nicht aufs Meer müssen. Aber wenn sie zurück in die libyschen Flüchtlingslager gebracht werden, wo schlimme humanitäre Zustände herrschen, ist das sehr besorgniserregend für uns. Weil wir genau wissen, dass diesen Menschen so nicht geholfen wird. Sondern dass sie zurück in Folter und Ausbeuterei gebracht werden.

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