International

Die «teuflischen Liebhaber» sollen vier Patienten getötet haben

30.11.16, 09:24

Ein Arzt und eine Krankenschwester sind wegen Mordverdachts in einem Spital in Saronno nördlich von Mailand festgenommen worden. Ermittlungen wurden gegen 14 Mitarbeiter des Spitals aufgenommen. Der 60-jährige Arzt, Anästhesist bei der Notaufnahme, wird der Tötung an vier älteren Patienten des Spitals verdächtigt.

Gemeinsam mit der Krankenschwester und zweifachen Mutter, mit der er eine Beziehung hatte, wird er auch des Mordes an deren Ehemann beschuldigt. Dieser soll einer tödlichen Mischung an Medikamenten erlegen sein, die ihm wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes verabreicht worden war. Er soll Medikamente eingenommen haben, die für Patienten im Endstadium gedacht sind.

Bild: KEYSTONE

Die Ermittler schlossen aus, dass hinter den zwischen Februar 2012 und April 2013 gemeldeten Todesfällen finanzielle Interessen steckten. Weitere Todesfälle im Spital werden nun überprüft.

Wanzen verrieten sie

In einigen Fällen stellten die Ermittler fest, dass mehr Medikamente verabreicht wurden, als bei dem Gesundheitszustand der betreffenden Patienten notwendig gewesen wäre.

Die Ermittlungen gegen die «teuflischen Liebhaber», wie das Paar von italienischen Medien bezeichnet wurde, wurden aufgrund der Anzeige einer im Spital tätigen Pflegerin aufgenommen. Wanzen und abgehörte Telefonate führten dann zum Arzt und zur Krankenpflegerin. (sda/apa)

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Zu wenig Exorzisten für immer mehr Klienten: Vatikan schlägt Alarm 

Mangelberuf Teufelsaustreiber: Den weltweit rund 400 speziell ausgebildeten katholischen Priestern im Internationalen Exorzisten-Verband AIE steht eine wachsende Zahl von Klienten gegenüber.

Die steigende Nachfrage hängt mit immer verbreiteteren okkulten und satanistischen Praktiken zusammen, wie der Mediendienst der Italienischen Bischofskonferenz laut Kathpress am Samstag mitteilte.

Erschwerend kommt dem Bericht zufolge hinzu, dass die «Kämpfer gegen das Böse» auf dem Globus ungleich verteilt sind: Von den 404 Priestern des Exorzisten-Verbands und 124 Hilfskräften – geschulten Laien – arbeiteten allein 240 Priester und 62 Helfer in Italien. Das europaweit zweithöchste …

Artikel lesen