International

Überführung in Norditalien stürzt ein – ein Toter, vier Verletzte

29.10.16, 11:20 29.10.16, 11:43

Die Überführung habe nachgegeben, als ein Schwertransporter darübergefahren sei, so der Strassenbetreiber. Bild: AP/ANSA

Nach dem Einsturz einer Überführung in Norditalien ist die Zahl der Opfer und der verschütteten Autos noch unklar. Mindestens ein Mensch starb, als das Viadukt am Freitag über einer Strasse zwischen Mailand und Lecco in der Nähe des Comer Sees zusammenbrach. Mindestens vier Menschen wurden verletzt, darunter drei Kinder.

«Ich sah den Lastwagen vor mir mit der Strasse verschwinden.»

Die Überführung habe nachgegeben, als ein Schwertransporter darübergefahren sei, teilte der Strassenbetreiber ANAS mit. Die Brücke begrub mindestens ein Auto unter sich.

Auf Fotos war zu sehen, wie der Schwertransporter zur Seite gekippt auf der Strasse über einem anderen Auto lag. Ein Wagen hing vor dem Abgrund auf der kaputten Überführung.

Die Zeitung «La Stampa» zitierte den Fahrer dieses Autos: «Ich sah den Lastwagen vor mir mit der Strasse verschwinden. Ohne nachzudenken drückte ich auf die Bremse und blieb sofort stehen. Ich liess den Fuss auf dem Pedal und dachte: Jetzt stürze ich ab.»

Die genauen Hintergründe des Unglücks waren am Samstag weiter unklar. Ein Bauarbeiter soll wenige Stunden vor dem Einsturz gemeldet haben, dass sich Putz von der Brücke gelöst habe.

Der Strassenbetreiber habe daraufhin die Schliessung der Strasse angeordnet, hiess es in der Mitteilung von ANAS. Da jedoch noch eine Inspektion durchgeführt werden sollte, kam dies zu spät. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete. (wst/sda/dpa)

Hol dir die App!

User-Review:
Galghamon, 3.12.2016
Ein guter Mix von News und Unterhaltung, sowie der Mut zur kritischen Analyse.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3 Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Homes8 29.10.2016 12:37
    Highlight Müssen Schwertransporte nicht angemeldet und bewilligt werden?
    2 1 Melden
    • 7immi 29.10.2016 16:11
      Highlight in der schweiz ja. da werden dann auch die genaue route, zeitpunkt und begleitfahrzeuge etc. vorgeschrieben. wie der ablauf in italien genau ist weiss ich aber nicht...
      4 0 Melden
    • Pisti 29.10.2016 16:53
      Highlight Wie das in Italien ist weiss ich nicht. Das schaut mir auch nicht zwingend nach einem Schwertransport aus. Schwertransporte werden meistens mit einem Tiefgänger ausgeführt, auf dem Foto sieht es eher nach einem gewöhnlichen Sattelanhänger aus.
      1 1 Melden
    600

Schlimmer als Tschernobyl: Sowjet-Report bringt riesiges Atomtest-Debakel ans Licht

Nirgendwo auf diesem Planeten sind mehr Atombomben explodiert: Auf dem Testgelände von Semipalatinsk (heute Semei) in Kasachstan zündete die Sowjetunion zwischen 1949 und 1989 knapp 500 nukleare Sprengköpfe, 113 davon oberirdisch. Die dabei freigesetzte Sprengkraft entspricht etwa 2500 Hiroshima-Bomben. 

Dass dieses nukleare Trommelfeuer nicht ohne Folgen für die lokale Bevölkerung bleiben konnte, ist heute – mehr als 30 Jahre nach Tschernobyl – wohl jedem klar. Mit welcher …

Artikel lesen