International

Badende flüchten von Stränden, Feuer in Rom ++ Waldbrände wüten in Italiens Ferienregionen

17.07.17, 23:00 17.07.17, 23:50

In mehreren Regionen Italiens können Touristen angesichts zahlreicher Wald- und Buschbrände noch nicht aufatmen. Mehr als Tausend Mal rückte die Feuerwehr am Montag landesweit aus, um die Flammen zu bekämpfen. In Rom bedrohten mehrere Feuer einen Pinienwald.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sprach von einem Desaster für die Umwelt. «Die Situation ist sehr ernst», sagte sie laut Ansa. 

Ein Mann sei festgenommen worden, der sich in der Nähe eines Brandherdes aufgehalten und sich damit der Brandstiftung verdächtig gemacht habe. Einige Wohnhäuser wurden evakuiert.

Die meisten Einsätze fuhr die Feuerwehr am Montag in den Regionen Latium und Kampanien. War die Feuerwehr in Neapel in den vergangenen Tagen vor allem im Umfeld des Vesuvs im Einsatz, brach am Montag auch auf dem Hügel Posillipo in der Stadt ein Feuer aus, das starke Schäden an einem Haus anrichtete.

In der Region Kampanien starb laut Nachrichtenagentur Ansa ein Mann, der sich auf dem Dach eines Schuppens vor einem Feuer in Sicherheit bringen wollte, aber abstürzte.

Toskana brennt weiter

Aber auch in der Toskana brannte es weiter. Schon am Wochenende gab es Bilder beliebter Strände, über die Rauchwolken hinwegzogen: In Capalbio in der Toskana packten Besucher ihre Sachen zusammen, nachdem am Sonntag nahe der Küste ein Feuer ausgebrochen war.

Einen «glühenden Sonntag» hatte laut Feuerwehr auch ein Ortsteil des weiter nördlich gelegenen Grosseto erlebt: Die Flammen hätten drei Gebäude beschädigt und 16 Autos zerstört, insgesamt wüteten die Brände auf einer Fläche von zwei Hektar.

In Italien ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten vergangenen Jahr. Seit Mitte Juni sind nach Angaben des Umweltschutzverbandes Legambiente mehr als 26'000 Hektaren in Flammen aufgegangen.

Betroffen von den Bränden sind auch Sizilien und die südliche Region Kalabrien. Umweltschützer werfen der Regierung in Rom und den einzelnen Regionen vor, zu wenig zu tun, um Bränden vorzubeugen.

Hilfeschrei aus Montenegro

Waldbrände breiten sich aus

Unterdessen bat die Regierung von Montenegro die europäischen Länder um schnelle Hilfe im Kampf gegen die Waldbrände. Die Lage in den Brandgebieten an der Adriaküste sei inzwischen «kritisch», hiess es in einer Erklärung der Regierung in Podgorica vom Montag. Montenegros Innenministerium schaltete deshalb den Europäischen Zivilschutz-Mechanismus ein, der grenzüberschreitende Hilfe im Katastrophenfall vorsieht.
Von den Flammen betroffen sind vor allem Gebiete am Südufer der Bucht von Kotor, die wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrer malerischen Ortschaften viele Touristen anzieht. Die Bürgermeister der bedrohten Städte Kotor, Tivat und Herceg Novi forderten die Regierung auf, bei den Nachbarländern - Kroatien, Bosnien und Serbien um Löschflugzeuge zu bitten.Seit Sonntag kämpfen montenegrinische Feuerwehrleute und Helfer gegen die Flammen, die immer wieder von starken Winden angefacht werden. Rund hundert Camper mussten bereits in Sicherheit gebracht werden.

Das solltest du nicht verpassen:

Falsche Nummer! 9 lustige Dinge, die du machen kannst, wenn dir eine fremde Person aus Versehen eine SMS schickt

Diese Diebe sind so doof, dass es schon fast weh tut – plus einer, der sofort alle Sympathien auf seiner Seite hat 

Nicht nachmachen: Das passiert, wenn du geschmolzenes Kupfer auf Eis giesst

Du warst vielleicht schon im Wembley und in Dortmund – aber was dieses Stadion bietet, hast du noch nicht erlebt

(sda/dpa/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Seltsame Swiss-Preise: Wer Economy fliegt, zahlt mehr als in der Business Class

Für die meisten Reisenden ist die Business Class ein Luxus, den man sich nur selten gönnt. Lieber wählt man die Holzklasse – vielfach ist sie halb so teuer. Doch bei einigen Flügen der Swiss reist man Business günstiger als mit Economy. Das steckt dahinter.

Ein junges Paar aus Zürich will seine Ferien in Sizilien verbringen. Und zwar vom 26. August bis 2. September. Es hat Glück: Im Flugzeug der Swiss hat es noch Plätze von Zürich via Genf nach Catania und zurück. Doch als die Beiden die Flugpreise genauer betrachten, sind sie verwirrt. Ihnen stellen sich zwei Fragen:

11 Franken könnte das junge Paar sparen, wenn es sich für die Business Class entscheidet. Sprich: Mehr Luxus für weniger Geld. Auch der Rückflug eine Woche später kostet in der …

Artikel lesen