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Der Klimawandel setzt einige der wichtigsten Ackerbaugebiete Südeuropas unter Druck. Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Südfrankreich und Spanien: Klimawandel könnte Südeuropa austrocknen

Wird die Erderwärmung nicht deutlich gebremst, könnte das für Südeuropa dramatische Folgen haben. Vor allem Wassermangel bedroht die Region und könnte bewachsene Gebiete in Wüsten verwandeln.

27.10.16, 21:09

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Der Mittelmeerraum mit seiner Artenvielfalt ist einzigartig. Damit das so bleibt, muss das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden, fordern Wissenschaftler im Fachmagazin «Science».

Für ihre Studie untersuchten Forscher der Universität Aix-Marseille Pollenablagerungen, die Erkenntnisse über die Veränderungen von Klima und Ökosystemen der Region während des Holozäns zulassen. Das Holozän ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte und reicht 11'700 Jahre zurück. Auf dieser Grundlage schätzten die Forscher die Auswirkungen auf Klima und Vegetation für verschiedene Temperaturanstiege ab.

Wird zum Problem: Wasser. Hier noch in Hülle und Fülle vorhanden, im Sommer 2016 in Madrid. Bild: Francisco Seco/AP/KEYSTONE

Im vergangenen Dezember hatten sich 195 Staaten bei der Pariser Klimakonferenzdarauf geeinigt, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf «deutlich unter zwei Grad» Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Sie wollten sich aber anstrengen, sie bei 1.5 Grad zu stoppen.

Grosse Teile Europas könnten zu Wüsten werden

Der Mittelmeerraum erwärmt sich besonders schnell. Die Temperatur liegt der Studie zufolge jetzt schon 1.3 Grad höher als zwischen 1880 und 1920. Im weltweiten Durchschnitt stieg die Erdtemperatur seit Aufzeichnungsbeginn um rund ein Grad.

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Eine Erderwärmung von mehr als 1.5 Grad hätte Folgen für die Ökosysteme, berichten die Forscher. Innerhalb der kommenden 100 Jahre würde sich die Natur so sehr verändern wie in den vergangenen 10'000 Jahren nicht.

Bei einer Erwärmung von mehr als 2.0 Grad prognostizieren die Forscher, dass grosse Teile Südeuropas und Nordafrikas wegen Wasserknappheit zur Wüste würden. An Trockenheit angepasste Hartlaubgewächse würden sich dann in der Ebene ausbreiten, Laubwälder wiederum würden dann in höheren Lagen wachsen und Gebirgswälder verdrängen.

Erholungsraum für den Menschen in Gefahr

Auch die Tierwelt sei durch die drohende Wasserknappheit in Gefahr, berichten die Forscher. Dies sei besonders kritisch, weil die Mittelmeerregion besonders artenreich sei. Ausserdem böte das Gebiet auch Menschen etlichen Nutzen - sauberes Wasser etwa und Raum zur Erholung. Diese Faktoren würden ohne ambitionierten Klimaschutz in Zukunft stark zurückgehen.

«Die vorliegende Veröffentlichung ist die erste umfassende flächendeckende Studie zu den ökosystemaren Auswirkungen des Klimawandels im Mittelmeergebiet», sagte der Leiter des Lehrstuhls Biogeographie der Universität Bayreuth, Carl Beierkuhnlein, der nicht an der Studie beteiligt war. Die Ergebnisse interpretiert er allerdings etwas zurückhaltender.

Folgen für das Ökosystem nur begrenzt absehbar

Die Konsequenzen für die gesamte Artenvielfalt seien unklar, weil eine Pollenanalyse nur einzelne Gattungen abdecken könne, so Beierkuhnlein. Hinzu kommt, dass Klimaprognosen stets Unsicherheiten mit sich bringen.

Die Autoren der Studie argumentieren, dass die Prognosen menschlichen Einfluss auf die Ökosysteme nicht berücksichtigten. Viele dieser Effekte würden künftig jedoch wegen der wachsenden Bevölkerungszahl und erhöhter Wirtschaftsleistung noch wachsen. (jme/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • pommes_mit_senf 27.10.2016 23:06
    Highlight Eine unbequeme Wahrheit, leider. Die Wissenschaftler sind keine links-grüne Gutmenschen, sondern Wissenschaftler. Zweifeln darf und soll man natürlich immer, doch irgendwann gilt es auch die Fakten anzuerkennen, sonst können wir uns die Universitäten grad sparen.
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  • Gelöschter Benutzer 27.10.2016 22:26
    Highlight Wir werden alle sterben *mimimimi* sei es durch das Ozonloch, Waldsterben, Rinderwahn, Vogelgrippe, austrocknende Speiseölländer *mimimimi* und schuld sind wir ?! *mimimi* Ernsthaft, ist das Teil einer sozialistischen Internationalisierung?! So à la brechen der Wettbewerbsfähigen durch Selbstzweifel bis zur Selbstaufgabe?!
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    • Max Mustermann 28.10.2016 00:35
      Highlight Hier hätte ich gerne mehrmals geblitzt!
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    • blobb 28.10.2016 01:45
      Highlight Geht mir auch so.
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    • Gelöschter Benutzer 28.10.2016 08:56
      Highlight Meine beiden Blitze habt ihr ;-)
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  • Wisegoat 27.10.2016 21:54
    Highlight Das heisst, dass man sich eigentlich besser schon jetzt die Kugel geben kann. Mann soll ja bekanntlich immer auf dem Höhepunkt abtreten bzw. dann wenns am schönsten ist.
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    • Commander 27.10.2016 23:18
      Highlight Ach was, das passt schon. Für unsere Enkelkinder wirds dann allenfalls etwas brenzliger. Der Mensch findet aber sicher trotzdem seinen Weg. Vielleicht auch mal etwas nachhaltiger als bisher. In diesem Sinn geb ich mir jetzt auch die Kugel - und zwar so ne tolle Lindor-Kugel 😃
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