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Regierungschefin auf Abruf: Theresa May und Ehemann Philip verlassen am Freitagmorgen das Hauptquartier der Konservativen Partei. Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE

Theresa Mays Debakel ist eine Absage an einen «harten» Brexit

Die britische Premierministerin Theresa May hat sich verzockt. Sie wollte sich mit Neuwahlen eine klare Mehrheit sichern und ist nun vermutlich ihren Job los. Wie es weitergeht, ist völlig unklar.

09.06.17, 08:26 09.06.17, 15:11

Als Premierministerin Theresa May im April vorgezogene Neuwahlen ankündigte, rauften sich viele Labour-Parlamentarier die Haare. Sie waren überzeugt, dass sie ihre prestigeträchtigen und gut bezahlten Sitze auf den grünen Lederbänken des Unterhauses verlieren würden. Alles deutete auf einen Erdrutschsieg für die Konservativen hin – und ein Mandat für einen «harten» Brexit.

Es kam ganz anders. Das Ergebnis der Unterhauswahl ist eine der grössten Sensationen der britischen Geschichte. Labour verlor keine Sitze, sondern legte im Gegenteil deutlich zu, während die Tories ihre Mehrheit einbüssten. Statt zum May-Day wurde der Wahltag für die Konservativen zum Mayhem. Das Pokerspiel der Regierungschefin endete in Chaos und Selbstzerstörung.

Desaster für May – Erfolg für Corbyn

Diese Demütigung dürfte Theresa May politisch nicht überleben. Bereits in der Nacht wurden erste Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen laut. Die Premierministerin führte einen miserablen Wahlkampf, der zu Vergleichen mit Hillary Clinton animierte. Die ohnehin nicht sehr umgängliche Politikerin, die Smalltalk erklärtermassen verabscheut, vermied den Kontakt zum «einfachen» Wahlvolk. Ihre Auftritte absolvierte sie überwiegend vor einem handverlesenen Publikum.

Die eigenen Wähler vergrault

Hinzu kamen katastrophale strategische Fehler. Der Vorschlag, pflegebedürftige Menschen müssten zur Finanzierung ihrer medizinischen Versorgung notfalls ihr Häuschen verkaufen, sorgte für Aufruhr gerade unter treuen Tory-Wählern. Die Redensart «My Home is my Castle» stammt nicht umsonst aus Grossbritannien. May zog ihn eilends zurück, doch der Schaden war angerichtet.

Der grosse Sieger dieser Wahl heisst Jeremy Corbyn. Bis vor kurzem galt der Vorsitzende der Labour-Partei als Lachnummer und als hoffnungsloser Fall. Doch der Schrebergärtner aus dem Londoner Stadtteil Islington absolvierte im Gegensatz zu Theresa May einen starken Wahlkampf, in dem er sich unerschrocken den vielen Kritikern seiner Linksaussen-Positionen stellte.

Junge für Corbyn

Nun steht Corbyn an der Schwelle zur Downing Street Nr 10. Überschreiten wird er sie kaum, doch er hat es allen gezeigt, nicht zuletzt seinen internen Gegnern. Seinen Erfolg verdankt er vorab den jungen Briten. Sie vertrauen dem altlinken Sozial- und Revolutionsromantiker, der eine fragwürdige Nähe zu gewaltbereiten Gruppierungen wie der palästinensischen Hamas pflegt.

Man kann sich deswegen am Kopf kratzen. Doch viele Junge auf der Insel sind frustriert über die wachsende Ungleichheit oder die schlechte Qualität viele öffentlicher Dienstleistungen, die von den Konservativen in den letzten Jahren brutal zusammengespart wurden. Sie sehnen sich nach einem «gerechteren» Königreich. Die Tories haben diese Stimmungslage sträflich unterschätzt.

Wie weiter mit dem Brexit?

Nun steht das Land vor einer Phase der Unsicherheit. Das betrifft auch den Brexit. Es ist unklar, ob die Verhandlungen über den Austritt aus der Europäischen Union wie geplant am 19. Juni beginnen werden. Die Aussichten auf einen «harten» Brexit, einen Austritt ohne Abkommen, sind jedoch stark gesunken. Die nordirischen Unionisten, der einzige realistische Koalitionspartner für die Konservativen, haben klargemacht, dass für sie nur ein «sanfter» Brexit in Frage kommt.

Für die EU sind dies nur bedingt gute Nachrichten, denn der Austritt müsste innerhalb von zwei Jahren vollzogen werden. Dennoch wird man sich in Brüssel und in vielen Hauptstädten auf dem Kontinent auf die Schulter klopfen. Nach der Wahl des Proeuropäers Emmanuel Macron in Frankreich ist das Scheitern von Theresa May ein weiterer Lichtblick für die gebeutelte EU.

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  • Susanne Bächtold 10.06.2017 15:01
    Highlight Wie der Autor zu seiner Einschätzung der Wahlen kommt ist mir schleierhaft. Die Tories bleiben klar stärkste Kraft. Sie werden mit einer nordirischen konservativen Partei regieren. Die Unabhängigkeit der Schotten, oder ihr Verbleib in der EU ist vom Tisch. Der Brexit nimmt weiter seinen Lauf. Der Corbyn-Hype ist bald verpufft.
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  • Jason84 10.06.2017 08:57
    Highlight Die Briten.
    Heute stehen sie vor dem Abgrund, morgen sind sie vieleicht schon einen Schritt weiter.
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  • Benot 09.06.2017 11:42
    Highlight Was ist ein Soft-Brexit?
    Gibt es neu soft und hard EU-Mitglieder?
    EU à la carte? Wohl kaum.
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    • Peter 09.06.2017 13:29
      Highlight Ein "harter" Brexit wäre ein totaler Bruch mit der EU, ohne Zugang zum Binnenmarkt. May hat erklärt, sie wolle lieber keinen Deal als einen schlechten Deal. Das dürfte nun vom Tisch sein. Die Nordiren werden darauf beharren, dass die Grenzen zur Republik Irland möglichst offen bleiben. Das bedingt eine neue vertragliche Regelung. Deshalb ein "softer" Brexit, auch wenn dieses Wort vielleicht nicht ganz glücklich ist.
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    • jlorenz 09.06.2017 20:28
      Highlight Der Ausgang dieser Wahl hat die Weichen fast unverrückbar in Richtung harter Brexit gestellt.Auch und gerade aufgrund des Wahlergebnisses in Nordirland.
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  • simiimi 09.06.2017 11:40
    Highlight Es war eine Absage an den harten Brexit, allerdings auch keine Zusage an einen soften Brexit oder einem ganzen Remain, dafür hätten die Briten die LibDems bzw. Labour zur stärksten Kraft machen müssen. Mir kommt es so vor, als wüssten die Engländer nicht was sie wollten, was zu den bisherigen Verlautbarungen von der Insel zum Brexit vorzüglich passt.
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    • Feihua 10.06.2017 22:32
      Highlight Der Brexit wurde ja auch nur mit knapp über 50% angenommen, das ist wie gewürfelt.
      1 0 Melden
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  • blueberry muffin 09.06.2017 10:32
    Highlight Und Watsonmacht fröhlich mit beim Corbyn Bashing.

    Was auch immer seine Fehler sind, gleich wie Bernie fährt Corbyn eine gerade Linie und sagt direkt was er denkt. Auch wenn es unpopulär ist.
    29 13 Melden
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  • Corahund 09.06.2017 10:30
    Highlight Es ist weder ein Debakel noch eine Absage an einen harten Brexit. Ihr mit euren Wunschdenken-Headlines immer. Brexit ist Brexit und Regierung ist Regierung.
    Hört doch mal auf mit Eurer Polemik.
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    • Linus Luchs 09.06.2017 11:40
      Highlight ...und schwarz ist schwarz, und weiss ist weiss.
      Corahund, vielleicht gibt es auch ein paar Grautöne?
      23 5 Melden
    • greeZH 09.06.2017 12:27
      Highlight "Brexit ist Brexit und Regierung ist Regierung."
      Eine Aussage so viel wert wie keine Aussage.
      31 6 Melden
    • Sandro Lightwood 09.06.2017 17:03
      Highlight Die Frau hatte ein Ziel mit diesen vorgezogenen Wahlen und ist klar gescheitert. Und: die Wahlen wurden von ihr selber initiiert.
      16 2 Melden
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  • Therealmonti 09.06.2017 10:30
    Highlight Es war pures Macht-Denken, das Frau May als erklärte Brexit-Gegnerin dazu verleitet hat, das Amt als Prtemierministerin zu übernehmen und England in Brüssel aus der EU zu führen. Es war pure Überheblichkeit, die sie veranlasst hat, Neuwahlen anzusetzen und den Brexit aus einer Position der Stärke durchziehen zu können. Und ihre Sturheit wird sie nun daran hindern, jetzt zurückzutreten. Sie wird Grossbritannien noch tiefer in die Scheisse reiten.
    39 9 Melden
    • _kokolorix 09.06.2017 19:01
      Highlight Da werden Erinnerungen an Maggie Thatcher wach, die den Grossteil der Briten ohne Not an den Rand des Abgrunds führte. Nach dem Brexit werden die meisten einen Schritt weiter sein...
      9 3 Melden
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  • sheimers 09.06.2017 10:14
    Highlight Gut so, wer die Menschenrechte in Frage stellt gehört abgestraft. Jetzt soll sie zurücktreten.
    29 16 Melden
    • Scott 09.06.2017 11:04
      Highlight Menschenrechte, die Terroristen schützen, gehören abgeschafft.
      16 46 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.06.2017 11:16
      Highlight Schon einmal jubelte man jemandem zu, der in die Welt posaunte:
      "Unser Rechtswesen muss in erster Linie der Erhaltung dieser Volksgemeinschaft dienen. Der Unabsetzbarkeit der Richter auf der einen Seite muss eine Elastizität der Urteilsfindung zum Wohl der Gesellschaft entsprechen. Nicht das Individuum kann Mittelpunkt der gesetzlichen Sorge sein, sondern das Volk" (die Herkunft des Zitats lässt sich einfach googlen).
      Offensichtlich scheint sich die Geschichte wiederholen zu wollen und dank entsprechender Blitzchen wird auch völlig klar wie der Aufstieg einer NSDAP damals möglich war.
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    • Liselote Meier 09.06.2017 20:01
      Highlight @Scott, Kann man durchaus so sehen, die Konsequenz draus ist aber, dass man dann auf der gleichen Stufe wie der Terrorist ist, in der Wahl Mittel.

      Der Zweckt heiligt die Mittel.
      Von diesem Standpunkt aus kann man aber Terroristen nicht des Terrorismus wegen anprangen, verhält sich gleich wie ein Dieb dem anderem Dieb sagt, "stehle nichts".

      Enweder gelten Menschrechte immer oder nicht, erst Recht in Krisensituationen.

      Nur bei Schönwetter und wenn es Oppurtun ist sie Hochzuhalten ist reinste heuchelei. Erst Recht für Länder die in Namen dessen Angriffskriege führen Libyen z.b








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    • Fabio74 10.06.2017 12:00
      Highlight @scott: Genau solche willfährigen Helfer sind brandgefährlich. Die Menschenrechte gelten für alle und sind nach 2 Weltkriegen geschaffen worden. Diese zusammen mit dem Rechtsstaat unter allen Umständen zu verteidigen!
      Ein Abrutschen in Richtung Totalitarismus und Diktatur ist das Ende Europas.
      Und solange die feinen Europäer an der Destabilisierung der Welt mitspielen, wird wohl der Terror nicht verschwinden
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  • nilson80 09.06.2017 10:04
    Highlight Für mich, realistisch gesehen, der bestmögliche Ausgang. Ein klares Votum für einen Softbrexit. Dafür wird auch der wahrscheinliche Koaliationsparter, die nordirische DUP, sorgen. Die sind zwar mitte-rechts, wollen aber keine geschlossene Grenze zu Irland (heute morgen in der BBC bekräftigt). Ein Sieg von Labour hätte nur dazu geführt dass die Torries und Ukip eine Dolchstosslegende für den Ausgang der Verhandlungen mit der EU bewirtschaftet hätten.
    11 17 Melden
    • Qui-Gon 09.06.2017 10:20
      Highlight das Bild?
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    • nilson80 09.06.2017 15:34
      Highlight Ein technischer Fehler, bzw. menschliches Versagen meinerseits ;), aber irgendwie auch passend
      9 2 Melden
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  • My Senf 09.06.2017 09:58
    Highlight Orientierungslosigkeit greift um sich. Es sieht nicht besser aus nun. Nach den USA eine weitere gespaltene Nation. Und die beiden haben das sagen in der Welt....
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    • greeZH 09.06.2017 12:31
      Highlight GB hat genau gar nichts zu sagen.
      11 7 Melden
    • My Senf 09.06.2017 14:56
      Highlight Ähm
      Die Grenzen (und damit die Länder) Libyen, Ägypten, Libanon, Kuwait, Iran, Zypern, Pakistan und etwa 100 weitere hat GB gezogen! Und Du glaubst die haben nichts zu sagen?! Ich tippe mal auf millennial
      11 8 Melden
    • greeZH 09.06.2017 16:11
      Highlight Ok mein "nichts zu sagen" ist genau so überspitzt wie deine Aussage. Die USA und das UK gehören nicht in den gleichen Satz.
      5 3 Melden
    • balzercomp 09.06.2017 16:11
      Highlight Die Tatsache, dass sie die Grenzen vor Jahrzehnten gezogen haben, heisst noch lange nicht, dass sie heute das Sagen haben.
      11 2 Melden
    • My Senf 09.06.2017 23:04
      Highlight Nun, AngloAmerika ist nicht nur ein geflügeltes Wort! Schliesslich war May auch die erste die Trump besucht hat. Die zwei haben viel mehr gemeinsam als gegen aussen erkennbar ist. Wieso haben z.B die USA (insbesondere Trump) gefühlte Minuten nach dem ersten anschlag in London alle Infos dazu direkt von den Briten bekommen? Die zwei sind zu fest verbunden, auch wenn die USA die erste Geige spielen. Militärisch und wirtschaftlich (City) sind die Engländer jedoch immer dabei
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    • Fabio74 10.06.2017 12:03
      Highlight Genau genommen haben ab 1916 Sykes und Piccot die Grenzen der osmanischen Provinzen im Nahen Osten neu gezogen, und nach 1918 diese entsprechend umgesetzt, als das osmanische Reich zusammen gebrochen ist.
      Und sie haben nach "Teile und herrsche" fremde Machthaber in die Länder gebracht, damit die Mehrheit kontrolliert werden konnte.
      Mit dem Absetzen der Machthaber zwischendurch ging das lange ziemlich gut. Europa profitierte, die Menschen dort litten unter den Diktaturen. Nun scheint uns der ganze Mist um die Ohren zu fliegen.
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  • Töfflifahrer 09.06.2017 09:54
    Highlight Bitte nicht vergessen, dass May auch verantwortlich für die Reduktion der Stellen bei der Polizei war und ihr dies nach den Terroranschlägen vorgeworfen wird. Zusammen mit der Angst um die NHS reichte dies bei vielen aus um gegen sie zu stimmen.
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    • bebby 09.06.2017 10:35
      Highlight Ich denke auch, dass der Erfolg nicht viel mit Brexit zu tun hatte, die Normales im Königreich sorgen sich um ihre Jobs, ihre Sozialversicherung und die Sicherheit. May konnte Brexit eben nicht wirklich zum Thema machen. Die Brexitabstimmung war ja letztlich auch eine Ohrfeige für Cameron. So ist es ja auch bei uns, den meisten ist die EU ziemlich egal, aber nicht die AHV.
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  • Hussain Bolt 09.06.2017 09:49
    Highlight Ich glaube sogar das die Anschläge und Mays sehr erbärmliche und heuchlerische Figur mit ihrer Historie der Unterstützung der Terrorgruppen in anderen Ländern wie Libyen, Syrien und co. der Grund dafür sind. Corbyn hatte da einen Vorteil denn er konnte darauf hinweisen auf ihr Mitmachen der aggressiven Aussenpolitik GBs gegen andere Länder. Corbyn ist an sich tatsächlich ein weitsichtiger Politiker, nur scheint Labour in vielen Bereichen eigentlich nicht viel besser zu sein. Die Corbyn Fraktion sollte Grösser und Stärker werden und Unfähige Leute wie Sadiq Khan sollten nicht für Labour stehen.
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    • Fabio74 10.06.2017 12:04
      Highlight Khan ist gewählter Bürgermeister Londons. Die Arroganz solche Menschen als unfähig hinzustellen, wenn man selber zu feige ist ein politisches Amt zu haben, ist heuchlerisch
      2 2 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 09.06.2017 09:46
    Highlight Während der Artikel so schön ausgewogen bleibt, ist mir der Titel zu eindeutig.
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  • RoWi 09.06.2017 09:27
    Highlight Eigentlich ist es der lange Schatten des David Cameron...
    Mir scheint fast, die Linken sind die besseren Rechten 😉
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  • Sheldon 09.06.2017 09:24
    Highlight Was ist denn nur in die Torries gefahren ? Zuerst das nicht zwingend notwendige Brexit-Referendung. Zack Cameron weg. Nun völlig unnötige Neuwahlen. Zack May stark geschwächt. Was kommt denen als nächstes in den Sinn ? Aber irgendwie kommt mir das bekannt vor. Mal will das Volk weg von der EU, mal wieder doch nicht so sehr. Dann bilateral verhandeln und dann wieder doch nicht.
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    • Scott 09.06.2017 11:09
      Highlight "Mal will das Volk weg von der EU, mal wieder doch nicht so sehr. Dann bilateral verhandeln und dann wieder doch nicht."

      Wird mit entsprechender Stimmungsmache von den Medien gesteuert.
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    • René Obi 09.06.2017 11:31
      Highlight Tja, Scott, bei einer 50-50 Situation sind es halt dann doch Zufallsmehrheiten die entscheiden. Heute würde er wohl abgelehnt. Morgen vielleicht wieder angenommen.
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  • peeti 09.06.2017 09:18
    Highlight "fragwürdige Nähe zu gewaltbereiten Gruppierungen wie der palästinensischen Hamas" - hat sich Corbyn im letzten Jahr nicht öffentlich von bestimmten Aussagen distanziert?
    Zudem glaube ich, dass es Corbyn immer um den Friedensprozess ging/geht, und dazu gehört auch die Anhöhrung von terroristischen Gruppierungen, die halt demokratisch legitimiert sind. Immerhin konnte im Nordirlandkonflikt nur mit dem gegenseitigen Aufeinanderzugehen ein Friedensprozess entstehen.
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  • Schnuderbueb 09.06.2017 09:08
    Highlight Kommt es da zu einer Neuauflage des Brexit? War nicht für den Brexit, aber ich hätte May gewählt um den Brexitlern mal die Konsequenzen für ihr dümmliche Verhalten vor Augen zu führen. Aber egal! Schlussendlich sind eh die EU inkl. Linken Schuld.
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    • _kokolorix 09.06.2017 19:23
      Highlight Natürlich! Ohne diesen unsäglichen Linken, Roosevelt, hätten wir heute in Europa keine Ausländerprobleme, Israel würde nicht existieren und China wäre Teil des japanischen Kaiserreichs. Jedem aufrechten Rechten geht bei so einer Betrachtung das Messer in der Hosentasche auf...
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Roger Köppel «interviewt» (lobpreist) Viktor Orban – und wir sollten auf der Hut sein!

Die Flüchtlingswelle ist ein Masterplan der Linken, Angela Merkel wird von der SPD manipuliert und Menschenrechte sind ein seichtes Thema: Darin sind sich der Ministerpräsident von Ungarn und der SVP-Nationalrat einig. Langsam wird es gruselig.

In der neuesten Ausgabe der «Weltwoche» bezeichnet Roger Köppel Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban als «Verteidiger Europas» und lässt ihn in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. 

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