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«Es lebe Fidel.» Dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro wird die letzte Ehre erweist. Bild: Ramon Espinosa/AP/KEYSTONE

Staats- und Regierungschefs nehmen Abschied von Fidel Castro

Publiziert: 30.11.16, 06:08 Aktualisiert: 30.11.16, 06:52

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt und hunderttausende Kubaner haben Abschied vom kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro genommen. Bei der zentralen Trauerfeier unterstrich sein Bruder und Nachfolger Raúl Castro dessen Rolle für die kubanischen Revolution.

«Fidel hat sein ganzes Leben der Solidarität gewidmet», sagte der kubanische Präsident am Dienstagabend (Ortszeit) in Havanna. «Er hat eine sozialistische Revolution der einfachen Leute für die einfachen Leute angeführt.» 

«Fidel ist tot. Aber er ist ungeschlagen gestorben», sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa. «Heute sind wir geeinter denn je, Völker Amerikas».

Hunderttausende Menschen waren auf dem Platz der Revolution in der kubanischen Hauptstadt zusammengekommen. Sie schwenkten kubanische Flaggen und skandierten: «Es lebe Fidel.»

Die kubanische Bevölkerung trauert. Bild: Natacha Pisarenko/AP/KEYSTONE

Zum Auftakt der Feierlichkeiten hatte eine Schauspielerin den «Triumphmarsch des Rebellenheers» rezitiert. Die Hymne erinnert an die Guerilleros, die 1959 unter Castros Führung den Diktator Fulgencio Batista gestürzt hatten.

«Sein Tod ist ein schmerzhafter Verlust.»

Jacob Zuma, Präsident Südafrikas

«Internationalist und Antiimperialist»

«Er war ein Internationalist und Antiimperialist, der stets für die Unterdrückten kämpfte», sagte der südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Er dankte Castro für dessen Unterstützung im Kampf gegen das Apartheid-Regime. «Sein Tod ist ein schmerzhafter Verlust.»

Unter anderen waren der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der nicaraguanische Staatschef Daniel Ortega, der bolivianische Präsident Evo Morales und Ecuadors Staatschef Correa nach Kuba gekommen, um Castro die letzte Ehre zu erweisen. 

Nicolás Maduro, Präsident Venezuelas. Bild: Ricardo Mazalan/AP/KEYSTONE

Ihre Länder gehören zu der Bolivarianischen Allianz für Amerika (Alba) und zählen zu den engsten Verbündeten Kubas.

«Wir verabschieden uns von einem Symbol für die Unabhängigkeit, die Freiheit und die Würde», sagte der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras. «Fidel gehört der ganzen Welt, Fidel gehört der Geschichte.»

USA ohne offizielle Delegation

Die USA hingegen schickten keine offizielle Delegation nach Kuba. Lediglich der designierte Botschafter Jeffrey DeLaurentis und der nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes vertraten die Vereinigten Staaten.

Ab Mittwoch wird die Urne mit Castros Asche quer über die Karibikinsel nach Santiago de Cuba gebracht. In verschiedenen Ortschaften auf dem Weg sind Trauerveranstaltungen geplant. In Santiago soll Castro am kommenden Sonntag bestattet werden. (sda/dpa)(ehi/sda/dpa)

Fidel Castro – das Leben des kubanischen Revolutionärs in Bildern

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User-Review:
naja, mir - 16.4.2016
Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
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  • Spooky 01.12.2016 02:10
    Highlight Ach, die sollen doch aufhören mit ihrer peinlichen Lobhudelei! In 500'000 Jahren wird sich kein Knochen mehr an diesen Fidel Castro erinnern.
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  • rodolofo 30.11.2016 07:03
    Highlight Fidel Castro kommt mir so vor, wie ein vor Jahren verstorbener Freund, der für mich auch ein Ersatz-Vater war:
    Dieser Mann brachte Unglaubliches zustande, mit einer ungeheuren Schaffenskraft!
    Bei seiner Arbeit als Lokführer erholte er von seinem Hobby, das darin bestand, auf einem privaten Grundstück -von Bäumen getarnt- imposante Bauten zu errichten, wie eine Art Inka en miniature, alles in anstrengender Handarbeit, zusammen mit seiner Familie, die unter seiner Fuchtel schuften musste, mit Kollegen, die er geschickt manipulierte, und mit Frauen, die seiner revolutionären Männlichkeit erlagen.
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