International

Aktion zur Amtseinführung: «Wir sind das Volk» ist das neue «Hope»

19.01.17, 11:55 19.01.17, 12:32

Als sich Barack Obama 2008 anschickte, der 44. Präsident der USA zu werden, rückte auch Shepard Fairey ins öffentliche Bewusstsein.

Mit seinem ikonischen «Hope»-Plakat schuf sich der Streetart-Künstler selbst ein Denkmal. Und nun hat sich genau jener Shepard Fairey wieder ans Werk gemacht, um bei der Amtseinführung von Obamas Nachfolger ein Zeichen zu setzen.

Faireys «Hope»-Sujet. bild: the amplifier foundation

Nein, der Mann hat kein Plakat mit Donald Trumps Konterfei und Wörtern wie «Fear», «Despair» oder «Why?» gemalt – auch wenn der 45. Präsident wahrscheinlich weniger nach Faireys Geschmack ist. Anstatt den Republikaner anzugreifen, setzt der 45-Jährige darauf, das Volk zu einigen.

Wir sind das Volk

Und dies dezidiert nach seinem Gusto: Seine «We The People»-Reihe zeigt eine islamische Amerikanerin, eine Latina und ein farbiges Mädchen mit Rastazöpfen. Die Botschaft ist klar: Wir sind ist in erster Linie US-Bürger, aber dann sind wir womöglich auch Muslime, und wir haben Wurzeln in anderen Kulturen. 

bild: the amplifier foundation

bild: the amplifier foundation

bild: the amplifier foundation

Um seine Plakate für die Amtseinführung herauszubringen, hat sich Fairey mit zwei weiteren Künstlern zusammengetan und ein Crowdfunding-Projekt bei Kickstarter ins Leben gerufen. Die Kolumbianerin Jessica Sabogal trägt ein Poster mit einem weiblichen Liebespaar bei, das mit «Wir, die Unteilbaren» beschrieben ist.

60'000 als Ziel – 1,3 Millionen gesammelt

Neben diesem Sujet für sexuelle Toleranz gibt es noch das einer amerikanischen Ureinwohnerin, für das Ernesto Yerena verantwortlich ist. «Wir, die Widerstand leisten», steht auf seinem Plakat, das wie die anderen in Massen bei der Amtseinführung Trumps am 21. Januar zu sehen sein soll.

Dass so ein Szenario wahrscheinlich ist, lässt die Unterstützung auf Kickstarter erahnen: Die 60'000 Dollar, die gesammelt werden sollten, wurden in Nullkommanichts erreicht. Zwei Tage vor Trumps Arbeitsauftakt sind über 1,3 Millionen Dollar zusammengekommen – bei nur 22'000 Spendern.

bild: the amplifier foundation

Botschaft der Liebe und Einigkeit

Das heisst, jeder Spender hat durchschnittlich über 1600 Dollar beigetragen – «Hope» mit anderen Mitteln, könnte man das wohl nennen. Getragen wird die Plakat-Aktion von der Stiftung «The Amplifier Foundation», deren Motto lautet: «Wir sind die der Kunst-Antrieb für soziale Veränderungen».

Ali Geilser ist dort für die Kampagne verantwortlich. Weil Poster am Freitag in Washington nicht benutzt werden dürfen, will er Anzeigen in Zeitungen wie der «Washington Post» schalten: Das bedruckte Papier darf natürlich ohne Auflagen hochgehalten werden.

«Wir wollen öffentlich zeigen, dass wir hinter dieser Botschaft der Liebe und Einigkeit stehen werden», erklärte er gegenüber «USA Today». «Wir demonstrieren, was wir unter ‹Wir sind das Volk› verstehen.».

(phi)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Spooky 19.01.2017 22:54
    Highlight WE THE PEOPLE

    Pfhhhh.....

    In den USA gilt: Jeder für sich und Gott gegen alle.
    0 0 Melden
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  • Spooky 19.01.2017 21:44
    Highlight Da verdienen sich ein paar Schlaue wieder dumm und dämlich.
    0 0 Melden
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  • Digital Swiss 19.01.2017 20:34
    Highlight Den Spruch kenn ich... von der NPD.
    1 1 Melden
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  • locogoa 19.01.2017 14:00
    Highlight Also wenn ich 1,3 Millionen Dollar durch 22000 Spender teile komme ich auf 59 Dollar ... wie ihr auf durchschnittlich 1600 Dollar kommt ist mir ein Rätsel....
    13 0 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 19.01.2017 12:28
    Highlight Ein Poster mit Indianern drauf? Diejenigen die im Auftrag von Obamas Administration in Dakota verprügelt werden um eine Pipeline durch Indianerreservate bauen zu können? Jaja "Wir sind das Volk", aber wahrscheinlich zählen diese Leute in Dakota für diese "Kampagne" nicht dazu..
    14 26 Melden
    • Muggle 19.01.2017 13:41
      Highlight Logik?

      Die Leute, welche die Plakate hochhalten werden sind ja wohl nicht zwingend diejenigen, die auch die Pipeline bauen lassen wollten. Und bei den Plakaten geht es ja mehr um eine allgemeine Toleranzbekundung, die laut diesem Artikel weder für noch von Obama organisiert wird...
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